Das ASUS ROG Strix Arion M.2 NVME SSD Gehäuse im Test

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Externe SSDs liegen im Trend, was auch nicht überrascht, schließlich sind SSD auch bzw. gerade im mobilen Einsatz sehr robust und zuverlässig.

Entsprechend gibt es tonnenweise externe SSDs im Handel. Neutral betrachtet ist allerdings das “Selbstbauen” einer externen SSD fast schon die beste Idee. So gibt es einige NVME SSD Gehäuse bei Amazon, eBay und Co.

Einfach eine halbwegs brauchbare NVME SSD kaufen, in das Gehäuse packen und go!

asus rog strix arion m.2 test 8

Allerdings stammen die meisten dieser Gehäuse von kleinen asiatischen Anbietern. Eine große Ausnahme ist mir hier begegnet, das ASUS ROG Strix Arion M.2.

Dies ist ohne Frage ein Luxus NVME SSD Gehäuse, mit aufwendigem Design, RGB Beleuchtung und einem saftigen Preis.

Aber lohnt es sich etwas mehr für das ASUS Gehäuse zu zahlen? Finden wir es im Kurz-Test heraus!

 

Das ASUS ROG Strix Arion M.2 NVME SSD Gehäuse im Test

Das erste was am ASUS ROG Strix Arion M.2 auffällt, ist die vergleichsweise große Bauform. Das Gehäuse misst 124 x 47 x 10,9 mm und bringt schlanke 105g auf die Waage.

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Damit ist dieses knapp doppelt so breit wie gewöhnliche NVME SSD Gehäuse und auch recht schwer für eins.

Letzteres liegt am vergleichsweise massiven Aluminiumgehäuse! Dieses wirkt sehr wertig und gut gebaut.

asus rog strix arion m.2 test 2

Dies gilt auch für den Öffnungsmechanismus. Hierfür musst du mit einem Art SIM-Karten-Auswurftool in ein kleines Loch drücken woraufhin sich die Unterseite löst. Hierdurch ist zwar das Öffnen des Gehäuses nicht Werkzeuglos, aber ein versehentliches Öffnen kann so auch ausgeschlossen werden.

asus rog strix arion m.2 test 4

Die SSD wird im Inneren einfach mit einer Schraube fixiert.

 

Funktioniert mit allen NVME SSDs

Ich habe das ASUS ROG Strix Arion M.2 mit folgenden SSD getestet:

  • Crucial P5
  • Western Digital SN750
  • Samsung 970 EVO

Alle drei SSDs haben problemlos im Gehäuse funktioniert. Ich habe für alle weiteren Tests die SN750 im Gehäuse behalten.

 

Gute Wärmeableitung

ASUS hat beim ROG Strix Arion M.2 einen großen Wert auf eine gute Wärmeableitung gelegt. So besitzt das Gehäuse sowohl Wärmeleitpads für die SSD, wie aber auch für den Controller des Gehäuses.

Letzterer wird in der Regel bei solchen Gehäusen nicht mitgekühlt. Da wird hier ein recht massereiches Gehäuse haben funktioniert die Wärmeabfuhr recht gut. Allerdings ist die Oberfläche des Gehäuses auch nicht gigantisch groß!

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Bei konstanter Last gibt es schon eine sehr deutliche Erwärmung.

Im Leerlauf hat die SN750 eine Temperatur von +- 44 Grad in meinem Test. Unter “theoretischer” Last (also Crystaldiskmark) konnte ich bis zu 52 Grad beobachten.

Dies ist absolut akzeptabel für eine externe SSD!

 

Chipsatz?

ASUS nutzt als Chipsatz den ASMEDIA ASM2362.

Ich zitiere hier einfach mal von der ASMEDIA Webseite:

“ASM2362 is an ASMedia first generation PCI Express(downstream port) to USB3.1(UFP) bridge, featuring interface of PCI Express Gen3 x2 and one USB3.1 Gen2 device port, providing high bandwidth up to 10Gbps between PCI Express Gen3 x2 bus and USB 3.1 SuperSpeedPlus bus. It can be used on external USB3.1 Gen2 NVM Express SSD application without additional driver, reaching over 1000MB/s excellent benchmark performance, integrating USB 10Gbps mux and Configuration Channel bus for type-C connector, supporting PCI Express M.2 socket, CF Express and SSD U.2 form factor, saving power consumption through USB and PCI Express Link power management and Chip power management, compliant with NVM Express revision 1.2.1, PCI Express Base Spec Revision 3.1a, USB3.1 Revision 1.0 and USB type-C Revision 1.3.”

Der ASM2362 ist auch in einigen anderen NVME Gehäusen verbaut, allerdings tendenziell eher in den etwas teureren Modellen.

 

Performance

Ich habe die Leistung des ASUS ROG Strix Arion M.2 NVME SSD Gehäuse in Kombination mit der WD SN750 an einem Intel NUC 11 getestet.

performance

Hier erreichte das Gehäuse 1048 MB/s lesend und 976 MB/s schreibend. Dies sind super Werte für eine externe SSD.

pc mark

Dieses gute Ergebnis wird auch vom PC Mark Data Drive Benchmark bestätigt. Hier kann sich die SSD zwar nicht auf Platz 1 setzen, kann aber mit den High End Modellen durchaus mithalten.

 

Etwas zickig?

Leider ist es ein verbreitetes Problem bei vielen NVME SSD Gehäusen, dass diese etwas “zickig” sind. Leider ist auch das ASUS ROG Strix Arion M.2 nicht ganz frei von diesem Problem.

Prinzipiell funktionierte das Gehäuse an allen von mir getesteten USB C zu USB A Verbindungen!

Lediglich bei der USB C zu USB C Verbindung zu einem Intel NUC 11 via Thunderbolt 4 wurde die SSD nicht erkannt. Thunderbolt 3 an einem Dell XPS und ein regulärer USB C Port an einem XMG CORE 15 machten hingegen keine Probleme.

 

Fazit

Was Haptik, Kühlung und auch die Leistung betrifft ist das ASUS ROG Strix Arion M.2 Gehäuse 1A!

Ich konnte im Test lesend 1048 MB/s und schreibend 976 MB/s erreichen. Dabei wurde diese mit knapp über 50 Grad auch nicht übermäßig heiß!

Dies liegt sicherlich an den guten Wärmeleitpads und dem vergleichsweisen massigen Gehäuse. Letzteres ist aus einem massivem Aluminium gefertigt, wodurch die Wärmeabfuhr gut gelingt und das NVME Gehäuse allgemein sehr wertig wirkt.

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Soweit eine volle Empfehlung meinerseits! Allerdings zeigte sich das ASUS ROG Strix Arion M.2 hier und da etwas zickig, gerade beim Anschluss über das USB C zu USB C Kabel. An den Thunderbolt 4 Ports meines Intel NUCs wurde die SSD nicht erkannt, an den Thunderbolt 3 Ports meines Dell XPS gab es hingegen keine Probleme.

Auch funktionierte das Gehäuse generell an allen USB A Ports problemlos. Leider ist dies ein oft gesehenes Problem bei externen NVME SSD Gehäusen. Nach meiner Erfahrung sind diese oftmals etwas zickiger als fertige externe SSDs.

Dennoch, möchtest du eine externe SSD selbst bauen, hast noch ein paar NVME SSDs rumfliegen und suchst ein “besonderes” und auffälliges Gehäuse? Dann ist das ASUS ROG Strix Arion M.2 vielleicht genau das richtige für dich.

Michael Barton
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