Ein Blick auf Mammouth AI, ChatGPT, Gemini, Claude Opus und Co. für 11,90 € im Monat?!

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Mittlerweile nervt KI zwar sehr, aber wir können ihr in vielen Bereichen auch nicht die Nützlichkeit absprechen.
Aber welchen KI-Assistenten nutzen? Nach meiner Erfahrung gibt es nicht „den einen“. Meine Erfahrungen sind wie folgt:

  • ChatGPT = der beste Allrounder
  • Claude = generell der intelligenteste und beste Coder
  • Gemini = gute Bildgenerierung
  • Grok = starker Allrounder (Geheimtipp)
  • usw.

Der Zugriff auf die „großen“ und guten Modelle der jeweiligen Anbieter kann aber schnell ins Geld gehen! In der Regel werden hier 20 bis 30 € fällig, die ihr dem Anbieter als Dank für die extremen RAM-Preise in den Rachen schmeißen müsst.

Quelle: https://mammouth.ai/

Ich bin nun per Zufall über Mammouth AI gestolpert. Mammouth AI ist ein französischer Anbieter, welcher über seine Plattform dir Zugriff auf praktisch alle großen KI-Modelle inklusive Foto- und Videoerstellung gibt.

Dies bereits für 11,90 €! Auf den ersten Blick ein fantastischer Deal, zumal Mammouth AI auch mit europäischem Datenschutz wirbt.

Wollen wir uns das Ganze einmal kurz ansehen.

 

Welche KI-Modelle bietet Mammouth AI?

Stand April 2026 bietet Mammouth AI Zugriff auf folgende KI-Modelle:

  • OpenAI: GPT‑5.3, GPT‑5.4 Thinking, GPT‑5 Mini, GPT‑4o, GPT‑IMAGE 1.5, Sora
  • Anthropic: Claude Sonnet 4.6, Claude Opus 4.6
  • Google: Gemini 3.1 Pro, Gemini 3 Flash
  • Meta: Llama 4 Maverick
  • xAI: Grok 4.1
  • Mistral: Mistral Large 3, Magistral
  • DeepSeek: V3.2 + Reasoning
  • Alibaba: Qwen 3 Coder
  • Moonshot: Kimi K2.5

Für Bilder haben wir folgende Modelle:

  • GPT Image 1.5
  • Stable Diffusion 3.5 Large Turbo
  • Recraft V4
  • Grok Imagine Image
  • Nano Banana

Und zu guter Letzt für Videos:

  • Sora 2
  • Grok Imagine Video
  • Veo 3.1 Fast
  • Kling 2.5 Turbo Pro

Wir haben hier also wirklich eine Unterstützung fast sämtlicher nennenswerter KI-Modelle, inklusive der großen Premium-Modelle.

 

Wie kann das sein? (Geschäftsmodell)

Aber wie kann solch ein kleiner Anbieter diese ganzen KI-Modelle haben?! Die Antwort ist einfach: Mammouth AI hat sie nicht.

Aber OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) usw. bieten API-Zugriffe für Drittanbieter an. Und genau diese nutzt Mammouth AI.

Heißt: Stellst du eine Frage und lässt diese via ChatGPT beantworten, dann wird diese Frage im Hintergrund an ChatGPT weitergeleitet und von ChatGPTs Servern beantwortet.

Natürlich macht ChatGPT das nicht kostenfrei. Die Nutzung dieser API kostet Mammouth AI etwas. Je nach Modell und Umfang der Anfrage ist dies teurer oder günstiger.

Das Starter-Abo kostet bei Mammouth AI 11,90 €. Für dieses Geld erhältst du aber keinen „unbegrenzten“ Zugriff.

So neigt Mammouth AI dazu, dich im Auto-Modus immer zu Mistral zu schicken, welches tendenziell die günstigsten unter den großen Modellen sind.

Das teuerste KI-Modell ist im Übrigen in der Regel Claude Opus.

 

Harte Limits

Da jede Anfrage, die du stellst, Mammouth AI direkt Geld kostet, welches sie an die jeweiligen Anbieter via API-Zugriffe zahlen müssen, sind deine Zugriffe begrenzt – und dies auch vergleichsweise hart.

Starter-Abo für 11,90 €

  • 50 Nachrichten pro 3 Stunden
  • 60 Bilder im Monat
  • 20 Dokumente im Monat

Und das sind recht harte Limits! 50 Nachrichten pro 3 Stunden „gehen noch“ für einen normalen Nutzer.

60 Bilder im Monat können schnell aufgebraucht sein. Ein Video zählt als 18 Bilder.

Für mich ein großes Limit sind die 20 Dokumente pro Monat. Als Dokument scheint jeder Anhang oder „Wall of Text“ zu gelten.

So nutze ich KI beispielsweise für die Rechtschreibkorrektur meiner Texte, und wenn diese zu lang sind, kosten sie „ein Dokument“.

Ebenso sind im Starter-Abo Dokumente auf 10.000 Zeichen limitiert.

Ganz klar gesagt: Schließt du direkt ein Abo bei den großen Anbietern ab, hast du weniger harte Nutzungslimits!

Es gibt bei Mammouth AI auch größere Abos wie „Standard“ für 23,80 €, bei denen diese Limits teils deutlich größer ausfallen, aber da sind wir wieder bei Summen, die du auch für ein ChatGPT- und Co.-Abo zahlst.

Brauchst du also nicht zwingend die Dutzenden Modelle, dann kannst du auch gleich zu den Anbietern direkt gehen.

Allerdings ist es da auch nicht so leicht, das passende Modell zu wählen. Claude ist am klügsten, kann aber z. B. keine Bilder usw.

Auch muss man sich fragen: Will ich diese KI-Hersteller unterstützen oder lieber Mammouth AI (einem französischen Anbieter)?

 

Datenschutz großgeschrieben, bei KI?!

Wenn du mit den großen KI-Modellen schreibst, behalten sich die Hersteller in der Regel vor, deine Daten für das Training zu nutzen.

Mammouth AI wirbt aber mit folgendem:

No training of models with prompts from Mammouth.
Zero Data Retention Policy: Providers do not store the prompts from Mammouth. Monitoring logs are deleted after 30 days at the latest.

Kann das sein?

Jein. Offiziell sagen viele der großen Anbieter bei Zugriffen über die API wirklich, dass Daten nicht fürs Training genutzt werden.

API-Zugriffe erfolgen in der Regel von Unternehmen oder Behörden, welche auf solche Dinge Wert legen.

Also ja: Offiziell kann es stimmen, dass deine Daten bei Mammouth AI wirklich „privater“ bleiben, als wenn du direkt bei OpenAI, Google und Co. ein Abo abschließt.

Was aber im Hintergrund wirklich mit den Daten passiert, kann niemand nachprüfen – auch Mammouth AI nicht.

 

Bekannte UI

Mammouth AI nutzt die bekannte Chat-Assistent-Benutzeroberfläche. Gibst du eine Nachricht ein, wird Mammouth AI versuchen, automatisch den passenden KI-Assistenten auszuwählen, was allerdings nach meiner Erfahrung zu 99 % Mistral ist.

Du kannst aber jederzeit das KI-Modell wechseln. Besonders spannend ist, dass hier auch Claude Opus mit dabei ist.

Du kannst auch „Projekte“ anlegen mit generellen Anweisungen.

Aus meiner Sicht passt das alles soweit, und hier sollte niemandem etwas fehlen.

 

Wirklich 1:1 die gleichen Modelle?

Eine Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Haben wir hier wirklich 1:1 die gleichen KI-Modelle wie direkt bei den Anbietern?

Ist Claude Opus beispielsweise genauso intelligent wie beim Anbieter direkt?

Hervorragende Frage! Schwer zu beantworten. Grundsätzlich sollten wir hier die gleichen Modelle haben.

Praktisch hatte ich aber teils das Gefühl, diese sind etwas „dümmer“ bzw. der Kontext, also alte Nachrichten, werden nicht so lange gespeichert.

Z.B. beim Erstellen eines Codes für ESPHome hatte Claude Opus einen Fehler gemacht und mich dann nochmals nach dem letzten funktionierenden Code gefragt:

„Kannst du mir bitte deinen aktuellen vollständigen Code zeigen?“

Diesen hatte ich Opus in dieser Konversation bereits am Anfang gegeben. Anscheinend hatte Opus dies bereits wieder vergessen, was ich so bei Claude direkt noch nie erlebt hatte.

An einer anderen Stelle hat mir Opus einen Code komplett verbockt und Sensor-IDs „geraten“.

Auf Nachfrage, warum, kam Folgendes:

„Ehrlich gesagt: Das war ein Fehler von mir.
Ich habe versucht, den „vollen Code“ aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, weil dein Original an mehreren Stellen mit […] gekürzt war. Dabei habe ich geraten, wie die fehlenden Entity-IDs heißen könnten – und falsch geraten.“

Interessant! Ich glaube also, dass hier das „Gedächtnis“, also der Kontext, stärker eingeschränkt ist.

Daher sind die Modelle vermutlich nicht dümmer, aber bei sehr langen oder komplexen Anfragen oder Programmierung vergesslich – und dann neigt KI dazu, etwas zu erfinden.

Ich vermute, Mammouth AI wird den Kontext deutlich kleiner halten als die Anbieter direkt. Längerer Kontext = mehr Tokens = mehr Kosten.

 

Fazit zu Mammouth AI

Es ist schwierig! Auf den ersten Blick ist Mammouth AI eine tolle Sache: 11,90 € und Zugriff auf praktisch alle KI-Modelle!

WOW!

Dabei ist Mammouth AI ein europäisches Unternehmen, und deine Daten werden nicht für das Training von KI-Modellen genutzt.

Kann es noch besser werden?

Praktisch ist es aber dann doch nicht ganz so einfach. Ja, grundsätzlich liefert Mammouth AI, was versprochen wird, aber gerade im preislich attraktiven Starter-Paket haben wir recht harte Nutzungslimits.

Zudem scheint der Kontext der KI-Modelle stärker eingeschränkt zu sein als bei den Herstellern selbst. Hierdurch eignet sich Mammouth AI für Programmierer oder aufwendigere Modelle aus meiner Sicht nur bedingt. Kleinere Programme oder Scripte sind kein Problem, aber aufwendigere Programme sind mit Mammouth AI zu mindestens im Starter Abo nach meiner Meinung nicht möglich.

Aber das sind leider oft auch die Leute, die am meisten von den großen KI-Modellen profitieren. Heimanwender kommen in der Regel auch schon mit dem Free-Zugriff aus.

Ich denke, Mammouth AI ist einen Blick wert, aber auch nicht die Lösung für alle Situationen.

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Michael Barton
Michael Barton
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