OSCAL bietet mit der PowerMax 6000 eine gewaltige Power Station an! So bietet diese eine maximale Ausgangsleistung von 6000 W und eine Kapazität von 3600 Wh. Beeindruckende Werte!
Entsprechend ist die PowerMax 6000 schon ein etwas teurerer und größerer Koloss! Wollen wir uns die Powerstation in einem Test ansehen. Kann diese überzeugen?
An dieser Stelle vielen Dank an OSCAL für das Zurverfügungstellen der PowerMax 6000 für diesen Test.
Die OSCAL PowerMax 6000 Power Station im Test
Mit bis zu 6000 W Ausgangsleistung und einer Kapazität von 3600 Wh ist die OSCAL PowerMax 6000 ein absoluter Koloss! So wiegt die Powerstation satte 44,5 kg und misst 590 x 350 x 441 mm.
Damit ist dies kein Modell, das du einfach so mal mitnehmen kannst oder willst. Allerdings hat OSCAL für einen etwas leichteren Transport zwei Räder wie auch einen ausziehbaren Griff integriert.
Über flachen Boden lässt sich die Powerstation so ganz gut transportieren. Dabei ist die Powerstation aus einem grau-schwarzen Kunststoff gefertigt und macht qualitativ grundsätzlich einen guten Eindruck.
Anschlüsse
Wir haben eine Ausgangsleistung von bis zu 6000 W. Passend dazu hat die PowerMax auch einen recht großen Umfang an Anschlüssen und Ausgängen.
Ausgänge:
- 4x Steckdosen mit 230 V / 16 A (zusammen maximal 6000 W)
- 1x Anderson-Stecker 378 W
- 2x DC5521 36 W / 12 V / 3 A
- 1x USB-A 5 V / 2,4 A
- 3x USB-A Quick Charge 18 W
- 2x USB-C 100 W
- 1x Zigarettenanzünder 12 V / 10 A
Eingänge:
- 1x AC-Eingang 2200 W
- 1x DC-Eingang XT60
Das ist eine erfreulich umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen. Hier ist im Kern alles vorhanden, was wir uns wünschen können. Wir haben 4x Steckdosen, 2x High-Power-USB-C-Ports mit 100 W wie auch weitere DC-Ausgänge. Ein XT60-Ausgang wäre nett gewesen, aber wir haben immerhin einen Kfz-Zigarettenausgang wie auch DC-Rundstecker-Ausgänge. Aufseiten der Eingänge haben wir einen DC-Eingang wie auch einen AC-Eingang.
Display
Wie es sich für eine High-End-Powerstation gehört, besitzt auch die PowerMax 6000 ein kleines Display auf der Front. Dieses ist recht einfach gehalten, zeigt dir aber die wichtigsten Informationen an:
- Verbliebene Lade-/Entladezeit
- Akkustand in %
- Ausgangsleistung in Watt
- Eingangsleistung in Watt
App-Support
Die OSCAL PowerMax 6000 Power Station unterstützt Bluetooth und WLAN für eine App-Verbindung. Hier hatte ich aber zunächst ein Problem, denn ich konnte nirgends eine passende OSCAL- oder PowerMax-App finden.
OSCAL schreibt auf seiner Webseite immer nur App-Support, ohne genau die App zu benennen. Allerdings ist die PowerMax 6000 Power Station zum Smart-Life-Ökosystem kompatibel. Du kannst dir also die universelle chinesische Smart-Life-App herunterladen und damit die Powerstation verbinden. Hierfür musst du die Bluetooth-Verbindungstaste gedrückt halten, bis es einen Piep gibt. Anschließend findet die Smart-Life-App die Powerstation über einen einfachen Scan und kann diese mit deinem WLAN verbinden.
In der App siehst du dann etwas detailliertere Informationen zur Eingangs- und Ausgangsleistung. Zudem kannst du z. B. auch einen minimalen und maximalen Ladestand festlegen. Die deutsche Übersetzung ist zwar etwas „wild“, aber grundsätzlich funktioniert die App. Erweiterte Funktionen wie das Nutzen der Powerstation als netzgebundener Solarbatteriespeicher gibt es leider nicht.
USB-C-Ports
Erfreulicherweise besitzt die OSCAL PowerMax 6000 gleich zwei High-Power 100-W-USB-C-Ports. Beide können auch konstant 100 W Leistung ausgeben, nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Hier können diese folgende Leistung bereitstellen:
- 100 W USB-PD – 5 V / 3 A, 9 V / 3 A, 12 V / 3 A, 15 V / 3 A, 20 V / 5 A
Zudem bieten die USB-C-Ports auch Support für den PPS-Standard mit:
- PPS 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A
Dies ist eine perfekte PPS-Range! Damit sind die 100-W-USB-C-Ports abschließend als ziemlich perfekt zu bezeichnen.
Die Steckdosen
Die OSCAL PowerMax 6000 Power Station verfügt über 4x 230-V-Steckdosen. Diese sollen laut Hersteller satte 6000 W bei gemeinsamer Nutzung konstant bereitstellen können.
Peak liegt die Leistung sogar bei 9000 W, was extrem stark ist! Natürlich liefern die Steckdosen eine reine Sinuswelle und sind somit für alle Arten von Geräten geeignet. Praktisch habe ich die Powerstation bis rund 4xxx W getestet mit zwei Heizlüftern und ein paar weiteren kleineren Geräten. Und diese Leistung konnte die Powerstation wirklich bereitstellen! Dabei sind mir keinerlei Anomalien oder merkwürdiges Verhalten aufgefallen.
Auch als USV nutzbar
Die OSCAL PowerMax 6000 Power Station kann auch als USV genutzt werden, also gleichzeitig geladen wie auch entladen werden. Dabei waren die Umschaltzeiten unproblematisch, beispielsweise lief mein Desktop-PC einfach weiter. Auch die Effizienz scheint relativ gut zu sein. So schleift die Powerstation anscheinend den Eingang direkt zum AC-Ausgang durch = wir „verlieren“ nur ein paar Watt (unter 10 W).
Die Akkuzellen der OSCAL PowerMax 6000
Wie bei modernen Powerstations dieser Klasse üblich, setzt auch die OSCAL PowerMax 6000 auf LiFePO4-Akkuzellen (Lithium-Eisenphosphat). Diese Technologie bietet gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus entscheidende Vorteile: allen voran die deutlich längere Lebensdauer. Während klassische Lithium-Ionen-Akkus meist nur 500 bis 1000 Ladezyklen erreichen, schaffen LiFePO4-Zellen problemlos 2000 Zyklen und mehr – OSCAL gibt hier 3500+ Zyklen an. Das bedeutet bei täglicher Nutzung eine Lebensdauer von vielen Jahren.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die thermische Stabilität. LiFePO4-Zellen sind deutlich robuster gegenüber Überhitzung als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Im schlimmsten Fall – etwa bei einem Defekt des Schutzmechanismus – kommt es nicht zum gefährlichen Entflammen der Zellen, wie es bei anderen Akkutypen möglich wäre. Das macht die Technologie besonders sicher für den Einsatz zu Hause oder im Wohnmobil.
Zusätzlich schützt das integrierte Batterie-Management-System (BMS) die Zellen zuverlässig vor Tiefentladung, Überladung, Kurzschlüssen und Überlastung. Zu beachten ist allerdings: LiFePO4-Akkus dürfen bei Temperaturen unter 0 °C nicht geladen werden, da dies zu Schäden führen kann. Das Entladen ist bei Minusgraden hingegen weiterhin unproblematisch möglich.
Wie hoch ist die Kapazität?
Sicherlich das Wichtigste an der OSCAL PowerMax 6000 ist die hohe Kapazität. So soll die Powerstation satte 3600 Wh mitbringen.
| Wh | % | |
| USB C 100W | 3166 | 88% |
| DC 12V/10A | 2996 | 83% |
| AC 100W | 2370 | 66% |
| AC 500W | 3050 | 85% |
| AC 1500W | 3220 | 89% |
| im Schnitt | 2960 | 82% |
Im Test schwankte die Kapazität zwischen 2370 Wh und 3220 Wh, je nach Anschluss und Last. Wie so oft üblich, fällt die nutzbare Kapazität deutlich niedriger aus, wenn du die Powerstation besonders langsam entlädst. So sind 100 W über die Steckdosen deutlich weniger effizient als über den USB-C-Port oder den DC-Ausgang. Das ist aber völlig normal. Im Großen und Ganzen fällt aber die nutzbare Kapazität mit 2960 Wh im Schnitt gut aus. Das entspricht 82 % der Herstellerangabe.
Laden der OSCAL PowerMax 6000
Die OSCAL PowerMax 6000 lässt sich wahlweise an der Steckdose oder über einen XT60-DC-Eingang laden.
- AC-Eingang – bis zu 2200 W
- DC-Eingang – bis zu „2400 W“ (12 – 60 V / 25 A)
Sprechen wir zunächst über das DC-Laden. Dieses wird von OSCAL auf seiner Webseite mit „bis zu 2400 W“ beworben. Wie genau aber diese Angabe zustande kommt, kann ich echt nicht sagen, denn laut Aufdruck akzeptiert die Powerstation 12 – 60 V bei bis zu 25 A. 60 * 25 = 1500, also 1500 W. Das ist natürlich nicht wenig, aber halt auch nicht 2400 W. In der PowerMax 6000 ist ein MPPT-Ladecontroller integriert, du kannst also Solarpanels mit einer Spannung von 60 V direkt verbinden, via XT60-Anschluss. Theoretisch sind dann bis zu 25 A möglich. Beim Laden an einer 12–14-V-Quelle ist der Strom aber auf +- 10 A limitiert, um eine Überlastung von Kfz-Zigarettenanzündern zu vermeiden, woran ein Laden auch möglich ist (wenn auch nicht empfehlenswert).
AC besitzt die OSCAL PowerMax 6000 zwei Stufen, zwischen welchen du über einen Schalter wählen kannst. Auf maximaler Leistung soll die Powerstation mit bis zu 2200 W laden, was ich auch +- bestätigen kann. Praktisch nimmt hier die Powerstation beachtliche 21XX W auf. Im „langsamen“ Modus kommen wir auf rund 1200 W, was immer noch recht flott ist!
Im „schnellen“ Lademodus dauerte eine Ladung rund 2 Stunden, was bei solch einer großen Powerstation beeindruckend ist!
Recht leise
Erfreulicherweise ist die OSCAL PowerMax 6000 Power Station im normalen Betrieb entweder komplett still oder sehr leise! Selbst beim Laden mit fast 2200 W drehen die verbauten Lüfter kaum hoch. Auch bei Last in diesem Bereich bleibt die Powerstation erfreulich still. Die Lüfter können zwar auch hörbar werden, aber das lediglich bei „extremen“ Lasten im Bereich 3000–4000 W. Im normalen Leistungsbereich ist das eine der leisesten Powerstations, die ich bisher im Test hatte.
Fazit
Die OSCAL PowerMax 6000 ist, wie im Test deutlich wurde, ein absoluter Koloss und das im positivsten Sinne! Wenn du auf der Suche nach einer Powerstation bist, die auch bei extremen Lasten nicht ins Schwitzen kommt, bist du hier genau richtig. Mit konstanten 6000 W Ausgangsleistung über die Steckdosen betreibst du mühelos auch hungrige Geräte wie Heizlüfter, schweres Werkzeug oder dein komplettes Heimkino.
Die nutzbare Kapazität von durchschnittlich 2960 Wh (rund 82 % der Herstellerangabe) ist ein guter und absolut alltagstauglicher Wert. Gepaart mit den langlebigen und sicheren LiFePO4-Zellen hast du hier eine Investition, die dir dank der 3500+ Zyklen über viele Jahre treue Dienste leisten wird. Eines der größten Highlights ist jedoch die Lautstärke: Trotz dieser gewaltigen Power bleibt die PowerMax 6000 im normalen Betrieb erfreulich leise. Das ist bei Geräten dieser Größenordnung absolut keine Selbstverständlichkeit!
Auch bei den Anschlüssen lässt OSCAL kaum Wünsche offen. Vor allem die beiden 100-W-USB-C-Ports mit ihrer perfekten PPS-Range sind perfekt für deine modernen Gadgets. Die USV-Funktion mit schneller Umschaltzeit macht sie zudem zu einem hervorragenden Notstrom-Backup für deinen PC oder Server.
Pro:
-
Extreme Leistung: 6000 W konstante Ausgangsleistung
-
Hohe Kapazität: 3600 Wh (mit einer guten nutzbaren Effizienz von ca. 82 %)
-
LiFePO4-Zellen für 3500+ Ladezyklen.
-
Flüsterleise: Im normalen Betrieb und selbst bei hoher Ladeleistung extrem leise.
-
Starke Anschlüsse
-
100-W-USB-C-Ports; mit perfekter PPS-Range.
-
Zuverlässige USV-Funktion: Schnelle Umschaltzeiten
-
Schnelles Laden: Nimmt bis zu 2200 W über die Steckdose auf.
-
Mobilitätshilfen: Integrierte Räder und ausziehbarer Griff erleichtern das Rollen.
Kontra:
-
Enormes Gewicht: Mit 44,5 kg ein absoluter Koloss und schwer zu tragen.
-
Keine eigene App: Nutzung erfordert den Umweg über die universelle „Smart Life“-App.
-
Fehlende Profi-Features: Keine Nutzung als netzgebundener Solarbatteriespeicher möglich.
Gibt es auch Schattenseiten? Das stattliche Kampfgewicht von 44,5 kg macht die Powerstation trotz der praktischen Räder und des Griffs nicht zu einer Lösung, die du ständig im Auto hin- und herwuchten möchtest. Bei der App-Integration über die universelle Smart-Life-App ist die etwas „wilde“ Übersetzung ein kleiner Kompromiss, auch wenn die Grundfunktionen tadellos arbeiten.
Dennoch, suchst du eine besonders große und leistungsstarke Powerstation, dann bist du bei der PowerMax 6000 an der richtigen Adresse.



















