Der iHealth Wave Fitness Tracker im Test

Gearbest

Smartwatches sind aktuell weitestgehend als tot zu bezeichnen. Pebble verkauft, die Moto 360 wird nicht mehr fortgesetzt und auch Apple hat seine iWatch nur noch sehr halbherzig geupdatet.

Der größte Profiteur aus dieser Geschichte scheinen Fitnesstracker zu sein. Diese verkaufen sich aktuell laut diversen Marktforschungsinstituten prächtig.

Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, in der Regel sind diese deutlich günstiger als eine Smartwatch, bieten mehrere Tage Akkulaufzeit und alle Basisfunktionen wie Benachrichtigungen usw. sind meist auch mit an Board.

Lediglich die Optik ist meist deutlich anders als bei einer normalen Uhr.

Daher war ich auch sehr neugierig auf den iHealth Wave Fitnesstracker, der sich auf den ersten Blick vor allem durch seine sehr „runde“ Optik von anderen Fitnesstrackern abhebt.

Kann der iHealth Wave im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Der iHealth Wave im Test

Wie bereits erwähnt, besitzt der iHealth Wave Fitnesstracker auf den ersten Blick ein rundes Display, was eher an eine normale Uhr erinnert.

Beim Material setzt iHealth auf Plastik und eine große Glas Abdeckung auf der Front unter welcher das Display angebracht ist.

Optisch finde ich den Wave Fitnesstracker recht schick, gerade wenn man etwas kleinere Handgelenke hat.

Geladen wird der Fitnesstracker mithilfe einer kleinen „Platte“ welche in einen freien USB Port gesteckt wird und per Magneten an dem Wave Fitnesstracker hält.

Natürlich ist der iHealth Wave auch wasserdicht, allerdings gibt der Hersteller hier kein IP Rating an, Schwimmen soll aber problemlos funktionieren.

Als Armband kommt ein normales Silikon Band zum Einsatz. Hier legt iHealth auch ein alternatives in Blau bereits mit in die Box.

Das Armband besitzt einen normalen Uhrenverschluss, welcher das Risiko minimiert den Wave Fitnesstracker ausversehen zu verlieren.

Leider ein wenig enttäuscht war ich beim ersten Einschalten. Wobei enttäuscht ist natürlich nicht ganz richtig, bei einem Preis von um die 50€ darf man kein großes Farbdisplay erwarten.

Dies bekommt man auch nicht. Im Wave steckt ein normales LCD Display, welches auch nicht rund ist, was aber erstaunlich wenig stört.

Allgemein im Indoor- Einsatz sieht das Display des Wave AM4 sehr gut aus. Im Outdoor- Einsatz spiegelt dieses allerdings recht stark.

Auf Tasten verzichtet iHealth vollständig. Das Display wird durch eine „Arm- Hebe- Bewegung“ eingeschalten.  Daraufhin lässt sich beim Antippen des Displays durch das Menü schalten.

Hier trickst iHealth bei der Wave allerdings etwas. Anscheinend nutzt man keinen Touchscreen, sondern den eingebauten Bewegungssensor für diese Steuerung, welcher die Erschütterung durch das Antippen des Fitnesstrackers erkennt.

Klingt im ersten Moment sicherlich etwas merkwürdig funktioniert aber in der Praxis erstaunlich gut. Vor allem verwirrt Wasser, das auf das Display kommt, den Fitnesstracker nicht (Touchscreens funktionieren auch wenn sie nass sind).

 

Die App

Um den Wave AM4 zu nutzen ist die IOS oder Andoid App von iHealth notwendig.

Die Installation und Einrichtung dieser geht problemlos. Ihr müsst ein Konto beim Hersteller anlegen und ein paar Daten über Euch eintragen (Größe und Gewicht).

Anschließend wird der Fitnesstracker durch die App mit dem Smartphone verbunden.

Wichtig die iHealth App ist eine „Universal“ App welche auch für andere iHealth Produkte wie eine Smarte Wage usw. dient.

Daher ist diese etwas breiter aufgebaut und fokussiert sich etwas weniger um den Wave AM4 Fitnesstracker.

Heißt, es sind einige Optionen vorhanden, die sich auf andere Produkte als den Fitnesstracker beziehen.

Grundsätzlich ist die App allerdings sehr klar und verständlich aufgebaut mit schönen Graphen usw.

Auch ist die App auf Deutsch!

Daten, welche aufgezeichnet werden, lassen sich auch in Apples Health App oder Googles Fit App exportieren.

 

Funktionen und Features

Ich glaube eine der unterschätztesten Features eines Fitnesstracker im Alltag ist die Uhr.

Der iHealth Wave besitzt kein Allways On Display, sondern dieses wird durch die Bewegung beim Heben des Arms aktiviert.

Wenn diese Bewegung erkannt wird zeigt das Display das Datum, die Uhrzeit und den verbliebenen Akku.

Durch Antippen des Displays kommt man zu den anderen Features wie dem Schrittzähler, einer Distanz -Einschätzung und der Kalorien- Verbrauches- Angabe.

Diese Informationen finden sich auch noch einmal in schönen Diagrammen in der iHealth App.

Der Schrittzähler ist natürlich der Klassiker. Dieser läuft den ganzen Tag im Hintergrund und zählt wie viel Ihr Euch bewegt habt.

Hierbei lässt sich auch ein „Aktivitätsalarm“ Einstellen welcher Euch alle xx Minuten/Stunden Informiert, dass Ihr mal wieder aufzustehen habt und Euch etwas bewegen sollt.

Sehr interessant ist der Wave Fitnesstracker für Schwimmer. Ehe Ihr los legt, müsst Ihr in der Smartphone App den Schwimmmodus einschalten.

Nun zählt der Fitnesstracker nicht nur Eure Schritte sondern auch Eure Schwimmzüge. Hierbei wird auch zwischen drei unterschiedlichen Schwimmarten unterschieden und später in der App aufgeschlüsselt(Freistilschwimmen, Rückenschwimmen, Brustschwimmen).

Auch ein Schlaftracker ist mit an Board. Solltet Ihr die Uhr permanent tragen, auch über Nacht, erkennt diese wenn Ihr einschlaft und aufwacht.

Auch in der Nacht kann die Uhr zwischen leichten und tiefen Schlafphasen unterscheiden und wertet Euren Schlaf in einem Diagramm aus.

So könnt Ihr über mehrere Wochen hinweg überwachen wie gut und effizient Ihr geschlafen habt.

Zu guter Letzt könnt Ihr den Fitnesstracker auch als Wecker verwenden. In diesem Fall beginnt die Uhr zum Weckzeitpunkt an Eurer Hand zu vibrieren.

Was dem Wave Fitnesstracker völlig fehlt, sind leider Benachrichtigungen. Es ist nicht möglich diese auf der Uhr anzuzeigen.

Wie genau sind die Werte der Wave?

Beginnen wir mit dem Schlaftracker. Ich würde die Werte hier als ziemlich genau einstufen! Lediglich wenn ich kurz nach dem Aufstehen den Fitnesstracker abgelegt hatte um beispielsweise zu Duschen, ja man kann Ihn dafür anbehalten, wurde dies dann noch als Schlafen in der App erkannt.

Dies würde ich allerdings dem Wave nicht negativ anrechnen.

Beim Schrittzähler wird es etwas schwieriger. Ich habe hier leider keine professionellen Geräte aber ich habe eine Fossil Q Smart Watch und ein Xiaomi MI Band 2 mit Schrittzähler.

Ich habe einen normalen Vormittag alle drei Geräte getragen mit folgenden Ergebnissen: Die Fossil Q zählte 3513 Schritte, das MI Band 2485 Schritte und das iHealth Wave 2876 Schritte.

Welches Ergebnis ist nun richtig? Gute Frage!

Zwar sind hier die Werte recht dicht beieinander allerdings habe ich teilweise das Gefühl, dass der Wave zu wenig zählt (was in diesem Beispiel nicht ganz deutlich ist). Morgens nach dem Aufstehen ins Bad und in die Küche und es stehen 8 Schritte auf der Uhr obwohl es eindeutig mehr sind.

Das Problem bei Schrittzählern ist die Vergleichbarkeit der Werte. Sollte Euer Ziel sein mit Euren Freunden zu vergleich wer wie viele Schritte macht, solltet Ihr den selben Fitnesstracker kaufen.

Alle Geräte zählen leider etwas unterschiedlich.

 

Fazit zum iHealth Wave

Der iHealth Wave ist mit 50€ durchaus als günstiger Fitnesstracker zu bezeichnen.

Für dieses Geld macht dieser auch einen guten Job! Allerdings würde ich die Optik als das wichtigste Alleinstellungsmerkmal werten.

Die aller meisten Fitness Armbänder sind wirklich Armbänder während sich der Wave eher als Uhr tarnt mit einem augenscheinlich runden Display.

Gefällt Euch diese Optik? Falls nein oder diese ist Euch einfach egal, dann muss ich ehrlich sein, gibt es genauso gute oder bessere Fitnesstracker für ähnliches Geld.

Solltet Ihr jedoch die runde Optik bevorzugen sieht dies anders aus. Der Schrittzähler, der Schlaftracker und auch die App ist als gut zu bezeichnen genau wie die speziellen Features für Schwimmer.

Was mir persönlich etwas fehlt, sind Benachrichtigungen auf dem Fitnesstracker. Solltet Ihr darüber hinwegsehen können, könnte der iHealth Wave etwas für Euch sein.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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