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1000W Wechselrichter günstig: Green Cell INVGC09 – Ein Geheimtipp?

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Der polnische Hersteller Green Cell bietet mit dem INVGC09 einen Preis-Leistungs-orientierten Wechselrichter mit einer Leistung von 1000 W an. Dieser ist zum Zeitpunkt des Tests (12.09.24) für etwa 125 € erhältlich, was für ein Markenmodell in dieser Leistungsklasse nicht schlecht ist!

Wollen wir uns einmal ansehen, wie gut oder schlecht der Green Cell INVGC09 in der Praxis ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Green Cell für die Bereitstellung des INVGC09 für diesen Test.

 

Der Green Cell INVGC09 im Test

Green Cell setzt beim INVGC09 auf ein recht typisches Design für einen 12 V zu 230 V Inverter. So haben wir hier ein 380 x 215 x 100 mm großes Gehäuse, welches komplett aus Metall gefertigt ist.

Hierdurch wirkt der Inverter recht massiv und stabil. Auf der Unterseite haben wir eine Halterung, um diesen zu verschrauben.

Im Gegensatz zu vielen Modellen der 1000 W Klasse besitzt der Green Cell INVGC09 gleich 2 x 230 V Steckdosen auf der Front. Zudem haben wir hier den Einschalter/Ausschalter, 2 x USB A Ports und zwei Status LEDs. Auf der Rückseite haben wir die beiden M8 Terminals und einen Lüfter.

Leider verfügt der Green Cell INVGC09 leider nicht über ein Display, eine Fernbedienung oder eine andere „erweiterte“ Steuerung.

 

Wirklich 1000 W?

Der Green Cell INVGC09 soll eine konstante Leistung von 1000 W und eine Kurzzeitleistung von 2000 W bieten.

Hohe Last
Niedrige Last

Erfreulicherweise kann ich die Leistung von 1000 W bestätigen. Diese konnte der Wechselrichter bei mir auch konstant liefern. Dabei lieferte dieser auch eine saubere, reine Sinuswelle, welche sogar unter Volllast noch sehr gut aussieht.

Allerdings scheint der Wechselrichter nicht viel mehr als 1000 W konstant zu schaffen. So ab 1200 W konstanter Leistung begann dieser bei mir wegen Überlastung abzuschalten.

 

Lüfterverhalten und Lautstärke

Der Green Cell INVGC09 besitzt natürlich einen Lüfter auf der Rückseite. Dieser ist offensichtlich temperaturgesteuert.

So springt letzterer vergleichsweise spät an und ist dann auch nicht übermäßig aufdringlich.

 

Leerlauf Stromverbrauch

Im Leerlauf benötigt der INVGC09 ca. 9,x W Leistung, sofern eingeschaltet. Dies ist ein durchschnittlicher, leicht erhöhter Wert für einen Wechselrichter dieser Klasse.

 

Effizienz des Green Cell INVGC09

Ich habe die Effizienz des Green Cell INVGC09 gemessen, also wie viel Leistung dieser aufnimmt verglichen mit der Leistung, die abgegeben wird.

Diese schwankte im Test zwischen 60,4 % bei sehr niedriger Last und 86,7 % bei mittelhoher Last. Dabei erreicht der Inverter ab ca. 100-200 W Last schon seine +- maximale Effizienz. 86,7 % maximale Effizienz ist ein guter Wert.

 

Fazit

Der Green Cell INVGC09* ist ein guter „Standard“-Inverter. Dieser bietet keine außergewöhnlichen Funktionen, wie ein Display oder ähnliches, aber liefert in der Praxis eine völlig zufriedenstellende Leistung. Das Wichtigste: Dieser kann wirklich bis zu 1000 W „saubere“ Leistung liefern. So hatte ich in der Praxis keine Probleme damit Monitore und PCs an diesem Inverter zu betreiben.

Die Effizienz ist dabei mit bis zu 86,7 % auf einem guten Level und der Lüfter ist brauchbar gesteuert. Der Leerlauf Stromverbrauch ist mit 9,x W akzeptabel, allerdings auch nicht gering!

Dennoch unterm Strich ist der Green Cell INVGC09 bisher bei mir an meiner off-Grid Solaranlage (https://techtest.org/diy-off-grid-solaranlage-moeglichst-einfach-und-guenstig-selbst-bauen-wie-ich-es-gemacht-habe/ ) unauffällig und problemlos. Dies in Kombination mit dem fairen Preis lässt mich dieses Modell mit gutem Gewissen empfehlen, wenn du nach einem Inverter mit möglichst guter Preis-Leistung suchst.

 

Green Cell PRO 1000W/2000W 12V auf 230V Reiner Sinus Volt kfz...

  • Saubere Sinuswelle
  • Hohe Leistung
  • 2 x 230V Steckdosen
  • Stabiles Metallgehäuse
  • Einfache Bedienung
  • Kein Display oder Fernbedienung

Tronsmart MirTune S100 im Test: Bluetooth-Speaker mit starkem Bass und App-Steuerung

Der MirTune S100 von Tronsmart ist auf den ersten Blick ein extrem interessanter Bluetooth-Lautsprecher!
So haben wir hier einen vergleichsweise großen Bluetooth-Lautsprecher mit einer hohen Leistung von bis zu 50 W, der jedoch gerade einmal 79 € kostet und damit preislich sehr attraktiv ist.

Aber natürlich stellt sich die Frage: Wie gut klingt der MirTune S100 in der Praxis wirklich?
Kann er mit Modellen wie dem JBL Charge 5 mithalten? Finden wir es im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Tronsmart für das Zurverfügungstellen des MirTune S100.

 

Der Tronsmart MirTune S100 im Test

Der Tronsmart MirTune S100 setzt auf den von JBL etablierten „Rollen“-Formfaktor. Der Lautsprecher ist mit einem schönen Leinenstoff bespannt.

Auffällig ist auch die Größe: Der MirTune S100 misst 231 x 88 x 100 mm und wiegt 1,36 kg. Er ist zwar nicht riesig, aber auch nicht klein. Diese Größe sollte durchaus einen ordentlichen Klang ermöglichen.

Qualitativ macht der MirTune S100 einen sehr guten und hochwertigen Eindruck! Der Lautsprecher ist nicht schlechter gebaut als die Modelle großer Hersteller – beeindruckend.
Erfreulicherweise ist der MirTune S100 auch IPX7-wassergeschützt. Entsprechend sind die Tasten mit Gummi überzogen und die Anschlüsse auf der Rückseite unter einer Klappe versteckt.

Die Akkulaufzeit des Lautsprechers wird von Tronsmart mit 20 Stunden angegeben, was nach meinen Tests zumindest bei niedrigerer Lautstärke realistisch erscheint.

 

Umfangreiche Anschlüsse

Auf der Rückseite des Lautsprechers finden wir eine recht umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen:

  • 1x USB-C-Ladeport
  • 1x USB-A
  • 1x AUX-Eingang (3,5 mm)
  • 1x microSD-Kartenslot

Zunächst haben wir den obligatorischen USB-C-Ladeport. Zudem gibt es auch einen USB-A-Port, der für USB-Sticks oder zum Laden deines Smartphones genutzt werden kann (Powerbank-Funktion, 8000 mAh).

Auch ein microSD-Kartenslot ist vorhanden, um Musik direkt von Speicherkarten wiederzugeben.

 

Mit Beleuchtung

Die seitlichen passiven Treiber des MirTune S100 besitzen eine RGB-Beleuchtung, die sich über die App steuern lässt.

 

Mit App-Support

Tronsmart bietet für den MirTune S100 auch einen App-Support an. Das bedeutet, du kannst dir optional die Tronsmart-App herunterladen, um den Lautsprecher zu steuern.

In der App hast du vor allem die Möglichkeit, ein EQ-Profil auszuwählen, um den Klang nach deinen Wünschen anzupassen. Ein frei anpassbarer EQ steht ebenfalls zur Verfügung – super!

Auch die Beleuchtung des Lautsprechers kannst du in der App steuern bzw. ausschalten.

 

Klang des MirTune S100

Kommen wir zum spannendsten Punkt: Wie klingt der MirTune S100? Ich beschreibe hier den „Standard“-Klang ohne Anpassungen über die App.

Das erste, was am MirTune S100 auffällt, ist die generelle Klangsignatur: Diese ist ziemlich warm. Tronsmart hat den Lautsprecher klar auf viel Bass optimiert, besonders wenn du den SoundPulse-Modus aktivierst, der den Bass noch etwas verstärkt.

So sind die Höhen schon von Haus aus etwas matter. Ich würde sie nicht als dumpf bezeichnen, aber die brillantesten Höhen liefert der Lautsprecher von Haus aus auch definitiv nicht. Ich würde hier für meinen persönlichen Geschmack die Höhen über die App etwas anheben, was dem Lautsprecher deutlich mehr Dynamik und Spielfreude gibt.

Die Mitten sind, wie bei solchen Bluetooth-Lautsprechern oft üblich, etwas abgesenkt. Dennoch ist die Stimmwiedergabe völlig in Ordnung, hier gibt es wenig zu beanstanden. Leicht abgesenkte Mitten helfen oft bei einem dynamischeren und „kräftigeren“ Klang, insbesondere bei Lautsprechern, die nicht über separate Mitteltöner verfügen.

Das Highlight am MirTune S100 ist jedoch eindeutig der Bass. Dieser ist für einen Bluetooth-Lautsprecher in dieser Preisklasse fantastisch! Der Bass ist nicht nur kräftig, sondern bietet auch einen mehr als ordentlichen Tiefgang. Selbst bei höheren Pegeln klingt der Lautsprecher richtig gut!

Der MirTune S100 fühlt sich gerade in bassstarken Songs richtig wohl! Hier kann der Lautsprecher ordentlich loslegen, ohne hohl zu klingen. Er schafft es, erstaunlich viel Druck aufzubauen und erreicht einen beachtlichen Tiefgang.

Persönlich hätte ich mir noch etwas mehr bzw. brillantere Höhen gewünscht, die sich über den EQ in der App allerdings verbessern lassen. Abseits davon klingt der Lautsprecher erfreulich wertig und „groß“. Auch die Pegelfestigkeit ist ordentlich.

 

Fazit

Das Spannende am Tronsmart MirTune S100 ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für rund 70-80 € bekommt man hier einen vergleichsweise großen und leistungsfähigen Bluetooth-Lautsprecher.

Besonders die Bass-Leistung des MirTune S100 ist für diese Preisklasse fantastisch! Der Lautsprecher liefert viel Bass und eine sehr hohe Bass-Qualität. Der Tiefgang ist beachtlich.
Ja, die Höhen sind von Haus aus etwas matt für meinen Geschmack, und der Lautsprecher hat einen sehr warmen Klang. Aber dies lässt sich durchaus etwas über die App und den einstellbaren EQ anpassen.

Unterm Strich ist die Klangqualität, insbesondere wenn du eine gute Bass-Leistung suchst, für diese Preisklasse stark.

Auch die Haptik, die Anschlussvielfalt und die generelle Ausstattung sind top! Kurzum, für das Geld ist der Tronsmart MirTune S100 eine der besten Optionen auf dem Markt.

Tronsmart MirTune S100
Positiv
Starker Bass: Tiefer, kraftvoller Bass
Gute Akkulaufzeit
Günstiger Preis
Umfangreiche Anschlüsse: USB-C-Ladeport, USB-A, AUX-Eingang und microSD-Kartenslot
App-Unterstützung: Equalizer (EQ) und RGB-Lichtsteuerung über die Tronsmart-App
Gute Verarbeitung
Negativ
Klangbild nicht vollendet: Für Klangenthusiasten könnte der Lautsprecher ohne App-Anpassungen etwas unausgewogen wirken.
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Kingston FURY RENEGADE SSD: Performance-Analyse und Vergleich mit PCIe 4.0 Konkurrenz

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Kingston bietet mit der FURY RENEGADE eine High-End-SSD an, die sich mit den PCIe-4.0-Flaggschiffmodellen von Samsung und Western Digital messen soll.
Die FURY RENEGADE erreicht laut Herstellerangaben Datenraten von 7000 MB/s und mehr und nutzt den leistungsstarken Phison-E18-Controller.

Schauen wir uns im Test an, wie gut die FURY RENEGADE tatsächlich ist, auch im Vergleich zur Samsung 990 Pro und WD SN850X.

An dieser Stelle vielen Dank an Kingston für das Bereitstellen der FURY RENEGADE für diesen Test.

 

Die FURY RENEGADE im Test

Kingston bewirbt die FURY RENEGADE als „Gaming“-SSD und bietet sie in zwei Versionen an: mit oder ohne großem Kühlkörper.

Die Version mit Kühlkörper wird als Playstation-5-kompatibel vermarktet, ist aber auch für reguläre Desktop-Systeme nutzbar.

Für Notebooks ist der Kühler jedoch zu groß, mit einer Höhe von 10 mm. Dieser lässt sich zwar entfernen, was jedoch aufgrund des Klebers und eines „Warranty void if removed“-Aufklebers nicht ganz einfach ist.

Planst du, die FURY RENEGADE SSD in einem anderen System als der PS5 einzusetzen, empfehle ich die reguläre Version ohne speziellen Kühlkörper und die Nutzung der Kühllösung des Mainboards.

Passend zum „Gamer“-Stil ist die SSD komplett in Schwarz gehalten und ansprechend gestaltet. Auch das PCB der SSD ist schwarz.

 

Technik der FURY RENEGADE

Kingston wirbt bei der FURY RENEGADE mit beeindruckenden technischen Daten für eine PCIe-4.0-SSD.

Lesend Schreibend
500 GB 7300 MB/s 3900 MB/s
1 TB 7300 MB/s 6000 MB/s
2 TB 7300 MB/s 7000 MB/s
4 TB 7300 MB/s 7000 MB/s

 

So sollen alle Versionen der FURY RENEGADE eine Lesegeschwindigkeit von 7300 MB/s erreichen. Die Schreibgeschwindigkeit variiert je nach Kapazität: Die großen Versionen mit 2 TB und 4 TB erreichen bis zu 7000 MB/s.
Damit ist die SSD dicht am Limit der PCIe-4.0-Verbindung und in die High-End-Klasse einzuordnen.

Das Herzstück der SSD bildet der Phison E18, einer der leistungsfähigsten PCIe-4.0-Controller, der in vielen High-End-SSDs verbaut wird.
Beim NAND ist die genaue Spezifikation weniger transparent, da Kingston offiziell nur von TLC-NAND spricht. In der 2-TB-Version kommt jedoch Micron 176L B47R TLC-NAND zum Einsatz, eine schnelle und hochwertige Wahl.
Die FURY RENEGADE verfügt außerdem über einen DRAM-Cache.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Benchmarks der FURY RENEGADE SSD (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. Dieser ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist zwar nicht immer ganz alltagsnah, ermöglicht aber die SSD unter optimalen Bedingungen voll auszureizen und die Herstellerangaben zu überprüfen.

Lesend erreichte die FURY RENEGADE in CrystalDiskMark beeindruckende 7383 MB/s. Damit liegt die SSD am Limit der PCIe-4.0-Verbindung und auf effektiv gleichem Niveau wie andere High-End-Modelle.

Auch schreibend erzielte die SSD sehr gute 6979 MB/s. Damit gehört sie zu den schnellsten SSDs, die ich bisher im Test hatte. Sie positioniert sich zwischen der Samsung 990 Pro und der SK Hynix Platinum P41 – hervorragend.
CrystalDiskMark kann neben den Datenraten auch IOPS und Zugriffszeiten messen. Diese Werte sind teils etwas speziell und merkwürdig, da einige Controller hier vergleichsweise schlecht abschneiden, obwohl die SSDs an sich gut sind. Trotzdem werfen wir einen Blick auf die Werte.

Hier gibt es eine positive Überraschung, denn die FURY RENEGADE belegt bei der Zugriffszeit den 3. Platz und bei den IOPS den 5. Platz von 27 – ein beachtliches Ergebnis.

Noch besser sieht es in AS SSD aus, wo sich die Kingston FURY RENEGADE auf den 2. Platz setzen kann.

Auch in Anvil’s Storage Utilities erreicht die Kingston FURY RENEGADE SSD den 2. Platz.
Insgesamt zeigen die Benchmarks eine vielversprechende Leistung – diese SSD gehört eindeutig in die High-End-Klasse.

 

PCMark

Der PCMark-Test zielt darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Bürosoftware und Spiele zu simulieren, was ihn alltagsnäher macht als reine Benchmarks.
Drei Testoptionen stehen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Nach dem sehr guten Abschneiden in den ersten Benchmarks war ich hier etwas enttäuscht, denn in PCMark platziert sich die Kingston FURY RENEGADE SSD nur im Mittelfeld. Die Testergebnisse der drei PCMark-Tests sind jedoch recht konstant.

 

3DMark SSD-Test

3DMark konzentriert sich auf die Messung von Spieleladezeiten, die intern simuliert werden. Der Test umfasst:

  • Laden von Battlefield™ V vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Call of Duty®: Black Ops 4 vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Overwatch® vom Start bis zum Hauptmenü
  • Aufzeichnen eines 1080p-Gameplay-Videos bei 60 FPS mit OBS während des Spielens von Overwatch®
  • Installieren von The Outer Worlds® aus dem Epic Games Launcher
  • Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds®
  • Kopieren des Steam-Ordners für Counter-Strike®: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk

In 3DMark zeigt die Kingston FURY RENEGADE SSD wieder bessere Ergebnisse. Sie reiht sich hinter der WD Black SN850X, der Samsung 990 Pro und der Solidigm P44 Pro auf Platz 4 der PCIe-4.0-SSDs ein.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpackleistung im Detail

Zum Abschluss kopieren wir zwei große Archive auf die SSD und entpacken sie dort. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Dies ist eine Paradedisziplin der Kingston FURY RENEGADE SSD. Das kleinere Datenpaket wird in 33 Sekunden entpackt – ein Wert, der mit neueren PCIe-4.0-SSDs identisch ist.
Interessanter ist der Test mit dem größeren Datenpaket, wo die FURY RENEGADE die schnellste PCIe-4.0-SSD im Test war und sogar minimal schneller als die WD SN850X.
Zwar sind die Unterschiede bei High-End-SSDs gering, dennoch ist dies ein fantastisches Ergebnis.

 

Performance bei konstanter Last

Ein wichtiger Punkt ist der SLC-Cache. Moderner NAND ist schreibend oft langsamer, als man erwartet. Kaum eine SSD erreicht konstant mehr als 2000 MB/s; alles darüber ist meist dem SLC-Cache zu verdanken.
Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND mit 3 oder 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang, insbesondere bei QLC-SSDs, die nach dem Cache sehr langsam sein können.

Die Kingston FURY RENEGADE SSD verfügt in der 2-TB-Version über einen ca. 700 GB großen SLC-Cache. Danach erreicht sie weiterhin eine Datenrate von etwa 1500 MB/s, was für eine High-End-SSD sehr gut ist.

 

Garantie und TBW

Die FURY RENEGADE hat eine Garantie von 5 Jahren, die früher enden kann, wenn der TBW-Wert überschritten wird.
Der TBW-Wert gibt an, wie viele Daten auf eine SSD geschrieben werden können, bevor sie laut Hersteller am Ende ihrer Lebensdauer ist. Er stellt jedoch nur eine Art Mindesthaltbarkeitsdatum dar.

Mit einem TBW-Wert von 1000 GB bei der 1-TB-Version und 2000 GB bei der 2-TB-Version ist dieser Wert überdurchschnittlich hoch – sogar höher als bei der Samsung 990 Pro.

 

Doppelseitig bestückt

Die FURY RENEGADE ist doppelseitig mit NAND-Bausteinen bestückt und daher für Notebooks weniger geeignet. Ohne Kühler wird sie zudem relativ heiß.

 

Fazit

Die Kingston FURY RENEGADE ist eine High-End-SSD auf dem Niveau der Samsung 990 Pro und der Western Digital SN850X.

Dies ist keine Überraschung, da die Kombination aus Phison E18, Micron 176L B47R TLC-NAND und DRAM-Cache hohe Leistung garantiert, was die Tests bestätigt haben.
Besonders in den Praxistests konnte die FURY RENEGADE überzeugen. Auch das SLC-Cache-Verhalten ist positiv: Die SSD hat einen sehr großen SLC-Cache und auch nach dessen Erschöpfung noch hohe Leistung.

Daher kann ich die FURY RENEGADE mit gutem Gewissen für Desktop-PCs oder die PS5 empfehlen. Für Notebooks wäre ich etwas vorsichtiger, da sie relativ viel Strom benötigt.

 

Kingston FURY RENEGADE
Positiv
Sehr hohe Leistung
DRAM-Cache
Sehr gute Leistung in der Praxis
Für PS5 geeignet
Hoher TBW-Wert
Hohe Leistung nach SLC Cache
Mit gutem Kühlkörper
Negativ
Kühler zu groß für manche Systeme und Notebooks
Gehobener Preis
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ASUS ExpertWiFi EBR63 Testbericht – WLAN-6-Router mit Gäste-Portal und AiProtection

ASUS bietet mit seiner ExpertWiFi-Serie eine noch recht neue Reihe von WLAN-Routern und Access Points an. Wie der Name schon vermuten lässt, sollen sich die Modelle aus dieser Serie an „professionelle“ Nutzer und Geschäfte richten, die jedoch kein zu komplexes WLAN-System wünschen.

ASUS hat seine Benutzeroberfläche komplett angepasst und mit interessanten Funktionen wie einem Gästeportal ausgestattet. Preislich ist das System ebenfalls attraktiv! So erhältst du den ExpertWiFi EBR63 beispielsweise für unter 200 €. Dafür bekommst du einen WLAN-6-Router mit bis zu 2402 Mbit/s auf dem 5-GHz-Band.

Schauen wir uns den ASUS ExpertWiFi EBR63 doch einmal im Test an! An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Bereitstellen des ExpertWiFi EBR63 für diesen Test.

 

ASUS ExpertWiFi EBR63 im Test

ASUS setzt beim EBR63 auf ein sehr schlichtes und, wie ich finde, schickes Design. Der Router ist komplett in Weiß gehalten und vergleichsweise kompakt. Du kannst ihn regulär aufstellen oder alternativ an einer Wand montieren. Zusätzlich gibt es einen Bügel an der Unterseite, um ihn angewinkelt aufzustellen.

Der ExpertWiFi EBR63 verfügt über vier externe Antennen, die du entsprechend ausrichten kannst. Wie es sich gehört, hat der Router auf der Oberseite einige Status-LEDs. Die Anschlüsse befinden sich alle auf der Rückseite. Hier finden wir:

  • 1x Gbit WAN
  • 1x Gbit WAN/LAN
  • 3x Gbit LAN
  • 1x USB 3.0
  • 1x USB 2.0
  • 1x DC-Eingang

Grundsätzlich hat der EBR63 einen Gbit-WAN-Port, aber der Router kann einen der 4 Gbit-LAN-Ports als alternativen WAN-Port nutzen. Warum solltest du dies tun? Falls du beispielsweise eine Backup-Internetverbindung hast, kannst du beide Verbindungen mit dem Router verbinden, um im Notfall die Ausfallzeit zu minimieren. Andernfalls kannst du den zusätzlichen WAN-Port auch einfach als normalen LAN-Port nutzen.

Zusätzlich haben wir zwei USB-Ports, einen 3.0-Port und einen 2.0-Port.

 

Fantastische Software / WebUI

Ein absolutes Highlight der ExpertWiFi-Serie von ASUS ist die Benutzeroberfläche! Ich würde mir wünschen, dass ASUS diese Benutzeroberfläche für alle seine WLAN-Produkte nutzt. Die WebUI ist zwar sehr umfangreich, aber gleichzeitig auch schön aufgeräumt.

Wir finden hier zahlreiche erweiterte Einstellungen und Funktionen, aber vor allem auch viele Diagramme, Statistiken und Informationen.

 

Auch eine gute App!

Du kannst den ASUS ExpertWiFi EBR63 auch über eine entsprechende App von ASUS steuern.

Die App ist ebenfalls sehr gut gemacht und besitzt ungefähr den gleichen Umfang wie die WebUI.

 

Gast-Portal für Unternehmen, den Einzelhandel, Restaurants

Eine der speziellen Funktionen des EBR63-Routers ist die Möglichkeit, „Unter-WLAN-Netze“ zu erstellen. So kannst du spezielle Netze für verschiedene Szenarien einrichten, etwa für Smart-Home-Geräte, Angestellte, Gäste, Kunden usw. Schauen wir uns das Gäste- bzw. Kunden-Netzwerk einmal näher an.

Hierbei erstellt das System ein offenes WLAN-Netz, bei dessen Anmeldung jedoch automatisch eine spezielle Webseite geladen wird. Auf dieser kannst du einen Nutzer „zwingen“, einem frei von dir festlegbaren Text/Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Andernfalls funktioniert das WLAN nicht. Ebenso lässt sich die maximale Datenrate dieses WLAN-Netzes drosseln, und die Nutzer werden natürlich von deinem internen Netzwerk abgeschirmt.

 

Gastnetzwerk / Geplantes Netzwerk

Falls du ein „einfaches“ offenes WLAN-Netz für Gäste oder Besucher erstellen möchtest, ist das ebenfalls möglich. Du hast sogar mehrere Optionen: So kannst du das Gastnetzwerk beispielsweise mit einem Timer versehen oder planen, falls du es nur zu bestimmten Öffnungszeiten anbieten möchtest.

 

AiProtection

AiProtection findest du in den meisten ASUS-Routern, hier jedoch in einer erweiterten Form. AiProtection besteht aus drei Hauptfunktionen:

  • Blockieren schädlicher Webseiten
  • Two-Way IPS
  • Erkennen und Blockieren infizierter Geräte

Ich denke, diese Punkte sind weitestgehend selbsterklärend. AiProtection kann schädliche Webseiten blockieren, erkennen, wenn Geräte in deinem Netzwerk auf Botnetzwerk-Kontrollserver zugreifen, oder verdächtigen Netzwerkverkehr identifizieren. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Trend Micro, einem Virenschutz-Anbieter.

 

Router oder Access Point

Du kannst den ExpertWiFi EBR63 wahlweise als Router oder als Access Point in einem bestehenden Netzwerk nutzen.

Allerdings werden einige Zusatzfunktionen wie AiProtection oder Teile der Gastnetzwerk-Funktionen deaktiviert, wenn du ihn als Access Point verwendest.

 

Technik des ASUS ExpertWiFi EBR63

Die Software des ASUS ExpertWiFi EBR63 ist ein absolutes Highlight, aber wie sieht es mit der Technik aus? Der EBR63 ist solide, aber nicht mit einem hochgezüchteten Gaming-Router vergleichbar. Er setzt auf den klassischen WLAN-6-Standard und bietet ein 2,4-GHz- sowie ein 5-GHz-Band:

  • 2,4 GHz – bis zu 574 Mbit/s
  • 5 GHz – bis zu 2402 Mbit/s

Es handelt sich hier um einen WLAN-6-Router im 2×2-Design. Der Router schafft bis zu 2402 Mbit/s auf dem 5-GHz-Band, was eine sinnvolle Geschwindigkeit ist, da die meisten Clients ohnehin nicht mehr leisten. Aufgrund der Gbit-LAN-Ports sind wir zumindest auf kurzer Distanz ohnehin auf etwa 1000 Mbit/s limitiert.

Theoretisch unterstützt der EBR63 auf dem 5-GHz-Band eine Kanalbreite von bis zu 160 MHz, die für die volle Geschwindigkeit benötigt wird. Interessanterweise konnte ich in der WebUI die 160-MHz-Kanalbreite nur aktivieren, wenn „Smart Connect“ aktiv war. Mit Smart Connect gibt es nur eine SSID für das 5-GHz- und 2,4-GHz-Band. Habe ich beide Bänder getrennt, konnte ich die Kanalbreite für das 5-GHz-Band nicht einstellen.

 

Ein Blick auf die Leistung

Im Folgenden betrachten wir die Leistung des ASUS ExpertWiFi EBR63 in der Praxis. Die praktische Leistung von WLAN-Routern schwankt je nach Distanz, Umgebung, Art und Dicke der Wände usw., daher ist es leider nicht ganz leicht, gut vergleichbare Werte zu erzeugen. Im Folgenden betrachten wir die Maximalwerte, die ich mit drei Clients in einer Distanz von etwa 4-6 Metern messen konnte:

  • Client 1 – MediaTek MT7927 WLAN-Karte – Link
  • Client 2 – Intel BE200 – Link
  • Client 3 – Apple MacBook Pro 13 M1
MediaTek MT7927
Intel BE200
Apple MacBook Pro 13 M1

Hier können wir sehen, dass der ASUS ExpertWiFi EBR63 auf solch kurzer Distanz (im gleichen Raum) mit diesen Clients etwa 900 Mbit/s erreicht. Dies liegt am Gbit-LAN-Uplink, der hier der limitierende Faktor ist. Dies halte ich jedoch indirekt für eine gute Sache, da es zeigt, dass der Router prinzipiell in der Lage ist, via WLAN eine Geschwindigkeit wie über ein Kabel zu erreichen.

Die generelle Reichweite des EBR63 ist gut.

Apple MacBook Pro 13 M1

Mit einer Wand zwischen Router und beispielsweise dem MacBook Pro 13 M1 sinkt die Datenrate auf etwa 500 Mbit/s. Zum Vergleich: Der Ubiquiti UniFi 6 Lite erreicht auf derselben Distanz etwa 400 Mbit/s.

 

Stromverbrauch

Erfreulicherweise verbraucht der ExpertWiFi EBR63 vergleichsweise wenig Energie. Mit 4 WLAN-Clients und einem Gbit-Uplink benötigt der Router lediglich zwischen 5,3 und 6 W. Dies ist erfreulich wenig!

 

Fazit

Ich bin ein großer Freund der ASUS ExpertWiFi-Modelle. Sie siedeln sich zwischen klassischen Endkunden-WLAN-Routern und Enterprise-Modellen von Ubiquiti, Cisco usw. an.

Die ExpertWiFi-Modelle richten sich an Büros, kleine Cafés usw., also geschäftliche Umfelder, die jedoch nicht unbedingt einen eigenen IT-Administrator haben. Die größte Stärke dieser Serie liegt in der Möglichkeit, unkompliziert und gezielt zusätzliche WLAN-Netze für Mitarbeiter, Kunden, Gäste, IoT-Geräte usw. zu erstellen und diese Netze individuell zu planen oder intern zu trennen. Die Benutzeroberfläche ist sowohl über den Webbrowser als auch über die App sehr gelungen!

Auch technisch macht der ExpertWiFi EBR63 eine gute Figur. Zwar ist der Router nicht übermäßig ausgestattet, bietet jedoch mit bis zu 2402 Mbit/s (WLAN 6, 5 GHz, 160 MHz) in der Praxis auch auf mittlere Distanzen eine mehr als zufriedenstellende Leistung.

Kurzum: Für kleinere Büros, Cafés, Geschäfte usw. ist der ASUS ExpertWiFi EBR63 eine wirklich gute Wahl – vielleicht auch für Heimnutzer, die an den Features des EBR63 interessiert sind. Preislich ist dieser mit knapp über 100 € sehr fair angesiedelt!

 

ASUS ExpertWiFi EBR63
Positiv
Professionelle und sehr gute Benutzeroberfläche
Gastnetzwerk und Gäste-Portal
Gute WLAN Leistung
Umfangreiche Sicherheitsfunktionen
Geringer Energieverbrauch
Fairer Preis
Negativ
Eingeschränkte Funktionen im Access Point-Modus
Nur Gbit LAN
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BATZONE Lithium-AA-Akkus im Test: 8er-Pack mit Ladebox!

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Eigentlich dachte ich, dass mit meinem Vergleich von 5x Lithium-AA-Akkus dieses Thema vorerst auf Techtest.org abgehandelt ist. Link zum Artikel.
Allerdings bin ich über ein sehr interessantes Modell gestolpert, die BATZONE Wiederaufladbaren Lithium-Akkus. Was macht diese interessant?
Vor allem das Ladegerät und der Preis. So benötigen diese Lithium-AA-Akkus, wie viele Modelle, ein spezielles Ladegerät. Dieses ist hier aber in Form einer Ladebox, ähnlich wie bei Bluetooth-Ohrhörern, und fasst gleich 8 Akkus, die in der Box aufbewahrt und geladen werden.

Dabei kosten 8 Akkus, mit angeblich ordentlichen 3600 mWh, und die Ladebox gerade einmal 37 €. Dies ist ein hervorragender Preis, falls die Akkus taugen.
Finden wir genau dies im Test der BATZONE Wiederaufladbaren Lithium-Akkus heraus.

 

BATZONE Wiederaufladbare Lithium-Akkus AA 8-Pack mit Ladegerät im Test

Für mich das fast Spannendste an den BATZONE-Akkus ist die beiliegende „Box“. So befinden sich in diesem Set nicht nur 8 Akkus, sondern auch eine Aufbewahrungsbox, die auch zum Laden der Akkus genutzt wird.

Lithium-AA-Akkus benötigen spezielle Ladegeräte, meist sogar herstellerspezifisch.
Dieses Ladegerät in einer Akkubox, die gleichzeitig zur Aufbewahrung der Akkus dient, zu integrieren, halte ich für sehr clever. Dabei kann die Box auch alle 8 Akkus fassen und zeitgleich laden!

Mit Energie versorgt wird die Box via USB-C. Dabei wird anscheinend jeder Akku von der Ladebox „individuell“ versorgt. So findet sich für jeden Akku auf der Oberseite der Ladebox eine Status-LED.

Die Akkus selbst sind, wie ich finde, sehr schick gestaltet und machen einen wertigen Eindruck.
Diese setzen natürlich auf den typischen AA-Formfaktor und sind ansonsten „merkmalslos“.

 

Schutz vor dem Tiefentladen

Lithium-AA-Akkus bieten gegenüber klassischen AA-Akkus entscheidende Vorteile dank integrierter Schutzelektronik, die sie vor Überladung, Kurzschlüssen und insbesondere Tiefentladung schützt. Traditionelle Nickel-Metallhydrid-Akkus sind anfällig für Schäden, wenn sie unter 1 Volt entladen werden, was leider bei vielen Geräten, die für normale Batterien konzipiert sind, passieren kann.

Im Gegensatz dazu schützen sich BATZONE-Akkus selbstständig, indem sie sich abschalten, sobald ihr minimaler sicherer Ladestand erreicht ist. Dies verhindert zuverlässig die Tiefentladung und den damit verbundenen Schaden, wodurch die effektive Haltbarkeit von Lithium-AA-Akkus praktisch oft höher ist als die von klassischen Nickel-Metallhydrid-Akkus.

 

Wie hat Techtest.org die Lithium-AA-Akkus getestet?

Zum Testen der BATZONE-AA-Akkus habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen.
Ich habe hier jeweils 4 Akkus aus dem Set getestet, um die übliche Serien-Schwankung abzubilden.

 

mWh ≠ mAh

Bei normalen AA-Akkus auf Nickel-Metallhydrid-Basis sprechen wir bei der Kapazität immer über mAh. Bei lithiumbasierten Akkus wird hingegen meist von mWh gesprochen. Wo ist der Unterschied?

Ein Akku mit 2000 mAh kann theoretisch eine Stunde lang 2000 mA liefern, bei einer beliebigen Spannung. Und Letzteres ist das Problem. Nickel-Metallhydrid-Akkus liefern im Schnitt 1,2 V. Lithiumbasierte AA-Akkus hingegen 1,5 V.

Wir haben hier eine 25 % höhere Spannung. Ein Lithium-AA-Akku hat also bei gleicher mAh-Angabe 25 % mehr Energie. Da dies aber kaum jemand weiß, nutzen die Hersteller lieber die mWh-Angabe, die die Spannung bereits mit einberechnet.
Ein Nickel-Metallhydrid-AA-Akku mit ca. 2900 mAh hätte ca. 3500 mWh.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Kommen wir zur Kapazitätsmessung. Starten wir bei einer Last von 0,1 A.

BATZONE Akkus Kapazität bei 0,1A Last Diagramm
BATZONE Akkus Kapazität bei 0,1A Last

Hier erreichten die Akkus im Schnitt 2088 mAh bzw. 3135 mWh. Kein schlechtes Abschneiden, aber doch etwas unter der Herstellerangabe.

BATZONE Akkus Kapazität bei 0,4A Last Diagramm
BATZONE Akkus Kapazität bei 0,4A Last

Bei einer etwas höheren Last von 0,4 A konnte ich im Schnitt etwas bessere Ergebnisse messen. Dies ist bei Lithium-AA-Akkus gängig. Hier erreichte ich im Schnitt 2149 mAh bzw. 3212 mWh.

BATZONE Akkus Kapazität bei 1A Last Diagramm
BATZONE Akkus Kapazität bei 1A Last

Bei 1 A, was eine extrem hohe Last für einen AA-Akku/Batterie ist, sinkt die Kapazität wieder etwas ab, auf 2039 mAh bzw. 3018 mWh im Schnitt.
Wichtig: Die mAh-Angabe ist bei 1,5 V und nicht bei 1,2 V wie bei den meisten normalen AA-Akkus!
Vergleichen wir diese Werte doch einmal mit anderen Lithium-AA-Akkus aus meinem großen Vergleich Link zum Artikel.

Hier können wir sehen, dass die BATZONE-Akkus nicht ganz an die Modelle von XTAR und Hixon herankommen.
Allerdings können sich die BATZONE-Akkus auf Platz 3 setzen, was ein sehr ordentliches Abschneiden ist!

 

1,5 oder 1,1 Volt Spannung

Lithium-AA-Akkus müssen einen Spannungswandler integriert haben. Warum? Lithium-Zellen haben immer eine Spannung von 3,6 bis 3,7 V, die auf 1,5 V heruntergestuft werden muss. Dadurch haben Lithium-AA-Akkus eine stabile Spannung von 1,5 V, unabhängig vom Akkustand.
Dies hat den Vorteil, dass Geräte mit Lithium-AA-Akkus immer mit voller Power laufen.
Hast du eine Lampe oder ein LED-Licht, hat dieses konstant die gleiche Helligkeit. Wirklich konstant? Nicht ganz!

BATZONE Akkus Spannungsverlauf
Spannungsverlauf bei 0,4A Last

So senken die BATZONE-Akkus kurz vor dem Ende der Kapazität ihre Spannung auf 1,1 V ab. Warum?
Dies soll die „niedrige Batterie-Standmeldung“ bei diversen Endgeräten auslösen bzw. bei Lichtern und Taschenlampen kannst du erkennen: „Ah, diese sind plötzlich dunkler geworden, die Akkus sind gleich leer“.
Ein, wie ich finde, sehr praktisches Feature!

 

Ladedauer

Wie lange dauert das Laden der Akkus in der praktischen Ladebox?

BATZONE Akkus Ladedauer

Bei mir im Test dauerte das Laden von 4 Akkus gleichzeitig rund 3 Stunden. Nicht rekordverdächtig schnell, aber durchaus flott.

 

Fazit

Ich bin mit den BATZONE Lithium-AA-Akkus* richtig zufrieden! Nein, es sind nicht die Lithium-Akkus mit der absolut höchsten Kapazität. Dieser Titel geht weiterhin an die XTAR-AA-Lithium 4150 mWh/2500 mAh Akkus Link zum Artikel.
Aber wir haben hier eine gute Kapazität und vor allem ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Rund 37 € für 8 Akkus inklusive der wirklich praktischen Ladebox ist für Akkus mit dieser Kapazität ein fairer Preis!
Gerade die Ladebox, die auch Platz für alle 8 Akkus bietet, ist mir sehr positiv aufgefallen.
Also ja, solltest du Lithium-AA-Akkus suchen, dann kann ich die BATZONE mit gutem Gewissen empfehlen!

8xAA Wiederaufladbare Lithium Akkus mit Ladegerät, 3600mWh Hohe...

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Praktische Ladebox
  • Gute Kapazität von bis zu 2149 mAh bzw. 3212 mWh
  • Schutzfunktionen gegen Tiefentladung
  • Konstante Spannung von 1,5 V
  • Automatische Spannungsreduktion auf 1,1 V bei niedriger Kapazität

5x Lithium AA Akkus im Vergleich, XTAR, ANSMANN, Hixon und mehr im Vergleich

iWALK LinkPod X Powerbank Test (2024) Eine flexible Mini-Powerbank

Mini-Powerbanks können etwas extrem Praktisches sein, vor allem wenn diese über einen integrierten Ladeport verfügen, so dass du kein Ladekabel mit dir herumtragen musst.

iWALK bietet mit dem LinkPod X hier nun eine aus meiner Sicht besonders spannende Mini-Powerbank an. So verfügt diese über 5000 mAh, eine Ausgangsleistung von 20 W und einen integrierten USB-C- bzw. Apple-Lightning-Stecker! Diesen kannst du entsprechend deinen Bedürfnissen austauschen.

Klingt interessant! Wollen wir uns die iWALK Powerbank 5000 mAh doch einmal im Test ansehen.

 

Die iWALK LinkPod X im Test

Bei der LinkPod X Powerbank handelt es sich um eine “Ansteck-Powerbank”. Diese ist also sehr kompakt gebaut und verfügt auf der Oberseite über einen entsprechenden Ladestecker.

Dieser erlaubt es, die Powerbank ohne zusätzliches Ladekabel an dein Smartphone anzuschließen.

Hier hat die iWALK LinkPod X eine Besonderheit. Normalerweise musst du dich zwischen USB-C und Apple Lightning bei solchen Powerbanks entscheiden. Nicht so bei der LinkPod X. Diese besitzt einen USB-C- und einen Lightning-Aufsatz, zwischen welchen du dich entscheiden kannst.

Ebenso bringt die Powerbank einen “Gummi-Überzug” mit, in welchem dieser Aufsatz verstaut wird und der die Powerbank schützt.

Ohne diesen Gummi-Überzug misst die Powerbank ca. 78 x 34,6 x 26 mm und bringt 96 g auf die Waage.

Als kleinen Bonus bietet die Powerbank eine LC-Anzeige auf der Front, welche dich über den Ladestand in % informiert.

 

Anschlüsse der LinkPod X

Auf der Oberseite besitzt die LinkPod X den USB-C- oder Lightning-Stecker. Zusätzlich haben wir an der Seite der Powerbank einen USB-C-Port, welcher aber als reiner Eingang gedacht ist.

  • USB-C / Lightning Stecker – 20 W USB Power Delivery – 5 V/2,4 A, 9 V/2,22 A, 12 V/1,67 A

Mit 20 W hat die LinkPod X für solch eine kompakte Powerbank durchaus eine ordentliche Leistung. Geladen kann die Powerbank laut Hersteller mit bis zu 18 W, was auch nicht übel ist.

 

Auch PPS wird unterstützt

Erfreulicherweise unterstützt die Powerbank auch den PPS-Standard.

  • 3,3 – 11 V bei bis zu 2 A

Dies ist vor allem für die diversen Samsung-Smartphones wichtig und hilft, die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit diesen zu optimieren.

Mehr Infos dazu, was PPS ist, findest du hier: https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Kapazität der Mini-Powerbank

Laut Hersteller soll die LinkPod X 5000 mAh Kapazität bieten. Ich messe die Kapazität mithilfe einer elektronischen Last.

Folgendes konnte ich hier ermitteln:

iWALK Powerbank 5000 mah Wh mAh mAh @3,7 V % der HA
5V/1A 15,64 3113 4227 85%
9V/1A 14,925 1618 4034 81%
9V/2A 12,961 1401 3503 70%

 

So schwankte die Kapazität zwischen 4227 mAh bei 3,7 V bzw. 15,64 Wh im besten Fall und 3503 mAh bei 3,7 V bzw. 12,961 Wh im schlechtesten Fall.

Dies ist eine recht große Spanne von 70 % bis 85 % der Herstellerangabe. Normalerweise sage ich, dass Ergebnisse über 80 % die Norm sind.

Allerdings ist es bei Mini-Powerbanks leider üblich, dass diese bei höheren Lasten etwas einbrechen.

So konnten wir dieses Verhalten auch bei der originalen LinkPod beobachten, welche konstant eine merkbar niedrigere Kapazität lieferte.

Die VEGER V0556 hingegen lieferte bei niedrigeren Lasten eine niedrigere Kapazität, aber bei höherer Last dafür eine bessere.

 

Für welche Geräte geeignet?

Mit einer Leistung von 20 W bzw. 22 W ist die iWALK LinkPod X generell für Smartphones gut geeignet.

Dabei ist diese universell kompatibel, auch dank des Lightning- und USB-C-Aufsatzes.

So ist die Powerbank für Apple, Samsung, Google Pixel und auch die diversen chinesischen Smartphones empfehlenswert.

 

Ladedauer

Die Powerbank wird über einen USB-C-Port an der Seite geladen. Hier akzeptiert die Powerbank auch USB Power Delivery. In meinem Test konnte die Powerbank mit bis zu 18,x W laden.

Dies resultierte in einer sehr schnellen Ladezeit von gerade einmal 1:28 h.

 

Fazit

Ich finde Mini-Powerbanks, die ohne Kabel usw. nutzbar sind, extrem praktisch im Alltag. So mag ich auch die iWALK Powerbank 5000 mAh sehr gerne!

Ich denke, dies ist eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Mini-Powerbank. So hat sie mit 20 W bzw. 22 W nach PPS eine gute Leistung und ist auch absolut universell kompatibel.

Die Powerbank nutzt nicht nur den USB-Power-Delivery-Standard, welcher auch von Apple, Samsung, Google usw. genutzt wird, sondern erlaubt auch das Austauschen des USB-C-Steckers gegen einen Lightning-Stecker, falls du noch ein älteres Apple-Gerät hast.

Super!

Die Kapazität ist dabei zwar nicht gigantisch, aber wie ich finde, in der Praxis ausreichend. So kannst du bei einem aktuellen Smartphone mit einer 50 – 80 % Ladung rechnen. Was aus meiner Sicht für eine Notfall-Powerbank ausreichend ist.

Dabei ist die Powerbank auch selbst super schnell geladen! Diese ist in gerade einmal 1:28 h wieder komplett gefüllt.

Preislich finde ich 30 € für die iWALK LinkPod X vertretbar, aber schon etwas am oberen Ende. Solltest du etwas sparen wollen und falls du den zusätzlichen Lightning-Stecker nicht benötigst, schau dir mal die günstigere VEGER V0556 als Alternative an.

iWALK Powerbank 5000 mah, 20W Tragbares Ladegerät,2 Abnehmbarer...

  • Integrierte Stecker
  • Kompakt und leicht
  • Ordentliche Leistung: 20W (bzw. 22W mit PPS)
  • Universell kompatibel
  • PPS Unterstützung
  • In 1:28h vollständig geladen
  • Akkustandsanzeige

Ist das Anker Prime 100W das beste kompakte Ladegerät? Detaillierter Test

Anker bietet mit dem A2688 ein ultra-kompaktes 100-W-Ladegerät in seiner Prime-Serie an. Es verfügt über 3 USB-Ports mit bis zu 100 W Leistung sowie einen einklappbaren Stecker. Auf den ersten Blick scheint der Anker Prime Charger 100 W ein ideales Reiseladegerät zu sein!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist das Ladegerät wirklich so gut, wie es auf den ersten Blick scheint?
Finden wir es im Test heraus!

 

Ein ultra-kompaktes 100-W-Ladegerät

Das wohl wichtigste Merkmal des A2688 ist der Formfaktor.

Hier haben wir ein 100-W-Ladegerät im typischen Steckdosen-Adapter-Design, das mit 66,8 x 44 x 29 mm sehr kompakt ist – besonders für ein Modell mit drei Ports.

Es ist das kompakteste 100-W-Modell, das ich bisher in den Händen hatte, sogar etwas kompakter als das Ugreen Nexode Pro 100 W. Die Abmessungen des Anker Prime Charger 100 W sind eher mit einem kompakten 65-W-Ladegerät vergleichbar, was beeindruckend ist.

UGREEN Nexode Pro 100 W / Anker Prime 100 W / INIU AI-641

Mit 183 g ist das Gewicht ebenfalls sehr niedrig, wenn auch nicht „unfassbar“ niedrig. Es gibt einige 100-W-Ladegeräte, die minimal weniger wiegen. Dennoch ist das Gewicht als sehr niedrig zu bezeichnen.

Aufgrund der extrem kompakten Abmessungen wirkt das Ladegerät allerdings sehr massiv und „dicht“. Es ist offensichtlich, dass das gesamte Ladegerät ausgefüllt ist.
Die Verarbeitungsqualität entspricht dem für Anker Prime typischen hohen Niveau, und auch die Konstruktion rund um den einklappbaren Stecker wirkt solide.

 

Anschlüsse des Anker Prime 100 W

Das Anker A2688 Prime 100 W Ladegerät besitzt an der Front 2x USB-C- und 1x USB-A-Anschlüsse, was eine sehr alltagstaugliche Verteilung ist.

  • USB-C: 100 W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-A: 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Beide USB-C-Ports bieten eine Leistung von 100 W nach dem USB Power Delivery-Standard. Damit hat das Ladegerät in der Theorie genug Leistung, um sogar große Notebooks zu versorgen.

Der USB-A-Port wiederum bietet 22,5 W nach Super Charge bzw. 18 W nach Quick Charge.

 

Keine 12-V-Stufe

Wie viele andere Anker-Ladegeräte verzichtet auch dieses Modell auf die 12-V-Spannungsstufe bei den USB Power Delivery-Ports.
Die 12-V-Spannung wird bei USB Power Delivery nur selten genutzt, daher ist dies kein großes Manko. Dennoch ist für mich unverständlich, warum Anker als einer der wenigen Hersteller auf diese Stufe verzichtet.

 

Überschaubare PPS-Stufe

Natürlich unterstützen beide USB-C-Ports des Ladegeräts den PPS-Standard.

  • PPS-Stufe: 5 – 11 V bei bis zu 5 A

Diese PPS-Stufe ist ausreichend groß, um Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W zu laden, sofern diese das unterstützen.

Erstaunlich ist jedoch, dass die PPS-Stufe nur bis 11 V geht! Dies begrenzt beispielsweise die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit dem Google Pixel 9 Pro XL und einigen chinesischen Geräten.
Eigentlich wäre bei einem Ladegerät dieser Klasse eine PPS-Stufe mit bis zu 21 V zu erwarten.
Weitere Informationen zu PPS findest du hier ->

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

 

Belastungstest

Ich unterziehe alle Ladegeräte, die ich teste, einem Belastungstest. Dabei belaste ich das Ladegerät für Zeitraum X mit 100 % der vom Hersteller angegebenen Leistung, also hier 100 W, mithilfe einer elektronischen Last.

Wie hat sich das Anker Prime 100 W Ladegerät hier geschlagen?
Erwartungsgemäß: mäßig gut! Das Anker Prime 100 W Ladegerät kann nicht konstant 100 W liefern. Es schafft die 100 W für ca. eine Stunde, bevor es überhitzt und die Leistung drosselt.

Überrascht mich das? Nein! Das Anker Prime ist extrem kompakt, und solche Ladegeräte haben in der Praxis oft Temperaturprobleme. Gleiches gilt beispielsweise für das Ugreen Nexode Pro 100 W.

Ist das in der Praxis ein Problem? Meist eher nicht, aber solltest du planen, ein Notebook über mehrere Stunden unter Last mit diesem Ladegerät zu betreiben, könntest du auf eine temperaturbedingte Drosselung stoßen.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB Power Delivery-Ladegeräten prinzipiell nicht mehr ganz so wichtig für die Ladegeschwindigkeit wie bei normalen USB-A-Ladegeräten. Dennoch ist eine stabile Spannung ein gutes Zeichen für hochwertige Elektronik.

Unter zunehmender Last zeigt sich ein leichter Spannungsabfall. Dies ist nicht ungewöhnlich.
Ich würde die Spannungsstabilität, auch auf einer „Mikro-Spannungs-Ebene“, als solide bezeichnen.

 

Effizienz des Ladegeräts

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Effizienz. Wie schlägt sich hier der Anker Prime Charger 100 W? Dies teste ich ebenfalls mithilfe einer elektronischen Last.

Die Effizienz schwankte im Test zwischen 86,6 % im Minimum und 91,1 % im Maximum. Besonders die minimale Effizienz des Prime ist erfreulich gut, was sich auch im Vergleich zu anderen Ladegeräten zeigt.

Bei niedriger bis mittlerer Last ist die Effizienz sehr gut. Bei Volllast können jedoch einige andere Modelle besser abschneiden. Vor allem das INIU AI-641 schlägt das Prime hier deutlich.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Fazit

Ich kann den Anker Prime Charger 100 W nur bedingt empfehlen. Wir haben hier ein technisch gutes Ladegerät zu einem sehr hohen Preis.
Es ist gut, aber technisch auch nicht herausragend. Wir haben ein 100-W-Ladegerät mit 3 Ports, einer guten PPS-Range und guter Effizienz.

Die wichtige PPS-Range von 5 – 11 V bei bis zu 5 A ist für Samsung-Smartphones ideal, aber für ein High-End-Ladegerät nicht überragend. Eine Range bis zu 20/21 V wäre wünschenswert, besonders für einige chinesische Smartphones.

Anker Prime Ladegerät, 100W USB-C Ladegerät, 3 Port GaN faltbares...

  • Extrem Kompaktes Design
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Einklappbarer Stecker
  • PPS-Unterstützung
  • Effizienz bei mittlerer Last
  • Begrenzte PPS-Spannungsrange: PPS nur bis 11 V
  • Keine 12-V-Spannungsstufe
  • Hitzeprobleme bei Volllast
  • Gehobener Preis

Die Effizienz ist bei niedriger Last hervorragend und bei hoher Last gut. Allerdings leidet das Anker Prime 100 W aufgrund der ultra-kompakten Abmessungen bei Volllast etwas unter Hitzeproblemen.
Kurzum: Für weniger Geld bekommst du bessere Ladegeräte wie das INIU AI-641, wenn dir die Abmessungen nicht so wichtig sind.

Das ist sozusagen die Trumpfkarte des Anker Prime 100 W – es ist ein wirklich winziges Ladegerät mit 100 W Leistung und drei Ports. Wenn dir das Gewicht und die Größe wichtig sind, dann ist das Anker Prime 100 W ein Top-Ladegerät.
Nutzen du es jedoch nur zu Hause, würde ich andere Modelle wie das INIU AI-641 bevorzugen.

Anker Prime 100 W
Positiv
Kompaktes Design: Sehr kleine Abmessungen (66,8 x 44 x 29 mm) und geringes Gewicht (183 g) – ideal für Reisen
Hohe Verarbeitungsqualität
Einklappbarer Stecker
100W USB-C Power Delivery
Hohe Effizienz bei mittlerer Last
PPS Unterstützung
Negativ
Begrenzte PPS-Spannungsrange: PPS nur bis 11 V
Keine 12-V-Spannungsstufe
Hitzeprobleme bei Volllast
Gehobener Preis
85

Tineco Pure One A50S im Vergleich: Leistungsstarker Staubsauger für Haustierbesitzer

Bereits vor einer Weile hatten wir uns den günstigen A30S Plus von Tineco im Test angesehen. Dies ist ein hervorragender, preiswerter Akku-Staubsauger, dessen einzige Schwäche vielleicht die Bodenbürste war. Der A50S ist nun ein Modell, das eine Klasse größer ist und vor allem über eine verbesserte Bodenbürste verfügt. Dabei bleibt der Preis mit 269 € auf den ersten Blick sehr attraktiv.

Sehen wir uns den Tineco Pure One A50S im Test einmal genauer an! An dieser Stelle vielen Dank an Tineco für das Zurverfügungstellen des A50S für diesen Test.

 

Der Tineco Pure One A50S im Test

Der Tineco Pure One A50S setzt im Kern auf das vertraute Design eines Akku-Staubsaugers.

So haben wir zunächst die „Handeinheit“, welche du mit den beiliegenden Aufsätzen nutzen kannst, um beispielsweise Ecken oder Krümel zu saugen. Die Handeinheit ist beim A50S etwas größer als bei vielen anderen günstigeren Modellen. Dies liegt aber auch am vergleichsweise großen Schmutzauffangbehälter, der hier 1 Liter fasst.

Wie bei Akkusaugern dieser Art üblich, kannst du diesen mithilfe der Verlängerung und der Bodenbürste in einen normalen Staubsauger umbauen. Also ja, der A50S kann einen normalen Staubsauger zu 100 % ersetzen. Das generelle Design des A50S ist dabei schick und modern.

So haben wir auf der Rückseite, bei den Steuerungstasten, sogar ein kleines Display. Dieses Display zeigt dir den aktuellen Modus an (ECO, Max, Auto) sowie die erkannte Schmutzmenge. Leider gibt es hier jedoch keine Akkustandsanzeige – lediglich am Akku selbst leuchtet eine LED rot, wenn der Akku schwach ist.

 

Filter und Schmutzauffangbehälter

Der Schmutzauffangbehälter des A50S befindet sich an der Vorderseite des Staubsaugers und lässt sich über einen kleinen Hebel direkt über der Mülltonne öffnen. Mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter ist der Behälter angenehm groß – ideal für Haustierbesitzer wie mich, da Tierhaare oft viel Platz beanspruchen und der Behälter seltener geleert werden muss.

Tineco setzt auf ein ausgeklügeltes Filtersystem: Zunächst sorgt ein Zyklon-System dafür, dass grober Schmutz wie Haare von den Feinstaubfiltern ferngehalten wird. Hinter diesem System befinden sich mehrere Feinstaubfilter, die laut Tineco 99,97 % der Partikel herausfiltern.

In meinem Test hat das System einwandfrei funktioniert. Besonders der Zyklon leistete sehr gute Arbeit, sodass nur wenig Schmutz im HEPA-Filter landete. Dies ist ein großer Vorteil, da es die Lebensdauer des Filters erheblich verlängert! Super! Ein besseres Filtersystem habe ich in dieser Klasse von Staubsaugern bisher noch nicht gesehen.

 

3DSense Power Bürste

Ein Highlight und auch der größte Vorteil gegenüber dem kleineren A30S ist die „3DSense Power Bürste“. Diese motorisierte Bodenbürste verfügt über eine spezielle Borstenstruktur, die das Verheddern von Haaren vermeiden oder minimieren soll. Da es bei mir keine besonders langen Haare im Haushalt gibt, kann ich dies aber nicht praktisch bestätigen.

Auf der Front lässt sich mithilfe eines Schiebers einstellen, wie stark die Bürste ansaugen soll. Ein stärkeres Ansaugen verbessert die Reinigungsleistung auf Teppichen, da Schmutz tiefer aus diesem gesaugt wird, kann jedoch auf Läufern und in Kombination mit größeren Schmutzpartikeln Probleme bereiten.

Zudem ist die Bürste auf der Front mit einer grünen LED „beleuchtet“, die hilft, Schmutz visuell hervorzuheben. Und ja, dies macht in der Praxis durchaus einen großen Unterschied! Auch an den Seiten hat die Bürste Sensoren, die erkennen, wenn du dicht an einer Wand bist. Wird dies erkannt, regelt der Sauger die Saugleistung hoch, sodass Staub mehr von den Seiten eingesaugt wird – nett! Also, die motorisierte Bodenbürste ist wirklich ein Highlight an diesem Staubsauger!

 

Mit iLoop-Sensor

Der A50S ist mit dem iLoop-Sensor ausgestattet. Was bedeutet das? Der iLoop-Sensor erkennt automatisch, wie viel Schmutz gerade eingesaugt wird, und passt die Saugleistung entsprechend an. Einfach gesagt, gibt es im Staubsauger eine Lichtschranke. Wenn diese erkennt, dass eine größere Menge Schmutz und Staub hindurchgeht, wird die Saugleistung erhöht, bis das Schmutzaufkommen wieder abnimmt.

Warum ist das sinnvoll? Die Akkulaufzeit von Staubsaugern wird stark von der Motorleistung beeinflusst. Die vollen 70 Minuten erreicht man nur im „ECO“-Modus, während die Laufzeit bei maximaler Power auf unter 10 Minuten sinkt. Der iLoop-Sensor hilft dabei, die Akkulaufzeit zu maximieren, indem er die Leistung dynamisch je nach Schmutzmenge regelt.

Glücklicherweise funktioniert das beim A50S hervorragend! Der Staubsauger reagiert sehr schnell und präzise auf wechselnde Schmutzmengen. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass er schneller reagiert als einige der älteren High-End-Modelle von Tineco.

 

Starke Saugleistung in fast allen Bereichen

Wie sieht es in der Praxis aus? Richtig gut! Bereits der A30S Plus konnte mich von der Saugleistung absolut überzeugen! Dort war lediglich die Bodenbürste ein kleiner Minuspunkt. Der A50S hat nun eine verbesserte Bodenbürste und eine noch höhere Saugleistung. Entsprechend sind die Ergebnisse in der Praxis hervorragend.

Der A50S unterscheidet sich von der Saugleistung im Alltag praktisch nicht von High-End-500€+-Akkusaugern. Auf glatten Böden haben wir eine nahezu perfekte Saugleistung. Haare, Hausstaub und ähnliche Partikel werden perfekt vom A50S aufgenommen – auch am Rand und in Ecken. Hier macht die 3DSense Power Bürste einen super Job!

Aber nicht nur auf glatten Böden haben wir eine sehr gute Reinigungsleistung, sondern auch auf Teppichen. So habe ich drei Hunde und entsprechend ein etwas größeres Aufkommen an Haaren, und ich verfüge über mehrere Räume mit Teppichen bzw. Teppichboden. Daher ist mir eine gute Reinigung von Hundehaaren wichtig. Und auch hier schlägt sich der A50S fantastisch! Je nach Teppich und Struktur kann die Reinigungsleistung etwas schwanken, aber der A50S ist hier extrem dicht am Dyson V11 dran, wenn nicht sogar teils etwas stärker! Kurz gesagt: Die Saugleistung überzeugt voll und ganz!

 

Lautstärke

Akkusauger sind alle nicht sonderlich leise. Die effektive Lautstärke des A50S hängt natürlich von der eingestellten Leistung ab. Tendenziell ist der A50S „mittellaut“. Er ist weder super leise noch besonders laut, sondern liegt irgendwo in der Mitte. Dies gilt sowohl für den Sauger als auch für die Bodenbürste.

Erfreulicherweise ist dabei der Ton des A50S vergleichsweise „warm“ und weniger schrill und kreischend.

 

Fazit

Der Tineco A30S sowie der hier getestete A50S sind zu 100 % empfehlenswert. Mehr Akkustaubsauger braucht man eigentlich kaum. Die Saugleistung des Tineco Pure One A50S ist extrem gut, egal ob nun auf Teppichen oder glatten Böden. Auch mit den Haaren meiner Hunde, selbst auf Teppichböden, kommt er sehr gut zurecht.

Dabei hat der A50S auch einen schön großen Schmutzauffangbehälter mit 1 Liter Fassungsvermögen (zum Vergleich: Dyson V11 hat 770 ml) und ein gutes Filtersystem. Hier haben wir einen mehrstufigen Zyklonfilter, der dafür sorgt, dass sich die Feinstaubfilter im A50S nicht so schnell zusetzen, wie es bei vielen günstigeren Modellen der Fall ist. Auch die Bodenbürste ist hervorragend, mit der LED-Beleuchtung und der automatischen Saugkrafteinstellung.

Zu kritisieren gibt es nur das Fehlen einer genauen Akkustandsanzeige und vielleicht einer elektrischen „Polsterbürste“. Aber abgesehen davon ist der Tineco Pure One A50S wirklich herausragend und für 269 € eine absolute Preis-Leistungs-Empfehlung! Hier haben wir einen Akkusauger, der für fast jeden Nutzer gut genug ist und nicht die Welt kostet.

 

Tineco Pure One A50S
Positiv
Starke Saugleistung: Gute Reinigung auf Teppichen und glatten Böden
3DSense Power Bürste
iLoop-Sensor
Ausgeklügeltes Filtersystem
Großer Schmutzauffangbehälter
Fairer Preis
Negativ
Keine genaue Akkustandsanzeige
Keine elektrische Polsterbürste im Lieferumfang
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Was kann Tado X besser als das alte V3-System? (Tado X im Test)

Tado bietet meines Erachtens das beste smarte Heizkörper-Steuerungssystem an. Überraschenderweise hat Tado nun jedoch ein neues System mit einer neuen Bridge und neuen Thermostaten eingeführt, die nicht mehr mit dem alten System kompatibel sind. Dies ist höchst ungewöhnlich! Ein „Refresh“ von Smart-Home-Systemen ist nicht unüblich, aber ein kompletter Neustart ohne Kompatibilität zum alten System ist merkwürdig.

Schauen wir uns in diesem Test an, was das neue Tado X-System besser kann als das „alte“ V3-System und ob sich ein Umstieg lohnen könnte.

 

Das Tado X-System im Test

Der offensichtlichste Unterschied zum „alten“ Tado-System ist das Design, beginnend bei der Bridge. Die neue Tado X-Bridge ist ein Steckdosenadapter, der sich per WLAN mit deinem Netzwerk verbindet.

Die alte Tado-Bridge hingegen wurde via USB mit Strom versorgt und benötigte eine LAN-Verbindung. Diese war zwar unkomfortabler, jedoch stabiler.

Die Flexibilität bei der Positionierung der neuen Bridge ist ein großer Vorteil. Die größten Designänderungen gibt es jedoch beim Thermostat. Dieses ist nun etwas größer geworden und sieht deutlich schicker aus. Es verfügt über ein LCD-Farbdisplay auf der Vorderseite, das in gewissem Rahmen touch-empfindlich ist. Erfreulicherweise lässt sich die Temperatur am Thermostat mithilfe eines Drehrings verstellen, was deutlich angenehmer ist als über einen Touchscreen.

 

Mit Akku!

Bisher nutzen die Tado-Thermostate und die meisten anderen Smart-Home-Thermostate AA-Batterien, die sich schnell und problemlos austauschen lassen. Die neuen Tado X-Thermostate hingegen besitzen einen integrierten Akku, der abnehmbar und über USB-C aufladbar ist.

Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil: Du benötigst keine Wegwerfbatterien mehr, und der verbaute Akku hat deutlich mehr Kapazität. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum wir jetzt ein LCD-Farbdisplay haben können. Der Nachteil: Das Laden des Akkus dauert etwas, und währenddessen (sofern du keinen Ersatzakku hast) funktioniert der Heizkörper nicht.

Zur Akkulaufzeit kann ich bisher leider noch nichts sagen. Laut Hersteller soll sie bei rund einem Jahr liegen.

 

Schickes Display

Die alten Tado-Thermostate besaßen lediglich eine LED-Anzeige für die eingestellte Temperatur. Diese war ausreichend, jedoch teils schwer ablesbar. Dies ändert sich mit Tado X! Die Tado X-Thermostate verfügen über ein LCD-Farbdisplay, das klar und deutlich die Temperatur anzeigt, wenn du den Ring drehst. Die Ausrichtung des Displays lässt sich frei einstellen, sodass es zur Montage passt.

 

Universell kompatibel

Im Lieferumfang der Tado X-Thermostate befinden sich 6 Adapter, sodass diese (laut Hersteller) mit beinahe jedem Heizkörper kompatibel sind.

In Deutschland wirst du diese Adapter jedoch nicht benötigen, da hier 99,9 % aller Heizkörper das M30 x 1,5-Gewinde verwenden, wofür kein Adapter notwendig ist.

 

Die Tado-App

Die Tado-App setzt auf ein Kachel-Design, das optisch ansprechend ist, jedoch nicht ganz so effizient.

Jeder Raum, den du in der App anlegst und mit einem Thermostat ausstattest, erhält eine eigene Kachel, auf der die aktuelle Temperatur und die Zieltemperatur angezeigt werden. Tippst du die Kachel an, kannst du die Temperatur manuell steuern, einen Zeitplan anlegen und Statistiken einsehen.

Das Tado-System protokolliert die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit und Heizaktivität, was in einem Diagramm dargestellt wird. Einem Raum können auch mehrere Thermostate zugeordnet werden, die dann synchron arbeiten.

Im Zeitplan kannst du für jeden Wochentag beliebig viele Blöcke anlegen und für diese individuell eine Temperatur festlegen. Es lässt sich auch eine „Abwesenheitstemperatur“ einstellen.

 

Paywall, Geofencing und Auto-Assist

Die Tado X-Heizkörper unterstützen erweiterte Funktionen wie Geofencing und eine offene Fenster-Erkennung. Allerdings sind diese Funktionen teilweise nur mit einem Abo nutzbar! Geofencing und die Fenster-Erkennung funktionieren auch ohne Abo, jedoch musst du die Benachrichtigung aktiv antippen. Möchtest du, dass das System automatisch handelt, fallen monatlich 3,99 € an.

Geofencing bedeutet, dass das System erkennt, ob sich dein Smartphone bzw. die verbundenen Smartphones im Haus befinden. Verlassen alle das Haus, werden die Heizkörper automatisch in den „Away“-Modus geschaltet. Die offene Fenster-Erkennung erkennt plötzliche Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen und schaltet den Heizkörper ab, damit du nicht „aus dem Fenster heizt“. Beide Funktionen können mehr als die 3,99 € pro Monat einsparen.

 

Mit Matter (und Thread)

Das Tado X-System unterstützt Matter und Thread. Matter ist eine offene Smart-Home-Schnittstelle, die ähnlich wie Apple HomeKit funktioniert, jedoch nicht auf einen Hersteller beschränkt ist.

So kannst du die Thermostate in andere Matter-fähige Smart-Home-Systeme einbinden und darüber steuern.

 

HomeAssistant nur über Matter

Derzeit funktioniert die HomeAssistant-Tado-Integration nicht richtig mit Tado X. Allerdings kannst du die Thermostate über Matter in HomeAssistant einbinden, was bei mir problemlos funktioniert hat.

 

Praktische Erfahrungen

Der Herbst hat gerade erst begonnen, aber ich konnte bereits ein paar praktische Erfahrungen mit dem Tado X-System sammeln. Das Tado X-System hat bei mir problemlos funktioniert: Wenn die Raumtemperatur unter den gewünschten Wert fällt bzw. knapp davor liegt, drehen die Thermostate die Heizkörper auf. Die Thermostate arbeiten sehr sensibel und halten die Temperatur gut. Zeitpläne werden zuverlässig umgesetzt, und es gab keine Aussetzer.

 

Was kann Tado X mehr als Tado V3?

Falls du dich nun fragst, was das neue Tado X-System mehr kann als das „alte“ Tado-System, lautet die Antwort: nicht viel mehr. Hier eine kurze Übersicht:

  • Funktional sind beide Systeme identisch.
  • Beide Systeme nutzen die gleiche App.
  • Tado X verwendet Akkus, das alte Tado-System AA-Batterien.
  • Design der Thermostate und der Bridge.
  • Die Bridge bei Tado X nutzt WLAN, die bei Tado V3 LAN.
  • Tado X unterstützt Matter und Thread.
  • 10 Jahre Garantie.

Im Kern sind also beide Systeme funktional identisch. Der größte Unterschied ist das Design der Thermostate, das mir beim Tado X-System deutlich besser gefällt. Ob Akkus oder AA-Batterien besser sind, ist Ansichtssache.

 

Tado X und Tado V3 mischen?

Wenn du bereits die alten Tado-Heizkörperthermostate besitzt, könntest du auf die Idee kommen, die neuen Tado X-Thermostate hinzuzukaufen oder beide Systeme parallel zu betreiben. Dies ist jedoch nicht möglich. Mehr dazu hier:

Tado X und Tado V3: Wie schlecht kann man einen Umstieg machen?

 

10 Jahre Garantie

Ein großer Pluspunkt zum Abschluss: Zum Zeitpunkt des Tests gibt Tado 10 Jahre Garantie auf sein „X“-System, was extrem gut ist!

 

Fazit zum Tado X-System

Ich bin langjähriger Nutzer des alten Tado-Systems, das bei mir tadellos funktioniert. Daher war ich sehr gespannt auf das neue Tado X-System. Generell halte ich das Tado X-System für empfehlenswert! Es gibt zwar einige fragwürdige Punkte, wie das Abo für erweiterte Funktionen, aber im Kern funktioniert Tado X sehr gut und zuverlässig. Die App ist optisch ansprechend gestaltet, und die neuen Thermostate sehen sehr schick aus. Vor allem das LCD-Display ist ein großer Mehrwert. Auch der verbaute (und abnehmbare) Akku kann ein Plus sein.

Das Tado X-System hebt sich vor allem durch das Geofencing und das Design von der Konkurrenz ab. Allerdings musst du für die volle Funktionalität des Geofencing mit zusätzlichen 3,99 € pro Monat rechnen. Dank Matter-Unterstützung kannst du das System auch in andere Matter-fähige Smart-Home-Systeme einbinden. Bei mir funktionierte das problemlos mit dem Home Assistant.

tado Smartes Heizkörperthermostat X – Starter Kit mit Bridge X...

  • Modernes Design
  • Schickes LCD-Farbdisplay
  • Integrierter Akku, der via USB C geladen werden kann
  • Unterstützt Geofencing und offene Fenster-Erkennung
  • Matter und Thread Unterstützung
  • 10 Jahre Garantie
  • Gute App
  • Nicht kompatibel mit dem alten Tado V3-System
  • Einige erweiterte Funktionen sind nur mit einem monatlichen Abo (3,99 €) verfügbar

Kurzum: Für Neueinsteiger kann ich das Tado X-System mit gutem Gewissen empfehlen. Mein Tipp: Warte auf Sonderangebote! 250 € für das Starter-Set mit zwei Thermostaten ist zu viel. Bei einem Amazon-Sale habe ich 99 € gezahlt, was ein sehr guter und fairer Preis ist.

Tado X
Positiv
Modernes Design
LCD-Farbdisplay
Integrierter Akku, der via USB C geladen werden kann
Unterstützt Geofencing und offene Fenster-Erkennung
Matter und Thread Unterstützung
10 Jahre Garantie
Gute App
Negativ
Nicht kompatibel mit dem alten Tado V3-System
Einige erweiterte Funktionen sind nur mit einem monatlichen Abo (3,99 €) verfügbar
Hoher Preis
90

TINECO A30S Plus im Test: Leistungsstarker Akkusauger für Tierhaare unter 200€

Ein Akkustaubsauger ist ein Segen in jedem Haushalt. Allerdings kann einem bei einem Blick auf die Preise, welche die großen Hersteller teils für ihre Modelle verlangen, schon etwas schwindelig werden.

Es gibt natürlich auch viele No-Name-Modelle, aber dort ist immer zweifelhaft, wie gut diese sind und auch wie einfach du Filter und anderes Zubehör nachkaufen kannst.

TINECO bietet mit dem A30S nun einen neuen, günstigen Akkusauger für knapp unter 200 € an.

Dabei liest sich dieser sehr gut! Wir haben eine lange Akkulaufzeit von bis zu 60 Minuten, eine hohe Saugleistung von bis zu 160 „AirWatts“, einen sehr großen Schmutzauffangbehälter und ein mehrstufiges Filtersystem.

Wollen wir uns den A30S (Plus) von TINECO einmal näher im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an TINECO für das Zurverfügungstellen des A30S für diesen Test.

 

Der TINECO A30S Plus im Test

Der TINECO A30S Plus setzt zunächst auf das übliche Design eines Akkustaubsaugers. So ist die komplette Elektronik und auch der Schmutzauffangbehälter in einer länglichen Einheit untergebracht.

Diese kannst du mit den passenden, beiliegenden Aufsätzen als Handstaubsauger zum Krümel-, Polster-Saugen usw. nutzen.

Mit im Lieferumfang liegt aber auch eine motorisierte Bodenbürste mit einem entsprechenden Stiel. Damit kann der TINECO A30S Plus prinzipiell einen normalen Staubsauger komplett ersetzen.

Was das Design angeht, ist der A30S Plus schlicht und schick. Wie beim Preis von unter 200 € auch zu erwarten ist, gibt es bei diesem kein Display oder Ähnliches. Gesteuert wird der Staubsauger einfach über zwei Tasten. Mit einer Taste wird dieser ein-/ausgeschaltet und mit der anderen verstellst du die Leistung.

Mit im Lieferumfang ist neben dem Staubsauger und den Aufsätzen auch ein Netzteil und eine Wandhalterung.

 

Filter und Schmutzauffangbehälter

Der Schmutzauffangbehälter des A30S Plus ist auf der Front des Staubsaugers angebracht und lässt sich über einen kleinen Hebel über der Mülltonne öffnen.

Dabei ist der Behälter mit 1 l erfreulich groß! Gerade für Tierbesitzer wie mich ist dies extrem hilfreich, da ich so den Behälter nicht so oft leeren muss, gerade da Tierhaare viel Volumen im Behälter einnehmen.

Dabei setzt Tineco auf eine erfreulich gute Filterung. So haben wir zunächst ein richtiges Zyklon-System, welches gröberen Schmutz wie Haare usw. von den eigentlichen Feinstaubfiltern abhält.

Hinter dem Zyklon-System gibt es mehrere Feinstaubfilter, welche laut TINECO 99,97 % der Partikel herausfiltern.

Bei mir im Test funktionierte das System auch erfreulich gut! So machte vor allem der Zyklon einen guten Job und es landete recht wenig Schmutz im HEPA-Filter. Dies ist sehr wichtig, denn dies verlängert die Haltbarkeit des Filters massiv!

 

Bodenbürste mit LED

Ein großer Pluspunkt sind die LEDs, welche an der Bodenbürste angebracht sind. Diese helfen wirklich sehr dabei, Schmutz und Staub auch in dunklen Ecken aufzuspüren.

Dies ist ein Feature, das ich erst so richtig zu schätzen gelernt hatte, nachdem ich es das erste Mal bei einem Staubsauger hatte.

 

Automatische Saugkraft mit iLoop Sensor

Ein Luxus-Feature, welches ich so bei einem unter 200 € Staubsauger eigentlich nicht erwartet hätte, ist der „iLoop“ Sensor.

Was ist das? Der iLoop Sensor erkennt automatisch, wie viel Schmutz gerade gesaugt wird und passt entsprechend die Saugleistung an. Wie macht das der Sensor? Es gibt hier einfach gesprochen eine Lichtschranke im Sauger und wenn dieser erkennt, dass viel Schmutz/Staub durch die Lichtschranke geht, wird die Saugleistung hochgedreht, bis das Schutzlevel sich wieder absenkt.

Warum das Ganze?

Die Akkulaufzeit bei Staubsaugern hängt massiv von der eingestellten Motorleistung ab. So erreichst du die 60 Minuten nur im „ECO“-Modus. Bei voller Power liegt die Akkulaufzeit bei unter 10 Minuten.

Hier soll der iLoop Sensor helfen, die Akkulaufzeit zu optimieren, indem die Leistung dynamisch rauf und runter geregelt wird.

Erfreulicherweise funktioniert dies beim A30S Plus auch sehr gut! Der Sauger reagiert sehr schnell und zuverlässig auf die Schmutzmengen. Teils hatte ich sogar das Gefühl, der Sauger reagiert schneller als die älteren High-End-Modelle von Tineco.

 

Hervorragende Saugleistung

Die wichtigste Frage ist aber, wie gut der A30S Plus saugt. Und die Antwort ist hier: erfreulich gut! Sowohl auf glatten Böden wie auch auf Teppichen und in Kombination mit Tierhaaren haben wir eine Reinigungsleistung, welche auf dem Level von deutlich teureren Modellen ist.

Besonders die Reinigungsleistung auf kürzeren Teppichen hat mich extrem positiv überrascht! Subjektiv hat hier der A30S den Dyson V11 sogar teils übertroffen, was das Entfernen von Hundehaaren angeht.

Haare und Hausstaub auf glatten Böden ist natürlich absolut kein Problem, aber hier erreichen die meisten aktuellen Akkusauger gute Ergebnisse.

Teppiche sind das wahre Problem, aber auch mit etwas längeren Teppichen kommt der A30S sehr gut klar.

An der Saugleistung ist wirklich nicht zu erkennen, dass wir hier ein Einsteigermodell haben. Ganz im Gegenteil, die Leistung von Akkusaugern ist in den letzten Jahren doch deutlich gestiegen, vermutlich aufgrund leistungsfähigerer Akku-Systeme, weshalb den Motoren mehr Leistung zugeführt werden kann. So bietet der TINECO A30S die Leistung eines 500-€-Modells von vor 3–4 Jahren, was mehr als beachtlich ist.

 

Saugt sich stark an

Die Bodenbürste des A30S Plus saugt sich vergleichsweise stark auf Teppichen fest. Dies hilft natürlich bei der Saugleistung und erklärt auch, warum diese auf Teppichen überdurchschnittlich gut ist.

Einige Sauger besitzen an ihrer Bodenbürste verstellbare Klappen, über welche sich einstellen lässt, wie viel sich die Bodenbürste ansaugt. Dies haben wir hier nicht. Die Bodenbürste ist recht stark geschlossen und entsprechend haben wir das starke „Festsaugen“.

Hilft bei der Saugleistung, aber macht natürlich das Saugen etwas anstrengender. Zudem hat der A30S beispielsweise auf Badezimmermatten Probleme. Diese saugt dieser so stark an, dass die rotierende Bürste blockiert.

Bei normalen Teppichen, egal ob kurz oder länger, ist mir dies aber nicht passiert.

 

Etwas lauter

Tatsächlich der größte Unterschied in der Praxis zu High-End-Modellen wie dem Dyson V11 und dem TINECO PURE ONE S15 war etwas die Lautstärke.

An sich ist der A30S Plus relativ leise, für einen Akkustaubsauger, zumindest in den niedrigeren Leistungsstufen. Nutzt du den Turbo-Modus, dann dreht der Sauger natürlich gut hoch, aber dies ist völlig normal. Ich habe noch keinen Akku-Staubsauger erlebt, der bei voller Leistung „leise“ ist.

Aber die Bodenbürste läuft beim TINECO A30S etwas lauter, als ich es von teureren Modellen gewohnt bin. Nicht falsch verstehen, der A30S bzw. dessen Bodenbürste ist nicht extrem laut, aber schon etwas wahrnehmbar.

Hat dies meine Hunde gestört? Nö! Nach meiner Erfahrung mögen Haustiere hohe Frequenzen bei Staubsaugern weniger. Aber der TINECO A30S und auch dessen Bodenbürste sind recht warm klingend.

 

Fazit

Der TINECO A30S Plus ist ein fantastischer Akkustaubsauger unter 200 €, welcher problemlos in der Lage ist, einen regulären Staubsauger zu ersetzen.

So bietet der A30S Plus zunächst eine sehr gute Saugleistung. Dies auch auf Teppichen und in Kombination mit Tierhaaren. Ich benutze in meiner Wohnung normalerweise den Dyson V11 und den TINECO S15 und was die Saugkraft angeht, habe ich hier nichts vermisst!

Auch das Filtersystem mit dem Zyklon funktioniert tadellos. Viele günstigere Modelle verzichten darauf, was allerdings dazu führt, dass die Feinstaubfilter sich sehr schnell zusetzen. Dies ist hier nicht der Fall.

Sogar bei der Akkulaufzeit gibt es keine großen Kompromisse, wenn überhaupt. Theoretisch haben wir eine Laufzeit „unter optimalen Bedingungen“ von bis zu 60 Minuten. Praktisch liegt diese schon ein gutes Stück darunter, aber prinzipiell ist der Sauger auch für größere Wohnungen geeignet.

Gibt es aber auch Kritik? Die Bodenbürste ist etwas lauter und saugt sich recht stark an Untergründen an, was auf Badezimmermatten usw. ein Problem sein kann.

Aber abseits davon ist der TINECO A30S Plus ein herausragender Akkusauger zu einem sehr fairen Preis!

TINECO A30S
Positiv
Sehr gute Saugleistung
Effektive Tierhaar-Entfernung
iLoop Sensor / automatische Saugkraftanpassung
Gute Akkulaufzeit
Großer Schmutzauffangbehälter
Effizientes Filtersystem
LED-Beleuchtung an der Bodenbürste
Negativ
Lautstärke der Bodenbürste
Starkes Festsaugen der Bodenbürste
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