Ikea Ladda – auch im Jahr 2026 noch top?

-

Wenn du nach klassischen Ni-MH Akkus suchst, galten lange Zeit die Ikea Ladda Modelle als absoluter Geheimtipp!
Warum? Die Ladda Akkus waren vergleichsweise günstig und werden vermutlich von Panasonic/FDK gefertigt, also „Eneloop“.

Eneloop Akkus gelten weiterhin als der Goldstandard unter den Ni-MH Akkus, vor allem aus Sicht der Zuverlässigkeit.

Allerdings hat Ikea bei den Ladda Akkus schon vor einer Weile einen kleinen „Refresh“ durchgeführt. Zudem sind die Akkus mittlerweile ein Stück teurer geworden.

Daher die Frage: Sind Ikea Ladda Akkus auch im Jahr 2026 noch so ein guter Deal? Finden wir dies im Test heraus!

 

Ikea Ladda im Jahr 2026

Stand Anfang 2026 bietet Ikea 3 verschiedene Modelle bei seinen Ladda Akkus an.

  • AA 1900 mAh = 4,99 € / 4 Stück
  • AA 2450 mAh = 7,99 € / 4 Stück
  • AAA 750 mAh = 4,99 € / 4 Stück

Dies sind weiterhin sehr gute Preise, welche allerdings auch nicht mehr absolut konkurrenzlos sind.
Z. B. die EBL AA Akku 2800 mAh (8 Stück) gibt es zum Zeitpunkt des Tests für 14 € = 7 € für 4 Stück mit angeblich 2800 mAh.

Optisch sind die Ladda sehr schlicht gehalten und setzen auf ein Pastell-grünes Design. Frühere Modelle hatten ein Weiß/Schwarz-Design.

 

Ikea Ladda = Eneloop?

Eneloop Akkus gelten als die „besten“ Ni-MH Akkus. Nicht zwingend, weil diese die beste Kapazität haben, hier gibt es mittlerweile einige Hersteller, die diese übertreffen, aber aus Sicht der Kompatibilität und Zuverlässigkeit gibt es wenig Besseres.

Leider sind die Eneloop Akkus sehr teuer!
4 Stück normale AA Eneloops liegen bei ± 14 € und Eneloop Pro liegen bei ± 20 €.

Und ja, die Ikea Ladda Akkus sind Made in Japan und stammen vermutlich aus der gleichen Fabrik wie die Eneloop Modelle, gefertigt von Panasonic/FDK.

Sind Ladda Akkus also 1:1 Eneloop Akkus? Nein, sind sie nicht, aber es gibt Parallelen.

IKEA LADDA Eneloop
AA 2450 mAh Panasonic Eneloop Pro 2450 mAh „Lite“
AA 1900 mAh Panasonic Eneloop 1900 mAh „Lite“
AAA 750 mAh Panasonic Eneloop AAA 800 mAh („Lite“)

Dies als grobe Faustregel. Verglichen mit den Eneloop Akkus sind dann auch die Preise der Ladda absolut hervorragend!

 

Kapazitätstest

Für den Kapazitätstest habe ich alle Akkus mit drei unterschiedlichen Entladeströmen getestet:

  • 0,2 A – geringe Last (z. B. Fernbedienungen, Uhren)
  • 0,5 A – mittlere Last (z. B. Spielzeug, Taschenlampen)
  • 1 A – hohe Last (für AAA bereits recht anspruchsvoll)

So lässt sich gut sehen, wie sich die Akkus unter verschiedenen Praxisbedingungen verhalten.

Ikea Ladda AAA 750 mAh

Zelle 0,2A 0,5A 1A
AAA #1 697 mAh 656 mAh 615 mAh
AAA #2 692 mAh 657 mAh 646 mAh
AAA #3 698 mAh 650 mAh 647 mAh
AAA #4 692 mAh 657 mAh 633 mAh

Die maximal gemessene Kapazität liegt bei 698 mAh, was für einen Akku mit 750 mAh Nennkapazität absolut solide ist.

Selbst bei 1 A Entladestrom, was für AAA-Zellen bereits eine extrem hohe Belastung darstellt, liefern die Akkus noch 615 bis 647 mAh. Das ist ein gutes Ergebnis und zeigt, dass die Ladda auch unter höherer Last stabil bleiben.

Sehr positiv ist zudem die geringe Streuung zwischen den einzelnen Zellen – die vier Akkus liegen sehr nah beieinander.

Ikea Ladda AA 1900 mAh

Zelle 0,2A 0,5A 1A
AA #1 1829 mAh 1864 mAh 1745 mAh
AA #2 1854 mAh 1897 mAh 1789 mAh
AA #3 1833 mAh 1874 mAh 1753 mAh
AA #4 1835 mAh 1861 mAh 1773 mAh

Der beste Messwert liegt bei 1854 mAh bei niedriger Last, was für einen 1900 mAh Akku ein sehr gutes Ergebnis ist.

Eine kleine Besonderheit: Bei diesem Modell war die gemessene Kapazität bei 0,5 A teilweise minimal höher als bei 0,2 A. Das ist ein eher ungewöhnliches Verhalten, kommt bei Ni-MH Akkus aber gelegentlich vor und ist kein praktisches Problem.

Auch hier zeigt sich wieder eine sehr gute Konsistenz zwischen den einzelnen Zellen, was ein typisches Merkmal hochwertiger Ni-MH Akkus ist.

Ikea Ladda AA 2450 mAh

Zelle 0,2A 0,5A 1A
AA #1 2435 mAh 2349 mAh 2349 mAh
AA #2 2440 mAh 2420 mAh 2386 mAh
AA #3 2513 mAh 2356 mAh 2310 mAh
AA #4 2420 mAh 2381 mAh 2345 mAh

Die maximal gemessene Kapazität liegt bei starken 2513 mAh, womit der Akku seine Nennkapazität von 2450 mAh sogar leicht übertrifft.

Unter höherer Last fällt die Kapazität erwartungsgemäß etwas ab, bleibt aber weiterhin auf einem sehr guten Niveau von rund 2310–2386 mAh bei 1 A.

Auch hier sind die Unterschiede zwischen den Zellen relativ gering, was wieder für eine saubere Fertigungsqualität spricht.

 

Vergleich mit anderen Ni-MH Akkus

Um die Ergebnisse besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf den Vergleich mit anderen AA- und AAA-Ni-MH Akkus, die ich in den letzten Jahren getestet habe.

Die Ikea Ladda 2450 mAh erreichen in meinem Test durchschnittlich:

  • 2452 mAh (0,2A)
  • 2377 mAh (0,5A)
  • 2348 mAh (1A)

Damit liegen sie praktisch genau auf dem Niveau vieler guter High-Capacity-Ni-MH Akkus.

Besonders interessant ist natürlich der Vergleich mit den Panasonic Eneloop Modellen:

  • Panasonic Eneloop Pro: 2563 / 2441 / 2419 mAh
  • Ikea Ladda 2450: 2452 / 2377 / 2348 mAh

Die Eneloop Pro liefern also minimal mehr Kapazität, der Abstand ist aber überraschend klein, vor allem wenn man den deutlich höheren Preis der Eneloop berücksichtigt.

Die normalen Panasonic Eneloop (1900 mAh) liegen mit 1940 / 1862 / 1879 mAh praktisch auf dem gleichen Niveau wie die Ladda 1900 mAh mit 1838 / 1874 / 1765 mAh. Auch hier zeigt sich eine sehr ähnliche Charakteristik.

Interessant ist auch der Vergleich mit vielen marketingstarken Akkus mit extrem hohen Kapazitätsangaben:

  • BONAI 2800 mAh: 2077 / 2025 / 1923 mAh
  • EBL 2800 mAh: 2522 / 2465 / 2451 mAh
  • HEITECH 2900 mAh: 2632 / 2615 / 2400 mAh

Gerade bei einigen No-Name- oder Budget-Modellen zeigt sich häufig, dass die angegebene Kapazität nicht immer real erreicht wird. In diesem Umfeld wirken die Ladda Akkus sehr ehrlich spezifiziert und liefern zuverlässig Werte nahe ihrer Nennkapazität.

Insgesamt ordnen sich die Ladda 2450 mAh klar in der oberen Mittelklasse bis Oberklasse der Ni-MH Akkus ein. Nur wenige Modelle wie Eneloop Pro oder manche Varta-High-Capacity-Modelle liegen leicht darüber.

 

AAA-Akkus im Vergleich

Bei den Ladda AAA 750 mAh habe ich 695 / 655 / 635 mAh gemessen, je nach Last.

Auch hier zeigt sich wieder eine sehr starke Ähnlichkeit zu den normalen Panasonic Eneloop AAA:

  • Eneloop 750 mAh: 695 / 688 / 679 mAh
  • Ladda 750 mAh: 695 / 655 / 635 mAh

Bei niedriger Last sind beide praktisch identisch, bei höheren Strömen haben die Eneloop einen kleinen Vorteil, allerdings ist dieser Unterschied im Alltag meist kaum relevant.

Die Eneloop Pro AAA (930 mAh) liegen erwartungsgemäß höher:

  • 905 / 876 / 842 mAh

Diese gehören aber auch zu den teuersten AAA-Ni-MH Akkus am Markt.

Viele andere AAA-Modelle mit sehr hohen Kapazitätsangaben zeigen ebenfalls interessante Ergebnisse. Beispielsweise erreichen:

  • ANSMANN 1050 mAh: 1055 / 1052 / 961 mAh
  • Green Cell 950 mAh: 934 / 932 / 895 mAh
  • VARTA Ready2Use 1000 mAh: 929 / 872 / 845 mAh

Diese bieten zwar mehr Kapazität, sind aber häufig keine klassischen LSD-Akkus (Low Self Discharge) oder haben eine geringere Zyklenfestigkeit. Dennoch unterm Strich sind die AAA Akkus von Ikea/Eneloop eher schwächer unterwegs!

 

Fazit

Die IKEA LADDA Akkus sind auch im Jahr 2026 weiterhin eine sehr starke Wahl im Bereich der Ni-MH Akkus. Zwar sind sie inzwischen etwas teurer geworden und die Konkurrenz hat aufgeholt, dennoch liefern sie genau das, wofür sie seit Jahren bekannt sind: ehrliche Kapazitätsangaben, sehr gleichmäßige Zellen und eine insgesamt hohe Qualität.

In den Messungen zeigen sowohl die AA-1900, AA-2450 als auch die AAA-750 Modelle ein sauberes und konstantes Verhalten. Besonders die AA-2450 bewegen sich erstaunlich nah an den deutlich teureren Panasonic Eneloop Pro Akkus, während die AA-1900 praktisch auf dem Niveau der normalen Eneloops liegen. Gleichzeitig kosten die Ladda-Akkus weiterhin deutlich weniger.

Natürlich gibt es mittlerweile Akkus mit nominell höherer Kapazität. Viele dieser Modelle erreichen ihre Marketing-Werte jedoch nicht zuverlässig oder verzichten auf Eigenschaften wie niedrige Selbstentladung und hohe Zyklenfestigkeit – zwei Punkte, bei denen die Ladda traditionell sehr gut abschneiden.

Auch aus persönlicher Erfahrung kann ich den Ladda Modellen eine sehr hohe Zuverlässigkeit bescheinigen, welche wir bei den „No-Name“-Modellen so nicht immer finden.

Alternative:
Alternativ schau dir mal die EBL AA Akkus 2800 mAh an. Diese bieten eine leicht höhere Kapazität zu einem teils sogar noch günstigeren Preis. Zudem hatte ich mit EBL bisher auch eher positive Erfahrungen.

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Powerbanks für den Blackout? Eine gute Idee? Welche Modelle sind empfehlenswert?

Die Gefahr eines längeren Stromausfalls nimmt zunehmend zu. Entsprechend gibt es immer mehr Vorsorge- Tipps und auch die Industrie und die Händler stürzen sich...

Aliexpress und die Umsatzsteuer, wie läuft das aktuell? Keine Angst vor Bestellungen aus China!

Wie viele von Euch wissen hat sich in den letzten Monaten einiges geändert was das bestellen aus China angeht. Früher waren Bestellungen unter 27€...

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

USB Power Delivery Ladegeräte sind nichts Neues mehr. Es gibt hunderte Modelle auf dem Markt, und diese sind mittlerweile der de-facto-Standard. Auch fast alle Smartphone-Hersteller...

Neuste Beiträge

Verbatim Mini GaN Charger 65W im Test – Kompaktes USB-C-Ladegerät mit Display

Wir hatten uns vor Kurzem bereits den Verbatim Mini GaN Charger 140W im Test angesehen und ich war von diesem ziemlich begeistert! Aus Sicht...

Samsung Galaxy S26 Ultra Ladeanalyse! Wie schnell lädt es? Welcher Ladestandard wird genutzt?

Das neue Samsung Galaxy S26 Ultra ist da und dieses soll ein Stück schneller Laden können als frühere Generationen. Samsung nennt dies „Super Fast Charging...

Shelly Plug S Gen3 vs. Plug M Gen3 – Unterschiede, Vergleich & Kaufberatung

Der Shelly Plus S Gen 3 ist eine bekannte Größe im Bereich der Smart-Home-Zwischenstecker. Allerdings hat Shelly nun ein neues Modell auf den Markt...

Wissenswert

Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?

Wenn du eine Powerbank mit 10.000 mAh kaufst, erwartest du sicherlich auch, dass diese 10.000 mAh in der Praxis liefern kann, oder? Leider ist dies...

Technik Made in Germany – welche Hersteller gibt es 2026 noch?

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass 99 % aller Elektronikprodukte aus China oder allgemein aus Asien kommen. Es gibt so gut wie keine...

Was ist PPS und AVS? USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS, Übersicht und Info

USB Power Delivery Ladegeräte sind nichts Neues mehr. Es gibt hunderte Modelle auf dem Markt, und diese sind mittlerweile der de-facto-Standard. Auch fast alle Smartphone-Hersteller...

1 Kommentar

  1. Eine grundsätzliche Schwäche bei TechTest ist, dass keine Zyklentests durchgeführt werden. Das betrifft natürlich auch Powerbanks und Smartphones. Kapazität und Strombelastbarkeit ist eben nicht alles. An sich ist das hier eine tolle Seite, aber eins der wichtigsten Probleme ist nun einmal, dass Akkus früher oder später in die Grütze gehen. Und dieses früher oder später würde man gern wissen.

    Der Aufwand für Zyklentests wäre natürlich nicht gerechtfertigt, das ist klar, aber der begeisterte Tonfall ohne jede Erwähnung dieser genannten Einschränkung befremdet mich. Das hier ist doch eine Seite für Nerds, da könnte man etwas vorsichtiger mit Empfehlungen sein, die sich auf oberflächliche Leistungsdaten stützen. Es muss doch stutzig machen, wenn Smartphones mit geradezu abenteuerlicher Ladeleistung protzen, diese aber nur wenige Minuten halten und die Gesamtladedauer kaum beeinflusst wird. Und warum dieses Ranking schnell ladbarer Powerbanks, wenn ganz oben ein kaum bekanntes chinesisches Billigprodukt steht? Könnte es sein, dass genau solche Hersteller dafür sorgen, dass man größere Powerbanks nicht im Flugzeug duldet?

    In der Tabelle oben wird fälschlicherweise die Marke „eneloop lite“ erwähnt. Leider gibt es keine entsprechenden Ladda-Akkus. Gerade die „lite“-Akkus garantieren eine besondere Zyklenfestigkeit.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.