Test: Manhattan Power Delivery Charging Station 65W, klasse Ladestation!

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Manhattan ist mit seinen Produkten ein Neuling auf Techtest.org. Manhattan bietet einige sehr interessante und exotische Zubehör/Ladeprodukte an, wie Ladeschränke für bis zu 20 Geräte und 360W.

In diesem Test soll es aber um ein etwas klassischeres Produkt gehen und zwar um die Power Delivery Charging Station 65W.

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Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser um eine Ladestation, welche aber neben zwei USB Power Delivery Ports auch Quick Charge bietet. Dies ist aus meiner Sicht das Optimum, um möglichst viele Geräte optimal abzudecken.

Wollen wir uns einmal die Manhattan Power Delivery Charging Station 65W näher im Test ansehen. Kann das erste Produkt von Manhattan bei Techtest.org im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Manhattan für das Zurverfügungstellen der Ladestation für diesen Test.

 

Die Manhattan Power Delivery Charging Station 65W im Test

Manhattan setzt bei seiner 65W Ladestation auf ein sehr interessantes und ungewöhnliches Design. Auf den ersten Blick hätte ich die Ladestation glatt für eine Powerbank gehalten.

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Diese misst 72 x 19,6 x 118 mm und ist somit superflach gebaut. Generell gesprochen ist aber das Ladegerät nicht übermäßig kompakt für die beworbene Leistung von 65W. Das Gewicht liegt bei guten 192g.

Beim Gehäuse nutzt Manhattan einen interessanten polierten Kunststoff, welcher auf der Front nochmals mit Hochglanz Kunststoff verfeinert ist.

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Sieht schick aus, aber die Manhattan Power Delivery Charging Station 65W ist superempfindlich! Das Gehäuse wird extrem schnell zerkratzen, gewöhn dich also nicht zu sehr an die schicke Optik.

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Wie steht es aber um die Anschlüsse? Auf der Front finden wir zwei USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – USB Power Delivery 60W
  • USB C 2 – USB Power Delivery 18W
  • USB A – Quick Charge 18W

Beide USB C Ports unterstützen den Power Delivery Standard. Port 1 kann dabei bis zu 60W liefern (5,9,12,15,20V/3A). Port 2 ist auf 18W limitiert, ist also primär für Smartphones gedacht.

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Der USB A Port ist wie üblich universell kompatibel, unterstütz aber auch den Quick Charge Standard. Entsprechend kann auch dieser Port bis zu 18W liefern.

Insgesamt ist allerdings die Leistung des Ladegerätes auf 65W limitiert. Nutzt Du mehrere Ports gleichzeitig, dann werden diese entsprechend gedrosselt.

 

Erster Test und Temperatur

Beginnen wir mit dem wichtigsten, die Manhattan Power Delivery Charging Station kann die beworbene Leistung liefern! Also USB C Port 1 bietet bis zu 60W und USB C Port 2 bis zu 18W.

Interessanterweise verfügt das Ladegerät neben den für USB PD gängigen Spannungsstufen von 5V, 9V, 12V, 15V und 20V auch über eine 18,9V Stufe. Diese habe ich zuvor noch nie bei einem USB PD Ladegerät gesehen. Ich weiß nicht, wofür sie gut ist, aber sie schadet auch nicht.

Wie üblich habe ich das Ladegerät auch mehrere Stunden zu 100% belastet.

temperatur

Dieses erwärmte sich hier auf unkritische 57 Grad und zeigte keine Probleme oder andere Auffälligkeiten.

 

Keine Drosselung?

Laut Manhattan kann die Power Delivery Charging Station bis zu 65W liefern. Wir haben aber einen 60W Port und zwei 18W Ports.

Normalerweise ist es hier üblich, dass der leistungsstärkste Power Delivery Port softwareseitig gedrosselt wird sobald ein zusätzlicher Port genutzt wird. Also hier beispielsweise sollte sich der 60W Port nur noch als 45W Port zu erkennen geben, wenn Du etwas in den 18W Port einsteckst.

Dies ist aber nicht der Fall! Es war mir problemlos möglich das Ladegerät mit 60W + 18W, also 78W, zu belasten. Erst wenn ich versuchte auch noch den 3. Port zu verwenden, schaltete das Ladegerät ab.

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Einerseits ist es natürlich super, etwas Luft nach oben zu haben und effektiv zwei Ports gleichzeitig voll nutzen zu können. Aber andererseits gilt etwas Vorsicht ein Netzteil oberhalb der Spezifikationen zu betreiben. Eigentlich hätte der Hersteller hier eine Drossel verbauen müssen, um so etwas zu verhindern.

Erstaunlicherweise hält das Ladegerät diese hohe Last aber auch problemlos durch! Selbst nach 3 Stunden gab es bei 78W keine Abschaltung und auch die Erwärmung geht noch.

Anscheinend ist das Ladegerät also mit recht viel Luft nach oben designt.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität und das Einhalten der Grenzwerte ist bei den wenigsten modernen Ladegeräten ein Problem, schauen wir uns das Ganze dennoch einmal an.

spannung 5v spannung 9v spannung 20v

  • 5V Stufe 5,118V bis 5,294V
  • 9V Stufe 9,143V bis 9,332V
  • 20V Stufe 20,12V bis 20,31V

Damit ist das Ladegerät ausreichend Spannungsstabil und verletzt auch keine Grenzwerte!

 

Ladetest

Folgende Geräte habe ich an der Manhattan Power Delivery Charging Station 65W getestet:

USB C1 USB C2 USB A
Apple MacBook Pro M1 54,3W 17,9W 4,9W
Apple iPad Pro 11 M1 26,5W 12,5W 4,7W
Apple iPhone 12 Pro 17,8W 17,7W 9,8W
Samsung S21 Ultra 13,8W 13,9W 5,8W

Hier gibt es keine Überraschungen, das Ladegerät verhält sich genau so wie es für ein USB PD Ladegerät mit 60W zu erwarten wäre.

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

effizienz

Die Effizienz schwankt zwischen 80% und 89,1%. Für ein Multiport USB Ladegerät ist dies absolut Okay.

effizienz unter last

Dies zeigt sich auch im Vergleich zu anderen Ladegeräten. Hier kann sich die Manhattan Power Delivery Charging Station 65W im oberen Mittelfeld platzieren.

 

Fazit

Die Manhattan Power Delivery Charging Station 65W ist empfehlenswert! Wir haben hier ein schönes Multiport USB Ladegerät, das vor allem dank der Mischung aus zwei USB C Power Delivery Ports und einem Quick Charge Port überzeugen kann.

Dabei bot das Ladegerät eine überzeugende Effizienz und Spannungsstabilität. Die Effizienz lag im Test bei 80% bis 89,1%, je nach Auslastung. Dies können lediglich Ladegeräte mit der GaN Technologie überbieten.

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Auch das gebotene Ladetempo war tadellos und entsprach dem was von einem Ladegerät mit USB PD und 60W zu erwarten ist.

Lediglich das Verhalten bei “Überlast” ist etwas merkwürdig. Offiziell ist dies ein 65W Netzteil, praktisch kannst du aber beide USB C Ports gleichzeitig voll nutzen und so das Ladegerät mit bis zu 78W belasten. Erstaunlicherweise hielt dass das Ladegerät auch problemlos durch.

Der Preis von rund 50€ zum Zeitpunkt des Tests ist fair! Gerade dann wenn Du diesen Desktop-Ladegerät Formfaktor bevorzugst.

Michael Barton
Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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