DJI Power 1000 Mini im Test – 1008 Wh, leise und in einer Stunde geladen

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DJI hat mit der Power 1000 Mini frisch eine neue Powerstation auf den Markt gebracht. Diese, wie der Name schon vermuten lässt, ist eine Mini-Version der bekannten Power 1000. So besitzt auch die Mini eine Kapazität von ordentlichen 1008 Wh und eine Ausgangsleistung von bis zu 1000 W. Dabei bietet die Powerstation den für DJI-Drohnen optimierten SDC-Anschluss, einen leistungsstarken USB-C-Anschluss sowie App-Support.

Klingt doch im ersten Moment sehr interessant, zumal DJI auch für Qualität steht! Wollen wir uns einmal die DJI Power 1000 Mini im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an DJI für das zur Verfügung stellen der Power 1000 Mini für diesen Test.

 

Die DJI Power 1000 Mini im Test

Mit 314 x 212 x 216 mm und einem Gewicht von 11,5 kg ist die DJI Power 1000 Mini natürlich keine „Hosentaschen-Powerbank“, allerdings ist sie für eine Powerstation mit 1008 Wh Kapazität und einer Ausgangsleistung von bis zu 1000 W wirklich relativ kompakt.

Dabei setzt die Powerstation auf das DJI-typische grau/schwarze Design. Optisch wirkt die Powerstation hochwertig, aber etwas technisch, was mich aber auch nicht stört. Qualitativ gibt es an der Powerstation nichts auszusetzen!

Diese ist stabil und massiv gebaut, wenn auch nicht gesondert gegen Stürze oder Ähnliches geschützt (es gibt keine dicken Gummikanten). Für einen besseren Transport besitzt die DJI Power 1000 Mini einen Handgriff auf der Rückseite.

 

Anschlüsse

Sämtliche Anschlüsse der DJI Power 1000 Mini sind auf der Front angebracht.

  • 2x Steckdosen (800 W, maximal temporär 1000 W)
  • 1x USB-C (100 W)
  • 1x USB-C-Kabel (100 W)
  • 2x USB-A (5 V/2,4 A)
  • 1x SDC-Anschluss
  • 1x AC-Eingang

Zunächst haben wir zwei 230-V-Schuko-Steckdosen, welche 800 W Dauerleistung bieten. Zusätzlich haben wir ein ausziehbares USB-C-Kabel sowie einen USB-C-Port. Beide bieten bis zu 100 W Leistung.

Ansonsten haben wir noch den „proprietären“ SDC-Anschluss. Wir haben keinen Kfz-Zigarettenanzünder-Anschluss, keinen allgemeinen DC-Ausgang oder -Eingang. Das ist etwas außergewöhnlich. Zumindest den typischen Kfz-Zigarettenanzünder-Anschluss für eine Kühlbox oder Ähnliches hätte ich gerne direkt integriert gesehen.

 

Der SDC-Anschluss

DJI verzichtet bei seinen Powerstations bisher auf viele dieser klassischen DC-Anschlüsse aufgrund des SDC-Anschlusses. SDC ist ein proprietärer DJI-„Anschluss“, welcher eine Spannung zwischen 9 und 28 V bei bis zu 12 A liefern kann. Welche Spannung geliefert wird, hängt vom angeschlossenen Adapter ab! So gibt es Adapter auf den klassischen Zigarettenanzünder-Anschluss, zum XT60-Anschluss und diverse Adapter zum Schnellladen der DJI-eigenen Drohnen.

Die SDC-Anschlüsse können dabei auch zum Aufladen der Powerstation genutzt werden, mit entsprechenden Adapterkabeln. So gibt es einen Adapter zum Anschluss von Solarpanels. Einerseits ist es natürlich schön, solch einen flexiblen Anschluss zu haben, auf der anderen Seite musst du hier diverse Adapter kaufen und mitschleppen. Persönlich hätte ich mir zusätzlich zu den SDC-Anschlüssen einen Kfz-Zigarettenanzünder-Anschluss gewünscht, da dieser in der Praxis sehr oft genutzt wird.

 

Steckdosen und USV

Die Steckdosen der Power 1000 Mini können bis zu 800 W konstante Leistung liefern bzw. bis zu 1000 W Spitzenleistung. Ich kann bestätigen, dass eine Leistung im Bereich 700–800 W konstant geliefert werden kann.

Dabei bietet die Powerstation eine reine Sinuswelle. Entsprechend ist diese auch für sensiblere Geräte geeignet. Theoretisch lässt sich die Powerstation auch als USV nutzen. Du kannst die Powerstation also gleichzeitig laden (auch über die Steckdose) und die integrierten Steckdosen nutzen. Die Umschaltzeiten waren gering genug, sodass mein Desktop-PC ohne Probleme weiterarbeitete.

 

Mit Display

Auch auf der Front der DJI Power 1000 Mini findet sich ein einfaches Display, welches aber gut ablesbar ist und alle wichtigen Informationen liefert.

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Statusinformationen

Dies sind in der Praxis die wichtigsten Infos, auch wenn das Display jetzt nicht super umfangreich ist.

 

App-Support

Du kannst auf Wunsch die DJI Power 1000 Mini auch mit deinem WLAN und der DJI Home App verbinden. Hier gibt es aber zunächst einen etwas merkwürdigen Punkt, denn die DJI Home App gibt es nicht im Android App Store.

Die App für Android musst du dir extern über die DJI-Webseite herunterladen. Im iOS App Store ist die App direkt verfügbar.

Über die App kannst du alle Leistungswerte der Powerstation sehen sowie einige Einstellungen anpassen.

Hierzu zählen die Standby-Zeit, maximaler und minimaler Ladestand sowie die Aufladegeschwindigkeit. Die App kann also durchaus einen Mehrwert darstellen.

 

USB-C-Anschlüsse

Die DJI Power 1000 Mini verfügt über ein ausziehbares USB-C-Kabel sowie einen USB-C-Port. Beide Anschlüsse bieten bis zu 100 W nach USB PD.

  • USB PD 100 W – 5 V/5 A, 9 V/5 A, 12 V/5 A, 15 V/5 A, 20 V/5 A

Beide Anschlüsse bieten grundsätzlich die gleiche Leistung. Spannenderweise stellt die Powerstation 5 A bei allen Leistungsstufen zur Verfügung. Das ist extrem ungewöhnlich! Allerdings kenne ich offen gesagt auch kein Gerät, das bei 5 V, 9 V, 12 V oder 15 V mehr als 3 A nutzt. Viel wichtiger ist hier der PPS-Standard.

  • 3,3–21 V bei bis zu 3,25 A

Und hier wird es etwas verrückt, denn via PPS ist dies die einzige Stufe, bei der wir keine 5 A bekommen, sondern nur 3,25 A.

 

LiFePO4-Akkuzellen der DJI Power 1000 Mini

Im Inneren der DJI Power 1000 Mini kommen LiFePO4-Akkuzellen (Lithium-Eisenphosphat) zum Einsatz. Diese bieten gegenüber klassischen Lithium-Ionen-Akkus einige Vorteile, gerade im Hinblick auf Sicherheit und Langlebigkeit. So sind LiFePO4-Zellen deutlich weniger anfällig für thermische Probleme (können sich nicht selbst entzünden) und gelten als besonders robust im täglichen Einsatz.

Ein großer Pluspunkt ist die hohe Lebensdauer: Während herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus oft nach einigen hundert Ladezyklen spürbar an Kapazität verlieren, schaffen LiFePO4-Akkus in der Regel mehrere tausend Ladezyklen, bevor sie merklich abbauen. Deshalb werden diese Akkus auch gerne für Solar-Pufferspeicher genutzt. Nachteile gibt es allerdings auch: LiFePO4-Akkus sind bei gleicher Kapazität etwas größer und schwerer als klassische Lithium-Ionen-Akkus. Zudem sollten sie bei Temperaturen unter 0 °C nicht geladen werden, was in der Praxis aber meist durch Schutzmechanismen im BMS abgesichert ist. Insgesamt bevorzuge ich ganz klar LiFePO4-Akkus in Powerstations.

 

Wie hoch ist die Kapazität wirklich?

Laut DJI bietet die Powerstation eine ordentliche Kapazität von 1008 Wh. Das ist aber natürlich die „Roh“-Kapazität. In der Praxis fällt die Kapazität ein Stück niedriger aus, durch diverse Wandlungsprozesse. Aber wie viel niedriger?

Im Test schwankte die nutzbare Kapazität zwischen 790 Wh und 850 Wh. Das ist soweit in Ordnung für eine Powerstation, die mit einer Kapazität von 1008 Wh wirbt.

 

Laden der DJI Power 1000 Mini

Grundsätzlich kannst du die DJI Power 1000 Mini wahlweise über den SDC-Anschluss, den USB-C-Anschluss oder den AC-Eingang laden. Für das Laden über die Steckdose ist das Netzteil bereits integriert. Über dieses kann die DJI Power 1000 Mini mit bis zu 1000 W laden (über die App kannst du das Laden auf 500 W limitieren).

Dies kann ich auch praktisch bestätigen, bei mir waren es ± 1030 W. So dauerte eine vollständige Ladung 1:06 h. Rund eine Stunde für eine vollständige Ladung ist angenehm schnell. Über den SDC-Anschluss akzeptiert die Powerstation 9 bis 28 V und maximal 400 W. Allerdings brauchst du für die Verbindung von Solarpanels den zusätzlichen MPPT-Ladeadapter. Spannenderweise ist auch das Laden via USB-C mit bis zu ± 100 W möglich.

Natürlich dauert dies recht lange, aber mehr Optionen zu haben ist immer gut. So dauert das Laden via USB-C und einem 100-W-Ladegerät rund 12 h.

 

Effizienz

Beim Laden an der Steckdose benötigte die DJI Power 1000 Mini rund 1150 Wh für die vollständige Ladung.

 

Lautstärke

Erfreulicherweise ist die DJI Power 1000 Mini eine sehr leise Powerstation. Bei der normalen Nutzung ist mir der Lüfter nie aufgefallen. Selbst bei extremer Last bleibt der Lüfter sehr leise, wenn nicht sogar praktisch unhörbar. Die Lautstärke ist also ein großer Pluspunkt der Mini.

 

Fazit zur DJI Power 1000 Mini

Die DJI Power 1000 Mini ist eine ziemlich spannende Powerstation, vor allem dann, wenn du ein kompaktes und hochwertiges Modell suchst. Mit ihren 1008 Wh, bis zu 800 W Dauerleistung und der sehr schnellen Ladezeit von rund einer Stunde liefert sie im Alltag gut ab. Besonders gut gefallen haben mir die Verarbeitung, die sehr leise Arbeitsweise und die starke Ladeleistung – sowohl beim Entladen als auch beim Wiederaufladen.

Auch die USB-C-Ports mit 100 W und das integrierte Kabel sind im Alltag extrem praktisch. Dazu kommen die langlebigen LiFePO4-Zellen, die der Powerstation in der Theorie eine hohe Lebensdauer verleihen. Allerdings ist die Power 1000 Mini nicht perfekt. Gerade das Fehlen eines klassischen Kfz-Anschlusses ist im Alltag etwas unpraktisch.

Der SDC-Anschluss ist zwar flexibel, aber du musst hier eben mit Adaptern arbeiten. Auch die nutzbare Kapazität ist, wie üblich, etwas niedriger als die Nennkapazität – bewegt sich aber im erwartbaren Rahmen. Unterm Strich bekommst du hier eine sehr hochwertige, leise und leistungsstarke Powerstation, die vor allem durch ihre kompakte Bauweise und die extrem schnelle Ladezeit punktet. Wenn du mit dem etwas speziellen Anschlusskonzept leben kannst, bekommst du hier ein wirklich starkes Gesamtpaket, vor allem wenn du schon im DJI-Ökosystem unterwegs bist.

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Michael Barton
Michael Barton
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