Die Reolink Argus 4 Pro im Test, eine herausragende Akku-Überwachungskamera!

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Die Argus Modelle von Reolink zählen schon seit vielen Jahren zu den besten akku-betriebenen Überwachungskameras, gerade dann, wenn du ein Modell ohne Zwangsabo suchst.

Mit der Argus 4 Pro hat nun Reolink ein neues Modell auf den Markt gebracht, welches die Messlatte etwas höher legt. So besitzt die Argus 4 Pro zwei Linsen, ein Sichtfeld von 180 Grad, 4K Auflösung und eine farbige Nachtsicht.

Dies weiterhin bei einer akkubetriebenen Überwachungskamera. WOW!

Klingt im ersten Moment doch sehr gut, allerdings stellen sich durchaus einige Fragen. Vor allem wie lange hält der Akku? Kann so viel Leistung + Akku gut gehen?

Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Reolink, welche mir die Argus 4 Pro für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Argus 4 Pro im Test

Die Reolink Argus 4 Pro unterscheidet sich optisch deutlich von ihren Vorgängern. So ist die Argus 4 Pro um einiges größer und vor allem breiter.

Dies liegt an den zwei Objektiven, die nebeneinander angeordnet sind. Hierdurch soll die Kamera einen besonders breiten 180 Grad Blickwinkel abdecken. An den Seiten sind LED Scheinwerfer für die farbige Nachtsicht angebracht.

Unterhalb des Kamera-Aufbaus ist noch ein gesonderter großer Bewegungsmelder zu finden.

Für die Speicherung der Aufnahmen besitzt die Kamera einen microSD Karten Slot auf der Unterseite, wo auch der Einschalter angebracht ist.

Der 4800 mAh Akku in der Argus 4 Pro wird über einen USB C Port auf der Rückseite geladen.

Alle Anschlüsse und Ports sind mit Gummiklappen vor Wasser geschützt. So soll die Kamera IP66 wassergeschützt sein, entsprechend macht Regen dieser nichts aus.

 

Montage

Für die Montage an Wänden und Rohren/Pfosten liegt passendes Montagematerial bei. So hat die Kamera auf der Rückseite das übliche Gewinde für Halterungen.

 

Kein Account Zwang!

Reolink ist einer der letzten Hersteller, die derzeit noch auf einen Account verzichten bzw. wo dieser noch optional ist.

Du musst dich also nicht beim Hersteller registrieren, sondern kannst nach dem Herunterladen der App einfach die Kamera hinzufügen.

Hierfür scannst du den QR Code auf der Rückseite der Kamera. Hast du mehrere Geräte, mit welchen du auf die Kamera zugreifen möchtest, dann kannst du diesen Code einfach mehrfach scannen.

Zur Sicherheit legst du bei der ersten Einrichtung ein Passwort fest, welches dann auch auf den zusätzlichen Geräten eingegeben werden muss.

 

WLAN 6 und Bluetooth!

Die Argus 4 Pro verfügt nicht nur über WLAN, sondern auch über Bluetooth. Letzteres wird primär bei der Einrichtung genutzt und macht diese sehr einfach!

Auf Seiten des WLANs unterstützt die Argus 4 Pro den WLAN 6 Standard mit 2,4 GHz oder 5GHz.

Entsprechend kann die Kamera sehr gute Datenraten und schnelle Ladezeiten erreichen.

 

App

Die Argus 4 Pro nutzt die bekannte Reolink App. Bei dieser habe ich traditionell gemischte Gefühle. Teils ist diese etwas träge und unzuverlässig.

Allerdings in Kombination mit der Argus 4 Pro funktionierte diese bei mir so gut wie bei noch keiner anderen Reolink Kamera zuvor. Die App hatte recht schnelle Ladezeiten, die Wiedergabe (auch in volle Qualität) funktionierte problemlos, genau wie das Ansehen und Herunterladen der Aufnahmen.

Dabei ist die App auch klar und übersichtlich aufgebaut. Gerade in Kombination mit der fehlenden „Zwangsregistrierung“ bin ich super zufrieden.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass weiterhin das Laden der Live-Ansicht und Aufnahmen minimal länger dauert als bei den Modellen die tiefer mit der Cloud verwebt sind.

 

Sehr gute Smart Erkennung!

Ein Highlight an der Argus 4 Pro für mich war die Smart Erkennung. So kann die Kamera zwischen normalen Bewegungen, Personen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden.

Dies funktioniert beeindruckend gut!

Sogar kleine Vögel werden von der Kamera korrekt als Tier erkannt. Entsprechend sind Menschen für diese absolut kein Problem.

Auch die Reichweite der Bewegungserkennung ist für eine Kamera mit Akku sehr hoch!

Wofür ist die Smart Erkennung?

  1. Aufnahmen werden markiert mit einer Information, was erkannt wurde, wodurch du Aufnahmen schneller filtern kannst.
  2. Du kannst Benachrichtigungen “filtern”, also dass du z.B. nur benachrichtigt wirst, wenn eine Person erkannt wurde. Aufnahmen lassen sich aber unabhängig davon steuern.

 

Wo werden die Aufnahmen der Argus 4 Pro gespeichert?

Aber wo und wie speichert die Argus 4 Pro ihre Aufnahmen? Hier hast du mehrere Möglichkeiten.

  1. Auf einer microSD Speicherkarte die du in der Kamera einsetzt.
  2. Auf einem FTP-Server.
  3. In der Cloud.

Du kannst in die Argus 4 Pro eine microSD Speicherkarte einsetzen, auf welcher dann die Aufnahmen gespeichert werden. Dies ist die “Standard” Möglichkeit.

Zusätzlich bzw. alternativ kannst du auch Aufnahmen von der Kamera auf einen FTP Server oder in die Cloud übertragen. Die Cloud ist natürlich kostenpflichtig.

Die FTP Option finde ich aber spannend. Hast du ein NAS oder Home Server? Dann kannst du so Aufnahmen auf diesen sichern. Hast du eine FritzBox? Dann kannst du daran einen USB Stick oder externe HDD anschließen und dann darauf die Aufnahmen sichern.

 

Super breiter Blickwinkel

Die Argus 4 Pro besitzt zwei Kamera-Linsen, welche seitlich leicht versetzt angebracht sind. Hierdurch decken diese satte 180 Grad seitlich ab.

Das Bild der beiden Objektive wird in der Kamera zusammengesetzt und dir als “eins” präsentiert. Erfreulicherweise macht die Kamera das auch sehr gut, so ist kaum bis kein Übergang zu sehen.

 

Bildqualität

Aufgrund des super breiten Bildes hat die Argus 4 Pro eine “ungewöhnliche” Auflösung. So haben Aufnahmen 5120 x 1440 Pixel, was 7,3 Millionen Pixeln entspricht.

Wir haben hier also durchaus eine hohe Auflösung. Allerdings haben wir hier genau genommen kein 4K, aber eine ähnlich hohe Auflösung, durch das komische Bildformat.

Die Bildqualität ist bei Tag gut, wenn auch nicht absolut überragend. Farben und Dynamik sind gut und die Schärfe ordentlich. Wir sind hier auf einem gehobenen Level für eine akkubetriebene Überwachungskamera.

Bei Nacht setzt die Argus 4 Pro auf die beiden LED-Scheinwerfer für eine farbige Nachtsicht. Erfreulicherweise sind diese auch sehr kräftig und haben eine gute Reichweite.

Dank der großen Blende (F1.0) und der guten Sensoren ist das Bild erfreulich klar und sauber. Hier liefert diese eine Top-Leistung.

 

Akkulaufzeit und Solarpanel

Reolink empfiehlt es, die Argus 4 Pro mit dem Reolink Solarpanel zu kombinieren. Dieser Empfehlung kann ich nur zustimmen!

Ohne Solarpanel an einer leicht bis mittel belebten Stelle, sank der Akkustand bei mir um ca. 3-4%, was einer Laufzeit von ca. 1 Monat entspricht.

An einer sehr belebten Stelle, wo die Kamera sehr viel arbeiten muss, wird der Akku auch noch schneller leer gehen.

Allerdings macht das Reolink Solarpanel einen sehr guten Job, um die Argus zu versorgen! Bei mir brachte es genug Leistung, um die Kamera im Frühjahr problemlos konstant voll geladen zu halten.

 

Fazit

Die Reolink Argus 4 Pro ist aus meiner Sicht fast uneingeschränkt zu empfehlen! Warum nur fast?

Sicherlich das herausstechende Feature an der Argus 4 Pro ist der Blickwinkel von 180 Grad. Die Kamera sieht also effektiv alles, was vor ihr ist.

Kannst du dies nutzen, weil du eine breite Fläche überwachen möchtest, dann super! Willst du aber nur einen schmalen Durchgang überwachen, dann ist diese nicht optimal.

Dabei ist die Bildqualität gut bis sehr gut und auch die WLAN Verbindung erfreulich stark. Die Reolink App, welche dich auch nicht zu einem Account beim Hersteller zwingt, funktionierte bei mir im Test tadellos.

Sogar die Smart Erkennung von Menschen, Tieren und Fahrzeugen funktionierte richtig gut! Gerade wenn wir bedenken, dass die Erkennung auf der Kamera ausgeführt wird, ist dies beachtlich.

Zu guter Letzt kommen noch die flexibleren Speichermöglichkeiten hinzu, von microSD Karte über FTP Server bis hin zur Cloud ist alles dabei.

Die Akkulaufzeit der Kamera ist mit +- 1 Monat eher auf der schwächeren Seite. Allerdings kombiniert mit dem recht großen Reolink Solarpanel, brauchst du dir eigentlich 3 / 4 des Jahres keine Gedanken machen.

Lediglich im Winter könntest du die Kamera mal manuell laden müssen. Dennoch würde ich das Solarpanel dringend empfehlen.

Unterm Strich bin ich also wirklich von der Argus 4 Pro begeistert! Kannst du den breiten Blickwinkel gebrauchen ist das eine super Kamera!

Reolink Argus 4 Pro
POSITIV
extrem breiter Blickwinkel (180 Grad)
sehr gute Smart Erkennung
kein Abo oder Hersteller-Account nötig
lokale Speicherung der Aufnahmen
gute Bildqualität
mit LED Scheinwerfern
mit Akku und Option für ein Solarpanel
NEGATIV
Akkulaufzeit, aber ohne Solarpanel, mäßig gut
92

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Michael Barton
Michael Barton
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