SanDisk Extreme 500 Portable SSD im Test

Kaum eine andere Marke steht so sehr für Flash Speicher wie SanDisk (vielleicht auch noch Samsung). Auch ich besitze zwei SSDs und natürlich auch diverse USB Sticks und SD Karten von SanDisk und hatte bisher nie größere Problem mit diesen, weshalb ich Produkten von SanDisk in einem gewissen Maße vertraue.

Mittlerweile scheint sich aber ein weiterer Markt aufzutun für Flash Speicher Unternehmen, externe SSDs. Vor ein paar Jahren noch wären externe SSDs ein riesen Ladehüter gewesen, aber in Zeiten wo Flash Speicher immer preiswerter werden, macht diese Produktkategorie langsam immer mehr Sinn, gerade in Bereichen wo man etwas mehr Leistung/Kapazität als von einem einfachen USB Stick benötigt, aber dennoch nicht auf eine gewisse Robustheit verzichten möchte.

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Zwar sind normale externe 2,5“ HDDs immer noch um einiges günstiger aus Sicht der Preis / Kapazität, aber gerade im portablen Bereich sind SSDs naturgemäß viel zweckmäßiger, denn gibt es etwas was normale Festplatten weniger mögen als Erschütterungen?

Die Sandisk Extreme 500

Kommen wir aber langsam zum eigentlichen Star dieses Berichts, der Sandisk Extreme 500 Portablen SSD.

Sandisks Extreme 500 Serie war vermutlich die Antwort auf Samsungs T1 externe SSD welche bereits Anfang des Jahres erschienen ist.

Die Extrem 500 ist in drei Kapazitäten verfügbar, 120GB, 240GB und 480GB. Dabei bietet gerade die kleine und mittlere Version eine sehr starke Preis/Leistung.

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120GB gehen für ca. 77€ über den Ladentisch und die 240GB für rund 109€. Klar, es wäre noch ein wenig billiger wenn man einfach eine normale 2,5“ SSD wie z.B. die SanDisk Ultra II 240GB kauft und ein externes 2,5 Gehäuse (beides zusammen würde ca. 90€ für 240GB kosten) aber dabei würde man einen wichtigen Punkt aufgeben, die Kompaktheit.

Die Sandisk Extreme 500 ist nochmal ein gutes Stück kleiner und kompakter als jede 2,5 Festplatte oder auch SSD inklusive Gehäuse und unterwegs kommt es ja auf solche Punkte an.

Das viereckige Gehäuse der Extrem 500 besteht aus einem texturierten Plastik, an dessen unterer Ecke der microUSB 3.0 Port angebracht ist. An der oberen Ecke ein Bügel zum befestigen eines Schlüsselanhängers, oder ähnlichem.

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Zwar würde ich die Sandisk Extreme 500 nicht an meinen Schlüsselbund machen, dafür ist sie schon zu groß, aber dennoch man hätte die Option, wenn man dies wünscht.

Positiv ist auch der microUSB Port. Eigentlich bin ich bei solchen Medien nicht der Fan von abnehmbaren Kabeln, ich will gar nicht wissen wie oft ich durchs Haus gelaufen bin auf der Suche nach einem microUSB 3.0 Kabel, da ich dieses mal wieder verlegt habe.

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Aber das mitgelieferte, recht kurze, Kabel sitzt so feste in dem microUSB Port, dass man es dort fast dauerhaft angeschlossen lassen könnte, was ich vermutlich tun werde.

 

Die Leistung der Sandisk Extreme 500

Ich habe die 120GB Version der Sandisk Extreme 500, dementsprechend kann die 240GB bzw. die 480GB Version von den Datenübertragungsraten von meinen Ergebnissen abweichen.

Aber im Normalfall gilt, dass größere SSD tendenziell schneller sind als Ihre kleineren Brüder. Solltet Ihr also die 240GB oder 480GB Extreme 500 kaufen, ist es wahrscheinlich, dass diese noch schneller sind als die 120GB Version in diesem Test.

 

Sandisk Extreme 500 Benchmark crystaldiskmark

 

Die Sandisk Extreme 500 120GB ist zu ca. 360MB/s lesend und 316MB/s schreibend in der Lage, was starke werte sind, gerade wenn man bedenkt, dass die meisten 2,5 Festplatten irgendwas zwischen 80 und 150MB/s schaffen, ist dies schon ein guter Sprung.Sandisk Extreme 500 Benchmarks Blackmagic Disk Speed Test Sandisk Extreme 500 Benchmarks (1)Sandisk Extreme 500 Benchmarks AS SSD

 

Aber das sind nur Benchmarks, was kann man praktisch von der externen SSD erwarten? Für den Praxistest habe ich drei Ordner auf die SSD verschoben und wieder herunter kopiert.

Testdateien 1 = eine 24,5GB große Dateien

Testdateien 2 = rund 6600 Dateien welche insgesamt 24,6GB groß sind (ein Spiele Installations Ordner)

Testdateien 3 = mein Lightroom Cache 13000 Dateien welche gemeinsam 5GB groß sind

1

Um ein paar hoffentlich interessante Vergleichswerte zu erhalten, führe ich den gleichen Test mit einer klassischen 2TB 2,5“ Festplatte durch (einer Western Digital My Passport)

 SanDisk Extreme 500 LesendSanDisk Extreme 500 SchreibendWestern Digital My Passport 2TB LesendWestern Digital My Passport 2TB Schreibend
Testdateien 1377 MB/s288 MB/s101 MB/s100 MB/s
Testdateien 2328 MB/s246 MB/s100 MB/s96 MB/s
Testdateien 3143 MB/s132 MB/s96 MB/s63 MB/s

Die SSD schlägt ,bei Testdateien eins und zwei, die klassische Festplatte um Längen. Bei den vielen kleinen Dateien ist der Unterschied aber überraschenderweise nicht so groß wie ich dies erwartet habe. Zwar gewinnt die SanDisk Extreme 500 immer noch um 50-100% aber dennoch hätte ich hier mehr erwartet. Möglicherweise ist bei so vielen kleinen Dateien der USB 3.0 Port/Protokoll einfach die Bremse.

Fazit zur SanDisk Extreme 500 Portable SSD

Halbwegs günstig und schneller als jeder USB Stick oder klassische Festplatte so könnte man die SanDisk Extreme 500 Portable SSD in Kurzform zusammenfassen.

Rund 360MB/s lesend und 300MB/s schreibend sind ordentlich.

Aber die Performance ist natürlich nur das eine, wer aber viel unterwegs ist, wird auch bzw. vor allem die Robustheit einer SSD gegenüber einer normalen Festplatte schätzen. Man muss sich hier keine Sorgen machen, sollte man mal das gute Stück einfach auf den Schreibtisch knallen (was ich des Öfteren auch mit normalen 2,5“ Festplatten mache und mir jedes Mal denke, ohh das hättest du besser nicht gemacht).

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Preislich würde ich vermutlich eher zur 240GB Version greifen. 110€ für 240GB klingt nochmal nen Stück besser als 78€ für 120GB.

Alternativen: Es kommt natürlich immer etwas darauf an was Ihr wollt. Wollt Ihr beispielsweise Backups oder Videos speichern, würde ich fast immer noch zu einer normalen externen HDD greifen, hier macht eine SSD aufgrund des noch schlechteren Preis /Kapazität Verhältnisses weniger Sinn.

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Wenn man bei externen SSD bleiben will, könnte man sich auch als alternative zur 120GB Version mal die Freecom Mini Tough Drive SSD ansehen. Diese ist lesend nochmal ein Stück schneller als die Sandisk und preislich ähnlich gelagert, dies gilt aber nur für die 128GB Version die 256GB Version der Freecom Mini Tough Drive SSD ist viel zu teuer im Vergleich zur Sandisk.

Kleiner Vorteil der SanDisk Extreme 500 gegenüber der Freecom, die Freecom hat die Funktion an meinen Front USB 3.0 Ports verweigert, während die Sandisk an allen USB 3.0 Ports die ich habe problemlos funktionierte.

Am Ende ist aber die SanDisk Extreme 500 eine gute Wahl, egal für welchen Anwendungsbereich.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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