Mit dem MacBook Neo hat Apple auf den ersten Blick einen absoluten Kracher auf den Markt gebracht!
Ein neues, aktuelles MacBook für 699 €! Das ist gerade im Jahr 2026 ein dickes Ding. Dabei ist das Neo auf den ersten Blick nicht einmal ein „Billig-Notebook“.
Dieses setzt z. B. auf ein Aluminiumgehäuse in typischer Apple-Qualität, ein Display mit 500 Nits und einer Auflösung von 2408 × 1509 Pixeln, 16 Stunden Akkulaufzeit usw.
Wo Apple allerdings etwas gespart hat, ist bei der Hardware. So nutzt das Neo nicht einen von Apples „M“-Prozessoren, sondern den Apple A18 Pro, bekannt aus dem iPhone 16 Pro.
Damit hat das Neo in der Theorie klar weniger Leistung als die MacBook Pros oder auch die iPad Pros!
Aber spielt das in der Praxis überhaupt eine große Rolle? Smartphones haben ja auch ordentlich Power. An welchen anderen Punkten hat Apple noch gespart?
Finden wir dies im Test heraus!
Das Apple MacBook Neo im Test
Auf den ersten Blick sieht das MacBook Neo fantastisch aus! Wir haben ein Apple-typisches, schlichtes, aber hochwertig elegantes Design.
So ist auch das Neo komplett aus Aluminium gefertigt, im typischen MacBook-Style. Das MacBook Pro 13 wirkt im direkten Vergleich einen Hauch massiver, aber die Unterschiede sind minimal.
Das MacBook Neo spielt bei Haptik und Verarbeitung deutlich über seiner eigentlichen Preisklasse.
Dabei ist es mit 1,23 kg und einer Dicke von 12,7 mm auch angenehm kompakt, wenn auch nicht ultraleicht für ein 13-Zoll-Modell.
Sehr überschaubare IO
Das MacBook Neo verfügt über genau 3 Anschlüsse:
- 1× USB-C 3.2 mit DisplayPort 1.4
- 1× USB-C 2.0
- 1× 3,5-mm-Kopfhöreranschluss
Hier sehen wir einen Punkt, wo Apple gespart hat. Während die großen MacBook Pros über USB-C-Ports mit 40 Gbit Leistung (USB 4) verfügen, ist das Neo auf einen USB-3.2-Port mit 10 Gbit und einen USB-2.0-Port mit 0,48 Gbit limitiert.
Du kannst über den primären USB-C-Port einen externen Monitor anschließen. Du bist aber bei der Datenübertragung und der Dock-Auswahl etwas limitiert.
Aber ich denke, für die meisten Normalnutzer ist das vermutlich schon eine ausreichende Portausstattung.
Benutze für Speichermedien, wenn möglich, aber den hinteren USB-C-Port. Mit einer externen SSD konnte ich hier Datenraten von praktisch 700–800 MB/s erreichen, in Benchmarks sogar 900+ MB/s.
Display des Neo
Erfreulicherweise ein Punkt, wo Apple wieder nicht gespart hat, war beim Display, normalerweise einer der Punkte, wo bei günstigeren Notebooks gespart wird.
- 13 Zoll
- 2408 × 1509 Pixel
- 10-Bit-Panel
- IPS-Panel
- 60 Hz
- 500 Nits Helligkeit
Auf dem Papier liest sich das Display richtig stark! Wir haben eine sehr hohe Auflösung für ein 13-Zoll-Display, wie auch eine sehr gute maximale Helligkeit.
Ja, das Display des Neo ist spiegelnd, aber die hohe maximale Helligkeit sorgt für eine gute Ablesbarkeit, selbst bei leichter Sonneneinstrahlung.
Wichtig: Das Display gibt dir nur die maximale Helligkeit, wenn das Umgebungslicht stark ist, was leider das genaue Messen der Helligkeit etwas schwer macht.
Beim Farbraum können wir dann aber doch sehen, dass wir hier kein MacBook Pro haben.
So erreichte das Neo 99 % sRGB, 74 % AdobeRGB und 73 % DCI-P3. Für ein 699-€-Notebook ist das absolut in Ordnung! Da habe ich schon viel Schlechteres gesehen, aber wir sind hier auch nicht auf „Oberklasse-Notebook“-Niveau.
Tastatur und Trackpad – ein wichtiger Kritikpunkt!
Starten wir mit einem großen Kritikpunkt: Das MacBook Neo verzichtet auf eine Tastatur-Hintergrundbeleuchtung. Die Tastatur ist leider unbeleuchtet und daher schlecht im Dunkeln ablesbar.
Schade, denn ansonsten ist die Tastatur gut – gut, aber auch nicht überragend.
Diese fühlt sich im direkten Vergleich etwas günstiger an als bei meinem MacBook Pro 13 M1 oder Asus ProArt Studiobook.
Allerdings ist das schon Meckern auf einem sehr hohen Level! Abseits von der fehlenden Beleuchtung bin ich sehr zufrieden mit der Tastatur.
Beim Trackpad habe ich gar nichts zu bemängeln. Nein, dies ist nicht das moderne Force-Touch-Trackpad der MacBook Pros, aber das Tracking ist herausragend und auch der mechanische Klick gelungen.
Lautsprecher – stark!
Ein Punkt, den Apple bei seinen Notebooks wie kein zweiter beherrscht, sind die Lautsprecher.
Zwar verfügt das Neo über ein vereinfachtes Lautsprechersystem, aber dieses klingt weit überdurchschnittlich gut für ein Notebook unter 1000 €.
Ja, ein MacBook Pro klingt noch einmal ein Stück voller und größer, aber das Neo hat auch einen erfreulich satten und vollen Klang.
So klingt dieses satter und voller als z. B. mein 2400-€-Asus-ProArt-Studiobook.
Mich würde es also nicht wundern, wenn das Neo die klar besten Lautsprecher bei einem Notebook unter 1000 € hätte.
Lediglich die maximale Lautstärke ist etwas niedriger als erwartet.
Starkes WLAN
Erfreulicherweise ist das WLAN auch wieder ein recht starker Punkt beim MacBook Neo.
Zwar haben wir kein WLAN 7, aber immerhin Wi-Fi 6E.
Praktisch konnte ich ohne Probleme rund 1 Gbit via WLAN erreichen. Das ist für 99,9 % aller Nutzer dieses Notebooks mehr als ausreichend.
Leistung
Hier wird es nun interessant, denn das MacBook Neo setzt auf eine interessante Hardware.
- Apple A18 Pro
- 8 GB RAM
- 256 / 512 GB SSD
Der Apple A18 Pro ist eigentlich ein reiner Smartphone-Prozessor, welcher im iPhone 16 Pro zum Einsatz kommt.
Apple nutzt diesen hier als günstigere Alternative zu den leistungsstärkeren M-Prozessoren, welche wir in den MacBook Pros finden.
Im Alltag macht der Apple A18 Pro aber einen erfreulich guten Job! Web-Browsing, Office und auch einfachere Foto- und sogar Video-Bearbeitung sind gut möglich – in einem leichteren Umfang.
Genau genommen fühlt sich das Neo in vielen Anwendungen sogar um einiges schneller an, als ich erwartet hätte.
Wenn wir uns ein paar Benchmarks des A18 Pro ansehen, verstehen wir auch warum.
So bietet der A18 Pro eine Single-Core-Leistung, welche auf dem Niveau eines High-End-Prozessors ist.
Erst im Multi-Core-Bereich bricht das Notebook ein. Allerdings ist im normalen Alltag – gerade beim Web-Browsing und ähnlichen Anwendungen – die Single-Core-Leistung ausschlaggebend.
Lediglich wenn wir mit intensiver Foto- und vor allem Video-Bearbeitung anfangen, merken wir einen Unterschied zu den größeren Modellen.
Z.B. beim Video-Exportieren mit Handbrake (via CPU) können wir klar sehen, dass das Notebook bei der Multi-Core-Leistung schwächelt.
Aber bei der echten Video-Bearbeitung bin ich mir nicht zu 100 % sicher, ob überhaupt der Prozessor der limitierende Faktor ist oder der RAM.
8 GB sind schon grenzwertig!
Derzeit reicht es für Web-Browsing und Office unter macOS noch gut aus, sofern du nicht Dutzende Tabs offen hast.
Allerdings: Gehen wir in Richtung Foto- oder Video-Bearbeitung, werden 8 GB schnell sehr eng.
Einfache Foto-Bearbeitung ja – aber das Neo ist für Photoshop und viele Ebenen nicht oder nur eingeschränkt geeignet.
Hier bist du mit einem der MacBook Pro mit mindestens 16 GB RAM deutlich besser bedient!
Aber ich denke, für die Zielgruppe – Office, Web, Videos schauen, hobbymäßig mal ein Foto oder Video bearbeiten – taugt das Neo gut und fühlt sich auch ausreichend flott an.
Bedenke aber, dass in der Basisversion des Notebooks nur 256 GB Speicher sind, die sich auch nicht erweitern lassen.
Diese 256 GB sind mit 1588 MB/s lesend und 1344 MB/s schreibend auch eher langsamer unterwegs, was du aber in der Praxis vermutlich kaum spüren wirst.
Was für eine Akkulaufzeit …
Die größte Stärke der aktuellen MacBooks ist die Akkulaufzeit, und das gilt auch fürs Neo.
Auf dem Papier haben wir eine Laufzeit von:
- 16 Stunden Videostreaming
- 11 Stunden Web-Browsing
Im Gegensatz zu den Angaben einiger anderer Hersteller sind diese Laufzeiten in der Praxis mit dem Notebook entspannt erreichbar.
Die Apple-Prozessoren (SoCs) sind unfassbar gut, wenn es um Akkulaufzeit geht.
Dabei bricht die Akkulaufzeit des MacBook Neo bei Last auch nicht so stark ein wie bei den meisten Windows-Notebooks.
12+ Stunden normale Nutzung sind nach meiner Erfahrung gut erreichbar.
Kein Netzteil!
Wichtig, mit im Lieferumfang des MacBook Neo ist KEIN Netzteil! Lediglich ein 1 Meter USB C zu USB C Kabel liegt bei.
Das Neo nutzt aber den normalen USB C Power Delivery Standard. Das heißt du kannst ein X beliebiges USB C Ladegerät / Netzteil nutzen.
Apple empfiehlt ein Netzteil mit 20 W oder mehr Leistung. Nach meinen ersten Tests (Artikel dazu kommt später) kann das MacBook Neo maximal rund 32 W aufnehmen. Optimal wäre also vermutlich ein Netzteil der 45 W Klasse.
Fazit
Das Apple MacBook Neo ist eines der spannendsten Apple-Produkte der letzten Jahre.
Für 699 € bekommst du ein echtes MacBook mit Aluminium-Gehäuse, sehr gutem Display, starker Akkulaufzeit und überraschend flotter Alltagsleistung. Gerade Verarbeitung, Lautsprecher, WLAN und Effizienz spielen klar über der üblichen Preisklasse.
Der Einsatz des A18 Pro wirkt auf dem Papier zunächst ungewöhnlich, funktioniert im Alltag aber erstaunlich gut. Web, Office, Streaming und einfache Bild- oder Videobearbeitung laufen problemlos und oft schneller als erwartet.
Erst bei stärkerer Multi-Core-Last oder anspruchsvoller kreativer Arbeit merkt man klar den Abstand zu den MacBook-Pro-Modellen. Ein größerer limitierender Faktor ist hier oft der 8-GB-RAM, der für einfache Nutzung noch reicht, aber wenig Zukunftsreserve bietet.
Apple musste für den niedrigen Preis natürlich auch sparen. Die Port-Auswahl ist minimal, einer der USB-C-Ports ist sogar nur USB 2.0. Dazu kommt die fehlende Tastaturbeleuchtung, was bei einem modernen Notebook schon überrascht.
Auch der kleine SSD-Speicher und die eher durchschnittliche SSD-Geschwindigkeit zeigen, dass das Neo klar als Einstiegsgerät positioniert ist.
Unterm Strich ist das MacBook Neo aber ein sehr attraktives Einsteiger-MacBook. Wenn du hauptsächlich Web, Office, Streaming und leichte Kreativarbeit machst, bekommst du hier ein erstaunlich hochwertiges und sehr ausdauerndes Notebook zum vergleichsweise günstigen Apple-Preis.
Für anspruchsvollere Workflows oder mehr Zukunftssicherheit bleibt ein MacBook mit M-Chip und 16 GB RAM allerdings weiterhin die bessere Wahl.

















