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Lexar NM1090 PRO 2TB im Test: Schnelle PCIe 5.0 SSD mit neuem Controller

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PCIe 5.0 SSDs bieten auf dem Papier einen sehr großen Leistungssprung, allerdings ist es in der Praxis etwas komplizierter. So waren zwar bei den ersten PCIe 5.0 Modellen durchaus sehr gute sequenzielle Datenraten erkennbar, aber diese wurden mit einer extremen Hitzeentwicklung, hohen Leistungsaufnahme und einem sehr hohen Preis bezahlt. Allerdings trifft nun langsam die 2. Generation der PCIe 5.0 SSDs ein, und hier gibt es einige spannende Modelle. Zu diesen zählt auch die neue Lexar NM1090 PRO.

Das Wichtigste bei dieser SSD ist der Controller. So haben wir hier eine der ersten SSDs mit einem „6 nm“ Controller, genau genommen dem Silicon Motion SM2508. Der Silicon Motion SM2508 verspricht eine High-End-Leistung bei deutlich reduzierter Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung im Vergleich zu Modellen, die noch den Phison E26 nutzen. Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob dies stimmt und ob die Lexar NM1090 PRO 2TB auch in der Praxis überzeugen kann! An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der NM1090 PRO für diesen Test.

 

Die Lexar NM1090 PRO 2TB im Test

Wichtig: Es gibt die NM1090 in zwei Versionen, „PRO“ und „Normal“. Die normale Version nutzt noch den alten Phison E26 und unterscheidet sich daher extrem von der PRO-Version.

Im Kern handelt es sich bei der NM1090 PRO aber um eine ganz typische M.2 NVMe SSD im 2280er Format. Lexar setzt bei dieser auf ein schwarzes PCB und einen goldenen Aufkleber, was auch die höhere Leistungsklasse im Vergleich zur NM790 vermitteln soll.

In der Standard-Version besitzt die Lexar NM1090 PRO keinen Kühlkörper im Lieferumfang. Mit im Lieferumfang ist erfreulicherweise aber eine Schraube zum Befestigen der SSD.

 

Technik der Lexar NM1090 PRO 2TB

Das Herzstück und auch die große Besonderheit der Lexar NM1090 PRO ist der Silicon Motion SM2508 Controller. Der Silicon Motion SM2508 soll sich vor allem durch eine besonders hohe Effizienz, unter anderem dank des 6 nm Fertigungsverfahrens, auszeichnen. Dabei ist die NM1090 PRO eine der ersten SSDs, die diesen Controller nutzt.

Abseits des Controllers wird es aber etwas „mysteriöser“. Die NM1090 PRO nutzt TLC NAND, welcher mit Longsys RC88TAA1442512G beschriftet ist. In der 2 TB Version haben wir 4x NAND Chips, die jeweils 512 GB bieten. Aber was verbirgt sich hinter den Longsys RC88TAA1442512G? Laut Lexar handelt es sich um 232-Layer 3D TLC NAND. Es handelt sich hierbei vermutlich um Micron NAND, wovon auch die meisten anderen Medien ausgehen. Es könnte aber theoretisch auch YMTC NAND sein.

Erfreulicherweise verfügt die SSD auch über einen DRAM Cache, welcher mit Foresee FLXC2002G-N2 beschriftet ist. Die 2 TB und 4 TB Version sollen laut Lexar 14.000 MB/s lesend und 13.000 MB/s schreibend bieten.

 

Beidseitig bestückt

Die NM1090 PRO verfügt in der 2 TB Version auf beiden Seiten über Bausteine. So finden sich auf der Rückseite der SSD zwei NAND Chips.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Es handelt sich hierbei um das gleiche Testsystem wie bei anderen SSDs.

 

Benchmarks der Lexar NM1090 PRO 2TB (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter „optimalen“ Bedingungen voll auszureizen und somit die Herstellerangaben zu überprüfen.

Erfreulicherweise kann die Lexar NM1090 PRO die Herstellerangabe von 14.000 / 13.000 MB/s übertreffen. So erreichte diese lesend 14.275 MB/s, was das 2. beste Ergebnis ist, das ich bisher im Test sehen konnte. Lediglich die Samsung 9100 PRO kann die Lexar knapp schlagen, zumindest wenn es um die sequentiellen Werte im Bestfall geht. Wenn es um Random-Werte geht, ist die SSD zwar auch sehr gut, aber hier schrumpft der Unterschied zu High-End PCIe 4.0 Modellen doch ein gutes Stück zusammen. Ähnliches gilt auch für die Samsung 9100 PRO oder Crucial T700. Hier haben PCIe 5.0 SSDs keinen direkten Vorteil.

Dies zeigt sich auch bei den schreibenden Werten. Sequenziell landet hier die NM1090 PRO erneut nur hinter der Samsung 9100 PRO mit 13.262 MB/s schreibend auf Platz 2. Bei den Random-Werten sehen wir ähnliche Ergebnisse wie bei High-End PCIe 4.0 SSDs.

CrystalDiskMark bietet auch die Möglichkeit, IOPS und die Zugriffszeit zu messen. Dieser Test ist etwas speziell und scheint gewisse Hersteller zu bevorzugen. So schneiden hier Samsung-SSDs beispielsweise immer ungewöhnlich schlecht ab.

Auch die Lexar NM1090 PRO schneidet hier mit ihrem SM2508 eher durchwachsen ab. Immer noch besser als die Samsung 9100 PRO, aber die Aussagekraft der IOPS- und Zugriffszeit-Werte von CrystalDiskMark lasse ich mal dahingestellt. Dennoch möchte ich dir diese Werte nicht verheimlichen.

Spannenderweise bewertet AS SSD die Lexar NM1090 PRO wieder sehr stark. So landet diese hier auf Platz 1 des Testfeldes.

Anvil’s Storage Utilities stellt wieder die zuvor bekannte Rangliste wieder her. Hier landet die NM1090 PRO auf Platz 2 hinter der Samsung 9100 PRO und vor der Crucial T700 und allen PCIe 4.0 SSDs.

 

3DMark: Storage Benchmark

Im Gegensatz zu anderen Benchmarks simuliert 3DMark das Laden von Spielen realitätsnah, anstatt nur theoretische Werte anhand der Datenrate zu liefern. Der 3DMark-SSD-Test prüft folgende Szenarien:

  • Spiele laden: Start von Battlefield V, Call of Duty: Black Ops 4 und Overwatch bis zum Hauptmenü.
  • Gameplay-Aufnahme: Aufzeichnen eines 1080p-Videos mit 60 FPS in Overwatch während des Spielens.
  • Spieleinstallation: Installation von The Outer Worlds über den Epic Games Launcher.
  • Spielstand speichern: Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds.
  • Dateikopie: Kopieren des Steam-Ordners von Counter-Strike: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk.

Hier war ich offen gesagt etwas überrascht, denn die Lexar NM1090 PRO kann sich lediglich im unteren Oberfeld hinter einigen High-End PCIe 4.0 SSDs platzieren. Um sicherzugehen, dass es sich hierbei nicht um einen Fehler handelt, habe ich den Test mehrfach mit einer frisch formatierten SSD wiederholt und abseits der üblichen Schwankungen gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Dies ist natürlich kein wirklich schlechtes Abschneiden, aber bisher landete die SSD in den meisten Tests auf Platz 1 oder 2.

 

PCMark

Aber wie sieht es bei PCMark aus, das zwar vom gleichen Hersteller stammt, aber andere Dinge testet? Der PCMark-Test zielt darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Bürosoftware und Spiele zu simulieren, was ihn alltagsnäher macht als reine Benchmarks. Drei Testoptionen stehen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Hier sieht es wieder ein gutes Stück besser aus! Allerdings setzt sich auch hier die SSD nur auf Platz 3, hinter der Samsung 9100 PRO und der Crucial T700, was etwas überrascht, denn bisher standen alle Anzeichen darauf, dass die Crucial T700 von der NM1090 PRO klar geschlagen wird.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpack-Leistung im Detail

Zum Abschluss kopieren wir zwei große Archive auf die SSD und entpacken sie dort. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Beim kleinen Datei-Paket erreicht die Lexar NM1090 PRO 2TB den gleichen Topwert wie die Samsung 9100 PRO, mit 30 Sekunden. Damit ist diese ca. 10% schneller als die beste PCIe 4.0 SSD. Kein gewaltiger Unterschied, aber durchaus messbar.

Beim größeren Datenpaket ordnet sich die Lexar knapp hinter der Samsung SSD ein, auf Platz 2. Auch hier gibt es einen sichtbaren Sprung im Vergleich zu PCIe 4.0 SSDs, aber dieser ist erneut auch nicht gewaltig.

 

Performance bei konstanter Last (SLC Cache)

Ein wichtiger Punkt ist der SLC-Cache. Moderner NAND ist schreibend oft langsamer, als man erwartet. Kaum eine SSD erreicht konstant mehr als 2.000 MB/s; alles darüber ist meist dem SLC-Cache zu verdanken. Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND mit 3 oder 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang, insbesondere bei QLC-SSDs, die nach dem Cache sehr langsam sein können. Daher nutzen SSDs hier einen Trick: Ein Teil des NANDs wird „nur“ mit einem Bit pro Zelle beschrieben, um eine höhere Leistung zu erzielen. Allerdings ist dies natürlich nicht über die gesamte Kapazität möglich.

Auch die Lexar NM1090 PRO 2TB kann nicht konstant die volle Leistung erreichen, was aber auch keine Überraschung ist. Allerdings war der SLC-Cache relativ groß! Hier die Werte für meine 2 TB Version der SSD:

  • Volle Geschwindigkeit = für ca. 400 GB
  • 3.600 bis 4.000 MB/s = für die nächsten 900 GB
  • 1.800 MB/s = für die restliche Kapazität

Die SSD besitzt 3 Stufen. Für die ca. ersten 400 GB bzw. 20% freien Speicher erreicht die SSD die volle Geschwindigkeit. In der „2.“ Stufe drosselt sich die SSD auf ca. 3.600 bis 4.000 MB/s. Diese Geschwindigkeit konnte für die nächsten 900 GB bzw. 45 % freie Kapazität gehalten werden. Anschließend sank die Datenrate auf ca. 1.800 MB/s. Diese 1.800 MB/s nach dem Cache sind sehr stark! Beispielsweise erreichte die Samsung 9100P bei mir „nur“ 1.400 MB/s nach dem Cache.

Im Folgenden habe ich die SSDs im Vergleich mit dem Tool H2TestW einmal vollgeschrieben und die Zeit gemessen, die dies gedauert hat.

Hier erreicht die NM1090 PRO den besten Wert, den ich bisher bei einer SSD gesehen habe! Entsprechend bietet diese auch bei konstanter Schreiblast eine sehr gute Leistung.

 

Wie hoch ist die Hitzeentwicklung?

Die ersten PCIe 5.0 SSDs hatten extreme Temperaturprobleme. So wurden diese Modelle so heiß, dass viele Hersteller sogar aktive Kühler nutzten. Wie steht es nun um die NM1090 PRO?

Leider ist es gar nicht so leicht, Temperatur-Werte von SSDs zu vergleichen, da sehr viele SSDs irgendwelche Offsets in den via Software übermittelten Werten haben. Beispielsweise wird die Crucial T700 extrem heiß (100 Grad), wie ich via Wärmebildkamera sehen kann, aber via Software werden nur 70 Grad gemeldet. Die Samsung SSDs sind im Allgemeinen recht ehrlich. Was ist aber nun mit der NM1090 PRO?

Spannenderweise meldet die Lexar NM1090 PRO 2TB höhere Temperaturen via Software, als ich über meine Wärmebildkamera beobachten konnte. So meldet die Lexar NM1090 PRO 2TB bei einem Durchlauf von CrystalDiskMark Temperaturen von bis zu 100 Grad!

Auf meiner Wärmebildkamera konnte ich allerdings maximal Temperaturen von ca. 70-75 Grad beobachten, was weniger ist als bei der Samsung 9100 PRO. Auch zeigte die SSD unter normaler Last keine Drosselung. Wir haben hier also keine kühle SSD, aber diese ist auch nicht extrem problematisch, was die Kühlung angeht. Auf meiner „oben Air“ Testbench würde sich die SSD im Alltag auch ohne Kühler betreiben lassen, wenn auch mit höheren Temperaturen, aber ohne Drosselung. Allerdings ist bei konstant hoher Last doch ein Kühler Pflicht.

 

Fazit

Die Lexar NM1090 PRO ist eine hervorragende und auch generell empfehlenswerte SSD. So bietet sie eine hohe Leistung, ohne die großen negativen Punkte bisheriger PCIe 5.0 SSDs. Die NM1090 PRO setzt sich im Schnitt vor alle PCIe 4.0 SSDs und zwischen die Samsung 9100 PRO und die Crucial T700. Besonders positiv ist hier die hohe Leistung der SSD nach dem SLC Cache anzumerken. So hat diese die höchste konstante Schreibrate aller bisher getesteten 2 TB SSDs.

Die Hitzeentwicklung ist dank des Silicon Motion SM2508 Controllers besser im Griff als bei alten PCIe 5.0 Modellen. Ja, auch die NM1090 PRO ist eine heiße SSD, aber das in einem akzeptablen Rahmen. Am Ende kommt es etwas auf deinen Einsatzzweck an. In Notebooks und auch „mittelklasse“ Systemen würde ich weiterhin eine gute PCIe 4.0 SSD empfehlen. Allerdings in einem absoluten High-End-System macht die Lexar NM1090 PRO eine gute Figur, wenn sie preislich sich etwas unter der Samsung 9100 PRO einordnet.

 

Die beste Reise-Powerbank 2025 – 27 Modelle im Vergleich, welche hat die höchste Energiedichte? (Update)

So langsam beginnt wieder die Reisezeit, und da wird sich der ein oder andere von euch sicherlich überlegt haben: „Welche Powerbank soll ich mit in den Urlaub nehmen?“
Dies ist auch eine sehr gute Frage, denn im Urlaub ist leichtes Gepäck wichtiger denn je, gerade wenn du vielleicht einen Wanderurlaub machst.

Hier ist also eine Powerbank mit möglichst viel Kapazität bei möglichst kompakten Abmessungen extrem wichtig. Aber welche Powerbank bietet die beste Energiedichte?

 

Die beste Reise-Powerbank in der 20.000-mAh-Klasse

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Powerbanks in der 20.000-mAh-Klasse. Diese können praktisch ein Smartphone ca. ± 3–4 Mal aufladen.

Hierbei achte ich vor allem auf ein möglichst gutes Verhältnis von Volumen bzw. Gewicht zur echten Kapazität. Sämtliche Powerbanks hier im Artikel hatte ich im Test und habe persönlich die nutzbare Kapazität gemessen.

Folgende Powerbanks schicke ich in den Vergleich:

AMEGAT 100W 20.000 mAh Slim
AMEGAT PBC2020
AMEGAT PBQ2010 20000 mAh Omnia II
Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K)
Anker A1383 20000 mAh
Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W
Anker Zolo Power Bank 20K 30W
Baseus PPAP20K
CUKTECH 15 SE
CUKTECH 15 Ultra
CUKTECH PB200N
Epico PB 100W 20000 mAh
INIU BI-B5
INIU BI-B5 (TinyCells)
INIU P51-E2
INIU BI-B62
INIU P51L-E1
INIU P63-E1
Nitecore NB20000
Nitecore NB20000 GEN3
Re-load Powerbank mit 20.000 mAh
Samsung EB-P4520
UGREEN Nexode 130W 20000mAh
VEGER V2053 20000mAh
XLayer Power Bar
Xtorm FS5201
Xtorm Nova Pro

 

Hier haben wir 26 Modelle der 20.000-mAh-Klasse, von günstig bis teuer, von 18 W Leistung bis 140 W.

 

Leicht und klein

Das Wichtigste bei einer Reise-Powerbank sind sicherlich die Abmessungen und das Gewicht, gerade bei einer Backpack-Tour.

Reisepowerbanks Gewichtsvergleich

Das Gewicht der hier getesteten Modelle schwankt zwischen 288 g und 593 g. Glaubt man den Herstellern, bieten alle Modelle 20.000 mAh.

Auch beim Volumen sehen wir deutliche Unterschiede. Aber bei beiden Werten heben sich einige Modelle hervor:

  • Nitecore NB20000 GEN3
  • VEGER V2053 20000 mAh
  • INIU P51-E2
  • INIU BI-B5 (TinyCells)
  • INIU P51L-E1
  • Nitecore NB20000
  • INIU BI-B5
  • Anker Zolo Power Bank 20K 30W
  • Epico PB 100W 20000 mAh

In den Top 8 finden sich gleich drei Modelle von INIU und zwei von Nitecore. Ansonsten haben wir eine Anker-, Epico- und VEGER-Powerbank.

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut den Herstellern haben alle Powerbanks hier im Vergleich 20.000 mAh. Allerdings weicht die Herstellerangabe immer ein Stück von der Realität ab.
Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Das Entladen dieser ist aufgrund von Spannungswandlungen nicht zu 100 % effizient.
Entsprechend fällt die echte bzw. nutzbare Kapazität niedriger aus. 80–90 % der Herstellerangabe ist hier ein normaler Wert.

Wie schlagen sich hier die Reise-Powerbanks im Vergleich? In der folgenden Grafik siehst du den „Bestwert“, den ich bei jeder Powerbank ermitteln konnte:

Hier sehen wir, wie schon beim Gewicht, eine große Spanne. Die schlechteste Powerbank, die zugleich auch die leichteste ist, erreicht gerade einmal 14.850 mAh.
Die beste Powerbank schafft hingegen sogar etwas mehr als die Herstellerangabe mit 20.305 mAh (INIU BI-B5 (TinyCells)).

Leider ist die Nitecore NB20000 GEN3 mit 14.850 mAh wirklich das Negativbeispiel. Die nächstschlechteste Powerbank im Vergleich erreicht schon fast 2.000 mAh mehr.

Größe und Gewicht zu Kapazität

Setzen wir nun einmal die Größe und das Gewicht ins Verhältnis zur gemessenen Kapazität, um zu sehen, welche Powerbank die beste Energiedichte hat und somit die beste „Reise-Powerbank“ ist.

Wir sehen in der Rangfolge einen kleinen Unterschied zwischen den Modellen, je nachdem, ob wir mehr aufs Gewicht oder die Größe achten.

Wenn dir das Gewicht besonders wichtig ist, dann sind die INIU-Modelle besonders spannend:

  1. INIU BI-B5 (TinyCells)
  2. INIU P51-E2
  3. INIU P51L-E1
  4. VEGER V2053 20000 mAh
  5. Nitecore NB20000
  6. INIU BI-B5
  7. Anker Zolo Power Bank 20K 30W

Achten wir aber mehr auf die Abmessungen, zeigen sich die Nitecore-Powerbanks besonders stark:

  1. Nitecore NB20000
  2. INIU P51-E2
  3. Nitecore NB20000 GEN3
  4. INIU BI-B5 (TinyCells)
  5. VEGER V2053 20000 mAh
  6. INIU P51L-E1
  7. AMEGAT PBQ2010 20000 mAh Omnia II

Die Nitecore NB20000 GEN3 bietet immer noch das zweitbeste Verhältnis aus Größe zu Kapazität, obwohl die praktische Kapazität eher mäßig war.

Unterm Strich zeigen sich folgende Modelle bei beiden Werten als besonders stark:

  • INIU P51-E2
  • INIU BI-B5 (TinyCells)
  • Nitecore NB20000
  • INIU P51L-E1
  • VEGER V2053 20000 mAh

 

Und für große Geräte?

Unsere Top-Powerbanks haben leider einen kleinen Nachteil: So bieten diese Modelle alle „nur“ eine Leistung von 20 W. Das mag zwar für Smartphones ausreichend sein, aber was, wenn du auf Reisen auch dein Notebook laden möchtest?

Im Folgenden schauen wir uns nur Modelle mit einer Leistung von über 45 W an. 45 W ist so im Allgemeinen das Minimum, was ich als „tauglich“ für Notebooks bezeichnen würde, auch wenn beispielsweise MacBooks durchaus an kleineren 20-W-Powerbanks laden können.

Info: Ich nehme hier auch noch die INIU P63-E1 mit auf. Bei der INIU P63-E1 handelt es sich um eine 25.000 mAh 100 W Powerbank, die für ihre Klasse aber absolut winzig ist.

  • Nitecore NB20000
  • INIU P63-E1
  • Epico PB 100W 20000 mAh
  • INIU BI-B62
  • Samsung EB-P4520

Suchst du nach einer Reise-Powerbank für dein Notebook, würde ich vermutlich zur INIU P63-E1, Epico PB 100W 20000 mAh oder INIU BI-B62 raten.

Die Nitecore NB20000 ist natürlich auch eine interessante Option, aber diese ist leider nur noch vereinzelt zu bekommen und leidet auch etwas unter Temperaturproblemen, die zu einer Drosselung unter 45 W führen können.

 

Fazit: Welche ist die beste Reise-Powerbank?

Welche Powerbank würde ich nun für Reisen in der 20.000-mAh-Klasse empfehlen?

Ich würde vermutlich zur INIU P51-E2 greifen, wenn ich nach einer Reise-Powerbank 2025 suchen würde. Diese ist einfach eine sehr kompakte, leichte und gute „Standard“-Powerbank. Mit 20 W hat diese ausreichend Leistung, um Smartphones flott zu laden und mit ± 30 € ist diese auch preislich fair.

Grundsätzlich ist auch die BI-B5 (TinyCells) interessant, aber diese wurde von INIU mehr oder weniger komplett durch die P51-E2 ersetzt. Ähnliches gilt für die ebenfalls sehr gute Nitecore NB20000, welche aber nur schwer im Handel noch aufzutreiben ist.

Für größere Geräte wie Notebooks empfehle ich diese Modelle:

Diese sind zwar aufgrund der höheren Leistung etwas größer und schwerer, aber für die Kapazität und Leistung immer noch sehr kompakt.

OWC ATLAS PRO CFexpress Typ A Speicherkarte im Test, günstig aber extrem schnell in der Praxis!

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Eine schnelle Speicherkarte ist ein Must-have im Bereich der Videografie, und wenn du regelmäßig die Serienbild-Funktion deiner Kamera ausgiebig nutzt. So können hier Kameras gewaltige Datenmengen produzieren, welche gerade für SD-Karten schnell etwas überfordernd sind. Daher setzen beispielsweise die großen Sony-Kameras auch auf CFexpress-Speicherkarten, welche deutlich schneller sind.

Anfangs waren CFexpress-Speicherkarten sehr teuer, aber mittlerweile gibt es einige günstigere Optionen, welche teils sogar preiswerter sind als V90-SD-Karten. Zu diesen günstigen und auf den ersten Blick sehr interessanten Optionen zählt auch die OWC ATLAS PRO CFexpress-Typ-A-Speicherkarte.

So bekommst du die OWC ATLAS PRO mit 480 GB bereits ab +/- 270 €. Dies ist für eine Speicherkarte, die 1850 MB/s lesend und 1700 MB/s schreibend erreichen soll, kein schlechtes Angebot. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die OWC ATLAS PRO CFexpress-Typ-A-Speicherkarte so gut wie sie aussieht? Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an OWC für das Zurverfügungstellen der Speicherkarte für diesen Test.

 

Bereits gerüstet für CFexpress 4.0

Die OWC ATLAS PRO setzt bereits auf den neuen CFexpress 4.0-Standard. Dieser bringt eine signifikante Leistungssteigerung mit sich, da sich die maximale Bandbreite sowohl für CFexpress Typ A als auch Typ B im Vergleich zur Vorgängerversion verdoppelt. Konkret bedeutet das: Mit CFexpress 4.0 erreichen Typ-A-Karten jetzt Datenraten jenseits der 1000 MB/s-Marke, theoretisch sind sogar bis zu 2000 MB/s möglich. Ein echter Geschwindigkeitssprung!

Aber es gibt einen Haken… Stand März 2025 existiert noch keine Kamera, die CFexpress 4.0 tatsächlich unterstützt. Das heißt jedoch nicht, dass diese Karten in aktuellen Kameras nicht nutzbar wären. Sie funktionieren einwandfrei, allerdings sind sie in der Praxis auf eine Geschwindigkeit von rund 1000 MB/s limitiert, genau das, was CFexpress 2.0 maximal hergibt.

Besitzt du eine der folgenden Kameras, kannst du die OWC ATLAS PRO problemlos verwenden:

  • Sony A1
  • Sony A1 II
  • Sony A7R V
  • Sony A9 III
  • und viele weitere Modelle mit CFexpress-Typ-A-Slot

Du profitierst von der maximalen Performance des Slots deiner Kamera und hoher Zuverlässigkeit, musst aber beachten, dass du (noch) nicht die volle Bandbreite von CFexpress 4.0 ausschöpfen kannst. Sobald jedoch zukünftige Kameramodelle die neue Schnittstelle nutzen, bist du mit der OWC ATLAS PRO bestens vorbereitet.

 

Die OWC ATLAS PRO im Test

Die OWC ATLAS PRO setzt auf das typische Design für eine High-EndCFexpress-Typ-A-Speicherkarte. So haben wir hier natürlich den Formfaktor, welcher vom Typ-A-Standard vorgegeben wird.

Dabei setzt allerdings OWC auf ein Gehäuse, welches aus einer Mischung aus Metall und Kunststoff besteht.

Das Metall sieht dabei nicht nur wertig und schick aus, sondern hilft auch bei der Wärmeabfuhr, welche ein Problem sein kann, wenn wir bis zu 1850 MB/s auf die Größe eines Daumennagels packen.

 

CFexpress-Speicherkarten: NVMe-Technologie im Kompaktformat

CFexpress-Speicherkarten stellen einen erheblichen technischen Fortschritt gegenüber herkömmlichen SD-Karten dar. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um hochperformante NVMe-SSDs, die für den Einsatz in kompakten Kamerasystemen optimiert wurden. CFexpress-Speicherkarten sind in verschiedenen Typen erhältlich, wobei die beiden gängigsten Formate Typ A und Typ B sind. CFexpress-Typ-A-Karten nutzen im 4.0-Standard eine PCIe 4.0 x1-Schnittstelle, wodurch sie Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2000 MB/s erreichen können. Der größere CFexpress-Typ-B-Standard hingegen setzt auf eine PCIe 4.0 x2-Schnittstelle, was theoretisch die doppelte Geschwindigkeit ermöglicht. Diese enorme Leistung ist insbesondere für professionelle Fotografen und Filmemacher von Bedeutung, da sie schnelle Serienaufnahmen sowie hochauflösende Videoaufzeichnungen erlaubt. Gerade in großen Sony-Kameras wie der A9 III oder A1 ist eine schnelle CFexpress-Speicherkarte fast Pflicht.

Interessanterweise lassen sich CFexpress-Speicherkarten durch entsprechende Adapter direkt in einen PC integrieren und als Systemlaufwerk nutzen. Auch wenn dies in der Praxis nicht empfehlenswert ist, ist es technisch möglich und zeigt die Nähe zu SSDs.

 

Langlebigkeit und Sicherheit: CFexpress als zuverlässige(re) Speicherlösung

Neben der hohen Geschwindigkeit bieten CFexpress-Karten auch deutliche Vorteile in Bezug auf Haltbarkeit und Datenintegrität. Während SD-Karten oft plötzlich ausfallen können, ohne vorherige Warnzeichen, sind CFexpress-Karten mit erweiterten Überwachungsfunktionen ausgestattet.

Über Software-Tools wie CrystalDiskInfo kannst du den Zustand der Karte überwachen, die bereits geschriebene Datenmenge auslesen und potenzielle Speicherabnutzung frühzeitig erkennen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von CFexpress-Speicherkarten liegt in der hochwertigen NAND-Speichertechnologie, die für eine längere Lebensdauer sorgt. Fortschrittliche Fehlerkorrekturmechanismen wie ECC (Error Correction Code) sowie Wear-Leveling-Technologien tragen zusätzlich zur Datensicherheit und Haltbarkeit bei. Dadurch sind CFexpress-Karten insbesondere für professionelle Anwender geeignet, die auf eine zuverlässige und langlebige Speicherlösung angewiesen sind.

Allerdings können auch CFexpress-Speicherkarten unerwartet ausfallen. Dies ist mir beispielsweise bei einem Sony-eigenen Modell passiert.

 

CFexpress Typ A und Typ B – Unterschiede und Kompatibilität

CFexpress-Speicherkarten sind primär in zwei Varianten verfügbar: Typ A und Typ B. Obwohl es theoretisch auch einen Typ-C-Standard gibt, ist dieser derzeit kaum verbreitet. CFexpress Typ A wird vor allem von Sony verwendet und ist speziell für deren Kamerasysteme ausgelegt. Der größere Typ-B-Standard hingegen ist mit einer breiteren Palette an Kameramodellen kompatibel, darunter solche von Nikon, Canon, Fuji und weiteren Herstellern. Ein besonderes Merkmal ist die bedingte Abwärtskompatibilität zwischen den beiden Haupttypen: Eine CFexpress-Typ-A-Karte kann mithilfe eines Adapters in einer Typ-B-Kamera genutzt werden, allerdings ist der umgekehrte Fall aufgrund der physikalischen Unterschiede nicht möglich.

 

Wie hoch sind die Datenraten der OWC ATLAS PRO?

Laut Hersteller bietet die 480-GB-Version der ATLAS PRO bis zu 1850 MB/s lesend und 1700 MB/s schreibend. Schauen wir uns zunächst einmal mit CrystalDiskMark an, ob diese Datenraten unter „optimalen“ Bedingungen möglich sind.

Hier erreichte die Speicherkarte bei mir satte 1863 MB/s lesend und 1722 MB/s schreibend. Damit übertrifft diese unter optimalen Bedingungen die Herstellerangabe ein kleines Stück, sehr gut! Beachte aber, dass die Datenraten in der Praxis je nach Kartenleser deutlich schwanken können.

 

Datenrate leider nicht konstant

Bei günstigen CFexpress Typ A und auch Typ-B-Speicherkarten gibt es aber leider einen wichtigen Punkt zu beachten. So bieten diese Modelle meist keine konstante Datenrate. Heißt, die bis zu 1722 MB/s, die ich messen konnte, werden nur kurzzeitig erreicht. Bereits nach wenigen Sekunden konstanter Last sinkt die Datenrate. Das betrifft nicht nur die OWC ATLAS PRO, sondern auch alle anderen günstigen Modelle von Nextorage, Pergear usw. Aber welche Datenrate kann die OWC ATLAS PRO konstant erreichen?

 

In meinem Test pendelte sich die Datenrate bei knapp über 800 MB/s ein. Dies hat auch nichts mit der Hitzeentwicklung zu tun, sondern ist eine Limitierung des NANDs. So nutzt die OWC ATLAS PRO TLC NAND, wie alle CFexpress-Modelle. Allerdings nutzen die teuren „Pro“-Modelle TLC NAND im pSLC-Modus. Was bedeutet dies? Anstelle von 3 Bits pro Zelle wird hier nur 1 Bit pro Zelle geschrieben, was die Datenrate beim Schreiben massiv erhöht. Allerdings wird umgekehrt die Kapazität auf 1/3 reduziert.

 

In der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die Speicherkarte in der Sony A1 getestet mit folgenden Einstellungen:

  • 1/2000 s
  • f/2.8
  • 30 Bilder/s
  • komprimiertes RAW
  • ISO 125

Ich habe hier diverse Speicherkarten in die Kamera eingesetzt und den Auslöser für 30 Sekunden konstant gedrückt gehalten. Am Ende habe ich geschaut, wie viele Bilder bei den Speicherkarten in dieser Zeit gemacht wurden.

Und hier wurde ich etwas überrascht. Die Nextorage A2 SE, welche ebenfalls eine CFexpress-4.0-Speicherkarte ist und ca. 800 MB/s konstant erreicht, konnte ihre Leistung nicht so recht in der A1 abrufen. Die OWC ATLAS PRO hingegen kann dies! So erreicht die Speicherkarte +/- das gleiche Ergebnis wie die Lexar Gold, einem High-End-Modell.

Damit landet die Speicherkarte auf Platz 2 in meinem Testfeld. Es ist natürlich möglich das bei noch längerer konstanter Last die OWC etwas absackt verglichen mit dem Lexar Modell und der Nextorage Pro.

 

Fazit

Die OWC ATLAS PRO hat mich überrascht, und zwar positiv! Auf den ersten Blick dachte ich, die OWC ATLAS PRO wäre ein Schwestermodell zur Nextorage A2 SE. So erreichen beide Modelle sehr ähnliche Datenraten in der Theorie. Auch besitzen beide Modelle eine konstante Datenrate von +/- 800 MB/s bei dauerhafter Last. Allerdings war die OWC ATLAS PRO praktisch doch ein gutes Stück schneller in meiner Sony A1 unterwegs.

Ja, die A1 unterstützt noch nicht den neuen CFexpress-4.0-Standard, wie keine Kamera zum Zeitpunkt des Tests, aber dennoch sehen wir hier eine beachtliche Leistung! So konnte sich die OWC ATLAS PRO an die Spitze des Testfeldes setzen. Beeindruckend für eine Speicherkarte, die eigentlich auf Preis-Leistung getrimmt ist.

AAA Lithium Akkus mit 1300 mWh und praktischer Ladebox im Test

Wir haben uns in der Vergangenheit schon einige AA Akkus auf Lithium Basis angesehen, und es gibt hier durchaus einige Modelle, welche ich als empfehlenswert betrachte. Allerdings, wenn du auf der Suche nach AAA Akkus auf Lithium Basis bist, wird es deutlich schwerer. So gibt es hier deutlich weniger Modelle und noch weniger, die ich als interessant bezeichnen würde.

Einer der wenigen aus meiner Sicht interessanten Lithium AAA Akkus sind die Modelle von iMuto. Hier haben wir ein 8er Set AAA Akkus mit einer Kapazität von angeblich 1300 mWh, inklusive einer praktischen Ladebox für +- 30€. 30€ für dieses Set ist auf den ersten Blick ein sehr fairer Preis. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Halten die iMuto, was sie versprechen, vor allem in Bezug auf die Kapazität?

 

Lithium AAA Akkus sind schwierig

Lithium AA und AAA Akkus sind generell keine ganz einfache Angelegenheit. Warum? Lithium-Akku-Zellen haben eine Spannung von 3,6 V, AA bzw. AAA Akkus/Batterien 1,2 oder 1,5 V. Heißt, damit Lithium AA/AAA Akkus funktionieren, muss es einen Spannungswandler im Inneren geben, der aus 3,6 V 1,5 V macht.

Zudem benötigen wir Schutzelektronik usw. Dies alles braucht Platz, welcher dann der eigentlichen Lithium-Zelle weniger zur Verfügung steht. Dies ist bei den kleineren AAA Akkus natürlich noch ein größeres Problem, da hier prozentual noch mehr Raum eingenommen wird. Noch schlimmer ist es bei den Modellen, die noch über einen USB-C Ladeport verfügen. Daher sind AAA Akkus mit Lithium Technik seltener und auch, was die Kapazität angeht, schwächer.

 

Die imuto Lithium AAA Akkus mit 1300 mWh im Test

Das Auffälligste an den imuto Akkus sind im ersten Moment gar nicht die Akkus selbst, sondern die Box, in welcher diese geliefert werden.

So haben wir hier ein 8er Set, welches in einer praktischen Ladebox daher kommt. Diese Ladebox ist ähnlich wie bei Ohrhörern gestaltet, mit einem magnetischen Deckel, der sich aufklappen lässt.

Damit erinnert die Ladebox extrem an die BATZONE Akkus (https://techtest.org/batzone-lithium-aa-akkus-im-test-8er-pack-mit-ladebox/), die wir letztens im Test hatten. Es ist hier klar, dass beide Akkus vom gleichen Fertiger stammen. Allerdings ist dies nichts, über das ich meckern will, denn diese Ladebox ist extrem praktisch!

So lassen sich hier alle 8 Akkus verstauen und auch alle 8 gleichzeitig laden! Hierfür hat die Ladebox an der Seite einen USB-C Port, wie auch eine Status-LED für jeden Akku auf der Oberseite. Ein sehr alltagsfreundliches Design.

Die Akkus selbst sind ebenfalls recht hochwertig und schick gestaltet. Die Kapazität jedes Akkus soll bei 1300 mWh laut imuto liegen.

 

mWh vs. mAh – Wo liegt der Unterschied?

Bei herkömmlichen AA-Akkus auf Nickel-Metallhydrid-Basis wird die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Bei Lithium-basierten Akkus hingegen ist die Angabe in Milliwattstunden (mWh) üblich. Doch warum? Ein Akku mit 2000 mAh kann theoretisch eine Stunde lang 2000 mA liefern, unabhängig von der Spannung. Und genau hier liegt das Problem: Nickel-Metallhydrid-Akkus haben eine durchschnittliche Spannung von 1,2 V, während Lithium-AA-Akkus mit 1,5 V arbeiten.

Durch die um 25 % höhere Spannung eines Lithium-Akkus enthält er bei gleicher mAh-Angabe auch 25 % mehr Energie. Da vielen dieser Zusammenhang nicht bewusst ist, geben Hersteller die Kapazität lieber in mWh an, eine Einheit, die die Spannung bereits berücksichtigt. Zum Vergleich: Ein Nickel-Metallhydrid-AA-Akku mit rund 2900 mAh entspricht etwa 3500 mWh.

 

Schutz vor der Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus bieten gegenüber klassischen AA-Akkus entscheidende Vorteile dank integrierter Schutzelektronik, die sie vor Überladung, Kurzschlüssen und insbesondere Tiefentladung schützt. Traditionelle Nickel-Metallhydrid-Akkus sind anfällig für Schäden, wenn sie unter 1 Volt entladen werden, was leider bei vielen Geräten, die für normale Batterien konzipiert sind, passieren kann. Im Gegensatz dazu schützen sich die imuto-Akkus selbstständig, indem sie sich abschalten, sobald ihr minimaler sicherer Ladestand erreicht ist. Dies verhindert zuverlässig die Tiefentladung und den damit verbundenen Schaden, wodurch die effektive Haltbarkeit von Lithium-AA-Akkus praktisch oft höher ist als die von klassischen Nickel-Metallhydrid-Akkus.

 

Wie hat Techtest.org die Lithium-AA-Akkus getestet?

Zum Testen der imuto-AA-Akkus habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,2 A und 0,4 A entladen. Ich habe hier jeweils 4 Akkus aus dem Set getestet, um die übliche Serienschwankung abzubilden.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Aber wie hoch ist nun die Kapazität der Akkus?

  • Bei einer Last von 0,1 A erreichten die Akkus im Schnitt 743 mAh bzw. 1115 mWh.
  • Bei einer Last von 0,2 A erreichten die Akkus im Schnitt 761 mAh bzw. 1121 mWh.
  • Bei einer Last von 0,4 A erreichten die Akkus im Schnitt 784 mAh bzw. 1149 mWh.

Damit bleiben diese zwar etwas unter dem Herstellerversprechen von 1300 mWh, aber leider ist dies nicht unnormal. Generell betrachtet ist die Kapazität der Akkus gut. Gerade wenn wir diese z.B. mit den ANSMANN Premium Rechargeable Li-ION Akkus vergleichen. Diese erreichten keine 400 mAh ( https://techtest.org/ansmann-premium-rechargeable-li-ion-akkus-im-test-aaa-aa-c-d-und-9v-block/#AAA_Akkus_Kapazitaet ) Erwartest du aber verglichen mit Nickel-Metallhydrid-Akkus ein großes Kapazitäts-Plus, wirst du dennoch überrascht sein, denn dieses gibt es hier nicht. Dafür haben wir halt die konstante Spannung von 1,5 V.

 

Wirklich 1,5 V?

Aber haben wir wirklich eine konstante Spannung von 1,5 V?

Nicht ganz! Ja, die Akkus liefern +- 1,5 V konstant, bis zu den letzten +- 5 %. Dann sinkt die Spannung auf 1,1 V ab. Dies ist aber ein gewolltes und gewünschtes Verhalten. Warum? Dies soll die „niedrige Batterie-Standmeldung“ bei diversen Endgeräten auslösen bzw. bei Lichtern und Taschenlampen kannst du erkennen: „Ah, diese sind plötzlich dunkler geworden, die Akkus sind gleich leer“. Ein, wie ich finde, sehr praktisches Feature!

 

Ladedauer

Aber wie lange dauert das Laden der Akkus in der beiliegenden Ladebox? Das Laden von 4 Akkus auf einmal dauert ca. 1:50 h, was sehr schön schnell ist.

 

Nicht für Mini-Verbraucher

Lithium AA und AAA Akkus eignen sich im Generellen nicht für Mini-Verbraucher, wie Fernbedienungen, Uhren, Wetterstationen usw. Durch den Spannungswandler im Inneren arbeiten diese bei solch niedrigen Lasten extrem ineffizient.

 

Fazit

Lithium AA und AAA Akkus sind immer etwas Spezielles. So eignen sich diese weniger für absolute Mini-Verbraucher. Auch wenn du hier eine höhere Kapazität als bei Nickel-Metallhydrid-Akkus erwartest, wirst du enttäuscht. Aber dennoch möchte ich die imuto AAA Akkus empfehlen! Warum? Zunächst sind es die besten AAA Lithium Akkus, die ich bisher in den Fingern hatte. Zum anderen bietet die Lithium Basis doch einige Vorteile.

So haben die Akkus eine konstante Spannung von 1,5 V, entsprechend haben deine Geräte immer “volle Power”. Zudem sind die imuto Akkus gegen das Tiefenentladen geschützt, was die Haltbarkeit in der Praxis doch deutlich verbessern kann. Dabei war die Kapazität im Test mit bis zu 784 mAh bzw. 1149 mWh alles andere als übel.

Unterm Strich musst du also überlegen, ob Lithium AAA Akkus das Richtige für deine Anwendung sind. Falls ja, sind die imuto AAA Akkus absolut eine Empfehlung wert und mit ca. 25€ für 8 Akkus alles andere als zu teuer! Gerade dann, wenn wir die praktische Ladebox bedenken.

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PAJ PET Finder 4G im Vergleich: Besser als Tractive und Fressnapf?

Den geliebten Hund zu verlieren, ist vermutlich einer der größten Albträume für alle Tierfreunde. Der Hund läuft im Wald oder nach einem Unfall weg, und man steht einfach verloren da und hofft, dass er wiederkommt.

Ein Hundetracker kann hier etwas diese Sorge nehmen. Im Handel gibt es einige Modelle, die bekanntesten stammen sicherlich von Tractive und Fressnapf.

Allerdings gibt es auch spannende alternative Modelle wie den PAJ PET Finder 4G. Dieser setzt, wie die meisten Modelle, auf eine Mischung aus GPS und einer 4G-Verbindung, um den Standort deines Hundes an dich zu übermitteln.

Dabei ist der PAJ PET Finder 4G in der Anschaffung deutlich günstiger als die meisten konkurrierenden Modelle und bietet mit bis zu 5 Tagen auch eine recht hohe Akkulaufzeit – zumindest laut Hersteller. Wollen wir uns den PAJ PET Finder 4G einmal im Test ansehen! Kann dieser wirklich mit Tractive und Co. mithalten?

An dieser Stelle vielen Dank an PAJ für das Zurverfügungstellen des PET Finder 4G für diesen Test.

 

Der PAJ PET Finder 4G im Test

Bei dem PAJ PET Finder 4G handelt es sich um eine ca. 3,1 × 1,9 × 7,9 cm große Einheit, die 48 g wiegt.

Diese wird über eine Silikonhalterung am Halsband oder Geschirr deines Hundes befestigt. Aufgrund der Größe des Trackers würde ich diesen primär für Hunde ab ca. 5–8 kg empfehlen.

Erfreulicherweise ist der PAJ PET Finder 4G laut Hersteller komplett wasserdicht. Ich kann aus der Praxis bestätigen, dass Schlammpfützen und Regen kein Problem sind.
Um dies zu erreichen, besitzt der Tracker einen speziellen Ladeanschluss. Ein passendes Kabel, das auf USB-A endet, liegt bei. Entsprechend kannst du den Tracker an deinem PC oder Smartphone-Ladegerät laden.

Am Tracker befinden sich eine Taste sowie drei LEDs.

 

PAJ – Ein Experte für Fahrzeug-Tracker

Eigentlich ist PAJ ein Experte für Auto-GPS-Tracker. Dies spiegelt sich auch beim PET Finder 4G etwas wider, insbesondere in der App.

 

Akkulaufzeit

Der Hersteller wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen. Dies stimmt generell, aber die effektive Laufzeit hängt stark von der Nutzung ab.
Der Tracker wechselt in einen Standby-Modus, wenn er sich eine Weile nicht bewegt. In diesem Modus sinkt der Verbrauch massiv.
Bewegt sich der Tracker den ganzen Tag, dann wird die Laufzeit klar unter 5 Tagen liegen.

 

Die PAJ-App

Um den Tracker zu nutzen, benötigst du die PAJ Portal App, die für Android und iOS verfügbar ist.

Erfreulicherweise ist sie sehr gut! Sie startet schnell und hat ein gutes Update-Intervall.
In der App kannst du jederzeit den Standort des Trackers sehen sowie den Verlauf des aktuellen Tages auf einer Karte einsehen.

Unter „Geräte“ findest du weitere Informationen zu deinem Tracker, insbesondere den Akkustand. Hier kannst du auch historische Routen abrufen und sogar exportieren.
Dass die App ursprünglich vor allem für das Tracking von Fahrzeugen gedacht war, merkt man an einigen Punkten. So werden dir auch die Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrtpausen usw. angezeigt.

Diese Informationen sind für einen Hund nicht unbedingt relevant, aber sie schaden auch nicht.

Verglichen mit Tractive und Fressnapf ist die App weniger auf die Nutzung mit Hunden zugeschnitten. Allerdings ist dies eher eine Designfrage, funktional bieten die Apps von Tractive und Fressnapf nicht mehr.

 

Sehr hohes Update-Intervall!

Verglichen mit den Trackern von Tractive und vor allem dem Fressnapf Tracker fällt beim PAJ PET Finder 4G ein deutlich höheres Update-Intervall auf.
Der Tracker aktualisiert konstant alle 10 Sekunden seine Position – das ist vergleichsweise oft. Entsprechend sind auch die Routen sehr detailliert und genau.

 

Sehr präzise!

Nicht nur das Aktualisierungsintervall ist hoch, auch die Präzision des Trackers ist erfreulich gut. Diese liegt auf oder sogar über dem Niveau von Fressnapf und Tractive.

Hier gibt es weniger Sprünge im Tracking, was sicherlich auch durch das höhere, konstante Abfrageintervall begünstigt wird.

 

Wie hoch sind die Folgekosten?

So ziemlich alle Hunde-GPS-Tracker erzeugen Folgekosten, mal mehr, mal weniger. Warum? GPS zu nutzen ist zwar grundsätzlich kostenfrei, allerdings muss die Standortinformation an dein Smartphone übermittelt werden.

Dafür nutzen alle GPS-Tracker eine Mobilfunkverbindung, die dem Hersteller Kosten verursacht. Diese Kosten werden mit einer Gewinnmarge an den Kunden weitergegeben.
Was kostet nun der PAJ PET Finder 4G im Monat? PAJ bietet zwei Tarife mit drei Laufzeiten an.

1 Monat 6 Monate 1 Jahr 2 Jahre
Basic 12 € 7 € 5 €
Premium 10 € 8 € 6 €

(Preis pro Monat)

Im günstigsten Fall zahlst du für den PAJ PET Finder 4G 5€ im Monat, wenn du das Basics-Abo für 2 Jahre abschließt (120€ für 2 Jahre).
Damit ist der PAJ PET Finder 4G preislich mit dem Tractive-Modell vergleichbar, aber teurer als der Fressnapf Tracker.

 

Fazit

Sowohl vom Update-Intervall als auch von der Präzision des Trackings ist der PAJ PET Finder 4G bisher der beste GPS-Tracker, den ich getestet habe.
Hier kann er Tractive und Fressnapf klar schlagen! Auch die App ist insgesamt gelungen.
Allerdings ist die App nicht speziell auf das Hundetraining zugeschnitten. Es gibt keine hundespezifischen Bonus-Features wie bei Tractive und Fressnapf. PAJ bietet Tracker für Autos, Kinder usw. an, daher ist die App etwas universeller gehalten.
Das muss jedoch kein Nachteil sein, denn alle wichtigen Informationen zum Tracking deines Hundes sind vorhanden.

Ein wichtiger Faktor sind die Folgekosten. GPS-Tracker haben immer Folgekosten. Der PAJ PET Finder 4G liegt preislich ungefähr auf dem Niveau des Tractive-Modells, ist aber deutlich teurer als der Fressnapf Tracker, der dafür einen höheren Anschaffungspreis hat.

INIU P51-E2 (Nachfolger BI-B5) im Test: 20.000 mAh kompakt wie nie?

INIU hat seine beliebte BI-B5 mit Tiny Cells heimlich gegen ein neues Modell ausgetauscht, gegen die P51-E2. Dies ist allerdings unter Umständen etwas Positives, denn die neue INIU P51-E2 ist noch kleiner als die BI-B5 mit Tiny Cells, bringt aber auch wieder 20.000 mAh und 22,5 W Ausgangsleistung mit.

Wollen wir uns die INIU P51-E2 einmal in einem kleinen Test ansehen, denn wir haben hier potenziell die kleinste und leichteste 20.000 mAh Powerbank derzeit auf dem Markt vor uns!

 

Die kleinste 20.000 mAh Powerbank 2025?! INIU P51-E2 im Test

Bei der P51-E2 handelt es sich auf den ersten Blick um eine absolut klassische INIU Powerbank. Wir haben hier eine schwarze Powerbank, mit abgerundeten Seiten, dem obligatorischen schwarzen Fenster auf der Oberseite und dem Softtouch-Kunststoff. Solche Powerbanks gab es von INIU schon x-mal auch mit der Kapazität von 20.000 mAh und einer Leistung von 22,5 W.

Das Besondere bei der INIU P51-E2 sind aber die Abmessungen. So misst die Powerbank 103,5 x 69,6 x 29 mm und bringt 316 g auf die Waage. Vergleichen wir dies mal mit anderen 20.000 mAh Powerbanks:

Dies sind beeindruckende Werte! Abseits der Nitecore Powerbanks ist die INIU P51-E2 eine der kompaktesten und leichtesten Powerbanks ihrer Klasse.

 

Mit Ladekabel im Anhänger

Bei der INIU P51-E2 liegt ein kleiner Anhänger bei.

Dieser Anhänger besitzt eine Schlaufe, die gleichzeitig ein getarntes USB-C-Ladekabel ist, ein praktisches Design! Wichtig: Das beiliegende Kabel ist ein 60 W / 3 A Kabel!

 

Anschlüsse der INIU P51-E2

Die INIU P51-E2 verfügt über 2x USB-C-Ports und 1x USB-A.

  • USB-C – 20 W USB PD – 5 V / 3 A, 9 V / 2,22 A, 12 V / 1,67 A
  • USB-A – 22,5 W Super Charge, 18 W Quick Charge – 5 V / 3 A, 9 V / 2 A, 10 V / 2,25 A, 12 V / 1,5 A

Damit verfügt die Powerbank über eine Standard-Ausstattung, was die Anschlüsse angeht. Ein 20 W USB-C-Port reicht in der Regel, um ein aktuelles Smartphone flott zu laden.

Geschwindigkeitsrekorde wird die Powerbank allerdings nicht brechen. Auch wenn du mehr als einen Port auf einmal nutzt, werden die Schnellladestandards der Powerbank komplett deaktiviert und alle Ports auf 5 V only gedrosselt.

 

Mit PPS

Zwar ist PPS bei einer 20 W USB-Power-Delivery-Powerbank nicht ganz so essenziell, aber es ist dennoch gut, wenn PPS unterstützt wird, um die Ladegeschwindigkeit gerade in Kombination mit Samsung Smartphones zu „optimieren“.

  • 5 – 5,90 V / 3 A
  • 5 – 11 V / 2 A

Dies ist für eine Powerbank dieser Klasse eine „erwartungsgemäße“ PPS-Stufe. Mehr Infos zu PPS findest du hier -> https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Wie hoch ist die Kapazität wirklich?

Laut INIU bietet die P51-E2 eine Kapazität von 20.000 mAh. Aber wie hoch ist die echte Kapazität? Diese habe ich mithilfe einer elektronischen Last gemessen. Mehr Infos zum Test-Equipment findest du hier: https://techtest.org/wie-testet-techtest-powerbanks-und-ladegeraete-welche-messgeraete-nutze-ich/

wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 72.367 14055 19559 98%
9V/1A 70.09 7647 18943 95%
9V/2A 66.851 7287 18068 90%

 

Es gibt bei der Kapazität durchaus eine Überraschung, allerdings ist diese eher positiv! So schwankte die echte Kapazität der P51-E2 zwischen 18.068 mAh und 19.559 mAh. Dies ist eine Spanne von 90 % bis 98 % der Herstellerangabe, was fantastisch ist!

Normal ist eine echte Kapazität im Bereich 80 % bis 90 % der Herstellerangabe. Über 90 % ist super selten. Von daher, ja die Kapazität der P51-E2 kann überzeugen.

 

Ladedauer

Bei der Ladedauer gibt es keine Überraschung. Wir haben hier eine Standard-Powerbank, mit 20 W Eingang.

So dauert eine vollständige Ladung der INIU P51-E2 5:32 h, was OK, aber auch nicht besonders ist.

 

Fazit, die kleinste 20.000 mAh Powerbank

Die INIU P51-E2 ist eine mega spannende Powerbank! Diese ist zwar technisch nicht besonders mit ihrem 20 W Ein- und Ausgang, aber die Abmessungen und das Gewicht heben die Powerbank doch etwas von der Masse ab.

So ist die INIU P51-E2 für eine 20.000 mAh Powerbank extrem klein und kompakt. Lediglich die Modelle von Nitecore können die INIU hier noch schlagen, dies aber bei einem x-fachen Preis und auch einer geringeren praktischen Kapazität.

Suchst du also eine einfache und günstige Reise-Powerbank, ist die INIU P51-E2 Anfang 2025 die beste Option am Markt.

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Der CUKTECH GaN Charger 65W im Test

CUKTECH bietet mit dem AD653CEU auf den ersten Blick ein sehr interessantes USB-Ladegerät an.

Dieses setzt auf die GaN-Technik und besitzt eine Leistung von bis zu 65 W. Dabei verfügt dieses über ein sehr schönes und wertiges Design wie auch 3 USB-Ports. Wollen wir uns den CUKTECH GaN Charger 65W einmal im Test ansehen!

 

Der CUKTECH GaN Charger 65W im Test

Erfreulicherweise besitzt der AD653CEU “GaN Charger 65W” ein sehr wertiges Design und eine hochwertige Haptik. Wir haben hier kein billiges Ladegerät vor uns, sondern ein Modell, das an der Grenze zur Premiumklasse ist.

Mit 54 x 28 x 53 mm und einem Gewicht von 119 g ist der CUKTECH GaN Charger 65W durchaus kompakt für ein Modell mit 65 W Leistung und 3 USB-C-Ports.

Wir können in diesem Diagramm sehen, dass der CUKTECH GaN Charger 65W mit 119 g zu den leichtesten Modellen mit 65 W und 3 Ports gehört.

 

Anschlüsse des CUKTECH GaN Charger 65W

Der CUKTECH GaN Charger besitzt 3 Ports: 2x USB-C und 1x USB-A.

  • USB-C 1 – 65 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-C 2 – 30 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • USB-A – 18 W Quick Charge + 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Der primäre USB-C-Port bietet eine Leistung von bis zu 65 W nach dem USB Power Delivery Standard.

Damit ist dieser theoretisch stark genug, nicht nur Smartphones zu laden, sondern auch für Notebooks und Tablets. Dabei unterstützt dieser auch alle gängigen Leistungsstufen des USB Power Delivery Standards. Spannenderweise bietet der 2. Port nicht auch 65 W, sondern lediglich 30 W. Damit ist dieser primär für Smartphones und andere kleinere Geräte geeignet. Hinzu kommt ein USB-A-Port mit bis zu 18 W nach Quick Charge oder 22,5 W nach Super Charge.

 

Drosselung

Der CUKTECH GaN Charger 65W kann, wie der Name es vermuten lässt, bis zu 65 W liefern. Entsprechend kannst du nicht gleichzeitig alle Ports des Ladegeräts gleichzeitig voll nutzen. Je nachdem, wie viele Geräte du anschließt, verteilt sich die Leistung unterschiedlich:

  • 1 Port = Volle Leistung
  • 2x USB-C = 45 W + 20 W
  • 1x USB-C + USB-A = 45 W + 18 W
  • Alle Ports = 45 W + 5V/3A (Ports 2 und 3 geteilt)

Der primäre USB-C-Port bietet immer eine Leistung von 65 W oder 45 W und ist somit gut für größere Geräte geeignet.

 

PPS

Bei der PPS-Stufe gab es eine Überraschung. So unterstützt der primäre USB-C-Port mit 65 W Leistung gar kein PPS! Lediglich der sekundäre USB-C-Port bietet PPS, dies aber mit einer etwas kleineren Range:

  • USB-C 2 – 5-11 V / 3 A

Damit ist das Ladegerät OK für die kleineren Samsungs der “A”-Serie, aber für die großen Modelle nicht zwingend optimal, wenn es dir um das maximale Ladetempo geht.

UPDATE! 

Auch USB C 1 bietet PPS, aber mein Trigger hat dieses nicht gefunden:

  • 5 – 11 V / 5A 
  • 5 – 20 V /3,25 A

Mit dem Power-Z KM001, den ich normalerweise zum auslesen von PD Stufen nutze, finde ich keine PPS Stufe. Der Power-Z KM003C findet aber die PPS Stufe.

 

Belastungstest

Ich unterziehe alle Ladegeräte, die ich bei Techtest im Test habe, einem Belastungstest. Bei diesem belaste ich die Ladegeräte für Zeitraum X mit 100 % der beworbenen Leistung. In diesem Fall 65 W, und ich habe diesen Test satte 6 Stunden laufen lassen. Erfreulicherweise zeigte sich der CUKTECH GaN Charger 65W hier sehr souverän! Das Ladegerät konnte über diesen Zeitraum die Leistung konstant bereitstellen.

Dabei erwärmte sich das Ladegerät erfreulicherweise recht wenig. So erreichte dieses äußerlich knapp über 50 Grad, was für ein Ladegerät unter Dauerlast nicht zu viel ist, ganz im Gegenteil.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB Power Delivery-Ladegeräten prinzipiell nicht mehr ganz so wichtig für die Ladegeschwindigkeit wie bei normalen USB-A-Ladegeräten. Dennoch ist eine stabile Spannung ein gutes Zeichen für hochwertige Elektronik.

Hier sieht beim CUKTECH alles soweit solide aus.

 

Für welche Geräte geeignet?

Die Frage, für welche Geräte der CUKTECH GaN Charger 65W optimal ist, lässt sich so einfach beantworten. Prinzipiell funktioniert das Ladegerät mit allen gängigen Smartphones von Apple, Samsung, Google, Xiaomi usw. Aufgrund der großen PPS Stufe ist das Ladegerät hier universell gut geeignet.

Für  Tablets und auch Notebooks ist das Ladegerät hingegen ebenfalls zu empfehlen. Dies auch für die kleineren MacBooks, für welche 65 W in der Regel mehr als ausreichend ist. Auch für einige 13-Zoll-Windows-Notebooks oder Geräte wie das Steam Deck ist das Ladegerät absolut zu empfehlen. Gerade für Notebooks, Tablets und Ähnliches ist der CUKTECH GaN Charger 65W anscheinend gut optimiert.

 

Stromverbrauch im Leerlauf

Im Leerlauf benötigt der CUKTECH GaN Charger 65W ca. 0,43 W.

 

Effizienz des CUKTECH GaN Charger 65W

Wie steht es um die Effizienz des Ladegeräts? Zeigt dieses sich hier stark wie schon beim Belastungstest?

Ja! Der CUKTECH GaN Charger 65W erreichte im Test eine Effizienz von 82 % bis 92 %. Dies ist ein gutes bis sehr gutes Abschneiden. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

 

Fazit

Der CUKTECH GaN Charger 65W hinterlässt im Test einen sehr positiven Eindruck. Besonders überzeugt das wertige Design und die gute Verarbeitungsqualität, die fast an die Premiumklasse heranreicht. Trotz seiner kompakten Maße bietet das Ladegerät eine solide Leistung von bis zu 65 W und drei nutzbare Anschlüsse.

Punkten kann das Ladegerät zudem mit einer sehr stabilen Leistung unter konstanter Last, einer guten Effizienz und einer vergleichsweise geringen Wärmeentwicklung.

Für Apple-Geräte, Samsung-Smartphones, kleinere Notebooks und Tablets ist der CUKTECH GaN Charger 65W uneingeschränkt empfehlenswert.

Die INIU P73-E1 Qi2-zertifizierte 45W Magnetische Powerbank im Test

INIU bietet mit der P73-E1 auf den ersten Blick eine extrem interessante kabellose Qi2-magnetische Powerbank an. Diese bietet eine Kapazität von 10.000 mAh und eine Ausgangsleistung von 45 W! Gerade Letzteres ist für eine kompakte 10.000-mAh-Powerbank durchaus spannend. Auch kabellos soll diese bis zu 15 W bieten.

Wollen wir uns die INIU P73-E1 doch einmal im Test ansehen! Kann die Powerbank überzeugen?

 

Die INIU P73-E1 Qi2-zertifizierte 45W Magnetische Powerbank im Test

Die INIU P73-E1 ist mit 106 x 72 x 13,7 mm und einem Gewicht von 192 g eine durchaus kompakte Powerbank, wenn auch sicherlich nicht absolut winzig. Dies ist aber auch keine Überraschung bei der Ausgangsleistung von bis zu 45 W und dem kabellosen Ladepad.

Die Powerbank ist dafür gemacht, magnetisch an dein Smartphone angeheftet zu werden. Entsprechend sind hier Magnete für MagSafe bzw. Qi2 integriert. Zusätzlich sind eine Trageschlaufe und ein ausklappbarer Standfuß integriert. Spannenderweise ist der Standfuß sogar aus Metall gefertigt und somit relativ robust.

Die Powerbank selbst besteht weitestgehend aus Kunststoff, lediglich die Rückseite besitzt eine Aluminium-Abdeckung. Auch auf der Rückseite befindet sich eine Statusanzeige im „Pfoten-Style“.

 

Mit Ladekabel im Anhänger

Bei der INIU P73-E1 liegt ein kleiner Anhänger bei. Dieser Anhänger besitzt eine Schlaufe, die gleichzeitig ein getarntes USB-C-Ladekabel ist – ein praktisches Design!

Wichtig: Das beiliegende Kabel ist ein 60W / 3A Kabel!

 

Anschlüsse der INIU P73-E1

Neben dem kabellosen Qi2-Ladepad mit einer maximalen Leistung von 15 W besitzt die INIU P73-E1 auch zwei USB-C-Ports:

  • USB-C – 45W USB Power Delivery (5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A)

Beide USB-C-Ports sollen laut Hersteller eine Leistung von beachtlichen 45 W bieten.

Damit wäre die Powerbank auch sehr gut für schnelles, kabelgebundenes Laden geeignet.
Beide Ports können genutzt werden, um die Powerbank zu laden, laut Aufdruck mit maximal 27 W.

 

Kabellos bis zu 15 W

Das Qi2-Ladepad, das natürlich mit Apple MagSafe kompatibel ist, unterstützt eine Leistung von bis zu 15 W.

In meinem Test funktionierte das Ladepad problemlos mit dem iPhone 15 Pro Max sowie dem S25 Ultra von Samsung. Beim Samsung-Gerät allerdings nur mit einer „MagSafe“-Hülle.

 

Auch mit PPS

Grundsätzlich besitzt die INIU P73-E1 eine erfreulich große PPS-Stufe:
3,3 – 11 V bei bis zu 3 A

Für eine Powerbank dieser Klasse ist das eine große PPS-Stufe, welche die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones optimieren sollte. Allerdings wird das „45W“-Laden von Samsung-Smartphones hier in der Regel nicht funktionieren. Diese werden meist mit 25-30 W an dieser Powerbank laden.

 

Volle Leistung nur wenige Minuten!

Leider schafft die INIU P73-E1 ihre Leistung von bis zu 45 W nur extrem kurz. Mit „extrem kurz“ meine ich 3-4 Minuten, danach gibt es eine Drosselung auf ca. 27 W.

Hier kannst du die Leistungsaufnahme des Framework 16 an der INIU P73-E1 sehen. Dort lässt sich die Drosselung gut beobachten.

Dies ist natürlich schwach! Somit sind die 45 W der Powerbank eher theoretischer Natur.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Ich habe die Kapazität der INIU P73-E1 über den USB-C-Port mithilfe einer elektronischen Last gemessen. Dies mehrfach, bei diversen Laststufen.

Wh mAh mAh @ 3,7V %
5V/2A 34.643 6807 9363 94%
9V/1A 35.695 3907 9647 96%
9V/2A 35.029 3855 9467 95%

 

Erfreulicherweise sieht die Kapazität der Powerbank sehr gut aus! In meinem Test schwankte diese zwischen 9363 mAh und 9647 mAh.
Dies entspricht einer Spanne von 94 % bis 96 % der Herstellerangabe, was ein hervorragendes Ergebnis ist.

Info: Die angegebene Kapazität einer Powerbank bezieht sich stets auf die internen Akku-Zellen. Beim Entladen geht jedoch Energie verloren, da der Prozess nicht zu 100 % effizient ist. Verluste entstehen durch Wärmeentwicklung, Spannungswandlungen und andere interne Vorgänge. In der Regel liegt die tatsächlich nutzbare Kapazität bei etwa 80-90 % der Nennkapazität. Werte über 90 % sind selten, während weniger als 80 % eher ungewöhnlich sind.

Zudem lädt auch dein Smartphone nicht völlig effizient. Ein Gerät mit einem 4000-mAh-Akku benötigt für eine vollständige Ladung ungefähr 4800 mAh, abhängig vom Modell und der Ladeart.

 

Ladedauer

Die INIU P73-E1 kann mit bis zu 27 W geladen werden bzw. akzeptiert maximal 27 W Leistung.

Das Laden der Powerbank dauerte 2:32 h, was für eine 10.000-mAh-Powerbank angenehm flott ist.

 

Gleichzeitig Laden und Entladen?

Ja, du kannst mit der INIU P73-E1 gleichzeitig ein Smartphone kabellos laden und die Powerbank selbst laden.

 

Fazit

Ich bin bei der INIU P73-E1 etwas hin- und hergerissen. An sich macht die Powerbank, was sie primär soll.

Wir haben hier eine gute kabellose Qi2- bzw. „MagSafe“-Powerbank. Diese bietet mit bis zu 9647 mAh eine praktisch sehr hohe Kapazität. Der Formfaktor ist angenehm, und auch das kabellose Laden geht halbwegs flott.
Auch das Aufladen der Powerbank dauert mit 2:32 h nicht zu lange – ganz im Gegenteil.

Allerdings ist die Leistungsabgabe von 45 W des USB-C-Ports etwas irreführend. Ja, dieser kann bis zu 45 W ausgeben, aber nur extrem kurz! In meinem Test waren lediglich 3-4 Minuten 45 W möglich, was zu wenig ist.

Kurzum: Ja, zum kabellosen Laden ist die INIU P73-E1 eine der besten Powerbanks ihrer Klasse, aber die Leistungsabgabe von 45 W ist etwas „optimistisch“.

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Nextorage A2 SE 512 GB im Test, eine erste CFexpress 4.0 Typ A Speicherkarte!

Mit der A2 SE hat Nextorage eine neue CFexpress Typ-A-Speicherkarte auf den Markt gebracht, welche für viele Nutzer von Sony-Kameras extrem interessant sein wird. So bietet die Nextorage A2 SE mit 512 GB Datenraten von beeindruckenden 1900 MB/s lesend und 1700 MB/s schreibend (laut Hersteller).

Dabei kostet die 512-GB-Version lediglich +/- 200 €! Dies ist ein fantastischer Preis für eine auf den ersten Blick sehr interessante Speicherkarte. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die Nextorage A2 SE 512 GB hier wirklich so hervorragend und wie schlägt sie sich verglichen mit anderen CFexpress-Speicherkarten, auch aus dem Nextorage-Lineup?

 

Nutzt den CFexpress 4.0-Standard

Die Nextorage A2 SE 512 GB nutzt den CFexpress 4.0-Standard. CFexpress 4.0 verdoppelt die maximale Bandbreite der CFexpress Typ-A- bzw. Typ-B-Verbindung. Daher sind mit CFexpress 4.0 Typ-A-Speicherkarten nun Datenraten über 1000 MB/s (theoretisch bis zu 2000 MB/s) möglich. Es gibt hier aber ein praktisches Problem: Stand März 2025 gibt es KEINE Kamera, die CFexpress 4.0 nutzen kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass diese Speicherkarten nicht in den entsprechenden Kameras funktionieren, aber deren Geschwindigkeit ist auf +/- 1000 MB/s limitiert. Hast du also eine:

  • Sony A1
  • Sony A1 II
  • Sony A7R V
  • Sony A9 III

funktioniert die Nextorage A2 SE 512 GB natürlich in den Kameras, aber die Datenrate ist auf um die 1000 MB/s limitiert.

 

Die Nextorage A2 SE 512 GB im Test

Nextorage hat das Design seiner CFexpress Typ-A-Speicherkarten mit der A2 SE etwas verändert.

Bisher setzten die CFexpress Typ-A-Speicherkarten von Nextorage auf ein Gehäuse aus Kunststoff. Viele Konkurrenten hingegen nutzen Gehäuse mit Metall-Elementen, unter anderem aufgrund der Temperaturentwicklung.

Dies macht Nextorage nun ebenfalls bei der A2 SE. Auch diese besitzt einige Metall-Elemente auf der Front- und Rückseite, die bei der Abfuhr der Wärme helfen sollen. Ansonsten haben wir hier eine recht typische CFexpress Typ-A-Speicherkarte.

 

CFexpress-Speicherkarten basieren auf NVMe-SSDs

CFexpress-Speicherkarten unterscheiden sich technisch deutlich von klassischen SD-Karten. Im Kern handelt es sich dabei um kompakte NVMe-SSDs, wie sie auch in PCs und Notebooks verwendet werden, allerdings in einem kleineren Formfaktor. CFexpress Typ-A-Karten nutzen für die Verbindung mit der Kamera eine PCIe 4.0 x1-Schnittstelle (bei PCIe 4.0-Modellen), was die maximale Geschwindigkeit von rund 2000 MB/s erklärt, die dieser Standard ermöglicht.

CFexpress Typ-B-Karten hingegen verfügen aufgrund des größeren Formfaktors über zusätzliche Kontakte und können so eine PCIe 4.0 x2-Verbindung herstellen – was zu einer theoretisch doppelten Übertragungsrate führt. Technisch wäre es sogar möglich, CFexpress-Speicherkarten mithilfe von Adaptern direkt in einem PC zu verbauen und als Systemlaufwerk zu verwenden. Obwohl dies aus praktischen Gründen nicht empfehlenswert ist, ist es dennoch machbar. Entsprechende Adapter sind dafür erhältlich.

 

Erhöhte Haltbarkeit von CFexpress-Speicherkarten

Neben der höheren Geschwindigkeit bieten CFexpress-Karten auch Vorteile in puncto Langlebigkeit. Während SD-Karten unerwartet ausfallen können, ohne dass sich der Zustand im Voraus überprüfen lässt, bieten CFexpress-Karten hier mehr Transparenz. Über Tools wie CrystalDiskInfo lassen sich am PC der Zustand und die Nutzung einer CFexpress-Karte auslesen. So ist ersichtlich, wie viele Daten bereits geschrieben wurden und ob es Anzeichen für abgenutzte Speicherzellen gibt. Darüber hinaus setzen CFexpress-Karten in der Regel auf hochwertigen NAND-Speicher und verfügen über fortschrittliche Fehlerkorrektur-Algorithmen (z. B. ECC) sowie Mechanismen wie Wear Leveling, die die Datensicherheit erhöhen und die Lebensdauer verlängern.

 

CFexpress Typ-A – hauptsächlich für Sony

CFexpress-Karten gibt es in zwei Hauptversionen (streng genommen drei): Typ A und Typ B. Typ A wird derzeit überwiegend von Sony verwendet, während Typ B mit Kameras von Nikon, Fuji, Canon und anderen Herstellern kompatibel ist.

Eine Typ-A-Karte lässt sich mithilfe eines Adapters auch in einer Typ-B-Kamera verwenden, der umgekehrte Fall ist jedoch nicht möglich.

 

Ein erster Benchmark

Beginnen wir mit der Frage, ob die Nextorage A2 SE 512 GB unter „optimalen“ Bedingungen die Herstellerangabe von 1900 MB/s lesend und 1700 MB/s schreibend erreichen kann.

Weitestgehend ja, so erreichte sie bei mir im Test maximal 1863 MB/s lesend und 1749 MB/s schreibend. Dies sind für eine CFexpress Typ-A-Speicherkarte fantastische Werte!

 

Schreibleistung nicht konstant

Allerdings gibt es leider einen sehr wichtigen Punkt zu beachten: Günstige CFexpress Typ-A-Speicherkarten verfügen in der Regel nicht über eine konstante Schreibleistung. So sinkt die Datenrate bei diesen Speicherkarten meist nach einigen GB geschriebener Daten deutlich. In diesem Punkt unterscheiden sich die teuren von den „günstigen“ CFexpress-Speicherkarten. Wie steht es hier um die Nextorage A2 SE 512 GB?

Auch sie schafft nicht konstant 1749 MB/s, sondern die Datenrate sinkt mehr oder weniger sofort auf +/- 800–850 MB/s. Wichtig: Sie hat bei konstanter Volllast leichte Temperaturprobleme. Dies ist nicht unnormal für CFexpress-Speicherkarten und wird in der Praxis vermutlich keine große Rolle spielen. Ich habe daher zwei Diagramme: einmal mit einem Lüfter, den ich auf die Speicherkarte gerichtet habe, und einmal ohne. Du kannst sehen, es gibt hier einen leichten Unterschied.

 

In der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die Speicherkarte in der Sony A1 getestet mit folgenden Einstellungen:

  • 1/2000 s
  • f/2.8
  • 30 Bilder/s
  • Komprimiertes RAW
  • ISO 125

Ich habe hier diverse Speicherkarten in die Kamera eingesetzt und den Auslöser für 30 Sekunden konstant gedrückt gehalten. Am Ende habe ich geschaut, wie viele Bilder mit den Speicherkarten in dieser Zeit gemacht wurden. Dies direkt gesagt: Die Speicherkarte ist hier der limitierende Faktor.

Leider gab es hier eine negative Überraschung. Zwar unterstützt die Sony A1 nicht den CFexpress 4.0-Standard – wie keine Kamera derzeit auf dem Markt –, aber dennoch war ich davon ausgegangen, dass sie die konstanten +/- 850 MB/s der Nextorage A2 SE 512 GB nutzen kann, was immerhin das doppelte Tempo des Vorgängers ist. Praktisch scheint dies aber nicht der Fall zu sein. So erreicht die Nextorage A2 SE +/- die gleiche Geschwindigkeit wie die Nextorage A1 SE. Damit sind diese Speicherkarten ein Stück langsamer als die Nextorage A1 PRO und die anderen „High End“-CFexpress Typ-A-Speicherkarten. Dennoch ist die Nextorage A2 SE aber schneller als selbst die besten SD-Karten!

 

Problemlos in der Praxis

Ich betreibe Fotografie seit vielen Jahren als Hobby bzw. sogar semiprofessionell. In den letzten Jahren nutzte ich viele Speicherkarten von Nextorage und hatte bisher keine Probleme mit diesen.

Vor allem die Nextorage A1 SE und die A1 PRO habe ich sehr viel mit meiner A1 und A9 III genutzt und hatte bisher keine Aussetzer oder Probleme. Selbiges gilt bislang auch für die Nextorage A2 SE.

 

Fazit

Das Fazit zur Nextorage A2 SE ist positiv und auch etwas enttäuschend zugleich. Generell haben wir hier eine sehr gute CFexpress Typ-A-Speicherkarte vor uns. Diese bietet ein Tempo, das klar über dem der besten V90 SD-Karten liegt, bei einem Preis, der unter dem von V90 SD-Karten liegt.

Dabei haben wir die generellen Vorteile von CFexpress-Speicherkarten, wie die bessere Haltbarkeit und Überwachung des Zustandes. Allerdings gibt es bei der Nextorage A2 SE zwei Punkte zu bedenken:

  1. Die volle Geschwindigkeit wird nur in Kameras/Kartenlesern unterstützt, die CFexpress 4.0 unterstützen. Derzeit (Stand: März 2025) unterstützt noch keine Kamera CFexpress 4.0. In den „alten“ Modellen halbiert sich die Geschwindigkeit.
  2. Wie bei den meisten günstigen CFexpress Typ-A-Speicherkarten ist die Datenrate schreibend nicht konstant. Diese bricht bei konstanter Last auf +/- 800 MB/s ein bzw. anscheinend in Nicht-CFexpress 4.0-Kameras auf 400 MB/s.

Damit ist die Nextorage A2 SE bei Serienbildern in der Praxis deutlich schneller als z. B. eine V90 SD-Karte, aber langsamer als die Premium-CFexpress-Speicherkarten wie die Lexar Gold oder A1 PRO.

Nextorage japanische CFexpress 4.0 Typ A 512GB speicherkarte Sony...
  • Der Nextorage-Vorteil: Über 20 Jahre Erfahrung mit Sony-Speicher...
  • Unterstützt den CFexpress 4.0-Standard der nächsten Generation...
  • Standard der nächsten Generation für...
  • Kompatibel mit CFexpress 2.0-kompatiblen Geräten: Der CFexpress...
  • Konform mit VPG 200: Sie entspricht in allen Kapazitäten dem...

Dies spiegelt sich aber auch im Preis wider, rund 200 € für 512 GB ist echt eine Ansage, im positiven Sinne!

50.000 mAh und 100 W für unter 40 €? Zu gut, um wahr zu sein?

Ein Leser von Techtest hatte mich vor Kurzem auf eine interessante Powerbank bei eBay hingewiesen.

Es handelte sich bei dieser um ein Modell mit einer Ausgangsleistung von 100 W, dem aktuell so beliebten Säulen-Design, einer Leistungsanzeige und einer angeblichen Kapazität von 50.000 mAh.

Dies alles zu einem unglaublichen Preis von unter 40 €!

Allerdings gab es bei dieser Powerbank einige Warnsignale, abseits des verdächtig niedrigen Preises. So fand sich hier keinerlei Herstellerbezeichnung und die Kapazität von angeblichen 50.000 mAh wurde nur im Titel ausgelobt, in der Beschreibung war überhaupt keine Kapazität angegeben.

Kurzum, ich habe mir die Powerbank gekauft und in diesem Artikel schauen wir einmal, was ich hier für rund 36 € erhalten habe!

 

Eine auffällige Verpackung

Normalerweise gehe ich bei Powerbanks nicht groß auf die Verpackung ein, aber hier war diese ein weiteres Warnsignal. Warum?

So haben wir hier eine super billige Verpackung, was aber bei dem Preis/Leistungs-Verhältnis nicht verwunderlich ist. Problematisch ist, dass auf der Verpackung nirgends ein Herstellername oder sonstige Leistungswerte angegeben waren.

Auch die Anleitung war maximal generisch. So wurde hier noch eine PSP auf Bildern gezeigt, was für die Aktualität der Anleitung spricht.

 

Die Powerbank, Kovol 50.000 mAh 100 W Powerbank

Spannenderweise fanden wir auf der Powerbank selbst einen Herstellernamen, Kovol. Kovol ist an sich ein legitimer Hersteller von Powerbanks und Ladegeräten.

Was sich aber nicht auf der Powerbank findet, sind irgendwelche Angaben zur Kapazität. Dies ist direkt eine rote Flagge!

Mit 152 x 55 x 40 mm und einem Gewicht von 420 g bietet die Powerbank Abmessungen, welche in der +- 20.000 bis 27.000 mAh Klasse üblich wären. Für die beworbene Kapazität von 50.000 mAh ist die Powerbank klar zu klein.

Was die Haptik angeht, ist die Powerbank “akzeptabel”, nicht mehr und nicht weniger.

 

Das Display

Die Powerbank besitzt erfreulicherweise ein “Display”. Wobei Display hier nicht ganz richtig ist, aber wir haben eine umfangreiche LC/LED Anzeige.

Diese zeigt dir nicht nur die Kapazität in % an, sondern auch die Eingangsleistung und Ausgangsleistung. Damit ist das Display für die Preisklasse soweit OK.

 

Anschlüsse der Kovol 50.000 mAh 100 W Powerbank

Die Powerbank besitzt 2x USB-C-Ports und 1x USB-A.

  • USB-C 1 – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C 2 – 60 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/3A
  • USB-A – 18 W Quick Charge und 22,5W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Wie beworben, besitzt die Powerbank einen 100 W USB-C-Port. Damit ist sie prinzipiell sogar für große Geräte wie Notebooks gut einsetzbar. Neben dem 100 W Port haben wir noch einen 60 W USB-C-Port und einen USB-A-Port mit 18 W nach Quick Charge bzw. 22,5 W Super Charge.

 

Auch mit PPS

Erfreulicherweise verfügt die Powerbank auch auf beiden USB-C-Ports über eine Unterstützung von PPS.

  • 3,3 – 21 V / 3 A

Dies ist zwar keine ganz perfekte PPS Range, aber 3,3 – 21 V / 3 A ist auch alles andere als schlecht. So haben wir hier eine große Spannungs-Range, ideal für diverse chinesische Smartphones, wie auch das Google Pixel 9 Pro.

Leider haben wir nur bis 3 A Strom, was die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit einigen älteren Samsung “Ultra” Smartphones limitieren kann.

 

Wie hoch ist die Kapazität der Powerbank wirklich?

Soweit sieht die Kovol Powerbank doch gar nicht so übel aus. Diese liefert die vom Hersteller versprochene Leistung. Aber was ist nun mit der Kapazität? Haben wir hier wirklich 50.000 mAh?

Wh mAh mAh @3,7V
5V/2A 59,103 11728 15974
9V/1A 59,969 6680 16208
9V/3A 59,669 6641 16127
20V/3A 59,377 2984 16048

 

Was für eine blöde Frage, natürlich hat die Powerbank keine 50.000 mAh. Mit 16.089 mAh im Schnitt bzw. 59,5 Wh ist dies eher eine Powerbank der 20.000 mAh Klasse. Also deutlich weniger als vom Hersteller versprochen.

 

100 W nicht konstant

Wenig überraschend hat die Powerbank leider auch ein paar Temperatur-Probleme. So kann diese nicht konstant 100 W liefern.

Bei einer konstanten Last von 100 W drosselte diese sich bei einer Restladung von +- 68 % bereits auf 60 W herunter. Nach einer kurzen Zeit abkühlen kann diese auch wieder 100 W liefern.

Leider sind solche Temperatur-Drosselungen bei Powerbanks mittlerweile nicht mehr außergewöhnlich, siehe hier: https://techtest.org/welche-140-w-powerbanks-schaffen-konstant-die-volle-leistung/

Allerdings eine Drosselung von lediglich 32 % entladener Kapazität ist recht früh.

 

Wie schnell lädt die Kovol “50.000 mAh” 100 W Powerbank?

Die Kovol Powerbank kann praktisch mit bis zu +- 60 W laden. Dies ist soweit okay.

So dauert eine vollständige Ladung der Powerbank ca. 1:36 h, was etwas flotter ist, als ich erwartet hätte.

 

Fazit

Zu gut, um wahr zu sein? Leider ja! Wie es eigentlich auch schon zu erwarten war, kann die Kovol “50.000 mAh” 100 W Powerbank leider ihr Kapazitätsversprechen nicht einhalten.

So ist die Powerbank viel zu klein und leicht für auch nur ansatzweise 50.000 mAh und auch, dass auf dem Akku nicht mal die Kapazität aufgedruckt ist, ist mehr als verdächtig.

Im Test erreichte die Powerbank lediglich um die 16.xxx mAh bzw. +- 59 Wh, also nur 1/3 des Versprechens.

Abseits der Kapazität sieht es etwas besser aus. So kann die Powerbank wirklich bis zu 100 W liefern, wenn auch nur kurzzeitig, und das Display zeigt wirklich echte Leistungswerte an.

Das Laden der Powerbank geht mit 1:36 h relativ flott.

Für unter 40 € wäre damit die Powerbank trotz der sehr viel geringeren Kapazität an sich gar nicht furchtbar. So haben wir hier realistisch eine 20.000 mAh Powerbank mit 100/60 W Leistung.

Allerdings kann ich dennoch nur von dieser abraten, aufgrund der Unsicherheit bei der Kapazität. Es ist gut möglich, dass wir hier eine massive Serien-Schwankung haben oder recycelte Akkuzellen zum Einsatz kommen usw. Solch eine Powerbank ist einfach eine Wundertüte und alles andere als vertrauenserweckend.

Zahle lieber +- 10 € mehr für eine Powerbank wie die INIU BI-B63, dann weißt du, was du bekommst.