Test: Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II, guter Datenschutz und Cloud Speicherung richtig gemacht?

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Überwachungskameras sind etwas Praktisches, auch im Innenraum. Allerdings ist hier ein Modell mit zufriedenstellendem Datenschutz und Funktionsumfang zu finden ist gar nicht leicht.

So setzte die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera auf ein sehr interessantes Konzept. So war bei dieser Kamera das eigentliche Kamera-Modul einfahrbar. Warst du zuhause, dann konntest du zu 100% sicher sein, dass du nicht beobachtet wirst. Zudem ist Bosch natürlich ein sehr vertrauenswürdiger Hersteller.

Nun hat Bosch eine neue Version seiner Eyes Innenkamera auf den Markt gebracht, die Eyes Innenkamera II. So bietet Version 2 im Kern die gleiche Funktionalität wie die alte Version, soll aber in vielen kleinen Punkten verbessert worden sein.

Wollen wir uns da doch einmal die neue Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Bosch für das Ausleihen der Eyes Innenkamera II für diesen Test.

 

Die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II im Test

Bei der Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine reine Innen-Überwachungskamera. Diese ist eine “ovale” Röhre, welche auf einem silbernen Sockel angebracht ist.

Was hier nicht sichtbar ist, ist die eigentliche Kamera. Diese steckt in einem motorisierten Kopf, der auf Wunsch ausfährt. Dies ist natürlich aus Sicht des Datenschutzes ideal. Ist die Kamera eingefahren, dann kannst du dir auch zu 100% sicher sein, dass du gerade nicht beobachtet wirst.

Dieses Ein/Ausfahren kann wahlweise über die Bosch App oder über eine Touch-Taste auf der Oberseite gesteuert werden.

Abseits davon finden wir an der Kamera lediglich ein silbernes Gitter, unter welchem sich ein Lautsprecher/Sirene befindet.

Mit Strom wird die Kamera via microUSB versorgt. Hier sollte sich aber Bosch im Jahr 2023 etwas schämen. Es ist zwar nicht “schlimm”, dass hier microUSB verbaut wurde, aber auch nicht optimal.

Ein entsprechendes USB Netzteil mit 5V/2A liegt bei.

 

Die App und Funktionen

Die Eyes Innenkamera II nutzt die Bosch Smart Camera App zur Steuerung. Die Bosch Smart Camera App ist recht einfach aufgebaut.

Auf der Startseite findest du eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Tippst du diese an, landest du in der Live Ansicht. In dieser kannst du die 2 Wege Kommunikation einleiten, die Sirene aktivieren, manuell Fotos machen und natürlich auch die Ereignisse sehen.

Erkennt die Kamera eine Bewegung, erhältst du eine Benachrichtigung und es wird ein 15 sekündiger Clip angefertigt. Sofern eingestellt kann auch automatisch die Sirene ertönen. Dies ist aber ein zweischneidiges Schwert, denn es lenkt die Aufmerksamkeit auf die Kamera.

Generell ist die Bosch App erfreulich einfach aufgebaut und an sich recht klar verständlich.

 

Bewegungserkennung

Die Eyes Innenkamera II besitzt drei Modi für die Bewegungserkennung.

  • Alle Bewegungen
  • Nur Personen
  • Bewegungen in einem gewissen Bereich

Von Haus aus reagiert die Kamera auf alle Bewegungen im Sichtbereich der Kamera. Du kannst aber auch einstellen, dass die Kamera nur auf Personen reagieren soll. Dies funktioniert gut, ist aber anscheinend eher eine einfache Personenerkennung.

Sofern du keine Haustiere hast (bzw. nicht willst, dass diese einen Alarm auslösen), dann solltest du auf die Personenerkennung umschalten. Große Hunde können diese zwar auch eventuell auslösen, aber es reduziert die Fehlalarme deutlich.

Zudem lässt sich die Empfindlichkeit der Kamera in 9 Stufen steuern.

 

Kostenfreie Cloud Speicherung

In der Eyes Innenkamera II ist keine Speicherkarte oder Speicher verbaut. Die Kamera sendet all ihre Aufnahmen in die Cloud zu Bosch.

Dies kann bei einer Kamera wie dieser auch Sinn machen. So werden die Aufnahmen “in Sicherheit“ gebracht und können nicht einfach durch das Entfernen einer Speicherkarte verschwinden. Eine offline Speicherung, z.B. in der Kombination mit der Bosch Smart Home Zentrale wäre allerdings nett gewesen.

Immerhin ist die Speicherung der Aufnahmen kostenfrei, in einem gewissen Rahmen. So lassen sich 100x 15 Sekunden Clips für bis zu 7 Tage speichern, danach werden die ältesten Aufnahmen überschrieben.

Klingt nicht viel, reicht aber in der Praxis durchaus aus, um zu wissen, was vor sich geht!

Ich finde es hier sehr gut, dass Bosch kostenfreien Cloud Speicher anbietet! Keine laufenden Kosten sind ein großer Pluspunkt. Allerdings sei auch dazu gesagt, dass die Kamera entsprechend auch nur so lange funktioniert, wie Bosch diese am Leben erhält.

Neben dem kostenfreien Abo gibt es auch ein “Cloud+” Abo. Cloud+ kostet 29,99€ im Jahr und bietet die Speicherung von bis zu 400x 60 Sekunden Clips 30 Tage lang.

29,99€ ist ein sehr faires Angebot für eine Cloud-Speicherung.

Hier hat Bosch viel richtig gemacht! Wir haben ein faires kostenfreies Basis-Abo und ein fair bepreistes “+” Abo.

 

Die Bildqualität

Bei der Bildqualität gibt es erst einmal nichts Spannendes zu berichten. So setzt die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II auf einen ganz klassischen Full HD Sensor.

Dieser bietet aber eine gute Bildqualität und auch einen sehr weiten Blickwinkel. So setzt diese auf eine 145 Grad Linse, was extrem weit ist und filmt recht zuverlässig den gesamten Raum.

An der Bildqualität gibt es nichts auszusetzen. Sicherlich ist diese nicht die beste, die ich jemals gesehen habe, aber auch weit von der schlechtesten entfernt.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch, gerade bei solchen “Kleinverbrauchern”, wird immer wichtiger. Bei der Bosch Überwachungskamera müssen wir hier zwischen drei Situationen unterscheiden.

  • Eingefahrene Kamera – 2,1W
  • Bei Tag – 2,5W
  • Mit Nachtsicht – 3,5W

Dies ist nicht nichts, aber auch kein übermäßig hoher Verbrauch. Vielleicht hätte ich mir gewünscht, dass dieser im Standby (mit eingefahrener Kamera) noch etwas niedriger liegt.

Aber an 2,5W bei Tag und 3,5W bei Nacht ist nichts auszusetzen. Dies ist tendenziell sogar recht wenig.

 

Fazit

Die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II ist eine der teuersten Innen-Überwachungskameras auf dem Markt. Zum Zeitpunkt des Tests kostet diese rund 250€, was ohne Frage ein stolzer Preis ist.

Grundsätzlich ist die Kamera auch mehr als solide. Wir haben eine gute Bildqualität, ein sehr weitwinkliges Bild, eine einfache und gute App wie auch das für den Datenschutz spannende Einfahren der Kamera.

Letzteres konnte noch etwas aufgebaut werden, über z.B. Geofencing oder einen Zeitplan. Aber auch so ist dies schon aus Sicht des Datenschutzes und vor allem des “Bauchgefühls” nicht immer beobachtet zu werden, ein super Feature.

Der hohe Preis der Kamera wird aber eher durch Dinge gerechtfertigt, die du nicht auf den ersten Blick siehst.

Dies wäre vor allem die kostenfreie Cloud-Aufzeichnung. Es gibt zwar ein + Abo, aber bereits die kostenfreie Version ist okay. Zudem ist Bosch weder ein “großes amerikanisches Big Tech” Unternehmen, noch irgendein asiatisches Unternehmen. Ob die Aufnahmen bei Bosch besser oder schlechter geschützt werden, also bei Ring (Amazon), Nest (Google), Eufy usw. kann ich leider nicht beurteilen. Aber Tendenziell würde ich davon ausgehen, dass Bosch hier etwas konservativer mit den Daten umgeht und diese nicht für das Anlernen irgendeiner KI oder ähnliches nutzt.

Ob dir dies am Ende den Aufpreis zu einer 08/15 Überwachungskamera wert ist, hängt von dir und deinen Datenschutz-Sorgen ab.

Die Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II ist aber grundsätzlich voll empfehlenswert und vor allem nicht einfach ein Rebranding irgendeines chinesischen Modells.

Bosch Smart Home Eyes Innenkamera II
POSITIV
Gute Bildqualität
Sehr großer Blickwinkel
Kostenfreie Cloud Aufzeichnung
Optionales + Abo mit sehr fairem Preis (29,99€ im Jahr)
Einfahren der Kamera-Linse für besseren Datenschutz
Gute Bosch App mit einfacher Bedienung
NEGATIV
Reine Cloud Aufzeichnung
Geofencing oder ein verbessertes Zeitplan Feature wären nett
89
Michael Barton
Michael Barton
Hi, ich bin der Gründer und Betreiber von Techtest.org. Ursprünglich war Techtest nur ein Hobby Projekt, mittlerweile ist die Leidenschaft für Technik aber mein Beruf geworden. Vielen Dank fürs Lesen und den Besuch!

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