Reolink Überwachungskameras in Ubiquiti NVR (Protect) einbinden

-

Ich bin ein großer Fan von Reolink Überwachungskameras, welche wirklich für jeden Einsatzzweck eine passende Kamera anbieten, aber ich bin auch ein großer Freund des Ubiquiti Ökosystems. So denke ich gerade, dass die Ubiquiti NVRs die so ziemlich besten auf dem Markt sind, zumindest was die Benutzeroberfläche angeht.

Schade, dass wir nun die beiden Systeme nicht miteinander verbinden können oder geht das etwa? Etwas überraschend hat Ubiquiti sein Protect System und NVRs für Drittanbieter geöffnet. So ist es möglich, beispielsweise Reolink Überwachungskameras in Ubiquiti NVR Systeme wie die Dream Machine Pro einzubinden. Wie dies geht und welche Einschränkungen es gibt, erfährst du in diesem Artikel!

 

Was benötigst du?

Damit dies funktioniert, benötigst du zunächst natürlich einen Ubiquiti NVR, wie bei mir beispielsweise die Dream Machine Pro. Zum anderen benötigst du eine Reolink Überwachungskamera mit “fester” Stromverbindung, also via 12V Netzteil oder PoE. Akku-Kameras werden leider nicht unterstützt, da wir hier RTSP und ONVIF benötigen.

 

ONVIF auf Reolink Kameras aktivieren

Damit der Ubiquiti NVR (Protect) unsere Reolink Kameras erkennt, müssen wir RTSP und ONVIF bei diesen aktivieren. Dies machen wir am einfachsten über die Reolink App.

Wähle hier deine Kamera aus, gehe in die Einstellungen und folge den folgenden Schritten.

  • Einstellungen -> Geräte-Infos (oben das Bild in den Einstellungen antippen) -> Netzwerkinformationen -> Erweiterte Einstellungen -> RTSP “EIN” -> ONVIF “EIN”

Das war es auch schon. Es kann sein, dass dies nicht funktioniert, wenn du die Kamera bereits mit dem Reolink Home Hub oder einem Reolink NVR verbunden hast.

 

Drittanbieter-Kameras aktivieren

Wähle dich nun in deinem Ubiquiti NVR ein und gehe dort in die Einstellungen unter System und aktiviere “Kameras von Drittanbietern finden”.

Das war es auch schon.

 

Reolink Kameras mit Ubiquiti Protect verbinden

Hast du dies gemacht, sollte nun die Reolink Überwachungskamera unter Geräte von Protect gefunden werden. Hier werden diese nun einfach gemeinsam mit den Ubiquiti Überwachungskameras (falls du welche hast) aufgelistet.

Wähle “zum Verwenden klicken” aus und gib das Passwort und den Benutzernamen deiner Reolink Kamera ein, und das war es! Nun ist die Kamera in Ubiquiti Protect eingebunden und über die WebUI, App usw. zugreifbar.

 

Features und Einschränkungen

Generell wird die Drittanbieter-Kamera von Protect sehr ähnlich behandelt wie eine Ubiquiti eigene Kamera, aber es gibt einige wichtige Unterschiede! Der wichtigste Unterschied ist das Fehlen einer Bewegungserkennung.

So zeichnet zwar Protect den Stream der Kamera auf, aber es gibt keine Bewegungserkennung und damit verbundene Funktionen. Ubiquiti bietet hierfür den AI Port an, ein Modul, welches KI-Erkennungen usw. auch für Drittanbieter-Kameras erlaubt. https://eu.store.ui.com/eu/en/category/cameras-special-devices/products/up-ai-port Im Kern zeichnet Protect also einfach nur den Stream auf, durch welchen du allerdings wie bei einer Ubiquiti Kamera in der Timeline schnell durchscrollen kannst usw.

Eine erweiterte Steuerung abseits von Aufnahme-Zeitplänen gibt es auch nicht. Allerdings kannst du auf deine Reolink Kamera auch ganz normal über die Reolink App zugreifen. Diese funktioniert weiterhin wie gehabt und ohne Einschränkungen. Du könntest also Protect als eine Art „Backup“ zum internen Recording der Reolink Kameras betrachten.

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Powerstations, über 10 Modelle im Test, was gilt es zu beachten?

Powerstations haben in den letzten Monaten deutlich an Beliebtheit gewonnen. Egal ob nun als “Notfall-Generator” bei einem Blackout oder einfach als portable Energiequelle. Entsprechend...

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Erfahrungsbericht: USB Heizwesten und Jacken, funktionieren sie wirklich?

Gerade in Zeiten von extremen Heizkosten muss man ein wenig kreativ werden, um sich günstig warm zu halten. Eine interessante Option sind hier USB...

Neuste Beiträge

DIY Home Server für Unraid und 12 Hot-Swap-Schächte

Ich war lange Zeit ein großer Fan der Synology-NAS-Systeme. Allerdings hat mich Synology in den letzten Jahren etwas vergrault. Daher habe ich mir ein Ziel...

Redodo 12V 165Ah LiFePO4 im Test – Maximale Kapazität im Kompaktformat

Redodo bietet einen neuen 12V LiFePO4 Akku mit 165 Ah Kapazität an. Dies ist an sich jetzt nichts Außergewöhnliches. Allerdings hat es Redodo geschafft, diese...

Die JUOVI J2621 20.000 mAh 45W Powerbank im Test

Wenn du bei Amazon nach Powerbanks suchst, wirst du vielleicht über den Hersteller JUOVI stolpern. Nach meiner Erfahrung bewerben diese ihre Modelle recht stark...

Wissenswert

Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?

Wenn du eine Powerbank mit 10.000 mAh kaufst, erwartest du sicherlich auch, dass diese 10.000 mAh in der Praxis liefern kann, oder? Leider ist dies...

Technik Made in Germany – welche Hersteller gibt es 2026 noch?

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass 99 % aller Elektronikprodukte aus China oder allgemein aus Asien kommen. Es gibt so gut wie keine...

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

USB Power Delivery Ladegeräte sind nichts Neues mehr. Es gibt hunderte Modelle auf dem Markt, und diese sind mittlerweile der de-facto-Standard. Auch fast alle Smartphone-Hersteller...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.