Das Dual DAB 4.1 im Test, ein Digital Radio für 60€

-

Auch wenn das klassische Radio gefühlt immer weiter von Bluetooth Lautsprechern, Streaming Diensten oder einfach dem Internet Radio verdrängt wird,, gibt es hier dennoch jede Menge Bedarf.

Gerade in Küche, Bad oder auch dem Garten bevorzuge ich das klassische Radio über Streaming Diensten. Ich bin mir sicher so wird es auch vielen anderen Nutzern gehen. Vor einigen Jahren ist nun DAB+ gestartet als „Nachfolger“ zum Analogen Radio.

Klingt auch im ersten Moment super „Digital Radio so Modern und Cool weil Digital“. In der Praxis hatten allerdings Digital Radios einen sehr schweren Start. Ob dies nun an der Hardware oder Empfang liegt, ist schwer zu beurteilen.

Ich vermute es lag an den „Features“, denn die meisten Digital Radios versuchten mit Farbdisplays und Album Cover Anzeige zu Punkten, also mit Dingen welche vermutlich 90% der Nutzer egal sind.

Was ist bei einem Radio Wichtig? Kompakte Abmessungen, brauchbarer Klang, einfache Bedienung und im Optimalfall ein günstiger Preis.

Das Dual DAB 4.1 Radio schickt sich an diese Punkte zu erfüllen. Es ist Kompakt, kann via Batterien oder Netzteil betrieben werden, bietet hoffentlich einen guten Klang und hat keine „Luxus Features“ welche den Preis hochtreiben.

Das Dual DAB 4.1 kostet je nach Händler um die 50€, nicht günstig aber für ein DAB „Digital Radio“ doch sehr fair. Aber kann das Radio im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Dual DAB 4.1 Digital Radio im Test

Dual setzt beim DAB 4.1 auf eine wirklich sehr klassische Optik. Früher wurde dieser Formfaktor gerne als „Weltempfänger“ bezeichnet.

Das Gerät ist vom Design in zwei Bereiche unterteilt, links der eigentliche Lautsprecher welcher unter einem schwarzen Lautsprechergitter sitzt und rechts die Bedienungseinheit inklusive einem einfachen einfarbigen Display.

Das Radio ist hierbei ein Stück größer als eine Hand und ist komplett aus Plastik gefertigt. Auf der Oberseite ist eine ausziehbare Stabantenne angebracht und auf der rechten Seite die Lautstärkenregelung, der Kopfhörerausgang und ein Netzteilanschluss.

Ihr könnt Euch beim Dual DAB 4.1 Digital Radio entscheiden, wollt Ihr dieses mit dem mitgelieferten Netzteil betreiben oder klassisch mit vier AA Batterien.

Alternativ scheint das Radio auch mit AA Akkus keine Probleme zu haben.

Die Bedienung ist, trotz der auf den ersten Blick vielen Tasten, auf der Front recht einfach. Oben befindet sich ein Einschalter, wird dieser das erste Mal gedrückt, beginnt der DAB Sendersuchlauf. Ist dieser durch, lässt sich mit den beiden „Tuning“ Tasten durch die Sender schalten.

Alternativ lässt sich auch normales UKW Radio empfangen, zum Umschalten gibt es hier unten rechts eine Taste.

Die fünf Tasten in der Mitte lassen sich mit bis zu 10 Station belegen als Schnellwahl. Wichtig ist auch noch die Menü Taste über welcher sich im Digital Radio betrieb der Sender Suchlauf neu starten lässt. Das ist im Grunde auch schon das was man wissen muss.

Selbst ältere Nutzer sollten mit dem Dual DAB 4.1 Digital Radio klar kommen.

 

Empfang

Erst einmal meine Situation, ich wohne ländlich (20.000 Einwohner Dorf) und DAB ist hier ein Problem. Die meisten Digital Radios bekommen in der Wohnung keinen Sender rein. Das empfangstärkste Modell das ich bisher hatte, war das auna Akkord Digitalradio Kofferradio und das empfangschwächste das Philips AE5250/12.

Wie sieht es mit der Empfangsstärke des Dual DAB 4.1 aus? Ehrlich gesagt mittelmäßig, vor Fenstern bekomme ich meist Empfang rein, vor Wänden nicht.

Ganz klar dies liegt an meiner Position! Wer in größeren Städten oder zentraler lebt, wird deutlich weniger Probleme mit dem Empfang haben. Hierfür kann das Dual DAB 4.1 weniger als einfach die DAB Technik.

Dennoch wer weiß, dass er in einer „Grenzsituation“ lebt, wird vermutlich eher mittelmäßig gut mit dem Dual DAB 4.1 Empfang rein bekommen, zumindest was Digital Radio angeht.

Wie sieht es denn mit dem Analogen Radio aus? Überraschung hier liefert das Dual DAB 4.1 einen perfekten Empfang! Lokalradios werden auch analog mit einer hervorragenden Klarheit empfangen, welche dem Digital Radio nichts nachsteht.

Kurzum wenn DAB keine oder nicht die passenden Sender empfängt das analoge Radio macht es.

 

Klang

Wie sieht es mit dem Klang aus? Gehen wir erst einmal davon aus, dass wir einen Sender gut rein bekommen und das kein limitierender Faktor ist.

Das Radio klingt okay ist aber auch kein „HiFi“. Der Lautsprecher neigt zu einem leicht matten „nasalen“ Klang, der Tiefgang ist allerdings für ein Radio in Ordnung. Das Ganze klingt wie man es von einem klassischen Küchenradio erwartet. Allerdings ist es auch keine super Billigqualität, falls Ihr Euch dies unter einem „Küchenradio“ vorstellt.

Für ein kompaktes analoges Radio bietet das Dual DAB 4.1 durchaus eine überdurchschnittliche Qualität.

Es ist aber auch kein Radio zum „Musikgenießen“ in seinem Luxus Sessel aber um nebenbei zu Kochen oder im Hobbykeller zu arbeiten reicht der Klang mehr als aus.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend, aber auch nicht brüllend laut. Ein Grundrauschen besitzt das Radio an sich nicht (außer der Empfang bei analogen Radios ist nicht gut, selbstverständlich).

 

Fazit

Es kommt beim Dual DAB 4.1 etwas darauf an was Ihr sucht, ob ich Euch dieses Radio empfehlen kann. Das Dual DAB 4.1 bietet einen soliden Klang bei kompakten Abmessungen und einem optionalen Batteriebetrieb.

Hierbei ist dieses einfach zu bedienen und bieten einen guten Empfang. Also das klassische „Küchenradio“, welches sich allerdings auch für das Gartenhaus, den Hobby Raum usw. anbietet.

Solltet Ihr nach einem Radio für diesen Einsatzzweck suchen, kann ich Euch das Dual DAB 4.1 ohne Probleme empfehlen!

Ich bin zwar nicht der größte DAB+ Fan, allerdings selbst wenn man das Dual DAB 4.1 noch Analog nutzt, ist man für die Zukunft gerüstet. Der Preis von rund 50€ ist soweit okay aufgrund der Digitalradio- Funktionalität.

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

DIY Off Grid Solaranlage, möglichst einfach und günstig selbst bauen, wie ich es gemacht habe!

Vielleicht hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt eine kleine Off Grid Solaranlage selbst zu bauen. Aber wie geht das und was brauchst...

Aliexpress und die Umsatzsteuer, wie läuft das aktuell? Keine Angst vor Bestellungen aus China!

Wie viele von Euch wissen hat sich in den letzten Monaten einiges geändert was das bestellen aus China angeht. Früher waren Bestellungen unter 27€...

Welche Stromkosten verursachen Smartphones? Wie viel teurer ist kabelloses Laden?

In der aktuellen Situation wird viel über das Stromsparen diskutiert. Eins der von uns am meisten verwendeten Geräten ist sicherlich das Smartphone. Aber wie viel...

Neuste Beiträge

QNAP Turbo Station TS-932PX im Test, 10 Gbit LAN + Annapurnalabs CPU

Mit der Turbo Station TS-932PX bietet QNAP ein spannendes NAS, für Nutzer die auf eine Mischung aus HDDs und SSDs setzen wollen. So bietet das...

Ein hervorragendes NAS Mainboard, für 150€ mit CPU! Topton NAS Motherboard N5105

Wenn du nach einem einfachen und günstigen Mainboard beispielsweise für ein NAS oder einen Home Server mit schnellen LAN Ports? Dann lohnt sich vielleicht ein...

Anker Prime 67W GaN im Test, ein herausragendes Ladegerät mit großer PPS Stufe

Mit dem A2669 oder auch „Prime 67W GaN“ bietet Anker ein sehr spannendes USB Ladegerät an. Dieses besitzt wie der Name schon sagt eine Leistung...

Wissenswert

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Wie schnell kann das iPhone 15 Pro wirklich Daten übertragen? (mit echter Messung)

Das neue iPhone 15 setzt erstmals auf einen USB C Port. Dieser erlaubt nicht nur das Nutzen von universellen Ladekabeln, sondern auch das schnellere...

Welche Powerbank Ende 2023 kaufen? Empfehlung und Vergleich

Powerbanks sind etwas extrem Praktisches und mittlerweile auch sehr universell einsetzbar. So können immer mehr Geräte via USB C laden, nicht nur Smartphones, Tablets,...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.