Test: Dell C1422H, Dells portabler USB C Monitor

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Notebooks haben im Home Office einen großen Boom erfahren. Allerdings einer der großen Nachteile von Notebooks bei der Arbeit ist der Monitor. Jeder weiß, dass zwei Monitore eine deutlich höhere Produktivität ermöglichen.

Monitore gibt es an sich mehr als genug, aber was wenn du etwas Portabilität erhalten möchtest? Dell bietet hierfür den C1422H an.

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Der C1422H ist ein portabler USB C Monitor für dein Notebook. Dieser setzt dabei auch auf ein kompaktes 14 Zoll Format und benötigt keinen Netzstecker, sondern wird via USB C versorgt.

Klingt doch spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der Dell überzeugen oder ist dies einfach ein billiger Versuch vom Home Office Boom zu profitieren?

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des C1422H für diesen Test.

 

Test: Dell C1422H

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte Dell beim C1422H einfach das Display eines XPS 13 abgehackt und einen Standfuß angeklebt.

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Ich glaube diese Vermutung ist auch gar nicht so falsch, denn der Rahmen und das Design ist ganz klar an die XPS Serie angelehnt. So könnte ich abseits der fehlenden Tastatur von der Front nicht zwischen einem XPS 13 und dem Dell C1422H unterscheiden, außer das wir hier natürlich ein 14 Zoll Panel haben und das es kein 14 Zoll XPS gibt.

Der Standfuß des Monitors ist eine Art Aluminium Board, das über Scharniere auf der Rückseite angebracht ist. Willst du den Monitor transportieren, dann kannst du diesen einfach einklappen.

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So hat der C1422H gerade mal eine Dicke von 12,8mm, an der dicksten Stelle. Der obere Bereich bzw. Das Panel hingegen hat gerade mal eine Dicke von 5,3mm.

Beim Gewicht kommen wir auf 608g. Relativ leicht, aber auch nicht super leicht. Dies liegt natürlich etwas am Standfuß, welcher schon etwas Gewicht auf die Waage bringen muss, damit der Monitor auch sicher steht.

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So ist der Standfuß hier aus Aluminium gefertigt. Dieser bietet neben vier Tasten auch zwei USB C Ports. Du kannst den Monitor einfach über dein Notebook mit Strom versorgen, oder “durch diesen hindurch” laden, falls du nicht genug USB C Ports hast.

 

Steht recht sicher, aber eingeschränkte Winkel

Der Dell C1422H setzt auf einen sehr kompakten Standfuß, was natürlich beim portablen Design auch Sinn macht.

Allerdings sind wir hierdurch auch etwas eingeschränkt. So kannst du den Monitor nur nach hinten gekippt nutzen. Du kannst den Monitor nicht nach vorne kippen oder in einem 90 Grad Winkel nutzen.

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Etwas nervig, aber der Grund ist dafür klar. Der Standfuß ist zu klein und leicht um den Monitor zu halten, falls dieser vorne überkippt. Daher erlaubt dir Dell einfach keine Winkel in denen dies passieren könnte.

 

Das Panel

Schauen wir uns erst einmal die technischen Daten des Monitors an.

  • Dell C1422H
  • 14 Zoll
  • 1920×1080 Pixel
  • 300cd/m²
  • 700:1 Kontrast
  • IPS Panel
  • 8 Bit Farbtiefe
  • 60Hz

Bei den technischen Daten gibt es keine Überraschungen. Der Monitor fällt in die Kategorie “vernünftig aber unspektakulär”.

 

Wir haben ein 14 Zoll IPS Panel mit Full HD und 60Hz. Aber wie sieht der Dell C1422H in der Praxis aus?

 

Helligkeit

Dell wirbt beim C1422H mit einer maximalen Helligkeit von 300cd/m². 300cd/m² ist nicht unbedingt beeindruckend oder “Outdoor” tauglich, aber für eine normale Innen-Nutzung theoretisch mehr als ausreichend.

helligkeit

Mit 322cd/m² ist die maximale Helligkeit des C1422H sogar noch etwas höher als von Dell angegeben. Damit ist dieser angenehm hell. Aufgrund der matten Displayoberfläche spiegelt dieser von Haus aus nicht so stark, was die Helligkeit nochmals etwas besser macht.

Im Außenbereich ist der C1422H durchaus nutzbar, aber bei praller Sonne sind dann 322 cd/m² doch etwas zu wenig.

 

Kontrast

Dell gibt den Kontrast des C1422H etwas pessimistisch mit 700:1 an. Klar wir haben hier ein IPS Panel und diese sind meist keine “Kontrast-Wunder”.

kontrast

Laut meinen Messungen kommt der C1422H bei voller Helligkeit auf einen Kontrast von 1170:1, was deutlich über der Angabe von Dell liegt, aber auch deutlich zu den typischen 1000:1 eines IPS Panels passt.

 

Farbraum

Was die Farbraumabdeckung angeht macht Dell überhaupt keine Versprechungen. Dies ist oftmals kein gutes Zeichen.

farbraum

Im Falle des C1422H kommen wir auf:

  • 99% sRGB
  • 74% Adobe RGB
  • 74% P3

Nicht spektakulär, aber vernünftig. Im normalen Alltag haben wir primär mit dem sRGB Farbraum zu tun. 99% sind hier völlig okay.

Lediglich die Kalibrierung von Haus aus ist etwas “wild”, wodurch der Monitor sich nur bedingt für höhere Foto und Video-Bearbeitung eignet. Im normalen Hobby Bereich geht dies dennoch gut.

 

In der Praxis

Der Dell C1422H sieht aus wie das Display eines der älteren XPS 13 Modelle. Dies meine ich nicht negativ! Die Dell XPS Notebooks hatten immer sehr gute Displays.

Der C1422H hat mich zwar nicht um, sieht aber ordentlich aus. Die Bildschärfe ist völlig in Ordnung. Full HD auf 14 Zoll passt auch im Jahr 2022 noch. Die Farben sind ausreichend kräftig und satt. Allerdings wirkt das Display auch nicht super brillant, was vermutlich an der matten Oberfläche liegt.

An sich mag ich matte Displays, allerdings bin ich mir hier nicht ganz sicher. Der C1422H besitzt keinen Schutz vor dem Panel. Kratzer usw. Können auf der Kunststoff-Oberfläche leicht entstehen und wären dann direkt im Displaypanel. Eine zusätzliche Glasscheibe hätte hier einen erhöhten Kratzschutz geboten, hätte aber auch Gewicht hinzugefügt.

Helligkeit und Kontrast sind mir zu keinem Zeitpunkt negativ aufgefallen. Bei einer Innennutzung passt dies völlig. Die Blickwinkel sind gut, aber auch nicht fantastisch. Dennoch halte ich die Nutzung des C1422H bei z.B. Kundenvorführungen oder Ähnlichem für absolut möglich!

Erneut, der C1422H entspricht einem guten Notebook-Display.

 

Nicht nur für Dell Notebooks

An dieser Stelle möchte ich einmal kurz klarstellen, dass der Dell C1422H nicht nur in Kombination mit Dell Notebooks funktioniert!

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Ich habe diesen auch an einem Apple MacBook Pro M1 und sogar iPad Pro 11 ausprobiert und dieser funktionierte an beiden Geräten ohne Probleme!

 

Leistungsaufnahme

Der Dell C1422H wird via USB C von deinem PC “mitversorgt”. Gegebenenfalls sogar im Akku-Betrieb.

Daher ist hier die Leistungsaufnahme nicht ganz unwichtig.

leistungsaufnahme

Der Monitor braucht aber etwas weniger Energie als ich erwartet hätte. Bei voller Helligkeit benötigt dieser ca. 5W. An einem kleinen Ultrabook ist dies zwar nicht nichts, aber ich hätte mit mehr gerechnet.

 

Fazit

Suchst du einen unkomplizierten und portablen Monitor für dein Notebook, dann ist der Dell C1422Hz ziemlich ideal!

Ich sehe diesen primär in Händen von Reisenden. Klappst du diesen zusammen ist der Monitor so groß wie ein Block Papier und er lässt sich einfach via USB C mit Strom und Displaysignal versorgen. Viel unkomplizierter geht’s nicht mehr!

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Dabei bietet dieser ein gutes Bild, wir sind hier auf dem Level eines soliden Notebooks der gehobenen Mittelklasse.

  • 99% sRGB
  • 322cd/m² Helligkeit
  • 1170:1 Kontrast
  • Maximal 4,9W Stromverbrauch

Lediglich, dass wir beim Winkel des Monitors aufgrund des Standfußes sehr eingeschränkt sind störte mich etwas.

Abseits davon ist dies ein super Monitor falls du auch auf Reisen nicht auf ein Dual-Monitor-Setup verzichten möchtest!

 

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Michael Barton
Michael Barton
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