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Arzopa Z1RC im Test – 2,5K-Auflösung und 100 % sRGB

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Ein zweiter (oder dritter) Monitor kann die Produktivität deutlich steigern. Allerdings nehmen große PC-Monitore viel Platz weg. Entsprechend sind derzeit „portable“ Monitore sehr beliebt geworden.

Portable Monitore sind im Kern Notebook-Displays, die von Herstellern in kleinen Gehäusen verbaut werden.

Arzopa bietet hier einige Modelle an, und gerade der Z1RC sticht hervor!
So setzt der Z1RC auf ein 2,5K-Panel mit einer hohen Helligkeit von bis zu 500 cd/m² (laut Hersteller). Das liest sich im ersten Moment sehr gut, aber wie sieht es in der Praxis aus?
Kann der Arzopa Z1RC qualitativ überzeugen?

 

Der Arzopa Z1RC im Test

Der Arzopa Z1RC setzt auf ein sehr klassisches und einfaches Design. Wir haben hier ein 16-Zoll-Panel vor uns, das in einem schlichten schwarzen Metallgehäuse eingelassen ist.
Dabei verfügt der Arzopa Z1RC generell über recht schmale Rahmen und ist auch mit 9 mm angenehm flach. Das Gehäuse ist qualitativ wirklich gut gemacht und fühlt sich stabil an.

Auch der Standfuß, der sich auf der Rückseite ausklappen lässt, ist ausreichend stabil.
Es wäre schön gewesen, wenn es hier noch die Möglichkeit für eine alternative Halterung (VESA) oder Ähnliches gegeben hätte, dies ist aber bei solchen portablen Monitoren eher unüblich.

Auf der linken Seite des Monitors finden sich vier Tasten zur Steuerung sowie drei Anschlüsse:

  • 2x USB-C
  • 1x Mini-HDMI

Beide USB-C-Ports können genutzt werden, um den Monitor mit Bildsignal und Strom zu versorgen. Alternativ kannst du den Mini-HDMI-Port nutzen, allerdings musst du dann den Monitor gesondert über USB mit Strom versorgen.

Ein passendes USB-C-zu-USB-C-Kabel sowie ein USB-C-zu-USB-A-Kabel und ein Mini-HDMI-zu-HDMI-Kabel liegen bei.

 

Hohe Auflösung

Der Arzopa Z1RC setzt auf ein 16-Zoll-Panel mit folgenden technischen Daten:

  • 16 Zoll
  • IPS
  • 2560 x 1600 Pixel
  • 16:10-Format
  • 500 cd/m² Helligkeit
  • 100 % sRGB
  • 1200:1 Kontrast
  • 60 Hz

Im Gegensatz zum Arzopa Z1FC tauscht der Arzopa Z1RC die höhere Bildwiederholungsrate von 144 Hz gegen eine höhere Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln ein.

2560 x 1600 Pixel auf 16 Zoll ergeben dabei ein wunderbar scharfes und klares Bild.
Damit ist der Arzopa Z1RC ideal für Anwendungen, bei denen Bildqualität besonders wichtig ist.

 

Farbumfang des Arzopa Z1RC

Arzopa wirbt beim Z1RC mit einer Farbraumabdeckung von 100 % sRGB. Das ist nicht schlecht, aber schauen wir uns das Ganze im Test an.

Dies sieht doch sehr gut aus! So erreicht der Z1RC wie beworben 100 % sRGB. Zudem haben wir sehr gute 83 % AdobeRGB und 88 % DCI-P3. Das ist sehr gut!

 

Kalibrierung und Farbtreue

Die Kalibrierung des Arzopa Z1RC ist ab Werk solide.

So erreichte der Monitor einen Delta E von 1,75 im Schnitt. Das ist okay – nicht mehr und nicht weniger.
Damit reicht die Farbtreue für semi-professionelle Foto-Bearbeitung gut aus.

 

Helligkeit

Ein sehr spannender Punkt beim Arzopa Z1RC ist die Helligkeit. Oftmals haben portable Monitore eine recht überschaubare maximale Helligkeit, um den Stromverbrauch zu minimieren.
Arzopa wirbt hier aber mit einer Helligkeit von satten 500 cd/m²! Das wäre eine sehr hohe maximale Helligkeit.

Leider kann ich die 500 cd/m² nicht ganz bestätigen. Bei mir erreichte der Monitor maximal 361 cd/m².
Das ist zwar ein Stück weniger, aber dennoch sehr viel für einen portablen Monitor.

 

Kontrast

Beim Kontrast wiederum wirbt Arzopa mit 1200:1.

Hier konnte ich mit 1020:1 einen recht typischen Wert für einen Monitor mit IPS-Panel messen.

 

Subjektiver Eindruck

Ich bin mit der Bildqualität des Arzopa Z1RC sehr zufrieden! Gerade wenn wir die Preisklasse bedenken, ist die Bildqualität des Z1RC absolut überzeugend.
So bietet der Monitor ein scharfes und sauberes Bild mit guten Farben und einer für den Indoor-Einsatz großzügigen Helligkeit.

Auch Dinge wie Blickwinkel sind gut bis sehr gut. Wir haben leichtes PWM-Flackern, das aber wie üblich mit bloßem Auge nicht sichtbar ist.

 

Mäßige Lautsprecher

Prinzipiell hat der Arzopa Z1RC auch Lautsprecher integriert, allerdings sind diese praktisch sehr schwach! Das ist nichts, worauf du Wert legen solltest, falls du dich für den Z1RC interessierst.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist ein ganz interessanter Punkt, denn ein portabler Monitor darf nicht zu viel Energie benötigen.
Zum einen reduziert dies die Akkulaufzeit massiv, zum anderen gibt es einfach Limits, die ein USB-C-Port bereitstellen kann.

  • 0 % – 3,6 W
  • 25 % – 4,9 W
  • 50 % – 6,4 W
  • 75 % – 8,1 W
  • 100 % – 10,3 W

Im Maximum brauchte der Monitor rund 10 W. Du musst also sicherstellen, dass dein USB-C-Port dies bereitstellen kann. Andernfalls wird der Monitor bei höheren Helligkeiten ausgehen.
Die meisten USB-C-Ports können entweder 7,5 W oder 15 W bereitstellen.

 

Fazit

Wenn du nach einem günstigen „portablen“ Monitor mit guter Bildqualität suchst, kann ich den Arzopa Z1RC mit gutem Gewissen empfehlen.

Zwar erreichte der Arzopa Z1RC im Test nicht ganz die beworbene maximale Helligkeit im SDR-Modus, aber abseits davon hält dieser, was er verspricht.
So haben wir hier eine recht hohe Auflösung mit 2560 x 1600 Pixeln und eine sehr gute Farbraumabdeckung! 100 % sRGB, 83 % AdobeRGB und 88 % DCI-P3 sind für einen Monitor dieser Klasse alles andere als schlecht.

Auch die Helligkeit, die zwar nicht ganz die 500 cd/m² erreicht, ist mit 361 cd/m² alles andere als übel!

Kurzum: Wenn du nach einem günstigen und portablen Monitor mit möglichst hoher Bildqualität suchst, ist der Arzopa Z1RC eine super Wahl!

 

 

Arzopa Z1RC
Positiv
Hohe Auflösung: 2560 x 1600 Pixel
Farbraumabdeckung: 100 % sRGB, 83 % AdobeRGB und 88 % DCI-P3
Gute Helligkeit: Mit 361 cd/m² ausreichend für Indoor-Einsatz
Kompaktes Design
Zwei USB-C-Ports und ein Mini-HDMI Ports
Geringer Stromverbrauch: Maximal 10 W
Gute Blickwinkelstabilität
Negativ
Helligkeit geringer als angegeben
Keine VESA-Halterung
Mäßige Lautsprecher
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ZELOTES F-26C: Günstige vertikale Maus mit Display und Bluetooth im Test

Bei meinen Streifzügen über Aliexpress bin ich über die ZELOTES F-26C Maus gestolpert. Bei dieser handelt es sich um eine auf den ersten Blick sehr interessante Maus in einem vertikalen Design, mit kleinem Display sowie Bluetooth.

Dabei kostet die ZELOTES F-26C lediglich 20-30€, je nachdem, wo du sie kaufst. Ein auf den ersten Blick sehr fairer Preis für solch eine außergewöhnliche Office-Maus. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Ist die ZELOTES F-26C gut? Vielleicht sogar besser als die vergleichbare ProtoArc EM11 NL?
Finden wir dies im Test heraus!

 

Die ZELOTES F-26C im Test

Die ZELOTES F-26C setzt auf ein vertikales Maus-Design. Dieses soll gerade für Nutzer mit Herausforderungen durch das Karpaltunnelsyndrom besonders gut geeignet sein, da so die Hand etwas „entdreht“ wird.

Bei einer vertikalen Maus werden die Maustasten „vertikal“ angeordnet und nicht horizontal wie bei einer regulären Maus.

Allerdings ist die ZELOTES F-26C nicht ganz so stark dem vertikalen Design verschrieben wie z.B. die ProtoArc EM11 NL. Allerdings ist gerade für Umsteiger dieses „mittlere“ Design sehr angenehm.

Bei der Materialwahl merkt man schon den günstigen Preis der Maus. Wir haben hier einen sehr einfachen Kunststoff. Dieser fühlt sich akzeptabel, aber auch nicht besonders hochwertig an.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass dieser Kunststoff recht haltbar ist.
Geladen wird die Maus via USB-C. Im Test war die Akkulaufzeit gut bis sehr gut!

 

Mit Beleuchtung

An der Seite der Maus findet sich ein LED-Streifen. Diesen kannst du optional einschalten und mithilfe einer Seitentaste durch verschiedene Farben schalten.
Dieser LED-Streifen wird bei Mausaktivität deaktiviert und leuchtet nur, wenn die Maus einige Sekunden ruhig ist, sodass du diese im Dunkeln besser finden kannst. Sinnvoll!

 

Und mit Display

Eine Besonderheit der ZELOTES F-26C ist das kleine OLED-Display an der Seite. Was wird auf diesem Display angezeigt?

Das Display zeigt dir die aktuelle Verbindung, den Akkustand in % und die eingestellte DPI-Stufe.Ein nettes Gimmick! Gerade die Anzeige des Akkustands ist durchaus praktisch.

 

USB-Empfänger oder Bluetooth

Du kannst die ZELOTES F-26C wahlweise über einen kleinen USB-Empfänger mit deinem PC/Notebook verbinden, der auf der Unterseite verstaut ist, oder via Bluetooth.

 

Sehr gute Form!

Die Form der ZELOTES F-26C ist absolut gelungen! So ist die Maus relativ groß und somit für mittlere bis große Hände gut geeignet.

So finde ich die Handposition an der F-26C sehr schön entspannt und angenehm. Diese ist sogar nach meiner Meinung noch etwas entspannter und angenehmer als bei der ProtoArc EM11 NL. Auch wird hier der kleine Finger von der Maus besser unterstützt, was mich bei der ProtoArc etwas gestört hatte.

Allerdings im Gegenzug „entdreht“ die ProtoArc den Arm noch etwas stärker als die ZELOTES F-26C. Ist dies für dich das Wichtigste, mag die ProtoArc EM11 NL noch etwas besser sein als die ZELOTES F-26C.

Aber generell gefällt mir die Passform bei der F-26C extrem gut!

 

Tasten der ZELOTES F-26C

Die ZELOTES F-26C besitzt 7 Tasten:

  • Linke Maustaste
  • Rechte Maustaste
  • Drückbares Mausrad
  • DPI-Wahltaste
  • Vor-Taste (Daumentaste 1)
  • Zurück-Taste (Daumentaste 2)
  • Taste zur Steuerung der Beleuchtung

Zudem haben wir den Einschalter auf der Unterseite sowie eine Taste für die Wahl der Verbindung.

Erfreulicherweise sind die Maustasten der F-26C sehr gut gelungen! Diese haben einen ganz angenehmen Klick, der allerdings etwas gedämpft ist. Aber hierdurch sind die Mausklicks auch recht leise, was gerade in einem Office-Umfeld angenehm ist.
Ich denke, an den primären Maustasten gibt es nichts zu bemängeln bei einer Maus dieser Preisklasse.Die Daumentasten sind etwas schwammig und relativ klein, aber auch soweit okay.

 

Der Sensor und die Polling-Rate

In der ZELOTES F-26C steckt ein nicht weiter benannter optischer Sensor.

  • 1000 / 1600 / 2400 / 3200 DPI

Dieser besitzt vier DPI-Stufen von 1000 bis 3200, was ordentlich ist.
Ordentlich beschreibt den Sensor der F-26C auch generell ganz gut. Dieser zeigte bei mir auf „mausfreundlichen Untergründen“ (Mauspad usw.) ein ziemlich präzises Tracking, ohne irgendwie zu nervös zu wirken. Auch gab es kein Springen des Mauszeigers oder anderes unerwünschtes Verhalten.

Nein, dies ist keine High-End-Gaming-Maus, aber das Tracking ist für eine Office-Maus besser als ich erwartet hätte, sogar etwas besser als bei der ProtoArc EM11 NL.
Wo es am ehesten Schwächen gibt, ist bei der Polling-Rate, also wie oft die Maus ihre aktuelle Position an deinen PC übermittelt. Diese liegt bei 125 Hz über den USB-Empfänger bzw. 130 Hz via Bluetooth.

Dies ist für eine Office-Maus akzeptabel, aber auch nicht absolut glorreich. Allerdings hat selbst die sehr gute und teure Logitech MX Master 3 nur eine 125 Hz Polling-Rate. Für eine Office-Maus ist dies also ausreichend.

Kleine Anmerkung: Die Maus fühlte sich via USB-Empfänger tendenziell einen Hauch sauberer an, aber sie ist generell sowohl über den USB-Empfänger als auch via Bluetooth gut nutzbar.

 

Solides Mausrad

Das Mausrad der ZELOTES F-26C ist recht leichtgängig und angenehm. Dieses hat eine gute Textur und fühlt sich in der Praxis auch bei größeren Tabellen gut an.
Die Abstufungen könnten noch etwas knackiger sein, aber das ist Meckern auf einem sehr hohen Level für eine 20-30€ Maus.

 

Fazit

Gerade wenn du bereit bist, die ZELOTES F-26C aus China zu bestellen, wo du diese für +- 20€ bekommst, ist sie ein richtig guter Deal!
Die Maus hat eine sehr gute Passform, liegt sehr gut und entspannt in der Hand und ist auch technisch soweit okay.

Ja, der Sensor ist kein High-End-Gaming-Sensor, aber für die Office-Nutzung ist dieser okay. Selbiges gilt für die Funk-Verbindung.
Auch die Maustasten sind gelungen. Diese haben einen angenehmen Klick, sind dabei aber relativ leise, was für ein Arbeitsumfeld ideal ist. Ja, die Daumentasten könnten besser sein, fallen aber auch in die Kategorie „akzeptabel“.

Das Wichtigste ist aber die Form der Maus. Ich finde dieses vertikale Design der ZELOTES F-26C klasse! Ich finde, dass die Maus richtig angenehm in der Hand liegt und sich auch natürlich anfühlt.

Dabei gefällt mir diese generell sogar etwas besser als die ProtoArc EM11 NL, welche allerdings das ergonomische Design noch etwas stärker umsetzt. Ist dir also die Karpaltunnelsyndrom-Vorsorge besonders wichtig, schau dir vielleicht mal die ProtoArc EM11 NL an, willst du aber nur mal eine Vertikal-Maus ausprobieren oder zumindest ein wenig etwas für deine „Armgesundheit“ tun, ist die ZELOTES F-26C in ihrer Preisklasse empfehlenswert, auch wenn es natürlich keine Logitech MX Master ist.

 

 

ZELOTES F-26C
Positiv
Ergonomisches Design
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
OLED-Display
Vielseitige Verbindungsmöglichkeiten
gute Akkulaufzeit
Leise Maustasten
Solides Mausrad
Negativ
Der Kunststoff wirkt etwas billig und weniger hochwertig
Die Daumentasten sind etwas klein und schwammig
Der Sensor ist für Office-Anwendungen gut geeignet, aber nicht fürs Gaming
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QNAP TS-253E im Test: Leistungsstarkes 2-Bay NAS mit ZFS und 2,5 Gbit LAN

QNAP bietet mit dem TS-253E ein neues und kompaktes NAS für kleinere Geschäftskunden an. Dieses soll unter anderem durch einen Langzeitsupport sowie die Unterstützung von ZFS als Betriebssystem punkten.

Passend dazu haben wir einen Intel Celeron J6412 4-Core-Prozessor, erweiterbaren Arbeitsspeicher, NVMe SSD-Slots und 2,5 Gbit LAN-Ports. Wollen wir einen kleinen Blick auf das QNAP TS-253E im Test werfen! An dieser Stelle vielen Dank an QNAP für das Zurverfügungstellen des TS-253E für diesen Test.

 

Das QNAP TS-253E NAS-System für Geschäftskunden im Test

Bei dem QNAP TS-253E handelt es sich auf den ersten Blick um ein vergleichsweise kleines 2-Bay NAS-System. So haben wir hier zwar „nur“ 2x 3,5 Zoll HDD-Schächte, aber das TS-253E gehört dennoch zu QNAPs gehobener Serie von NAS-Systemen, die sich an kleine Unternehmen richten.

Das QNAP TS-253E verfügt neben den beiden 3,5 / 2,5 Zoll Hot-Swap-Schächten auf der Front auch über zwei NVMe SSD-Schächte im Inneren. Insgesamt kannst du hier also 4 Speicherlaufwerke verbauen.

Da es sich hier um ein Modell aus der gehobenen Serie von QNAP handelt, ist das Gehäuse auch etwas professioneller und wertiger gestaltet.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir folgendes:

  • 2x 2,5 Gbit LAN
  • 2x HDMI 1.4
  • 2x USB A 3.2 Gen 2
  • 2x USB A 2.0

Damit bietet das NAS eine schöne Ausstattung an Anschlüssen. Wie bei 2-Bay NAS-Systemen üblich, ist auch hier das Netzteil extern.

 

RAM erweiterbar

Bei dem QNAP TS-253E handelt es sich um ein x86-“Intel”-CPU-basiertes NAS. Entsprechend lässt sich der Arbeitsspeicher bei diesem erweitern. Von Haus aus bringt das NAS solide 8 GB mit, aber im Inneren finden sich zwei SO-DIMM DDR4-Slots. Offiziell unterstützt das NAS bis zu 16 GB RAM.

 

QuTS Hero!

QNAP setzt bei seinen NAS-Systemen auf sein eigenes QTS-Betriebssystem. Beim TS-253E kommt allerdings von Haus aus die QuTS Hero-Version zum Einsatz.

QuTS Hero? Hierbei handelt es sich im Kern um das gleiche Betriebssystem, allerdings nutzt QuTS Hero ZFS als Dateisystem und hat entsprechende Anpassungen.

 

Was macht ZFS besonders?

ZFS ist ein leistungsfähiges und vor allem sicheres Dateisystem, das ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt wurde. Es kombiniert Dateisystem und Volume-Manager in einer Lösung (daher auch die Anpassungen im QuTS-Betriebssystem) und punktet mit einer langen Liste an Funktionen, die es besonders für den Einsatz in Servern und professionellen Umgebungen attraktiv machen.

ZFS punktet durch integrierte Funktionen wie Datenkomprimierung, Deduplication, Snapshots und eine automatische Überprüfung sowie Reparatur von Datenfehlern (Checksums). Dabei setzt ZFS auf Copy-on-Write, wodurch Änderungen an Dateien nie die Originaldaten überschreiben – das minimiert Datenverluste bei Systemausfällen.

 

Gibt es Nachteile?

Natürlich hat auch ZFS Nachteile, weshalb dieses nicht von jedem NAS genutzt wird. Es benötigt relativ viel Arbeitsspeicher und Rechenleistung, vor allem wenn du Features wie Deduplication nutzt, benötigt ZFS extrem viel Arbeitsspeicher.

Außerdem ist ZFS weniger flexibel bei der nachträglichen Erweiterung von Speicherpools im Vergleich zu anderen Systemen. Dies könnte auch ein Grund sein, warum du die reguläre Version von QuTS nutzen wollen würdest. So ist eine nachträgliche Erweiterung eines Speicherpools bei QuTS Hero nicht (oder nur bedingt) möglich, im Gegensatz zum regulären QuTS, das ext4 nutzt.

 

Ist ZFS die Zukunft?

Wer maximale Datensicherheit und fortschrittliche Features sucht, wird an ZFS kaum vorbeikommen – vorausgesetzt, die Hardwareanforderungen passen. Für Heimanwender ist dies sicherlich nicht ganz so wichtig, denn wir tauschen bei ZFS ein gutes Stück Flexibilität (und auch Leistung) gegen das letzte bisschen Datensicherheit.

 

Deduplication bei ZFS

Die Deduplication ist ein spannendes Feature des ZFS-Dateisystems. Einfach ausgedrückt: Ist dieses aktiv und du speicherst zweimal die gleiche Datei auf dem NAS, benötigt diese nur einmal den Speicherplatz. Super! Allerdings benötigt dies extrem viel Arbeitsspeicher, du kannst hier mit etwa 5 GB pro TB-Speicherplatz rechnen. Beim QNAP TS-253E kannst du dies auf einer Ordnerbasis ein- oder ausschalten, aber um dies effektiv zu nutzen, wäre ein deutliches Speicher-Upgrade sinnvoll.

 

Ein Blick auf das Betriebssystem

QuTS Hero ist ein auf Linux basierendes Betriebssystem, das vollständig über eine Web-Oberfläche bedient wird. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine typische „08/15“-WebUI, wie du sie vielleicht von Routern kennst. Stattdessen erinnert die Oberfläche eher an einen Remote-Desktop, der direkt im Webbrowser läuft.

Beim erstmaligen Zugriff wirst du aufgefordert, das System einzurichten, wozu die Erstellung eines Benutzerkontos gehört. Das NAS lädt dabei automatisch die aktuelle Version von QuTS Hero herunter. Sobald dieser Schritt abgeschlossen ist, kannst du dich in QuTS Hero einloggen und wirst von einer Desktop-ähnlichen Oberfläche begrüßt.

Dieser Desktop ist tatsächlich vollwertig: Mit Apps, einem Fenster-Manager, einem Datei-Manager und mehr bietet er umfangreiche Multitasking-Möglichkeiten, sowohl zur Steuerung des NAS als auch für Anwendungen, die darauf ausgeführt werden.

 

Wichtige Apps im Überblick:

  • Systemsteuerung: Alle Einstellungen wie Benutzerverwaltung, freigegebene Ordner, Dienste, Software-Updates und mehr.
  • File Station: Ein lokaler Dateibrowser.
  • Speicher & Snapshots: Verwaltung der Festplatten/SSDs, Erstellung von Pools oder RAID-Konfigurationen.
  • App Center: Der integrierte App-Store des QTS-Systems.

Nach der Grundeinrichtung empfiehlt es sich, die Anwendung „Speicher & Snapshots“ aufzurufen, um die Speicherverwaltung einzurichten. QTS zählt zusammen mit dem Betriebssystem von Synology zu den besten Lösungen für NAS-Systeme. Beide sind hinsichtlich Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit führend und übertreffen Anbieter wie Ugreen, Terramaster oder ASUSTOR. Im direkten Vergleich wirkt QuTS Hero jedoch etwas „professioneller“ und richtet sich stärker an fortgeschrittene Nutzer.

Das zeigt sich besonders bei der Speicherkonfiguration: QuTS Hero bietet Funktionen und detaillierte Einstellungsmöglichkeiten, die bei anderen Systemen in dieser Form nicht zu finden sind. QNAP ist auch (nach meinem Wissen) der einzige NAS-Hersteller, der ZFS anbietet.

Die Erstellung von Benutzerkonten und freigegebenen Ordnern gestaltet sich einfach und intuitiv. Zusätzlich überzeugt das App Center mit einer großen Auswahl an Erweiterungen. QNAP bietet einen der umfangreichsten NAS-App-Stores, der sowohl nischige Tools als auch qualitativ hochwertige Anwendungen mit echtem Mehrwert enthält.

 

Einige spannende Apps im Überblick:

  • QuMagie: QuMagie ist eine Art Google Foto-Alternative. Diese sortiert deine Bilder in einer optisch schönen Timeline, wie auch auf Wunsch nach Alben, Ordnern usw.
  • Notes Station 3: Notes Station 3 ist wie der Name schon vermuten lässt, eine Notizen-App.
  • Container Station: Die Container Station ist eine App, welche dir das einfache Virtualisieren von Betriebssystemen und vor allem Containern wie von Docker erlaubt.
  • HBS 3: HBS 3 erlaubt eine einfache und unkomplizierte Sicherung der Daten auf dem NAS in die Cloud oder auf ein anderes NAS-System.

 

Hardware des TS-253E

Das Herzstück des TS-253E stellt der Intel Celeron J6412 dar. Dieser verfügt über 4 Kerne mit bis zu 2,6 GHz. Klingt jetzt nicht übermäßig imposant, ist aber an sich für ein NAS, wo es auch um Dinge wie Energieeffizienz geht, gar nicht übel!

So ist der Celeron vergleichbar mit dem AMD Ryzen Embedded V1500B, aber energieeffizienter.

 

Datenraten des QNAP TS-253E

Das QNAP TS-253E besitzt 2,5 Gbit LAN und einen Intel-Prozessor. Entsprechend sollte das NAS doch in der Lage sein, die vollen 2,5 Gbit-Datenraten bereitzustellen, oder?

  • 282,3 MB/s lesend
  • 277,9 MB/s schreibend

Kurzum, ja, sofern dein Speicherlaufwerk schnell genug ist, kann das NAS problemlos die vollen 2,5 Gbit-Datenraten bereitstellen.

 

Verschlüsselung

QNAP NAS-Systeme besitzen mehrere Optionen für die Laufwerks-/Datenverschlüsselung. So kannst du SED „Self Encrypted Drives“ nutzen, sofern deine Laufwerke dies unterstützen, oder eine klassischere AES-256-Ordnerverschlüsselung.

Dies hatte keine Auswirkungen auf die Leistung.

 

Ein leiser Lüfter 

Im TS-253E ist ein Systemlüfter verbaut. Prinzipiell ist das NAS sehr leise und du kannst davon ausgehen, dass Festplatten tendenziell lauter sind als das NAS selbst. Hier gibt es keinen Anlass zur Kritik.

 

Stromverbrauch des QNAP TS-253E

Der Stromverbrauch bei NAS-Systemen ist maßgeblich von den verbauten Laufwerken abhängig. Eine HDD benötigt 5-10 W Strom. Den Spindown habe ich bei QNAP, Synology und auch TrueNAS-Systemen jedoch nicht erlebt.

Das QNAP TS-253E selbst benötigt im Normalbetrieb (und 2,5 Gbit LAN) ca. 12 W, was sehr schön niedrig ist. Allerdings kommt hier der Stromverbrauch der Laufwerke oben drauf.

 

Fazit

Das QNAP TS-253E ist ein sehr gutes 2-Bay NAS für Geschäftskunden oder kleine Unternehmen. Es bietet eine sehr gute Systemleistung, vor allem dank des Intel Celeron J6412 und der 2,5 Gbit LAN-Ports. Du kannst praktisch mit ± 280 MB/s rechnen, und der Celeron J6412 hat durchaus genug Leistung für Docker-Container usw. Dabei braucht das NAS erfreulich wenig Strom und begnügt sich mit ± 12 W (ohne HDDs).

Auf Seiten der Software ist QNAP tendenziell etwas professioneller ausgerichtet als Synology oder auch UGREEN. Dies ist beim TS-253E besonders durch die Nutzung des ZFS-Dateisystems ausgeprägt, welches Sinn macht, wenn Datensicherheit für dich absolute Priorität hat! Das Einzige, was vielleicht gegen das TS-253E spricht, sind die 2x 3,5 Zoll Schächte. So kannst du kein RAID-Z1 oder Ähnliches nutzen und musst für Datensicherheit die Daten auf den beiden primären Laufwerken spiegeln. Immerhin bietet das QNAP TS-253E aber noch zwei NVMe SSD-Slots. Effektiv kannst du hier also 4 Laufwerke nutzen.

Für private Nutzer würde ich allerdings einen Blick auf das QNAP TS-462 empfehlen. Dieses ist zwar eine Serie kleiner, aber aus Sicht der Preis-Leistung noch etwas attraktiver, wenn dir Langzeitsupport nicht ganz so wichtig ist.

QNAP TS-253E
Positiv
Leistungsstarke Hardware, Intel Celeron J6412
8 GB RAM (erweiterbar)
ZFS-Dateisystem mit QuTS Hero
Zwei 3,5"/2,5"-Hot-Swap-HDD-Schächte und zwei NVMe-SSD-Steckplätze
Zwei 2,5 Gbit LAN-Ports ermöglichen hohe Datenraten von bis zu 280 MB/s.
Sehr gutes Betriebsystem
Große Auswahl an Apps
Niedriger Stromverbrauch von ca. 12 W im Betrieb (ohne HDDs)
Professionelle Verarbeitung
leiser Lüfter
Negativ
Nur zwei 3,5"-Schächte
Kein PCIe Slot
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Sipeed NanoKVM Test: Preiswerte Remote-Steuerung für PCs im HomeLab

Ein Netzwerk-KVM-System kann gerade für (Hobby-)Systemadministratoren im HomeLab ein wertvolles Tool sein. Herkömmliche Netzwerk-KVM-Systeme zur Überwachung und Steuerung von Computern über das Netzwerk sind allerdings oft recht teuer, da sie exotisch sind.
Mit dem Sipeed NanoKVM gibt es nun aber ein neues „Werkzeug“, das extrem spannend aussieht.

So erlaubt der Sipeed NanoKVM eine vollständige Steuerung des angeschlossenen PCs über das Netzwerk, inklusive der Möglichkeit, den PC aus der Ferne zu starten und herunterzufahren. Dies sind beispielsweise Möglichkeiten, die der AURGA Viewer nicht bietet.
Wollen wir uns den Sipeed NanoKVM einmal in einem kurzen Test ansehen!

 

Der Sipeed NanoKVM im Test

Der Sipeed NanoKVM wird derzeit primär in zwei Versionen angeboten. Hierbei handelt es sich um eine „einfache“ Basisversion, die ohne Gehäuse usw. geliefert wird, sowie ein vollständiges Set.

Das vollständige Set besitzt ein Gehäuse, ein Display und auch direkt die Möglichkeit, deinen PC über die Front-Header zu starten.
Die Basisversion kostet ca. 30 €, während die vollständige Version 60 € kostet. Wie du sehen kannst, habe ich hier die vollständige Version.

Der Sipeed NanoKVM in dieser Version besitzt ein kleines Gehäuse mit Tasten auf der Oberseite und Anschlüssen auf beiden Seiten. So verfügt der NanoKVM über:

  • 3x USB-C
  • 1x HDMI
  • 1x 100 Mbit LAN
  • 6x serielle Ausgänge
  • 1x microSD

Passende Kabel liegen im Lieferumfang bei.

 

Die Anschlüsse

Das Display-Signal des gesteuerten PCs wird wenig überraschend über den HDMI-Port in den NanoKVM eingespeist, soweit klar.

Die 3x USB-C-Ports haben alle einen unterschiedlichen Job.
USB-C 1 wird mit dem PC verbunden, den du steuern möchtest. Über diesen Port wird der NanoKVM mit Strom versorgt und speist Maus- und Tastatur-Signale in den PC ein.

USB-C 2 wird mit einem Adapter verbunden, der im Lieferumfang enthalten ist (optional). Dieser Adapter wird in deinem PC in den Front-Header-Anschluss gesteckt und erlaubt das „Betätigen“ des Einschalters. Dabei besitzt der Adapter auch die Möglichkeit, das Signal deines regulären Einschalters durchzuschleifen.

USB-C 3 ist ebenfalls optional und erlaubt den Betrieb des NanoKVM über ein gesondertes Netzteil, falls beispielsweise dein PC im ausgeschalteten Zustand keinen Strom über die USB-Ports bereitstellt.

Der LAN-Port des Sipeed NanoKVM ist selbsterklärend.

 

Mit Display

Auf der Oberseite des Sipeed NanoKVM findet sich ein kleines OLED-Display.

Dieses zeigt dir einige Status-Informationen an, wie vor allem die IP-Adresse des NanoKVM. Praktisch!

 

Nutzung und Funktion

Im Gegensatz zum AURGA Viewer benötigt der Sipeed NanoKVM keine spezielle Software. Um auf den NanoKVM zuzugreifen, rufst du einfach die IP-Adresse in deinem Webbrowser auf.

Von Haus aus ist der Benutzername und das Passwort „admin/admin“, das Passwort kannst und solltest du auch ändern.
In deinem Webbrowser siehst du ein Fenster, das dir den aktuellen „Monitor-Inhalt“ des gesteuerten PCs/Servers anzeigt.

Oberhalb davon ist eine Steuerungsleiste, über die du den PC „physisch“ einschalten kannst, Einstellungen zur Tastatur und Maus ändern kannst usw.

Dabei „greift“ der Mauszeiger direkt, sobald du über das Monitor-Fenster fährst, und wird positionsgetreu synchronisiert.

 

Performance

Die Performance und Reaktionsfähigkeit des Sipeed NanoKVM sind ordentlich. Diese ist nicht perfekt und zugegeben auch etwas schlechter als z. B. der Windows Remote Desktop (im gleichen Netzwerk), aber für administrative Anwendungen ist die Reaktionsfähigkeit absolut okay.

Die Bildqualität wiederum ist tadellos. So können wir über den NanoKVM bis zu 1080p bei 60 Hz streamen, und die Qualität ist entsprechend. Wir haben eine leichte Kompression, aber das Ganze ist vergleichbar mit einem YouTube-Video bei 1080p60.
Sogar Videos laufen flüssig über den NanoKVM. Allerdings, aufgrund der Verzögerung, ist der NanoKVM nicht für Game-Streaming geeignet.
Auch scheint es keine Audio-Wiedergabe zu geben.

 

ISOs einbinden

Über den NanoKVM kannst du prinzipiell auch ins BIOS deines PCs kommen bzw. Betriebssysteme komplett von 0 an installieren.
Damit dies auch wirklich funktioniert, musst du ein ISO einbinden können. Hierfür hat der NanoKVM ca. 22 GB Speicher integriert, der von einem PC als USB-Stick erkannt wird.
Auf diesen kannst du ISOs kopieren und dann über den Webbrowser als „CD“ einbinden. Wichtig: Auf diesen Speicher hast du nur über den PC Zugriff, mit dem der NanoKVM verbunden ist. Ein Upload über den Webbrowser ist leider nicht möglich.
Alternativ kannst du auch eine microSD-Speicherkarte einstecken mit den entsprechenden Images.

 

Fernzugriff?

Der Sipeed NanoKVM ist zunächst für einen reinen lokalen Zugriff gedacht.

Allerdings hat Sipeed interessanterweise den Service Tailscale integriert, über welchen ein Fernzugriff möglich ist.

 

Fazit

Für Bastler im HomeLab ist der Sipeed NanoKVM eine schöne Sache! Spannend ist hier vor allem der Preis, der mit ca. 60 € für das vollständige Set sehr attraktiv ist.

Dabei ist der NanoKVM funktional absolut tadellos! Der Zugriff über den Webbrowser ist unkompliziert, und auch die Reaktionszeiten sind soweit okay für administrative Zwecke.
Wirklich abheben tut sich der Sipeed NanoKVM vor allem durch die Möglichkeit, einen PC aus der Ferne zu starten, da du diesen mit dem Front-Header verbinden kannst. Hinzu kommt die Möglichkeit, ISOs zu mounten.
Kurzum, ich bin sehr zufrieden mit dem NanoKVM und kann diesen empfehlen.

BLUETTI AC70: 768 Wh Powerstation mit USB-C, Solar-Ladeoption und LiFePO4-Akkus im Test

Mit der AC70 bietet BLUETTI ein spannendes Mittelklasse-Modell im Bereich der Powerstations an.

So soll die AC70 laut Hersteller eine Kapazität von 768 Wh bieten, 1000 W Leistung über die Steckdosen, 2x 100 W USB-C-Ports und super schnelles Laden. Dabei kommen, wie bei BLUETTI üblich, die hochwertigen LiFePO4-Akku-Zellen zum Einsatz.

Wollen wir uns einmal die BLUETTI AC70 im Test ansehen (und wie viel Kapazität diese in der Praxis wirklich hat).

An dieser Stelle vielen Dank an BLUETTI für das Zurverfügungstellen der AC70 für diesen Test!

 

Die BLUETTI AC70 im Test

Mit einer Kapazität von 768 Wh ist die BLUETTI AC70 ein Modell der Mittelklasse.

Entsprechend ist die Powerstation mit 314 mm x 208 mm x 255,8 mm und einem Gewicht von rund 10 kg sicherlich alles andere als klein, aber sie ist auch nicht gewaltig.

Für einen besseren Transport haben wir einen Tragegriff auf der Oberseite. Ansonsten ist die Powerstation rechteckig geformt und aus einem einfachen, aber funktionalen Kunststoff gefertigt.

Die Anschlüsse sind dabei primär auf der Front zu finden, genauso wie ein LCD-Display.

 

Anschlüsse der AC70

Folgende Ausgänge besitzt die AC70:

  • 2x Steckdosen mit 1000 W Leistung
  • 2x 100 W USB-C-Ports
  • 2x 12 W USB-A-Ports
  • 1x Zigarettenanzünder 12 V / 10 A

Im Kern ist hier alles vorhanden, was du bei einer Powerstation benötigst. So haben wir zunächst 2x recht leistungsstarke Steckdosen mit bis zu 1000 W konstanter Leistung.

Zudem haben wir 2x 100 W USB-C-Ports, 2x 12 W USB-A-Ports für kleinere Geräte und den obligatorischen Zigarettenanzünder-Anschluss für Kühlboxen und Ähnliches. Ein paar weitere DC-Ausgänge wären sicherlich noch nett gewesen, aber im Kern ist alles Wichtige da.

  • 1x AC-Eingang maximal 850 W
  • 1x XT60 DC-Eingang 12-58 V / 10 A

An der Seite der Powerstation findest du einen Anschluss für ein Netzkabel. So verfügt die AC70 über ein integriertes 850 W Netzteil, um die Powerstation zu laden. Zudem haben wir einen recht mächtigen DC-Eingang, welcher primär für Solarpanels gedacht ist. Dieser universelle XT60-Eingang akzeptiert 12-58 V und bis zu 10 A. Dabei wirbt BLUETTI mit maximal 500 W via Solar, was recht mächtig ist.

 

Mit Display

Wie die meisten High-End-Powerstations verfügt die AC70 auch über ein großzügiges Display.

Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Akkustand in %
  • Verbleibende Laufzeit in Stunden/Minuten
  • AC-Eingangsleistung in Watt
  • AC-Ausgangsleistung in Watt
  • DC-Eingangsleistung in Watt
  • DC-Ausgangsleistung in Watt
  • Aktive Anschlüsse

Damit informiert dich die AC70 über alle wichtigen Parameter. Kleine Anmerkung: Die Leistungswerte der AC-Ports (Steckdosen) weichen etwas von meinen Messwerten ab.

 

Bluetooth und App-Support

Die AC70 hat ein Bluetooth-Modul verbaut, welches eine Verbindung zur BLUETTI-App erlaubt.

In der BLUETTI-App kannst du Informationen sehen, wie viel Leistung in oder aus der Powerstation herausgeht, den Akkustand usw. Zudem kannst du hier auch die AC- und DC-Ports ein-/ausschalten.

Spannend ist auch die Möglichkeit, die Ladegeschwindigkeit der Powerstation zu verstellen. Von Haus aus war diese bei mir im ECO-Modus, du kannst aber auch eine Schnellladefunktion einschalten.

 

LiFePO4-Akkus in der AC70

Die BLUETTI AC70 setzt auf LiFePO4-Akku-Zellen, welche sich etwas von Lithium-Ionen-Akkuzellen, die du z.B. in deinem Smartphone finden kannst, unterscheiden. Zu den herausragenden Eigenschaften zählen vor allem die Langlebigkeit und die hohe Sicherheit.
Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus, die etwa 300 bis 1000 Ladezyklen erreichen, zeichnen sich LiFePO4-Akkus durch eine beeindruckende Lebensdauer von über 3000 Zyklen aus. BLUETTI hebt diesen Vorteil hervor und verspricht, dass die AC70 auch nach mehr als 3000 Zyklen noch 80 % ihrer ursprünglichen Kapazität bietet. Damit kannst du bei regelmäßiger Nutzung von einer Lebensdauer von ungefähr 10 Jahren ausgehen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Sicherheit: LiFePO4-Akkus entzünden sich nicht von selbst. Zwar verfügt die AC70 über zahlreiche Schutzmechanismen gegen Kurzschlüsse und andere Probleme, aber selbst bei einem kompletten Versagen dieser Schutzfunktionen oder einem internen Kurzschluss besteht nur ein geringes Brandrisiko. Im Vergleich dazu sind Lithium-Ionen-Zellen deutlich anfälliger.

Trotz ihrer Vorteile bringen LiFePO4-Akkus jedoch auch einige Nachteile mit sich. Sie sind bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen, was sie für kompakte Geräte wie Smartphones oder Notebooks ungeeignet macht. Zudem können sie bei Temperaturen unter 0 Grad nicht geladen werden.

Für den Einsatz in Powerstations halte ich die Vorzüge von LiFePO4-Akkus dennoch für entscheidend. Sie bieten eine überzeugende Kombination aus Haltbarkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit – ideale Eigenschaften für diese Art von Anwendung.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut BLUETTI soll die AC70 eine Kapazität von 768 Wh bieten. Ich habe die Kapazität der Powerstation bei verschiedenen Last-Situationen gemessen.

Wh %
USB C 100W 713 93%
DC 12V/2A 665 87%
DC 12V/8A 668 87%
AC 50 W  623 81%
AC 500 W 707 92%
AC 250 W 698 91%

 

Im Test schwankte die Kapazität der AC70 zwischen 623 Wh im schlechtesten Fall und 713 Wh im besten Fall. Dies entspricht einer Spanne von 81 % bis 93 %. Dabei ist der Minimalwert bei einer geringen Last über die Steckdosen entstanden, was bei allen Powerstations recht ineffizient ist. Unterm Strich ist die effektive Kapazität der AC70 als gut bis sehr gut einzustufen.

 

Die USB-C-Ports

Die beiden USB-C-Ports der AC70 sollen 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard liefern. Und ich kann folgende Leistungsstufen für die USB-C-Ports bestätigen:

  • 5 V / 3 A
  • 9 V / 3 A
  • 12 V / 3 A
  • 15 V / 3 A
  • 20 V / 5 A

Damit haben die USB-C-Ports genug Leistung, um auch größere Geräte wie Notebooks zu versorgen, was via USB-C deutlich effizienter ist als über ein AC-Netzteil. Und ja, beide Ports können gleichzeitig 100 W liefern. Zudem bieten die USB-C-Ports auch Unterstützung für den PPS-Standard (3,3 – 21 V bei bis zu 5 A). Damit sind dies sehr gute USB-C-Ports, die sich für Apple-, Samsung-, Google-Geräte sowie Notebooks wunderbar eignen.

 

Steckdosen und Power-Lifting

Die beiden Steckdosen der AC70 können im Normalfall bis zu 1000 W liefern und eine reine Sinuswelle. Die Steckdosen haben bei mir im Test auch mit verschiedenen Endgeräten absolut problemlos funktioniert. So konnte ich die Steckdosen mit maximal ca. 1100 W belasten. Darüber hinaus geht die Powerstation in die Überstromabschaltung.

Leerlauf
Volllast

Hier kannst du die Sinuswelle der AC70 im Leerlauf und unter Volllast sehen. Die unter Volllast ist nicht ganz perfekt, aber soweit okay.
Die AC70 besitzt auch einen “Power-Lifting”-Modus, welcher laut Hersteller bis zu 2000 W schaffen soll.

Was ist dieser Power-Lifting-Modus? So ganz kann ich dir das nicht sagen. In diesem Modus scheint die Powerstation die Überstrom-Abschaltung zu deaktivieren. Wird nun über +- 1000 W verbraucht, dann fällt die Spannung langsam ab und die Sinuswelle wird unsauber. Dieser Modus ist daher für sensible Geräte nicht geeignet! Vielleicht für Motoren oder andere einfachere Geräte könnten damit klarkommen, aber generell würde ich sagen, die Powerstation hat eine maximale Leistung von 1000 W, und ich würde den “Power-Lifting”-Modus eher als Bonus betrachten.

 

Nutzung als USV

Natürlich kannst du die Powerstation gleichzeitig laden und entladen. Eine USV-Funktion bewirbt zwar BLUETTI nicht direkt auf seiner Webseite, aber du kannst die AC70 prinzipiell als solche nutzen. Dabei liefert die AC70 eine ordentliche Effizienz.

Prinzipiell kannst du davon ausgehen, dass die Powerstation immer ca. 8 W mehr benötigt als das angeschlossene Gerät, was ein vergleichsweise kleiner Aufpreis ist. Dies deckt sich auch mit dem Leerlauf-Stromverbrauch mit aktiver Steckdose, welcher auch bei +- 8 W liegt.

 

Aufladen der BLUETTI AC70

Du kannst die AC70 wahlweise über die Steckdose laden oder über den XT60-Eingang auf der Front.
Starten wir mit dem Laden an der Steckdose.

Im Standardmodus kann die Powerstation mit bis zu 400 W an der Steckdose laden. So dauert eine vollständige Ladung ca. 2:19 h. Im Schnelllademodus kann die Powerstation sogar bis zu 860 W aufnehmen. Entsprechend geht die Ladung mit 1:12 h ein gutes Stück flotter. Bedenke allerdings, dass natürlich das Laden mit 860 W die Zellen etwas mehr stresst. Daher würde ich das Laden mit der normalen Geschwindigkeit von 400 W für den Alltag empfehlen.

Neben dem Laden über die Steckdose kannst du auch den XT60-Port nutzen. Hier akzeptiert die Powerstation 12 – 58 V und bis zu 10 A bzw. maximal 500 W. Entsprechend kannst du über diesen Anschluss die Powerstation beispielsweise in einem Auto laden (über ein passendes Adapterkabel) oder auch via Solar. Es ist problemlos möglich, ein Solarpanel mit der Powerstation zu verbinden. Dank der recht großen Spannungs-Range ist die Powerstation auch wirklich gut fürs Laden via Solar geeignet.

An einer 13-V-Quelle konnte die Powerstation mit 110 W laden (ca. 8,7 A). So dauerte eine vollständige Ladung 8:55 h.

 

Gute Lüftersteuerung

Wie fast alle Powerstations besitzt auch die AC70 einen bzw. zwei Lüfter. Diese sind hier erfreulicherweise gut gesteuert! So werden diese abhängig von der Leistung bzw. Temperatur gesteuert.

Dabei sind die Lüfter nicht einfach nur an oder aus, sondern es gibt mehrere Stufen. Im Normalbetrieb ist die Powerstation unhörbar (unter 200 W). Bei einer Eingangs-/Ausgangsleistung von ca. 400 – 500 W ist der Lüfter leicht hörbar. Bei 800 W oder mehr ist dieser deutlich hörbar. Es gibt noch mehr „Zwischenstufen“, aber nur so als grobe Einordnung der Lautstärke.

 

Fazit

Die BLUETTI AC70 ist eine tadellose Powerstation. Diese funktioniert in der Praxis absolut ohne Probleme und bietet eine gute bis sehr gute Ausstattung. So haben wir hier zwei 100 W USB-C-Ports, 2x 1000 W Steckdosen sowie die Unterstützung für die BLUETTI-App, um nur ein paar Highlights zu nennen.

Dabei sind beispielsweise die 100 W USB-C-Ports tadellos umgesetzt mit großer PPS-Range. Ebenso funktionierten die Steckdosen bei mir tadellos, auch in Kombination mit der USV-Funktion. Dank der LiFePO4-Akku-Zellen sollte die AC70 auch sehr haltbar sein. Die Kapazität lag zwischen 623 Wh im schlechtesten Fall und 713 Wh im besten Fall. Auch dies sind Werte, an denen es nichts zu kritisieren gibt.

Das Aufladen der Powerstation geht auf Wunsch an einer Steckdose mit beachtlichen 860 W, womit eine vollständige Ladung gerade mal 1:12 h dauert. Alternativ kannst du auch den XT60-Eingang nutzen, beispielsweise zum Laden via Solar.

Gibt es aber auch etwas an der AC70 zu kritisieren? Bei mir gab es eine vergleichsweise große Abweichung der angezeigten Leistungswerte vom echten Verbrauch über die Steckdose. Das war es aber auch schon! Ansonsten habe ich an der BLUETTI AC70 nichts zu bemängeln!

BLUETTI AC70
Positiv
LiFePO4-Akku mit bis zu 713 Wh
Vielseitige Anschlüsse: Zwei 1000W Steckdosen, zwei 100W USB-C Ports, zwei 12W USB-A Ports, Zigarettenanzünderanschluss
Schnelles Laden: Schnellladefunktion mit bis zu 860W für eine vollständige Ladung in nur 1:12 Stunden
XT60-Eingang für Solarladung
Bluetooth und App-Unterstützung
Gute USV-Funktion
Gute Lüftersteuerung
Negativ
Keine extra DC-Ausgänge (Rundstecker, XT60 usw.)
91

Die besten Bluetooth Ohrhörer 2024: Beyerdynamic AMIRON 300 Test

Die AMIRON 300 sind für mich die besten Bluetooth-Ohrhörer des Jahres 2024! Beyerdynamic hat hier einen fantastischen Job gemacht, nicht nur Ohrhörer zu schaffen, die gut klingen, sondern auch welche, die bequem sind und gut in den Ohren sitzen.
Dies ist oftmals ein großes Problem! Es gibt einige wirklich fantastische Bluetooth-Ohrhörer, die richtig gut klingen (sogar noch etwas besser als die AMIRON 300), aber dann super groß und teils auch etwas unbequem sind.

Und hier hat Beyerdynamic den richtigen Mix gefunden aus Klang, Tragekomfort, Alltagstauglichkeit und Qualität des ANC. Mehr dazu im Test der Beyerdynamic AMIRON 300!

An dieser Stelle vielen Dank an Beyerdynamic für das Zurverfügungstellen der AMIRON 300 für diesen Test.

 

Die Beyerdynamic AMIRON 300 im Test

Die AMIRON 300 sind sehr kompakte Bluetooth-Ohrhörer. Dies gilt sowohl für die Ohrhörer selbst als auch für die Ladebox. Die Ladebox ist sehr schlicht, aber hochwertig gestaltet. Du kannst direkt fühlen, dass wir hier Premium-Bluetooth-Ohrhörer vor uns haben.

Die Ladebox misst 61 x 50 x 29 mm und bringt 60 g (mit Ohrhörern) auf die Waage.
Der Akku in der Ladebox kann die Ohrhörer bis zu 2x unterwegs aufladen. Ich hätte mir hier nur eine etwas klarere Status-LED auf der Front gewünscht, um den aktuellen Akkustand der Ladebox zu erkennen.

Geladen wird diese via USB-C oder kabellos auf einem QI-Ladepad.

Das Wichtigste sind aber natürlich die Ohrhörer. Auch diese machen einen sehr wertigen Eindruck und sind gut verarbeitet. Dabei setzen diese auf den recht typischen Ohrstöpsel-Aufbau.

Allerdings sind die AMIRON 300 im Gegensatz zu vielen anderen High-End-Bluetooth-Ohrhörern erfreulich kompakt. Du hast also keine riesigen Stöpsel im Ohr.
Gesteuert werden diese über eine Touch-Oberfläche auf der Rückseite. Zudem haben die Ohrhörer Sensoren, die erkennen, wenn du diese aus dem Ohr nimmst.

Mit einer Ladung sollen die AMIRON 300 rund 10 Stunden schaffen bzw. 7 Stunden mit ANC. Dies sind Werte, die mir nach dem Test durchaus in ihrer Größenordnung als plausibel erscheinen.

 

Ein sehr guter Tragekomfort

Es gibt sehr viele wirklich gut klingende High-End-Bluetooth-Ohrhörer, die aber oftmals riesig und vergleichsweise unbequem sind.

Persönlich nutze ich daher beispielsweise gerne die Apple AirPods Pro 2, die zwar nur „OK“ klingen, aber im Alltag einfach extrem bequem sind. Auch die Beyerdynamic AMIRON 300 kommen beim Tragekomfort nicht ganz an die AirPods Pro 2 heran, aber wir haben hier dennoch sehr bequeme Ohrhörer!

So sind diese vergleichsweise kompakt und leicht. Sie sitzen sauber in den Ohren und drücken auch nicht. Gerade bei Spaziergängen vergesse ich diese nach einer Weile in meinen Ohren.

Ich würde daher sagen, dass diese vollkommen alltagstauglich sind. Ich kann die Ohrhörer hier über viele Stunden hinweg tragen, ohne dass sie mich stören. Sie sind zwar nicht ganz so „unsichtbar“ wie die AirPods, aber abseits der Apple-Ohrhörer gehören sie zu den bequemsten, die ich dieses Jahr in den Fingern hatte.

 

Eine hervorragende App!

Die AMIRON 300 besitzen einen App-Support und erfreulicherweise ist die Beyerdynamic-App sehr gut!

Diese ist nicht nur optisch sehr schick, sondern auch funktional sehr gut. So kannst du über diese das ANC und den Transparenz-Modus steuern sowie diverse Klang-Anpassungen vornehmen.

 

Gutes ANC (und Transparenz-Modus)

Natürlich bringen die Beyerdynamic AMIRON 300 auch einen ANC-Modus mit. Die Geräuschunterdrückung ist gut, nicht ganz absolute Spitzenklasse, aber schon stark.
So werden die üblichen Geräusche wie Brummen von Motoren usw. fast komplett ausgeblendet und selbst Stimmen stark gedämpft.

Umgekehrt ist der Transparenz-Modus ebenfalls solide, wenn auch nicht perfekt. Hier gibt es klar noch etwas Luft nach oben.

 

Klang der Beyerdynamic AMIRON 300

Soweit, so gut, aber was ist mit dem Klang der AMIRON 300? Beyerdynamic bewirbt die AMIRON 300 als HiFi-Ohrhörer und dem kann ich nur zustimmen.

So sind die AMIRON 300 generell sehr neutral und sauber abgestimmt mit einem leichten Bass-Boot. Hierdurch haben die Ohrhörer einen sehr gefälligen Klang.

Die Höhen der AMIRON 300 sind wunderbar sauber, klar und auch mit einer guten Leichtigkeit. Allerdings sind die Ohrhörer auch nicht zu spitz oder zu scharf. Diese haben also keinen stechenden Klang, sondern klingen schön abgerundet. Ich würde die Höhen als ziemlich perfekt einstufen!

Die Mitten fallen in die Kategorie „unspektakulär gut“. So klingen diese sehr unaufgeregt und ebenfalls sauber. Beyerdynamic hat diese vielleicht einen Hauch zurückgenommen, aber auch nicht zu stark. Stimmen klingen natürlich und sauber.

Was ist aber mit dem Bass? Dieser hat einen sehr schönen Tiefgang und ein gutes Volumen. Dabei hat Beyerdynamic ihn einen Hauch angehoben, aber wie schon bei den Mitten nicht zu extrem. Wir haben hier also keine Bass-Bomber, aber so ein ganz klein wenig mehr Wums haben wir schon. Dabei ist aber vor allem die Bass-Qualität top.

Damit haben die AMIRON 300 unterm Strich einen durchaus recht neutralen und sehr gut ausbalancierten Klang, welcher aber durch den leichten Bass und Höhen-Boost auch nicht zu trocken klingt. Die Ohrhörer zeigen schon eine hohe Spielfreude, klingen aber auch nicht zu überdreht oder „wild“.

Dies kombiniert mit einer guten Detaildarstellung machen die AMIRON 300 auch für Nutzer interessant, die etwas gehobene Klangansprüche haben.

Etwas überraschend allerdings unterstützen die AMIRON 300 anscheinend kein aptX. Dafür wird aber LDAC unterstützt wie auch AAC, was in der Praxis einen mehr als ausreichend guten Klang sicherstellt.

AMIRON 300 Frequency Response
Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Klang anpassbar, auf Wunsch auch ein Bass-Bomber

Die Klangbeschreibung von oben ist in Kombination mit dem Apple iPhone 15 Pro Max wie auch mit dem Pixel 7 Pro und dem „Standard“-Sound-Profil entstanden.

Du kannst allerdings den Klang der Ohrhörer sehr frei über die Beyerdynamic-App anpassen. Solltest du es wollen, können die AMIRON 300 auch richtige Bass-Bomber sein, wenn du das Klangprofil entsprechend anpasst.

So bevorzuge ich die Ohrhörer auch mit einem leichten Bass-Boost.

 

Fazit

Die Beyerdynamic AMIRON 300 sind die besten Bluetooth-Ohrhörer, die ich dieses Jahr in den Fingern hatte!

Warum? Beyerdynamic hat hier einfach die richtige Mischung getroffen. So bieten die AMIRON 300 einen sehr guten Klang, kombiniert mit einem sehr guten Tragekomfort, einem guten ANC und nicht zuletzt einer herausragenden App.

Gibt es Bluetooth-Ohrhörer mit einem noch besseren Klang? Vielleicht, aber die AMIRON 300 gehören hier klar zu den Top 5 %. So bieten die Ohrhörer von Haus aus einen sehr balancierten und recht neutralen Klang, mit einem leichten Schuss mehr Bass, wodurch diese nicht ganz so trocken analytisch klingen.

Dabei ist vor allem die Bass-Qualität absolut gelungen und mit einer leichten Feinjustierung über die Beyerdynamic-App, welche herausragend ist, können die AMIRON 300 auch richtig Gas geben, falls du ein großer Bass-Fan bist.

Auch die Klangauflösung ist absolut gelungen. Kurzum, ich bin mit dem Klang richtig happy und dieser ist auch dem Preis von 200 €+ angemessen.
Dabei sind die AMIRON 300 aber auch keine unbequemen Klötze in den Ohren, sondern gehören zu den bequemsten Ohrhörern, was in der Praxis viel Wert ist! Hier sind diese zwar auch nicht ganz auf dem Level der AirPods Pro 2, aber dafür sind sie klanglich wieder stärker.

Auch das ANC und der Transparenz-Modus sind gelungen. Hier will ich nicht ganz sagen, dass diese die besten Ohrhörer sind, aber sie sind gut.
Das alles ergibt unterm Strich einfach sehr runde Ohrhörer, die alltagstauglich sind. Kurzum, gerade im Android-Ökosystem kann ich die Beyerdynamic AMIRON 300 absolut empfehlen! Selbiges gilt auch für Apple-Nutzer, die eine etwas bessere Klangqualität als bei den AirPods Pro 2 suchen

Beyerdynamic AMIRON 300
Positiv
Hervorragender Klang: Neutral abgestimmt mit leichtem Bass-Boost und hoher Detailtreue.
Komfortabel
Gute Alltagstauglichkeit: Fester Sitz ohne Druckgefühl, ideal für unterwegs.
Starke App-Unterstützung
Premium-Verarbeitung: Hochwertige Materialien bei Ohrhörern und Ladebox
Gutes ANC.....
Negativ
..... ANC nicht ganz Spitzenklasse: Gut, aber nicht auf dem Niveau der absoluten High-End-Konkurrenz.
92

Rocoren RCBP5K-67.5: Die XXL Powerbank mit 50.000mAh im Test

Rocoren bietet mit der RCBP5K-67.5 eine interessante Powerbank an. Sie soll eine Kapazität von beachtlichen 50.000 mAh und eine Ausgangsleistung von 67,5 W bieten.
Klingt im ersten Moment sehr gut, besonders wenn man den Preis von etwa 70 € betrachtet.

Allerdings gibt es auch einige fragwürdige Punkte. So bietet die Powerbank zwar eine Gesamtausgangsleistung von 67,5 W, aber jeder Port der Powerbank bietet maximal 22,5 W.

Ist die Rocoren RCBP5K-67.5 dennoch empfehlenswert? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Rocoren RCBP5K-67.5 im Test

Die Rocoren RCBP5K-67.5 ist mit einer Kapazität von 50.000 mAh natürlich keine kleine Powerbank.

Sie misst 71 x 71 x 145 mm und wiegt satte 1100 g. Diese Werte sind für eine Powerbank der 50.000 mAh-Klasse plausibel und passend. Tendenziell ist die Rocoren RCBP5K-67.5 also nicht zu groß für die beworbene Kapazität.

Was die Verarbeitung angeht, ist die Powerbank sehr einfach gehalten. Wir haben hier ein normales Kunststoffgehäuse, das nicht besonders filigran gearbeitet ist, aber seinen Zweck erfüllt.

Was ganz schön ist: Auf der Oberseite befindet sich ein kleiner Tragegriff aus Stoff, ein nettes Detail.

Als kleinen Bonus besitzt die Rocoren Powerbank auch noch eine Taschenlampen-Funktion. Die integrierte Taschenlampe ist ausreichend hell, aber auch nichts Besonderes. Im Notfall ist diese jedoch besser als nichts.
Zudem gibt es eine Akkustandsanzeige, die aus vier LEDs besteht.

 

Anschlüsse der Rocoren RCBP5K-67.5

Was die Anschlüsse angeht, ist die Rocoren RCBP5K-67.5 gut ausgestattet. Sie besitzt 3x USB-A- und 3x USB-C-Ports.

  • USB-C: 20 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB-A: 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Alle USB-C-Ports der Powerbank bieten 20 W nach dem USB Power Delivery Ladestandard. Mit 20 W sind diese nicht übermäßig leistungsstark, aber ausreichend für Smartphones.
Hinzu kommen 3x USB-A-Ports mit 18 W nach Quick Charge bzw. 22,5 W nach Huawei Super Charge.

Die maximale Ausgangsleistung beträgt 67,5 W, was bedeutet, dass du auch mehrere Ports gleichzeitig nutzen kannst, ohne dass die Powerbank sich drosselt.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Das wichtigste an der Rocoren RCBP5K-67.5 ist die Kapazität. 50.000 mAh sind extrem viel! So viel, dass du diese Powerbank nicht einfach in ein Flugzeug mitnehmen darfst, da sie die Grenze von 100 Wh überschreitet.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Folgende Werte konnte ich ermitteln:

Ich konnte eine Kapazität von 47.600 bis 49.954 mAh messen, was 95% bis 100% der Herstellerangabe entspricht. Dies ist ein herausragendes Abschneiden!
Was die Kapazität angeht, hält die Rocoren RCBP5K-67.5 also absolut, was sie verspricht!

 

Mit PPS

PPS ist zwar bei einer Powerbank mit 18/20 W USB-C-Ports nicht ganz so wichtig, aber dennoch „nice to have“, um die Ladegeschwindigkeit mit Samsung-Smartphones zu optimieren.
Die USB-C-Ports der Rocoren RCBP5K-67.5 bieten 5 – 11 V bei bis zu 2 A, was erwartungsgemäß ist.

 

Ladedauer der Rocoren Powerbank

Die Rocoren Powerbank wird über einen der USB-C-Ports geladen. Dies mit maximal ca. 18 W. Für eine Powerbank mit 50.000 mAh ist das natürlich nicht gerade rasant.

So dauert eine vollständige Ladung der 50.000 mAh Powerbank etwa 14:25 h. Effektiv wirst du die Powerbank also über Nacht laden müssen.

 

Fazit

An sich macht die Rocoren RCBP5K-67.5 einen guten Job. Das Wichtigste an dieser Powerbank ist die Kapazität.

So konnte ich wirklich in der Praxis bis zu 49.954 mAh messen, womit die Herstellerangabe erfüllt wurde. Dies ist hervorragend!

Auch die Anschlussvielfalt ist gut, 3x USB-A und 3x USB-C sind super. Ab hier wird es dann aber etwas schwieriger. Denn leider bieten die USB-C-Ports „nur“ 20 W maximale Leistung.
Damit ist diese Powerbank primär oder sogar nur für Smartphones geeignet. Größere Geräte wie Notebooks werden an dieser nicht oder nur sehr langsam geladen.
Etwas schade, denn aufgrund der hohen Kapazität würde sich die Powerbank an sich auch für Notebooks hervorragend eignen. Immerhin lassen sich dafür gleich 3 Geräte mit voller Geschwindigkeit gleichzeitig laden.

Auch das Aufladen der Powerbank selbst dauert mit 14:25 h recht lange.
Suchst du also eine Powerbank mit möglichst hoher Kapazität für dein Smartphone oder andere kleinere Geräte, dann ist die Rocoren RCBP5K-67.5 super. Ansonsten gibt es aber bessere Modelle, vor allem mit schnelleren USB-C-Ports.

Rocoren Power Bank Camping 50000mAh 6-Ports USB C und USB A Fast...

  • Hohe Kapazität: Bis zu 50.000 mAh, in der Praxis fast vollständig verfügbar (95–100%).
  • Vielseitige Anschlüsse
  • Taschenlampenfunktion
  • Mit PPS Support
  • USB-C-Port liefert maximal 20 W
  • Ladedauer von 14:25 Stunden

XMG EVO 14 im Test: Kompaktes Ultrabook mit starker Leistung für Kreative

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XMG ist primär für seine Gaming-Notebooks bekannt. Mit der neuen EVO-Serie will XMG sein Portfolio etwas erweitern, um so genannte „Ultrabooks“.
So verfügt weder das EVO 14 noch das größere EVO 15 über eine gesonderte GPU. Im Gegenzug sind beide Notebooks sehr kompakt und schick, besitzen aber weiterhin eine mächtige CPU.

Hierdurch sollen diese gerade für professionelle Anwender, Studenten und alle, die ein besonders portables Notebook suchen, interessant sein.
Wollen wir uns das XMG EVO 14 einmal im Test ansehen!
An dieser Stelle vielen Dank an XMG für das Zurverfügungstellen des EVO für diesen Test.

 

Das XMG EVO 14 im Test

XMG setzt beim EVO 14 auf ein hochwertiges Gehäuse aus Aluminium. Dieses ist mit 17 mm durchaus flach, aber das EVO ist jetzt auch nicht das dünnste Notebook aller Zeiten. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 1,4 kg.

Im Gegenzug ist das EVO 14 aber auch sehr gut gearbeitet. So wirkt das Notebook massiv und stabil. Auch ist es sehr verwindungssteif, super!

Auch bei den Anschlüssen gibt es keine Kompromisse. So besitzt das EVO 14 folgende Ports:

  • 2x USB A 3.2 Gen 1 (5 Gbit)
  • 1x USB 4 / Thunderbolt 4
  • 1x USB C 3.2 Gen 2 (10 Gbit)
  • 1x HDMI 2.0b
  • 1x Gbit LAN
  • 1x SD-Kartenleser
  • 1x 3,5 mm Audio-Anschluss

Ich würde sagen, für ein Ultrabook ist dies eine ziemlich perfekte Ausstattung. Gerade der USB 4-Port bei der AMD-Version bzw. Thunderbolt 4 bei der Intel-Version ist ein großer Pluspunkt, welcher auch das Anschließen einer eGPU erlaubt.

Zudem haben wir 2x USB A und auch vollwertiges HDMI und Gbit LAN.

Bedenke allerdings, dass das Notebook auch über einen der beiden USB-C-Ports geladen werden muss und dieser dir daher praktisch nicht immer zur Verfügung steht.

 

Intel oder AMD

XMG bietet das EVO 14 wahlweise mit AMD Ryzen 7 8845HS oder Intel Core Ultra 7 155H an.
Tendenziell wird hier die AMD-CPU (bei preislichem Gleichstand) die bessere Wahl sein.

 

Das Display

XMG bewirbt das EVO 14 auch für „kreative“ Nutzer, für Foto- und Videobearbeitung. Entsprechend ist hier ein besonders gutes Display wichtig.
Auf dem Papier sieht das Display auch gut aus.

  • 14.0″ IPS | 2880×1800 px | 16:10 | 120 Hz | 400 Nits | 100 % sRGB

Wir haben hier ein 14-Zoll-IPS-Display, welches mit hohen 2880 x 1800 Pixeln auflöst. Zudem haben wir eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz, was auch bei einem Office-Rechner nett ist.

Die Helligkeit liegt auf dem Papier mit 400 Nits auf einem guten Niveau.
Auch praktisch sieht das Display gut aus. Die Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln auf 14 Zoll ist wunderbar scharf, und das 16:10-Format hilft bei der Produktivität. Dabei sehen Farben subjektiv stark aus und auch die Helligkeit ist gut, gerade da das Display matt ist.
Ich konnte praktisch eine Helligkeit von 425 cd/m² messen und einen Kontrast von 1330:1, was beides gute Werte sind. Damit ist das Notebook im Freien (zumindest im Schatten) gut verwendbar.

Die Farbraumabdeckung lag im Test bei soliden 100 % sRGB, 76 % AdobeRGB und 76 % DCI-P3.

Dies ist ein zufriedenstellendes Abschneiden für ein Allround-Notebook bzw. ein Notebook, welches auch für Content-Creator geeignet sein soll. Auch die Kalibrierung ist vom Werk aus gut.

Entsprechend ist das Notebook durchaus für Foto- und Videobearbeitung geeignet.

 

XMG und Lautsprecher

XMG und Notebook-Lautsprecher ist so eine Sache. Wie steht es hier um das EVO 14?
Auch das EVO 14 glänzt nicht mit seinen Lautsprechern. Diese sind auf der vorderen Unterseite angebracht.

Praktisch klingen diese akzeptabel, aber auch nicht mehr. Sie sind ausreichend laut und qualitativ ausreichend. Aber es fehlt ganz klar an Fülle und Dynamik.
Ich würde sagen, das XMG EVO 14 ist klanglich auf dem Level eines älteren Lenovo ThinkPads.

 

Solide Eingabegeräte

Das XMG EVO 14 setzt auf eine recht klassische QWERTZ-Tastatur im typischen deutschen Layout. Qualitativ ist die Tastatur gelungen. Wir haben ein festes Tastatur-Deck und eine schöne Tasten/Tastatur-Größe.

Das Tippgefühl ist angenehm, auch wenn die Tasten etwas knackiger sein könnten. So ist das Feedback beim Tippen relativ „leicht“.

Dennoch ist die Tastatur absolut okay und auch für Vielschreiber gut geeignet.
Fast noch etwas besser ist das Trackpad. Dieses hat eine schöne Größe, und das Tracking ist absolut tadellos. Selbiges gilt für das Gefühl am Finger und den Klick. Die integrierten Maustasten sind schön straff und haben ein gutes Gefühl.

Mittlerweile haben die „Windows“-Hersteller anscheinend Trackpads gut im Griff, so auch XMG beim EVO 14.

 

Leistung des XMG EVO 14

XMG bietet das EVO 14 als AMD- oder Intel-Version an. Ich habe hier die AMD-Version.

AMD Ryzen 7 8845HS | 8 Kerne/16 Threads | bis zu 5,1 GHz | 16 MB Cache | Ryzen AI
AMD Radeon 780M | 12 Compute Units | integriert
2x DDR5 SO-DIMM bis zu 96 GB
2x M.2 2280 SSD-Slots

Das Herzstück des XMG EVO 14 ist der AMD Ryzen 7 8845HS. Dieser ist ein recht mächtiger 8-Kerner, welcher hier auch über ein bis zu 60 W Powerlimit verfügt.
Wir haben hier also eine vollwertige CPU und nicht irgendein „Low-Power“-Modell. Was wir allerdings nicht haben, ist eine gesonderte GPU.

Allerdings verfügt der AMD Ryzen 7 8845HS über die relativ fähige AMD Radeon 780M. Diese sollte für Foto- und Videobearbeitung ausreichend sein.
Dabei bietet das Notebook 3 Leistungsmodi, welche du über die XMG-Software steuern kannst.

  • Overboost
  • Enthusiast
  • Balanced

Je nach Profil bekommt der Prozessor unterschiedliche Wattleistung, und entsprechend schwankt auch die Leistung.

(die Spitzen nach unten sind normal bei Cinebench und treten nach jedem Loop auf)
Du kannst sehen, wir haben im Overboost-Modus 60 – 65 W Leistung, im Enthusiast-Modus um die 45 W und im Balanced-Modus 25 W.

Entsprechend schwankt auch die Leistung massiv je nach Modus. Im Folgenden schauen wir uns die Leistung im Overboost-Modus an.

Das XMG EVO 14 verfügt über eine sehr mächtige CPU-Leistung! So ist es eines der schnellsten Notebooks derzeit auf dem Markt, was die CPU betrifft.
Einige Intel-Maschinen können das XMG EVO 14 durchaus übertreffen, dies aber ausschließlich durch Powerlimits von teils 100 W und mehr und einen kompletten Verzicht auf Energieeffizienz.

Was ist aber mit der Grafikkarte?

Das XMG EVO 14 ist kein Gaming-Notebook! Die AMD Radeon 780M ist zwar durchaus in der Lage, so ziemlich alle Spiele bei niedrigen bis mittleren Details (und reduzierter Auflösung) wiederzugeben, aber Gaming sollte hier absolut nicht deine Priorität sein.
Wofür die AMD Radeon 780M aber klar ausreicht, sind Dinge wie Adobe Photoshop, Lightroom oder auch Video-Schnitt in DaVinci Resolve. Diese sind mehr als ausreichend!

 

Ein leises Notebook

Ein weiterer Pluspunkt des EVO 14 sind die Lüfter. Im Normalbetrieb und auch bei kurzen Lastschüben bleibt das Notebook oft unhörbar oder zumindest sehr leise.
Im Overboost-Modus und bei längerer hoher Last springt der Lüfter hörbar an, bleibt aber sehr akzeptabel.

 

RAM und SSD aufrüstbar

Erfreulicherweise ist beim EVO 14 der Arbeitsspeicher nicht verlötet. Entsprechend kannst du diesen frei nachträglich aufrüsten.

XMG bietet allerdings bei der Bestellung bereits einige RAM-Optionen an, dies auch zu einem fairen Preis.

Ähnliches gilt auch für die SSDs. Ja, SSDs, denn das EVO 14 hat zwei NVMe-SSD-Slots. XMG bietet hier bei der Bestellung die Auswahl aus einigen populären SSD-Modellen.

 

Akkulaufzeit

Im XMG EVO 14 ist ein 80 Wh Akku verbaut. Dies sollte für eine ordentliche Laufzeit ausreichen, vor allem wenn wir bedenken, dass wir hier keine dGPU haben.
Bei einer Video-Wiedergabe konnte ich eine Laufzeit im Bereich von 10 Stunden unter „optimalen“ Bedingungen (halbe Displayhelligkeit, keine Hintergrundprogramme) erreichen, was ordentlich ist.

Rechne praktisch beim Webbrowsen und leichten Arbeiten (Office usw.) mit einer Laufzeit im Bereich von 6-8 Stunden, je nachdem, wie viel im Hintergrund läuft.

 

Fazit

Du suchst ein kompaktes Notebook, welches dennoch eine umfangreiche IO besitzt und eine sehr hohe CPU-Leistung? Dann bist du beim XMG EVO 14 an der richtigen Adresse!
Wir haben hier ein recht kompaktes und hochwertiges Gehäuse, welches aber auch nicht so kompakt ist, dass du auf Anschlüsse verzichten musst. So haben wir mehrere USB-A-Ports, USB 4, HDMI und sogar LAN.

Auch das Display fällt in die Kategorie gut bis sehr gut, selbst für Anwendungen wie Foto- oder Videobearbeitung.

Weitere Pluspunkte sind die Kühlung, Tastatur und auch das Trackpad.
Etwas differenzierter müssen wir die Leistung betrachten. Der AMD Ryzen 7 8845HS in Kombination mit hohen Powerlimits sorgt für eine herausragende CPU-Leistung in solch einem kleinen Notebook. Viel mehr geht hier Ende 2024 nicht, selbst in großen Gaming-Maschinen.

Im Gegenzug verzichtet XMG aber auf eine GPU. Daher ist das XMG EVO 14 nichts fürs Gaming. Ja, die AMD-IGPUs sind durchaus brauchbar, auch in Spielen, aber dennoch würde ich dieses Notebook keinem „Gaming First“-Kunden empfehlen.

Wofür die GPU und vor allem die CPU aber wieder gut geeignet sind, ist Foto- und Videobearbeitung, neben alltäglichen Anwendungen wie Office, Media usw.
Und ich denke, an dieses Publikum richtet sich XMG mit dem EVO 14 auch.
Was gibt es zu kritisieren? Das einzige, was ich groß kritisieren würde, wären die Lautsprecher, welche der Konkurrenz schon etwas hinterherhinken.

Generell ist das XMG EVO 14 ein sehr gelungenes Ultrabook in der 1000€-Preisklasse.

XMG EVO 14
Positiv
Hochwertiges Gehäuse
Leistungsstarke CPU mit hohen Powerlimits
Vielseitige Anschlussmöglichkeiten mit USB 4 / Thunderbolt 4
Gutes Display 2880×1800 Auflösung, 120 Hz, 400 Nits Helligkeit, 100 % sRGB
Gute Akkulaufzeit
Erweiterbarer RAM und SSD
Gute Tastatur und Trackpad
Gute Kühlung
Negativ
Mäßige Lautsprecher
Keine gesonderte GPU
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Frohe Weihnachten! 

Frohe Weihnachten! 

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr an Euch und vielen Dank für die Unterstützung im Jahr 2024!

NEEWER PS099EP Akku im Test, besser als die meisten Powerbanks! 99 Wh / 100 W USB C

V-Mount-Akkus sind nichts, was uns als normale Nutzer im Alltag begegnet. So werden V-Mount-Akkus in der Regel nur von X-tausend-Euro-teuren professionellen „Cinema“-Kameras genutzt, wie den Modellen von RED, Blackmagic, ARRI usw.

Allerdings hat NEEWER mit dem PS099EP einen sehr interessanten V-Mount-Akku auf den Markt gebracht, der auch für uns auf Techtest.org spannend ist. So bietet der NEEWER PS099EP nicht nur die V-Mount-üblichen Anschlüsse, sondern auch 2x 100-W-USB-C-Ports!

Damit lässt sich dieser Akku auch einfach als Powerbank oder generell zum Betreiben von normalen Kameras nutzen.

Wollen wir uns den PS099EP einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an NEEWER für das Zurverfügungstellen des PS099EP für diesen Test.

 

Der NEEWER PS099EP im Test

Der NEEWER PS099EP ist ein Akku der 99-Wh-Klasse, also vergleichbar mit 27.000 mAh „regulären Powerbanks“.

Für diese hohe Kapazität ist der PS099EP erfreulicherweise nicht zu groß oder schwer. So wiegt die Powerbank 675 g und misst 77 x 114 x 59 mm. Zum Vergleich: Die Anker Prime mit 27.650 mAh bringt 679 g auf die Waage, ist also sogar minimal schwerer.

Dabei ist die Powerbank bzw. der Akku soweit ganz gut verarbeitet. Dieser ist aus einem matten Kunststoff gefertigt und besitzt auf der Rückseite für die V-Mount-Halterung sogar eine Metallverstärkung.

Hier finden sich auch einige Gewinde für die Montage an einem RIG, falls du den V-Mount nicht an deiner Kamera nutzen willst oder kannst.

 

Die Anschlüsse des NEEWER PS099EP Akkus

Der NEEWER PS099EP besitzt einige Anschlüsse verschiedenster Art!

  • USB-C – 100 W USB-C Power Delivery: 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A – 24 W Quick Charge: 5V/3A, 9V/3A, 12V/2A
  • DC 1 – 8V/3A
  • DC 2 – 12V/3A
  • V-Mount – 14,5V/10A
  • D-Tap – 14,5V/10A

Prinzipiell haben wir hier einen 14,5-V-Akku, welcher direkt zu den V-Mount-Kontakten sowie zum seitlichen D-Tap-Anschluss durchgeschleift wird. Entsprechend schwankt bei diesen Kontakten die Spannung je nach Ladestand.

Die anderen Anschlüsse des Akkus sind hingegen „stabilisiert“ und liefern also eine konstante Spannung.

Hier haben wir zunächst zwei DC-Ausgänge mit einmal 8 V und einmal 12 V, bei maximal 3 A.

Besonders spannend für mich sind die beiden USB-C-Ports, welche jeweils bis zu 100 W nach dem USB Power Delivery Standard liefern können.

Damit kannst du diesen Akku nutzen, um dein Smartphone, Tablet oder auch Notebook zu laden! Ebenso lassen sich auch viele Kameras via USB-C laden. Der USB-Power-Delivery-Standard ist hier auch der universelle Ladestandard, der von allen Herstellern genutzt wird. Zudem haben wir auch einen USB-A-Port.

 

Mit Display

Auf der Front des NEEWER PS099EP ist ein kleines LC-Display angebracht. Dieses zeigt dir neben dem aktuellen Akkustand in % auch die Spannungen und Ströme der diversen Ports an.

So kannst du dir die aktuelle Ausgangsleistung der Powerbank errechnen. Ich hätte es gut gefunden, wären hier direkt die Leistungswerte in Watt angezeigt worden, aber dennoch ist das Display eine nützliche Sache!

 

PPS wird unterstützt

Erfreulicherweise unterstützt der Akku auch den PPS-Standard via USB-C.

  • 3,3 – 21 V bei bis zu 3 A

Wir haben hier einen erfreulich großen Spannungsbereich mit bis zu 21 V. Leider haben wir aber maximal 3 A und nicht 5 A. Daher kann diese Powerbank beispielsweise Samsung-Smartphones nicht mit maximal 45 W laden, sondern „lediglich“ mit maximal ca. 30 W.
Dennoch keine schlechte PPS-Range.
Link zu weiteren Infos

 

Konstant 100 W

Erfreulicherweise kann der NEEWER PS099EP Akku konstant 100 W via USB-C ohne Drosselung liefern. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut NEEWER soll der PS099EP V-Mount-Akku eine Kapazität von 99 Wh besitzen. Dies ist das gängige Maximum, was du mit an Bord eines Flugzeugs nehmen darfst.
Was konnte ich hier in der Praxis messen?

Die Kapazität ist ein Highlight des PS099EP. Via USB-C schwankte diese zwischen 79,886 Wh und 89,932 Wh. Dies entspricht einer Spanne von 81 % bis 91 %, was soweit sehr gut ist.

Noch besser sieht es aus, wenn wir die V-Mount-Kontakte oder den D-Tap-Anschluss nutzen. Hier konnte ich satte 96,935 Wh messen, was zu 98 % der Herstellerangabe entspricht. Dies ist ein super Abschneiden!

Auch verglichen mit regulären Powerbanks sieht die Kapazität mit 21.591 mAh bis 24.306 mAh sehr gut aus!

 

Spannung

Die USB-Ports sowie die DC-Rundstecker-Ausgänge sind bei dem NEEWER PS099EP Akku von der Spannung stabilisiert. Heißt, hier arbeitet im Hintergrund ein Spannungswandler.
Der D-Tap-Anschluss sowie die V-Mount-Kontakte auf der Unterseite hingegen sind direkt zu den internen Akkuzellen durchgeschliffen. Es gibt hier lediglich Schutzelektronik, die zwischengeschaltet ist.

So können wir sehen, dass hier die Spannung zwischen 16,5 V und 11,2 V schwankt. Wird 11,2 V unterschritten, schaltet der Akku ab.

 

Laden des NEEWER PS099EP

Der NEEWER PS099EP kann auch via USB-C (oder D-Tap-Charger) geladen werden. Via USB-C soll der Akku bis zu 100 W aufnehmen können.

Dies kann ich auch ca. bestätigen. So dauerte eine vollständige Ladung des NEEWER PS099EP via USB-C rund 1:50 h, was recht flott ist.

 

Fazit

Der NEEWER PS099EP ist hervorragend! Wir haben hier natürlich ein sehr spezielles Produkt. V-Mount-Akkus sind unheimlich exotisch, und die wenigsten von euch werden dafür wirklich einen Einsatzzweck haben.

Das Spannende am NEEWER PS099EP sind für mich primär die USB-C-Ports und die regulären 12V/8V-DC-Ausgänge.

So bietet der Akku via USB-C eine Ausgangsleistung von bis zu 100 W, dies auch konstant und ohne Temperaturprobleme! Damit kann der Akku nicht nur Kameras oder Smartphones via USB-C laden, sondern auch größere Geräte wie Notebooks.

Hierdurch kannst du diesen wie eine Powerbank nutzen. Dies ist aufgrund der sehr hohen Kapazität auch wirklich problemlos möglich.

Hinzu kommen die praktischen DC-Ausgänge, die du so an normalen Powerbanks nicht findest. Über den D-Tap-Anschluss lassen sich auch diverse andere Geräte via Adapter betreiben.

Der NEEWER PS099EP ist also ein flexibler Akku, der sogar sehr viele reguläre Powerbanks übertrifft! Dies macht den NEEWER PS099EP für eine größere Anzahl an Nutzern interessant, als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht.

NEEWER PS099EP
Positiv
Hohe Kapazität
2x 100 W USB C Ports
12V und 8V DC Ausgänge
D-Tap mit 14,5V und 10A
PPS-Unterstützung
Praktisches Display
Via USB-C in nur 1:50 Stunden vollständig geladen
Robuste Bauweise, geeignet für professionelle Einsätze.
Negativ
Maximal 3A via PPS
90