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Beyerdynamic AVENTHO 300 im Test: Premium Bluetooth-Kopfhörer mit überragendem Klang

Der deutsche Hersteller Beyerdynamic bietet mit dem AVENTHO 300 einen neuen Bluetooth-Kopfhörer der oberen Preisklasse an. Dieser setzt dabei auf die STELLAR.45-Treiber, die auch bei Beyerdynamics professionellen Kopfhörern zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um herausragende Treiber, die von Beyerdynamic selbst entwickelt wurden. Kombiniert werden diese mit einem sehr schlichten und schicken Gehäuse.

Eine Kombination, die, sofern sauber umgesetzt, ein fantastisches Klangerlebnis verspricht. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Können die Beyerdynamic AVENTHO 300 für 399 € wirklich überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Beyerdynamic für das Zurverfügungstellen der AVENTHO 300 für diesen Test.

 

Die AVENTHO 300 im Test

Die AVENTHO 300 sind Premium-Kopfhörer, und das spiegeln sie auch haptisch wider. So sind diese zunächst recht schlicht gestaltet.

Die Ohrmuscheln sind auf der Rückseite matt schwarz. Auch das „AVENTHO 300“-Logo ist sehr dezent und geschmackvoll gehalten. Als Kontrast dienen hier die silbernen Aufhängungen der Ohrmuscheln, die aus massivem Metall gefertigt sind! Durch diese massive Metallaufhängung wirken die Kopfhörer extrem stabil und massiv. Auch das Kopfband wirkt sehr stabil gebaut.

Allgemein hat sich Beyerdynamic hier für Premium-Materialien entschieden. Mit 319 g sind sie auch etwas schwerer. Zum Vergleich: Die Sony WH-1000XM5 und Bose QuietComfort Ultra kommen auf 250 g, die Apple AirPods Max auf 386 g. Qualitativ spielen die AVENTHO 300 aber klar über den Sony- und Bose-Kopfhörern.

Die Akkulaufzeit der Kopfhörer liegt bei satten 50 Stunden mit ANC, was sehr ordentlich ist. Geladen werden diese, wie es sich gehört, über USB-C.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Beyerdynamic AVENTHO 300 ist ein wenig schwierig. An sich hat Beyerdynamic hier sehr viel richtig gemacht.

So sind die Ohrpolster sehr weich und auch ausreichend dick. Dabei nutzen sie einen schönen, dichten Memory-Schaum. Allerdings haben die Kopfhörer von Haus aus einen sehr hohen Anpressdruck. Auch wirken die Bügel, dank dem massiven Metall, etwas steif und hart, auch wenn diese an sich in allen Achsen flexibel sind. Ich glaube, die AVENTHO 300 musst du etwas eintragen, dann halte ich sie potenziell für sehr bequem.

Von Haus aus musst du aber mit einem etwas höheren Anpressdruck rechnen, gerade wenn du einen etwas breiteren Kopf hast.

 

ANC der Beyerdynamic AVENTHO 300

Wie bei High-End-Kopfhörern üblich, haben auch die AVENTHO 300 aktives Noise Cancelling. Das ANC der AVENTHO 300 lässt sich in der App in 5 Stufen steuern.

Qualitativ ist dieses gut, wenn nicht sogar sehr gut. Hintergrundgeräusche werden stark gedämpft bzw. tiefere Geräusche sogar komplett ausgeblendet. Hast du „mittellaute“ Musik aktiv, wirst du praktisch nichts von deiner Umgebung mitbekommen.

Ist dies das stärkste ANC? Soweit will ich nicht gehen, aber das ANC ist gut, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der großen Sony-Modelle. Neben ANC haben wir auch einen Transparenz-Modus, der Umgebungsgeräusche aktiv durchlässt.

 

Klang der AVENTHO 300

Die AVENTHO 300 teilen sich aufgrund der STELLAR.45-Treiber klanglich einige Elemente mit Beyerdynamics Studio-Kopfhörern.

Allerdings hat Beyerdynamic den Klang ganz klar etwas in Richtung Endkunden getunt. So haben die Kopfhörer ein Stück weit mehr „Lebendigkeit“, als ich sie von neutralen Studio-Kopfhörern erwarten würde. Diese klingen also nicht analytisch, sondern schon etwas spaßiger und lebendiger, was ich begrüße.

Dabei übertreiben es die AVENTHO 300 aber auch nicht. Die Kopfhörer bleiben relativ gut ausbalanciert. Gehen wir den Klang aber etwas detaillierter durch.

Generell haben die AVENTHO 300 eine relativ „kräftige“ Klangsignatur mit einem gewissen „Druck“. Allerdings sind Beyerdynamic-typisch die Höhen sehr sauber, scharf und gut definiert. Dennoch wirken die Höhen etwas schwerer. Für mich hätte der Klang einen Hauch „leichter“ und luftiger sein können. Technisch sind die Höhen aber tadellos umgesetzt, vor allem, wenn dein Smartphone aptX unterstützt. Dann haben wir hier eine wunderbare Auflösung und Detaildarstellung.

Die Mitten sind etwas abgesenkt, aber in sich sehr stimmig und gleichmäßig. Stimmen und Gesang werden weiterhin gut abgebildet, auch wenn bei Songs mit einem aggressiven Beat dieser etwas die Show stehlen kann.

Wo wir schon beim Beat sind: Der Bass ist klar eines der Highlights der AVENTHO 300. So bietet der Bass ein wunderbares Volumen und einen fantastischen Tiefgang. Sofern vom Song gefordert, können die AVENTHO 300 mächtigen Druck aufbauen, gerade bei etwas höheren Pegeln. Zwar ist die Bass-Masse etwas angehoben, aber die Kopfhörer sind auch nicht extrem basslastig. Hier gibt es einige Consumer-Modelle, die es noch deutlich wilder treiben. Allerdings sind die Beyerdynamic AVENTHO 300 auch nicht ganz neutral. Diese sind schon auf etwas Lebendigkeit und Spielfreude optimiert, eine Klangsignatur, die mir auch gefällt! So ist vor allem die Bassqualität und das Bassvolumen beeindruckend, ohne dass der Bass „künstlich“ klingt.

Dies ist allgemein eine große Stärke der AVENTHO 300, wo auch ein wenig die Studio-DNA der Kopfhörer durchkommt. Viele Bluetooth-Kopfhörer klingen etwas „künstlich“ und verfälscht. Dies ist hier absolut nicht der Fall. Der gebotene Klang ist einfach sauber und wohl definiert, mit einer wunderbaren Auflösung und Bühne. Wie bei Beyerdynamic üblich, sind die AVENTHO 300 extrem pegelfest und können auch sehr laut werden! Dies sind die so ziemlich lautesten Bluetooth-Kopfhörer, die ich bisher im Test hatte.

Beyerdynamic AVENTHO 300 Frequency Response
Beyerdynamic AVENTHO 300 Frequency Response

 

Mit ANC mehr Bass

Kleine Info an dieser Stelle: Die Beyerdynamic AVENTHO 300 haben je nach ANC-Modus einen leicht unterschiedlichen Klang. Mit ANC haben diese ein Stück weit mehr Bass, ohne ANC klingen sie etwas neutraler.

Wichtig: Es gab ein Firmware-Update, das dies schon etwas reduziert hat, aber die AVENTHO 300 bleiben mit ANC etwas bassstärker.

 

Klang über App anpassbar

Beyerdynamic bietet für die AVENTHO 300 eine passende App an. Diese ist optisch und auch funktional sehr gut gemacht! So erlaubt dir die App auch das Einstellen eines EQs, welcher den Klang sehr stark modifizieren/anpassen kann.

Willst du mehr oder weniger Bass? Mehr Höhen? Dann kannst du all dies noch einstellen, und dank der STELLAR.45-Treiber reagieren die Kopfhörer wunderbar auf diese Anpassungen. Gerade wenn du mehr Bass möchtest, machen die AVENTHO 300 dies sehr gut! Diese können mit passenden EQ-Einstellungen zu richtigen Bass-Monstern werden.

Die STELLAR.45-Treiber sind zu extremem Bass durchaus in der Lage, der weit besser ist als bei 95 % aller Konkurrenten.

 

Mit Dolby Atmos

Über die App kannst du bei den AVENTHO 300 Dolby Atmos aktivieren. Dolby Atmos gibt den Kopfhörern noch einen etwas weiteren und räumlicheren Klang.

Und ja, Dolby Atmos halte ich hier für gelungen! Der Effekt ist nicht so übertrieben, dass er künstlich klingt, aber er kann je nach Song doch eine schöne Räumlichkeit hinzufügen.

 

Fazit

Mit 399 € haben die Beyerdynamic AVENTHO 300 einen Preis, den man erst einmal verdauen muss, das ist klar. Damit sind sie preislich über den gängigen Konkurrenten wie den Sony WH-1000XM5, Bowers & Wilkins Px7 S2e usw. angesiedelt. Ist der gehobene Preis gerechtfertigt?

Aus Sicht der Klangqualität übertreffen die AVENTHO 300 die mir bekannten Modelle (Px7 S2e, Momentum 4 Wireless, WH-1000XM5, Real Blue Pro) durchaus. So bieten die AVENTHO 300 einen lebendigen und dynamischen Klang, der vor allem durch eine wunderbare Detail-Darstellung und Tiefgang überzeugen kann. Dabei klingen die AVENTHO 300 aber auch nicht übertrieben. Die STELLAR.45-Treiber, die wir bereits aus den Studio-Kopfhörern kennen, machen auch hier wieder einen fantastischen Job.

Solltest du etwas mehr oder weniger Bass, Mitten oder Höhen wünschen, kannst du dies über die Beyerdynamic-App einstellen. Auf den EQ-Einstellungen reagieren die Kopfhörer sehr gut! So sind die Treiber auch zu extremem Bass in der Lage, wenn gewünscht. Passend dazu bringen die AVENTHO auch eine beachtliche Pegelfestigkeit und Lautstärke mit. Super! Auch allgemein ist die Beyerdynamic-App absolut gelungen, und sogar das Dolby Atmos-Feature kann einen Mehrwert darstellen.

Positiv ist ebenso das Fazit zum ANC. Dieses ist gelungen, wenn auch nicht „klassenbestes“. Mein größter Kritikpunkt ist der Tragekomfort. An sich ist dieser gut, allerdings haben die Kopfhörer im neuen Zustand einen recht hohen Anpressdruck. Unterm Strich bin ich vor allem klanglich mit den Beyerdynamic AVENTHO 300 sehr zufrieden! Die Kopfhörer können sowohl sehr fein, als auch gewaltig klingen!

Ist der Preis von 399 € etwas gehoben? Ja, allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass Beyerdynamic auch einer der letzten deutschen Audio-Hersteller ist.

 

Beyerdynamic AVENTHO 300
Positiv
Ausgezeichneter, detailreicher und lebendiger Klang
Überragender Bass mit Tiefe und Volumen
Hohe Pegelfestigkeit und Lautstärke
Sehr gute Beyerdynamic App
Hochwertige Verarbeitung und Materialien
Bis zu 50 Stunden mit aktiviertem ANC
Dolby Atmos für erweiterten Raumklang
Deutscher Hersteller
Negativ
Gehobener Preis
Hoher Anpressdruck
94

Die AsperX 145 W Powerbank mit 24.000 mAh im Test, eine gute Alternative zu INIU?

Hast du schon einmal vom Hersteller AsperX gehört? Nein? Nicht überraschend, allerdings haben diese mit der AX2410 eine super interessante Powerbank im Sortiment, auf die mich ein Leser aufmerksam gemacht hat.

So bietet die AX2410 eine Kapazität von 24.000 mAh und eine Ausgangsleistung von 145 W. Hinzu kommt ein kleines Display mit Leistungswerten, wie wir es bei einigen High-End-Powerbanks finden.

Dies bei einem Preis von unter 70 € klingt gar nicht übel. Wollen wir uns einmal die AsperX Powerbank näher im Test ansehen.

 

Die AsperX 145 W Powerbank mit 24.000 mAh im Test

Die AsperX AX2410 setzt auf eine recht einfache, abgerundete Form sowie ein super simples Design.

Das Einzige, was die Powerbank hier etwas hervorhebt, ist das Display auf der Oberseite. Sie besitzt ein kleines LCD-Farbdisplay – dazu später mehr.

Qualitativ wirkt die Powerbank aber soweit ordentlich. Dies ist keine absolute Premium-Powerbank, aber sie wirkt auch nicht billig.

Die Abmessungen sind mit 166,5 x 82 x 28 mm plausibel für eine Powerbank mit diesen technischen Daten. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 477 g.

 

Anschlüsse der AX2410

Die AsperX besitzt:

  • 2x USB-C
  • 1x USB-A

USB-C 1: 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
USB-C 2: 45 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,2A
USB-A: 18 W QC3.0 / 22,5 W Super Charge

Leider verfügt die Powerbank noch nicht über einen 140 W USB-C-Port. Anstelle dessen haben wir einen 100 W und einen 45 W USB-C-Port.

Mit 100 W Ausgangsleistung ist die Powerbank jedoch leistungsstark genug, um große Geräte wie Notebooks zu versorgen. Dabei ist die Powerbank natürlich auch weiterhin für kleinere Geräte wie Smartphones und Tablets problemlos geeignet.

Hinzu kommt ein 18 W Quick Charge bzw. 22,5 W „Super Charge“ USB-A-Port.
Die Kombination aus 2x USB-C und 1x USB-A halte ich dabei für ziemlich optimal. Dank der maximalen Leistung von 145 W kannst du beispielsweise beide USB-C-Ports gleichzeitig voll und ohne Drosselung nutzen.

Über die beiden USB-C-Ports kann die Powerbank auch geladen werden.

 

Das Display

Ein LCD-Display ist in dieser Klasse Powerbank normalerweise eher selten anzutreffen. Umso erfreulicher ist es, dass die AsperX solch ein Display hat.

Dieses Display zeigt dir folgende Informationen an:

  • Akkustand in %
  • Verbleibende Nutzungs-/Ladedauer
  • Ausgangs-/Eingangsleistung pro Port in Watt
  • Auslastung der Powerbank in einem Diagramm

Damit ist das Display der Powerbank recht umfangreich!

 

Volle PPS-Range!

Ein Highlight der AsperX AX2410 ist die große PPS-Range, welche für Samsung, Google Pixel und diverse asiatische Smartphones wichtig ist.

  • USB-C 1: 3,3 – 21 V / 5 A
  • USB-C 2: 3,3 – 21 V / 2,2 A

Der primäre USB-C-Port hat die volle PPS-Range – besser geht es nicht! Aber auch der sekundäre USB-C-Port ist für einen 45 W Port ordentlich ausgestattet, was PPS angeht.
Mehr Infos zu PPS: Was ist PPS und AVS?

 

Konstant 100 W?

Viele Powerbanks mit extrem hoher Leistung können diese leider nicht konstant liefern. So ist es oft der Fall, dass sie sich nach Zeitraum X aufgrund von Temperaturproblemen drosseln.

Wie steht es hier um die AsperX Powerbank?
Auch diese konnte bei mir im Test nicht konstant 100 W liefern, allerdings drosselte sie sich erst extrem spät! Erst bei 12 % Restladung setzte dies ein.
Rund 88 % der Kapazität konnte die Powerbank 100 W liefern, was kein schlechtes Abschneiden ist.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Bei neuen Powerbank-Herstellern bin ich, was die Kapazität angeht, immer etwas vorsichtig – hier gibt es des Öfteren böse Überraschungen.

Wie steht es hier um die AsperX AX2410? Laut Hersteller soll sie 24.000 mAh bieten. Folgendes konnte ich messen:

Spannung Wh mAh Prozent
5V/1A 68,621 13.603 77 %
9V/2A 76,141 20.579 86 %
20V/1A 73,576 19.885 83 %
20V/3A 76,441 20.660 86 %

 

Im Test erreichte die Powerbank zwischen 18.546 mAh bzw. 68,621 Wh und 20.579 mAh bzw. 76,141 Wh.

Dies entspricht einer Spanne von 77 % bis 86 % der Herstellerangabe, was ein solides Abschneiden ist. Es ist normal, dass Powerbanks nicht 100 % der Herstellerangabe erreichen. 80–90 % sind hier normal, und die AsperX fällt in diesen Bereich.

 

Ladedauer

Prinzipiell kann die AsperX AX2410 mit bis zu 100 W geladen werden, entsprechend sollte die Powerbank auch recht schnell voll sein.

Wir können sehen, dass die Powerbank nur relativ kurz (24 Minuten) mit +- 100 W laden kann, ehe die Leistungsaufnahme auf +- 62 W gedrosselt wird, bis sie zum Ende des Ladevorgangs langsam „ausschleicht“.
Dennoch ist die Powerbank in 1:39 h gefüllt. Dies ist alles andere als schlecht!

 

Fazit

Ist die AsperX AX2410 eine empfehlenswerte Powerbank? Generell ja! Sie ist eine gute 100 W Powerbank mit einer soliden Kapazität von +- 20.000 mAh in der Praxis.
Diese bietet die volle PPS-Range und auch eine hohe Ladegeschwindigkeit. So ist die Powerbank in ca. 1:39 h an einem 100 W Ladegerät schon wieder gefüllt.
Ein netter Pluspunkt ist das Display, das dich auch über Leistungswerte informiert. In dieser Preisklasse nicht selbstverständlich!

Da kommen wir aber auch zum Knackpunkt, der Preisklasse. Zum Zeitpunkt dieses Artikels kostet die AsperX AX2410 regulär 69 €, aber es gibt praktisch immer Coupons für -xx %.
Ich würde die AsperX AX2410 mit gutem Gewissen empfehlen, wenn du sie günstiger bekommst als die INIU ‎BI-B63, welche vielleicht noch einen Hauch besser ist (aber dafür kein Display hat).

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Die besten Speicherkarten für die Nikon Z6 III: SD vs. CFexpress im Test

Moderne Kameras können in kürzester Zeit enorme Datenmengen produzieren, sowohl im Foto- als auch im Video-Modus. Dies gilt auch für die neue Nikon Z6 III, die bis zu 20 Bilder/s im Fotomodus aufnehmen und im Video-Modus 6K-RAW-Videos aufzeichnen kann. Passend dazu verfügt sie neben einem SD-Karten-Slot auch über einen CFexpress-Typ-B-Steckplatz.

Ist eine CFexpress-Typ-B-Speicherkarte bei der Nikon Z6 III Pflicht, wenn du die Kamera voll ausnutzen willst? Oder reicht eine SD-Karte? Falls ja, wie schnell muss diese sein? Finden wir dies in diesem Artikel heraus!

 

SD vs. CFexpress

CFexpress- und SD-Speicherkarten setzen auf völlig unterschiedliche Technologien! SD-Karten kannst du im Kern wie einen USB-Stick betrachten, während CFexpress-Speicherkarten eher wie eine SSD sind. Es gibt sogar NVMe-SSD-zu-CFexpress-Typ-B-Speicherkarten-Adapter.

Hierdurch erreichen CFexpress-Typ-B-Speicherkarten deutlich höhere Datenraten! Derzeit sind hier bis zu 4000 MB/s möglich, während SD-Speicherkarten nach dem UHS-II-Standard meist bei etwa 300 MB/s aufhören. Dabei sind günstige CFexpress-Typ-B-Speicherkarten oft kaum oder gar nicht teurer als schnellere SD-Karten.

 

Das Test-Setup

Ich habe einige Speicherkarten praktisch in der Nikon Z6 III getestet. Im Foto-Modus habe ich dies wie folgt gemacht:

  • Kamera: Nikon Z6 III
  • Belichtung: 1/2000
  • ISO: 100
  • Fokus: Manueller Fokus
  • Verschluss: Elektronischer Verschluss
  • Bilder pro Sekunde: 20 Bilder/s
  • RAW-Einstellung: Hohe Effizienz „Stern“

Mit diesen Einstellungen habe ich den Auslöser mit allen Speicherkarten 30 Sekunden durchgedrückt und am Ende nachgesehen, wie viele Bilder die Kamera in dieser Zeit aufnehmen konnte. Theoretisch wären 600 Bilder in dieser Zeit möglich. Alles unter etwa 600 Bildern würde bedeuten, dass die Speicherkarten die Serienbildfunktion der Z6 III eingeschränkt haben.

 

Die besten Speicherkarten für die Nikon Z6 III

Kommen wir direkt zu den Ergebnissen: Wie viele Bilder konnte die Nikon Z6 III in 30 Sekunden je nach Speicherkarte aufnehmen?

Du kannst hier sehen, dass die CFexpress-Typ-B-Speicherkarten nahezu die vollen 600 Bilder erreichen. Es machte auch keinen großen Unterschied, ob es sich um ein günstiges oder ein teureres Modell handelte.

Bei den SD-Karten hingegen gibt es eine deutlich größere Spanne! So erreichte die schlechteste SD-Karte gerade einmal 192 Bilder, während die beste Karte 505 Bilder schaffte.

Die beste SD-Karte für die Nikon Z6 III war bei mir im Test die Nextorage UHS-II Pro 256 GB, gefolgt von der Kingston Canvas React Plus 256 GB. Spannend ist aus Sicht von Preis/Leistung auch die Sabrent V60 256 GB, die die drittschnellste SD-Karte im Test war.

 

Welche Speicherkarte für Videos?

Im Video-Modus kommt es extrem auf die gewünschte Qualität an. Im „Worst Case“ kann die Z6 III 6K-Video im Nikon-RAW-Format aufnehmen. Dabei produziert die Kamera etwa 460 MB/s. Entsprechend reicht eine normale SD-Karte hier nicht mehr aus.

Reduzierst du die Auflösung und nutzt das H.265-Format, sieht dies natürlich wieder anders aus. Dennoch würde ich für ernsthafte Videoaufnahmen mit der Nikon Z6 III klar zu einer CFexpress-Speicherkarte raten. Im besten Fall eine, die konstant etwa 500 MB/s oder mehr schafft.

 

Augen auf beim Kauf von CFexpress Typ B

Wichtig: Die Hersteller von CFexpress-Speicherkarten werben gerne mit extrem hohen Geschwindigkeiten. Allerdings haben gerade günstige Modelle oftmals das Problem, die volle Datenrate nicht konstant halten zu können!

Beispielsweise sinkt die Datenrate der Nextorage B2 SE bei konstanter Last auf etwa 420 MB/s – knapp zu wenig für 6K-RAW-Aufnahmen bei der Z6 III.

Für Videos im RAW-Format mit der Nikon Z6 III empfehle ich folgende Modelle:

  • Nextorage B2 Pro
  • Nextorage B1 Pro
  • Angelbird AV PRO CFexpress SE

 

Fazit: Welche Speicherkarte für die Nikon Z6 III?

Generell würde ich für die Nikon Z6 III eine CFexpress-Typ-B-Speicherkarte empfehlen. Selbst ein günstiges Modell ist besser als die beste SD-Karte.

Ich empfehle hier die Angelbird AV PRO CFexpress SE. Diese ist sowohl für Fotos als auch Videos voll geeignet und kostet mit 512 GB etwa 130 €.

Ist dir 6K-RAW-Video nicht wichtig, wäre die Nextorage B2 SE eine günstigere Alternative.

Möchtest du dennoch eine SD-Karte nutzen, ist die Nextorage UHS-II Pro 256 GB das beste Modell, das ich getestet habe. Die Preis-Leistungs-Alternative wäre die Sabrent V60 256 GB.

Zusammengefasst:

8x Blockbatterien von Aldi, Rossmann & Co. im Test, welche ist die beste 9V Batterie?

9V-Block-Batterien kommen zwar mittlerweile seltener zum Einsatz, aber hier und da werden sie noch in Messgeräten, Fernbedienungen und Feuermeldern genutzt.
Doch welche Blockbatterie sollte man kaufen? Gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen den Modellen? Und wie schneiden die Modelle der großen Discounter ab?

Um dies zu klären, habe ich 8 Blockbatterien von Aldi, REWE, Lidl, Edeka, Rossmann sowie Amazon Basics, Duracell und Varta gekauft.
Werfen wir in diesem Artikel einen Blick darauf, welche die beste Blockbatterie ist!

 

Die 9V-Block-Batterien im Test

Werfen wir zunächst einen Blick auf unsere Testkandidaten.

Preis pro Batterie
Lidl (Tronic)  0,795€
REWE (Ja) 0,795€
Aldi (Activ Energy) 0,795€
Edeka (Power Cell) 0,795€
Amazon Basics 1,9€
Rossmann (Rubin) 2,19€
Varta Longlife Power 2,745€
Duracell 2,995€

 

Hier gibt es zunächst große Unterschiede beim Preis. Die Batterien von Edeka, Aldi, REWE und Lidl sind mit rund 0,80 € pro Stück (1,59 € für 2 Stück) klar am günstigsten.
Spannenderweise ist Rossmann mit 2,19 € pro Stück der mit Abstand teuerste Supermarkt.

Die Online-Batterien sind ebenfalls ein gutes Stück teurer. Für die Amazon Basics habe ich mit 1,90 € pro Stück noch am wenigsten bezahlt, während eine Duracell-Batterie fast 3 € kostet. Auch Varta ist mit 2,75 € nicht gerade günstig.

 

Testmethode

Wie hat Techtest die 9V-Block-Batterien getestet?
Ich habe alle Batterien an einer elektronischen Last entladen – dies bei einer Last von 0,05 A, also einem ziemlich langsamen Entladen. Zum Mitloggen der Werte habe ich den ChargerLAB Power-Z KM003C mit einem selbstgebauten Adapterkabel genutzt.

Im Folgenden siehst du die Kapazitätswerte bis zu einer Entladespannung von 6 V.

 

Wie hoch ist die Kapazität der Blockbatterien?

Kommen wir zur Kapazitätsmessung der 8 getesteten Blockbatterien.

9V Block Batterien Kapazität in mAh Diagramm 9V Block Batterien Kapazität in WH Diagramm

Hier gab es gleich mehrere Überraschungen:

Die erste Überraschung war der Testsieger, die „Rubin“-Batterie von Rossmann.
Die Rubin erreichte 556 mAh bzw. 4,12 Wh Kapazität. Platz 2 ging an die Aldi Activ Energy mit 535 mAh bzw. 3,96 Wh, und Platz 3 an die Amazon Basics mit 519 mAh bzw. 3,84 Wh.

Überraschend war auch das untere Ende des Testfelds. Den letzten Platz belegte überraschend die Varta Longlife Power mit gerade einmal 445 mAh bzw. 3,21 Wh Kapazität.
Ebenfalls schlechter als erwartet schnitt die Edeka Power Cell mit 471 mAh bzw. 3,5 Wh ab. Warum überraschend? In meinem Test der AA-Batterien hatte die Edeka Power Cell damals sehr gut abgeschnitten.

 

Spannungsverlauf

Blockbatterien werden als „9V“-Batterien beworben, aber ihre praktische Spannung liegt deutlich niedriger.

Die Spannung aller Batterien spielt sich primär im Bereich von 6–8 V ab. Wird die Grenze von 6 V unterschritten, fällt die Spannung der Batterien mehr oder weniger sofort ab.

 

Sind alle Batterien noch haltbar?

Eine Frage, die du dir vielleicht stellst: Waren alle Batterien im Vergleich noch haltbar, oder erklärt dies z. B. das schlechte Abschneiden der Varta-Batterien?

Alle Batterien wurden frisch für diesen Test gekauft! Folgende Ablaufdaten hatten sie:

Es zeigt sich ein leichter Zusammenhang zwischen dem Ablaufdatum und der Kapazität. Unsere Top 3, wie etwa die Rossmann Rubin-Batterien, laufen beispielsweise erst 2029 ab.

Allerdings laufen auch die Varta-Batterien erst 2029 ab, sodass ihr schlechtes Abschneiden nicht durch ihr Alter erklärbar ist.

 

Fazit

Welche ist die beste 9V-Block-Batterie?

  1. Rossmann (Rubin)
  2. Aldi Süd (Activ Energy)
  3. Amazon Basics

Kapazitätsseitig waren dies die Top 3. Aus Sicht des Preis-Leistungs-Verhältnisses würde ich klar zur Aldi Activ Energy raten. Mit 1,59 € für ein Doppelpack ist sie unschlagbar günstig.

Der Test zeigte aber auch, dass es sich in der Regel nicht lohnt, Markenbatterien zu kaufen. Vor allem die Varta-Blockbatterien schnitten leider schlecht ab. Aber auch Duracell konnte sich nicht von den „Discounter-Batterien“ absetzen.

Maono WM620 Test: Günstiges Lavalier-Funkmikrofon für Smartphones

Der Hersteller Maono bietet mit dem WM620 ein USB-C Lavalier-Funkmikrofon-Set an, das sich an Smartphone-Nutzer richtet.

Smartphones haben mittlerweile eine fantastische Videoqualität, generell sind auch die Mikrofone gut, aber oftmals kann die Sprachverständlichkeit an belebteren Orten doch zu wünschen übrig lassen.

Hier kann ein Lavalier, also Ansteckmikrofon, durchaus eine sinnvolle Möglichkeit sein, gerade in Interviewszenarien eine gute Audioqualität sicherzustellen.

Das Maono WM620 sieht auf den ersten Blick auch sehr spannend aus! So haben wir hier zwei Mikrofone, die in einer Ladebox geliefert werden, sowie einen USB-C-Empfänger.
Wollen wir uns das Maono WM620 einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Maono für das Zurverfügungstellen des WM620-Systems für diesen Test.

 

Maono WM620 Lavalier-Funkmikrofon im Test

Das WM620-System besteht aus zwei kabellosen Ansteck-Mikrofonen sowie einem USB-C-Empfänger. Alternativ bietet Maono das WM620 auch mit Apple Lightning an, ich habe hier aber die universelle USB-C-Version.

Maono schaut sich beim WM620 dabei einen Trick der Bluetooth-Ohrhörer ab. So werden die Mikrofone und auch der USB-C-Empfänger in einer Ladebox geliefert.
Diese, wie der Name schon sagt, lädt die Mikrofone komfortabel auf und verstaut diese sicher. Der USB-C-Empfänger hat keinen integrierten Akku und wird von deinem Smartphone mit Strom versorgt.

Die Ladebox misst 88 x 77 x 30 mm und bringt 107 g (inklusive der Mikrofone) auf die Waage. Etwas fragwürdig ist dabei die Materialwahl. So ist die Ladebox komplett aus einem Hochglanz-Kunststoff gefertigt, der recht anfällig für Kratzer und Fingerabdrücke ist.
Auch die Mikrofone/Sender und der Funkempfänger sind aus Hochglanz-Kunststoff, hier stört mich dies aber nicht.

Die beiden Mikrofone/Sender haben eine runde Form und werden über einen Clip an deiner Kleidung befestigt.

Warum schreibe ich hier „Sender“? Du musst nicht zwingend das integrierte Mikrofon des WM620 nutzen. So findet sich an den “Mikrofonen” auch ein 3,5-mm-Eingang, der für ein externes Mikrofon genutzt werden kann.

Ebenfalls an den Sendern/Mikrofonen findet sich ein USB-C-Port und 4 Tasten zur Steuerung.

 

Problemlose Nutzung mit iPhone und Android

Ich habe das WM620-System primär am iPhone 16 Pro Max genutzt und getestet. Hier ist die Nutzung absolut problemlos!

Du verbindest den USB-C-Empfänger mit deinem iPhone, und dieser wird direkt erkannt. In der Kamera-App läuft die Audioaufnahme über das WM620.

Am USB-C-Empfänger findest du dabei mehrere Status-LEDs, die dich unter anderem darüber informieren, welche Sender verbunden sind und ob eine Datenverbindung zum Smartphone hergestellt wurde.

Auch die Signalqualität war problemlos auf eine normale Distanz.

 

Mikrofonqualität

Ich habe die Mikrofonqualität des Maono WM620 an einem Apple iPhone 16 Pro Max getestet. Hören wir uns hier zunächst einmal die “Standard”-Einstellungen an. Ich habe lediglich den Gain am Empfänger etwas hochgestellt, da ansonsten der Ton für meinen Geschmack etwas leise war.

Generell liefert das Maono WM620 einen sehr klaren und sauberen Klang. Dieser könnte zwar etwas voluminöser sein, ist aber auf Sprachverständlichkeit zugeschnitten, die ebenfalls sehr gut ist.
Erst im Detail hören wir leichte Schwächen. So hören wir bei helleren und lauteren Geräuschen leichte Kompressionsgeräusche, die aber jetzt auch nicht extrem sind.
Generell bin ich mit der Mikrofonqualität zufrieden. Nein, wir sind hier nicht auf dem Profi-Level eines DJI Mic 2, aber dieses kostet auch das 5-fache.
Wie steht es aber um die Rausch-/Hintergrundgeräuschunterdrückung, die du optional einschalten kannst?

Die Rauschunterdrückung funktioniert gut. Diese macht die Aufnahmen klarer, aber führt zu einem leicht künstlichen Unterton in der Stimme.
Dies ist allerdings bei Rauschunterdrückungen soweit normal und auch bei deutlich teureren Systemen der Fall.
Für diese Preisklasse macht die Geräuschunterdrückung einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Job.

 

Fazit zum Maono WM620

Wenn du nach einem günstigen kabellosen Mikrofon für dein Smartphone suchst, ist das Maono WM620 eine gelungene Option.

So ist das System problemlos im Alltag nutzbar, auch dank der praktischen Ladebox. Diese funktionierte bei mir auf Anhieb und ohne zusätzliche Konfiguration mit dem iPhone 16 Pro.
Dabei ist die Mikrofonqualität gut. Sicherlich ist noch etwas Luft nach oben, aber gerade für einen hobby-mäßigen Einsatz und interviewartige Szenarien kann das WM620 bei der Sprachverständlichkeit ein großer Pluspunkt sein.

Gerade dann, wenn wir den Preis von +- 60 € bedenken.

Geschenktipp: Frameo WLAN Bilderrahmen mit 10,1 Zoll im Test

Bilder und Videos sind wertvolle Erinnerungen, in denen wir gerne schwelgen. Aber wie diese am besten präsentieren und betrachten? Ausdrucken und in einem Bilderrahmen? Sicherlich eine Option, aber gerade wenn du viele Bilder und Erinnerungen hast, ist es etwas umständlich.

Hier sind digitale Bilderrahmen etwas Interessantes, auch als Geschenk. Frameo gehört hier zu den beliebtesten Herstellern, die auch einige preislich sehr interessante Modelle im Sortiment haben.

Hierzu zählt auch der Frameo WLAN Digitaler Bilderrahmen 10,1 Zoll, welcher für unter 100 € erhältlich ist.

Wollen wir uns diesen einmal im Test ansehen! Kann der Frameo WLAN Digitaler Bilderrahmen 10,1 Zoll überzeugen?

 

Der Frameo WLAN Digitaler Bilderrahmen 10,1 Zoll im Test

Der Frameo WLAN Digitaler Bilderrahmen setzt auf ein recht einfaches Design. So haben wir ein bilderrahmenähnliches Format mit 26,4 x 18,2 cm und einem vergleichsweise großen Rahmen.

In diesem Rahmen steckt ein 10,1 Zoll Hochglanz-Display, welches dir deine Fotos anzeigt.
Optisch ist der Frameo soweit okay, aber dieser wirkt schon etwas „plastikhaft“. Beispielsweise hätte ein echtes Glas über dem Display diesen schon noch etwas hochwertiger erscheinen lassen.

Zum Aufstellen haben wir einen kleinen Plastikfuß, leider ohne Winkelverstellung. Alternativ lässt sich der digitale WLAN-Bilderrahmen auch an die Wand hängen.
Auf der Rückseite haben wir zur Steuerung lediglich den Einschalter. Ansonsten wird der Bilderrahmen über den Touchscreen gesteuert.

Die Stromversorgung des Frameo läuft über ein beiliegendes 5V DC Netzteil. Abseits seines Anschlusses haben wir noch einen microSD-Kartenslot und einen microUSB (USB OTG) Anschluss.

 

Super einfache Einrichtung

An sich ist die Einrichtung des Frameo Bilderrahmens extrem einfach! Du verbindest diesen mit dem Strom und wartest kurz. Der Rahmen fragt nach kurzer Zeit die gewünschte Sprache ab und mit welchem WLAN-Netz er sich verbinden soll.

Das war es auch schon im Kern! Der Rahmen ist eingerichtet und bereit, benutzt zu werden.

 

Ebenfalls einfache Nutzung

Frameo setzt auf ein interessantes Nutzungsprinzip. So wird der digitale Bilderrahmen nicht fix mit einem Benutzerkonto verknüpft.

Anstelle dessen können mehrere Nutzer den digitalen Bilderrahmen gleichzeitig nutzen und diesen mit Bildern bespielen.

Hierfür musst du dir die Frameo App herunterladen und dich in dieser anmelden. Anschließend kannst du auf dem Bilderrahmen einen Code generieren, welchen du in der App eingibst. Das war es auch schon! Nun hast du Zugriff auf den Bilderrahmen und kannst Bilder und Videos auf diesen hochladen.

 

Funktionsumfang über die App gering

Dabei ist die Frameo App extrem minimalistisch gestaltet! Du kannst über diese einfach nur Bilder und Videos auf den Bilderrahmen hochladen.

Du kannst nicht die Bilder auf dem Bilderrahmen sehen, du kannst nicht die Übergänge einstellen oder sonstwie den Bilderrahmen konfigurieren.

Alle Konfigurationen, wie beispielsweise wie lange ein Bild angezeigt wird, in welcher Reihenfolge usw., musst du direkt am Bilderrahmen einstellen.

Dies geht aufgrund des Touchscreens an sich relativ einfach. Allerdings hätte ich es gut gefunden, wäre auch eine erweiterte Steuerung über die App möglich gewesen.

 

Keine Alben oder Ähnliches

Es ist auch nicht möglich, Bilder in beispielsweise Alben zu sortieren, so dass du schnell auswählen kannst „heute Bilder vom letzten Urlaub, morgen von den Kindern, übermorgen von den Haustieren“.

Der Bilderrahmen geht immer alle Bilder, die du hochgeladen hast, durch. Es ist zwar möglich, Bilder auszuschließen/auszublenden, aber dies musst du manuell am Bilderrahmen machen.

Selbiges gilt für das Löschen von Bildern. Auch dies ist nur direkt am Bilderrahmen möglich.

 

Ein kostenpflichtiges Abo?!

Ich sagte eben, dass es nicht möglich ist, über die App zu sehen, welche Bilder auf dem Bilderrahmen angezeigt werden. Dies stimmt nicht ganz.

Frameo bietet ein Abo an! Ja, ein Abo für deinen Bilderrahmen! Dieses kostet 1,99 € im Monat bzw. 16,99 € im Jahr.

Dieses Abo bringt einige der von mir vermissten Funktionen, wie beispielsweise das Löschen von Bildern über die App.

Auch kannst du in der Basisversion maximal 10 Bilder/Videos auf einmal hochladen. Mit Frameo+ wird dies auf 100 Bilder erweitert.

 

Ordentliche Bildqualität

Der Frameo Bilderrahmen besitzt ein 10,1 Zoll IPS-Panel, welches mit 1280 x 800 Pixeln auflöst.

1280 x 800 Pixel klingt im ersten Moment sicherlich nicht besonders hoch, aber praktisch ist dies völlig okay. Du betrachtest den Bildschirm von einer etwas höheren Distanz als beispielsweise bei einem Tablet. Entsprechend fällt die niedrigere Auflösung so gut wie gar nicht auf, zumal wir hier auch wenig Text betrachten (wo eine niedrigere Auflösung meist eine noch größere Rolle spielt).

Auch generell ist das Display ein Pluspunkt beim Frameo WLAN Bilderrahmen. Die Blickwinkel sind recht gut, die Helligkeit ordentlich und auch die Farbwiedergabe ist okay.
Das Display ist vielleicht etwas kühl abgestimmt, aber ansonsten ist dieses gerade in der +- 60-100 € Preisklasse so gut, wie du es erwarten kannst.

 

Stromverbrauch

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist der Stromverbrauch. Dieser schwankt natürlich je nach Displayhelligkeit usw.

  • 3,8 W bei voller Helligkeit
  • 2,6 W bei 50 % Helligkeit
  • 0,9 W im Nacht-Modus

Damit ist der Verbrauch nicht zu hoch, wie ich finde. Bei Stromkosten von 0,40 € pro kWh und voller Helligkeit sowie 24/7-Betrieb sind dies pro Jahr Stromkosten von ca. 13 €.

 

Fazit

Ich sehe beim Frameo WLAN Bilderrahmen positive Punkte, aber auch einige negative.
Generell: Suchst du einen möglichst einfach zu nutzenden WLAN-Bilderrahmen, dann greif zu! In der 60-100 € Preisklasse macht dieser hier einen super Job!
Der Bilderrahmen ist sehr einfach einzurichten und es ist sehr einfach, Bilder auf ihn zu übertragen. Die Frameo App ist super verständlich und es ist auch schön, dass es so gut möglich ist, den Bilderrahmen für Freunde und Familie „freizugeben“.

Allerdings ist im Gegenzug der Funktionsumfang „überschaubar“. Es gibt keine Möglichkeiten, Bilder in Alben zu sortieren oder über die App zu löschen/zu sortieren.
Das Löschen von Bildern über die App ist nur über ein optionales zusätzliches Abo möglich – unschön.

Ansonsten musst du die Bilder direkt über den Bilderrahmen löschen/ausblenden. Dank des Touchscreens geht dies recht flott, aber wahnsinnig komfortabel ist das nicht.
Positiv wiederum ist die Bildqualität, welche durchaus ordentlich ist.

Frameo WLAN Digitaler Bilderrahmen 10,1 Zoll, HD 1280 * 800 IPS...

  • Einfache Einrichtung
  • Einfache Nutzung
  • Einfacher Zugriff für Familie und Freunde
  • Ordentliche Bildqualität und ausreichende Helligkeit
  • Geringer Stromverbrauch
  • Eingeschränkte Funktionen der App: Die App ist minimalistisch und bietet keine erweiterten Funktionen wie das Sortieren von Bildern in Alben oder das Löschen von Bildern über die App (außer mit kostenpflichtigem Abo)
  • Einfaches Kunststoffgehäuse
  • Optionales Abo (kostenpflichtig) für erweiterte Funktionen
  • Kein verstellbarer Standfuß

Das Display ist etwas kühl abgestimmt, aber qualitativ für diese Preisklasse oberhalb meiner Erwartungen.
Reicht dir also eine sehr einfache Software aus, dann ist der Frameo WLAN Bilderrahmen eine schöne Sache.

Frameo WLAN Bilderrahmen
Positiv
Einfache Einrichtung
Einfache Nutzung
Ordentliche Bildqualität und ausreichende Helligkeit
Geringer Stromverbrauch
Einfacher Zugriff für Familie und Freunde
Negativ
Eingeschränkte Funktionen der App: Die App ist minimalistisch und bietet keine erweiterten Funktionen wie das Sortieren von Bildern in Alben oder das Löschen von Bildern über die App (außer mit kostenpflichtigem Abo)
Einfaches Kunststoffgehäuse
Optionales Abo für erweiterte Funktionen
Kein verstellbarer Standfuß
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Earfun Air 2 NC Erfahrungen: Günstige Hi-Res-Bluetooth-Ohrhörer mit WOW-Effekt

Earfun ist einer der besten Hersteller, wenn du nach günstigen, aber technisch sehr guten Bluetooth-Ohrhörern suchst.

Earfun hat mit den Air 2 NC nun neue Bluetooth-Ohrhörer auf den Markt gebracht, die sich mal wieder sehr spannend lesen. So sind die Air 2 NC Hi-Res Audio-zertifiziert, besitzen recht große 11-mm-Wool-Composite-Dynamic-Driver, unterstützen Hybrid ANC, lassen sich kabellos laden usw.

Wollen wir uns in diesem Artikel einmal ansehen, wie gut die Earfun Air 2 NC wirklich sind? Klingen die Ohrhörer wirklich gut?

 

Die Earfun Air 2 NC im Test

Die Earfun Air 2 NC setzen auf eine sehr einfache und schlichte schwarze Ladebox. Diese ist mit 47 x 62 x 25 mm sehr schön kompakt und handlich.

Auch das Gewicht ist mit 47 g inklusive Ohrhörern (37 g ohne Ohrhörer) sehr gering. Dabei macht die Ladebox einen guten Eindruck, ist aber auch nichts Besonderes, zumindest haptisch.

Die Ohrhörer selbst setzen auf das Steg-Design und sind tendenziell etwas aufwendiger gestaltet. So ist die Basis der Ohrhörer aus einem schwarzen Hochglanz-Kunststoff gefertigt. Dieser lässt sich gut reinigen und fühlt sich auch gut an.

Die Rückseite der Ohrhörer ist zur Auflockerung des Designs mit einem silbernen Kunststoff bedeckt. Unter diesem ist zur Steuerung auch eine Touch-sensitive Oberfläche angebracht.

 

Gute Akkulaufzeit

Laut Hersteller können die Earfun Air 2 NC mit einer Ladung 9 Stunden durchhalten. Dabei kann die Ladebox die Ohrhörer rund 3,5-mal unterwegs wieder aufladen, womit wir eine Gesamtlaufzeit von etwa 40 Stunden erhalten.

In der Praxis kommen diese Werte auch etwa hin. Ich konnte nicht ganz 9 Stunden erreichen, was auch sicherlich etwas von der Lautstärke, dem ANC usw. abhängig ist.
Ich würde effektiv mit etwa 5 Stunden bei einer gehobenen Lautstärke rechnen.
Geladen wird die Ladebox via USB-C oder kabellos auf einem Ladepad.

 

Eine tolle App und gutes ANC

Earfun bietet für seine Ohrhörer eine passende App an. Diese erlaubt die Steuerung einiger Funktionen.

So kannst du über diese zunächst den Klang ein gutes Stück nach deinen Wünschen anpassen. Es gibt einige EQ-Profile, und du kannst auch einen eigenen EQ erstellen.
Ebenso kannst du auch Dinge wie LDAC einschalten oder den Ohrhörern sagen, dass sie eine besonders stabile Verbindung bevorzugen sollen.

Wie die meisten Ohrhörer bringen auch die Air 2 NC ein ANC bzw. Transparenz-Modus mit. Das ANC der Ohrhörer ist gut, bis sehr gut für Modelle in dieser Preisklasse.
Die gängigen Hintergrundgeräusche werden sehr gut herausgefiltert und Stimmen gedämpft (wenn auch nicht komplett ausgeblendet).

Hier spielen die Earfun Air 2 NC ein Stück über ihrer eigentlichen Preisklasse.

 

Klang der Earfun Air 2 NC

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang der Earfun Air 2 NC. Und hier haben mich die Ohrhörer doch ein gutes Stück überrascht!
Ich kenne Earfun gut genug, dass ich mit einem guten Klang gerechnet habe, aber die Air 2 NC haben bei mir durchaus einen kleinen WOW-Effekt ausgelöst.
So haben die Earfun Air 2 NC einen sehr mächtigen und großen Klang, den ich so nicht erwartet hätte!

Starten wir aber am Anfang, und das wären die Höhen. Die Höhen der Earfun Air 2 NC sind absolut tadellos. Diese sind wunderbar klar und brillant und verströmen eine gute „Leichtigkeit“. Wir haben zwar auch eine gewisse Schärfe, aber mich hat diese nicht gestört. Für meinen Geschmack sind die Höhen schon an der Perfektion.

Die Mitten sind eher von der unspektakulären Kategorie. So klingen die Earfun Air 2 NC in der Mitte nicht „leer“, aber diese sind doch ein gutes Stück abgesenkt, gerade im Vergleich zu den Höhen und Tiefen. Dennoch klingen Stimmen im Allgemeinen natürlich, und Musik klingt auch nicht leer.

Ein Highlight sind die Bässe, sofern du viel Bass magst. Der Bass bei den Earfun Air 2 NC ist ganz klar ein gutes Stück angehoben. Dabei produzieren die Ohrhörer aber einen sehr knackigen Bass. Dieser wirkt nicht zu bauchig oder „übertrieben“, aber hat einen guten Tiefgang und eine schöne Dynamik.

Allgemein ist die Dynamik eine große Stärke der Earfun Air 2 NC. Die Ohrhörer klingen sehr dynamisch und lebendig.

Hinzu kommt ein recht räumliches Klangbild. Dies hatte mich im ersten Moment etwas überrascht, denn es klingt fast so, als hätten die Ohrhörer einen leichten virtuellen Raumklang. Allerdings ist dieser gut umgesetzt und klingt sehr stimmig.
Auch die Auflösung der Ohrhörer ist für diese Preisklasse weit überdurchschnittlich, gerade wenn du LDAC über die App aktivierst. Hier werden feine Details beeindruckend gut und sauber dargestellt.

Unterm Strich machen die Earfun Air 2 NC einfach sehr viel Spaß.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Ich würde die Earfun Air 2 NC derzeit als die besten Ohrhörer einstufen, die ich von Earfun gehört habe.

Zumindest dann, wenn du einen besonders lebendigen und dynamischen Klang magst. Die Ohrhörer mit ihren sehr guten Hoch-/Tief-Kontrasten strahlen einfach eine Spielfreude aus, die mitreißen kann.

Klar, dies sind nicht die richtigen Ohrhörer für Puristen oder wenn du einen besonders weichen Klang magst. Aber willst du Ohrhörer, die auch mal rocken können, dann machen die Earfun Air 2 NC richtig Laune!

Dabei ist auch die Auflösung der Ohrhörer, vor allem im LDAC-Modus, fantastisch.
Hinzu kommt ein guter Tragekomfort, eine sehr gute App-Steuerung und nicht zuletzt das mehr als solide ANC.

Kurzum: Die Earfun Air 2 NC sind hervorragend!

 

 

Anker A2679 Nano 100W: Leistungsstarkes USB-C-Ladegerät im kompakten Format

Anker bietet mit dem A2679 ein besonders kompaktes 100-W-USB-C-Ladegerät an, das sich speziell an Reisende richtet.
Dieses bietet zwar nur einen USB-C-Port, ist aber preislich mit gut unter 50 € durchaus interessant, zumindest für ein Modell von Anker.

Wollen wir uns das Anker A2679 Nano 100W Ladegerät doch einmal im Test ansehen!

 

Das Anker Nano 100W Ladegerät im Test

Das Anker Nano 100W ist mit 60 x 41 x 29 mm und einem Gewicht von 129 g durchaus als sehr kompakt zu bezeichnen – für ein 100-W-Ladegerät.

Gibt es noch kleinere Modelle auf dem Markt? Sicherlich, aber die Größe passt absolut, auch für ein Reiseladegerät. Auch die Verarbeitung ist soweit in Ordnung.

Das Anker Nano wirkt zwar etwas günstiger und einfacher gebaut als die Prime-Modelle, ist aber prinzipiell absolut akzeptabel, was die Haptik angeht.

So fühlt sich das Ladegerät auch recht „dicht“ an, als wäre der komplette Innenraum ausgefüllt. Dies wäre auch nicht undenkbar, denn Anker neigt dazu, seine Ladegeräte einfach mit einer Wärmeleitmasse zu füllen.

 

Anschluss des Anker Nano 100W Ladegeräts

Das Anker Nano 100W besitzt genau einen USB-C-Port:

  • USB-C – 100 W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A

Wir haben hier einen 100-W-USB-C-Port. Entsprechend ist das Ladegerät sowohl für Smartphones und Tablets geeignet als auch für größere Geräte wie Notebooks.

Da hier der universelle USB-Power-Delivery-Standard genutzt wird, brauchst du dir keine Sorgen um die Kompatibilität machen. Das Ladegerät ist mit Samsung, Apple und Co. kompatibel.

Auffällig: Anker verzichtet auch hier wieder auf die 12-V-Spannungsstufe. Merkwürdig – ich weiß nicht, warum Anker dies macht. In der Praxis ist das jedoch meist kein Problem, da diese von so gut wie keinen Geräten genutzt wird.
Nach meinem Wissen gibt es nur ein paar Drohnen von DJI, die die 12-V-Stufe benötigen und entsprechend problematisch am Anker A2679 Nano wären.

 

Mit großer PPS-Stufe

Positiv überrascht hat mich die PPS-Stufe, die recht groß ausfällt:

  • 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A

Bei Anker haben Ladegeräte oftmals eine etwas kleinere PPS-Stufe, selbst bei den großen Prime-Modellen. Mit 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A hat das Anker A2679 hingegen eine ziemlich perfekte PPS-Stufe.

Somit kann das Ladegerät auch Samsung-Smartphones mit vollem Tempo laden, ebenso wie viele chinesische Smartphones, die mittlerweile ebenfalls oft PPS benötigen.
Mehr Infos zu PPS findest du hier: https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Belastungstest

Ich unterziehe alle Ladegeräte, die ich im Test habe, einem Belastungstest. Dabei belaste ich ein Ladegerät über mehrere Stunden mit der vollen vom Hersteller versprochenen Leistung.
Dies habe ich auch mit dem Anker Nano 100W gemacht. Hat es den Belastungstest erfolgreich gemeistert?

Leider nein!

Nach ca. 1 – 1,5 Stunden stoppte der Test bei mir. Das Ladegerät bot zwar sofort wieder 100 W an, aber der Intervall für das Stoppen des Tests wurde immer kürzer, je öfter ich diesen neu gestartet hatte.

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Bei einem Blick auf das Wärmebild weiß ich auch, warum: Das Ladegerät erwärmte sich auf rund 86 Grad äußerlich. Dies ist ziemlich heiß – noch nicht kritisch heiß, aber im Inneren wird es nochmals ein Stück heißer sein.
Bei konstanter Volllast wird das Ladegerät also früher oder später überhitzen.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB-Power-Delivery-Ladegeräten prinzipiell nicht mehr ganz so wichtig für die Ladegeschwindigkeit wie bei normalen USB-A-Ladegeräten. Dennoch ist eine stabile Spannung ein gutes Zeichen für hochwertige Elektronik.

Die Spannungsstabilität ist soweit in Ordnung. Sie ist nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht.

 

Effizienz unter Last

Wie steht es um die Effizienz des Anker Nano 100W Ladegeräts?

Die Effizienz ist ein großer Pluspunkt des Anker A2679. So schwankte diese im Test zwischen 80,7 % bei niedriger Last und 93 % bei voller Last.
Das sind richtig starke Werte! Auch die vergleichsweise ordentliche Effizienz bei niedriger Last ist super.

 

Fazit

Suchst du nach einem zuverlässigen und besonders kompakten 100-W-USB-C-Ladegerät und dir reicht ein USB-C-Port, dann ist das Anker Nano 100W Ladegerät eine gute Wahl.
Das Ladegerät ist mit 60 x 41 x 29 mm und einem Gewicht von 129 g sehr handlich, und die Leistung von 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard reicht aus, um auch größere Geräte wie Notebooks zu versorgen.

Auch die große PPS-Stufe, welche sogar die Anker-Prime-Modelle übertrifft, ist erfreulich!
Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Effizienz von bis zu 93 %.

Anker Nano 100W Ladegerät, 100W MacBook Ladegerät, Netzteil für...

  • Kompakte Maße
  • Hohe Effizienz: Bis zu 93 %
  • Große PPS-Stufe: 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A
  • Nur ein USB-C-Port
  • Überhitzung bei konstanter 100-W-Belastung nach ca. 1 – 1,5 Stunden.
  • Keine 12-V-Stufe

Schade ist lediglich, dass das Ladegerät nicht konstant 100 W liefern kann. Nach ca. 1 – 1,5 Stunden konstanter 100 %-Last traten bei mir Temperaturprobleme auf.
Ist das in der Praxis ein Drama? Meist eher nicht. Dennoch kann das Ladegerät dadurch ein Notebook-Ladegerät nicht zu 100 % in allen Szenarien ersetzen.

Trotzdem: Gerade wenn du das Ladegerät zu einem guten Preis (ca. 40 €) bekommst und dir der kompakte Formfaktor wichtig ist, bleibt es eine gute Wahl und eine Alternative zum größeren Anker Prime 100W.

 

Anker Nano 100W
Positiv
Kompakte Maße
Hohe Effizienz: Bis zu 93 %
Große PPS-Stufe: 4,5 – 21 V bei bis zu 5 A
Negativ
Nur ein USB-C-Port
Überhitzung bei konstanter 100-W-Belastung nach ca. 1 – 1,5 Stunden.
Keine 12-V-Stufe
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Bluetti X20 im Test: Powerbank mit LiFePO4 und 160 W DC-Ausgang

Bluetti bietet mit der X20 eine Art Mittelding aus Powerstation und Powerbank an. Die X20 hat eine Kapazität von beachtlichen 153,6 Wh und eine Ausgangsleistung von bis zu 160 W. Dabei nutzt die Powerbank LiFePO4-Akkuzellen, die besonders haltbar und sicher sind.

Im Gegenzug ist die Bluetti X20 auch ein ziemlicher Brocken!

Wollen wir uns die Powerbank/Powerstation doch einmal im Test ansehen. An dieser Stelle vielen Dank an Bluetti für das Zurverfügungstellen der X20 für diesen Artikel.

 

Die Bluetti X20

Mit 205 x 205 x 77 mm und einem Gewicht von 2,3 kg ist die Bluetti X20 schon ein ziemlicher Brocken für eine Powerbank.

Dies liegt sicherlich zu großen Teilen an der Nutzung von LiFePO4-Akkuzellen. LiFePO4-Akkuzellen haben viele Vorteile, wie eine deutlich höhere Haltbarkeit und Sicherheit, sind aber verglichen mit Lithium-Ionen-Akkuzellen, die wir in der Regel bei normalen Powerbanks finden, ein Stück größer.

Daher denke ich, dass diese Powerbank weniger für den mobilen Einsatz gedacht ist und mehr für Haus, Garten und vielleicht Tagesausflüge mit dem Auto. Dabei setzt Bluetti auf ein recht einfaches Gehäuse aus Kunststoff. Die Anschlüsse der Powerbank sind auf der rechten Seite angebracht. Warum das?

Die X20 hat ähnlich wie bei Powerstations üblich ein Display auf der Front, das dir aktuelle Leistungsinformationen anzeigt.

 

Anschlüsse der X20

Die Bluetti X20 besitzt 1x USB-C, 1x DC und 2x USB-A.

  • USB-C: 100 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • DC-Ausgang: 160 W (DC093-Port) – 20V/8A
  • USB-A 1: 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • USB-A 2: 10,5 W – 5V/2,1A

Wir haben hier zwei wichtige und spannende Anschlussarten. Einerseits den 100 W USB-C-Ausgang, der universell zu USB-Power-Delivery-Geräten kompatibel ist. Egal, ob es sich dabei um ein Smartphone, Tablet oder Notebook handelt. Neben dem USB-C-Port haben wir auch einen DC-Ausgang.

Mit im Lieferumfang sind Adapter für Notebooks, die kein USB-C unterstützen. Mit 160 W bzw. 20V/8A hat dieser Port ordentlich Leistung, auch wenn ich mir hier vielleicht noch etwas mehr gewünscht hätte. Viele Gaming-Notebooks benötigen etwas mehr Leistung (oft bis 240 W). Sollte dein Notebook „nur“ ein 19,5 V Netzteil haben, brauchst du dir keine Sorgen machen, 20 V sind hier in der Regel kein Problem. Die USB-A-Ports würde ich bei einer Powerbank dieser Klasse als „Bonus“ bezeichnen, falls du noch ein kleineres Gerät wie Kopfhörer usw. laden möchtest.

 

Mit Display

Auf der Front der X20 befindet sich ein kleines LCD-Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Akkustand in %
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Eingangsleistung in Watt

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt der USB-C-Port auch den PPS-Ladestandard.

  • 3,3 – 21 V / 3 A

Wir haben hier einen großen Spannungsbereich – super! Aber nur einen Strom von bis zu 3 A. 3 A ist okay, aber es wäre schön gewesen, wenn die Powerbank bis zu 5 A liefern könnte. Dies ist primär für das Laden von Samsung-Smartphones relevant, da die Bluetti X20 nicht das 45 W Laden von Samsung-Smartphones unterstützt, sondern maximal etwa 30 W. Für Notebooks und Apple-Geräte ist dies nicht relevant.

 

Powerbank mit LiFePO4-Zellen!

Eine große Besonderheit bei der X20 ist die Nutzung von LiFePO4-Akkuzellen. Was ist LiFePO4? LiFePO4 steht für Lithiumeisenphosphat und ist eine alternative Zellchemie zu Lithium-Ionen-Akkus. Dabei tauscht LiFePO4 etwas Energiedichte gegen eine bessere Haltbarkeit und Sicherheit ein. Praktisch ist also z. B. ein Akku mit 100 Wh Lithium-Ionen-Akkuzellen etwa 30 % kleiner als ein 100 Wh Lithiumeisenphosphat-Akku. Daher sehen wir LiFePO4 normalerweise nicht in Powerbanks, Smartphones usw. Im Gegenzug erreichen LiFePO4-Akkuzellen aber eine deutlich höhere Zyklenzahl.

So sind hier 3000+ Zyklen nicht selten. Zum Vergleich: Lithium-Ionen-Akkus erreichen maximal 500-1000 Zyklen. Theoretisch also die bis zu 3-fache Haltbarkeit. Zudem können LiFePO4-Akkus thermisch nicht durchgehen. Diese können im schlimmsten Fall nicht in Flammen aufgehen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus passieren kann (wenn auch selten). Daher werden LiFePO4-Akkus normalerweise primär in Solar-Pufferspeichern und Powerstations genutzt.

 

Mit Lüfter (den du aber nie hörst)

In der Bluetti X20 ist ein Lüfter verbaut. Allerdings ist dieser praktisch nie aktiv! Selbst bei konstanten 100 W über USB-C oder 160 W via DC ist dieser bei mir nie angesprungen.

Vielleicht im Hochsommer, aber bei 20 Grad Raumtemperatur ist der Lüfter überhaupt kein Problem.

 

Konstant volle Leistung

Vielleicht klingt es selbstverständlich, aber die Bluetti X20 kann konstant 100 W via USB-C bzw. 160 W via DC-Ausgang liefern. Dies ist wie gesagt nicht selbstverständlich, und nicht alle Powerbanks können konstant die volle Leistung liefern.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Bluetti wirbt bei der X20 mit einer Kapazität von 153,6 Wh. Dies würden rund 42.000 mAh bei einer „klassischen“ Powerbank entsprechen. Aber wie hoch ist die Kapazität in der Praxis? Dies habe ich wie üblich mithilfe einer elektronischen Last getestet.

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 133,49 Wh und 145,2 Wh, was einer Spanne von 87 % bis 95 % entspricht. Dies ist ein top Abschneiden, an dem nichts auszusetzen ist.

 

DC-Ausgang

Sicherlich die größte Besonderheit an der X20 ist der DC093-Ausgang. Dieser bietet eine Spannung von 20 V und eine Leistung von maximal 8 A. Mit im Lieferumfang sind diverse Adapter, um beispielsweise Notebooks an diesem Port zu laden. Der Port hat offiziell eine Spannung von 20 V, praktisch liefert dieser unter Last aber eher etwa 19,5 V.

Im Test hat der Port ohne Probleme mit meinem ASUS ProArt StudioBook 16 OLED funktioniert. Das ASUS ProArt StudioBook 16 OLED hat eigentlich ein 240 W Netzteil, aber hat auch am 160 W Port ohne „Zicken“ funktioniert. Allerdings ist das DC-Laden von Notebooks an Drittanbieter-Ladegeräten immer eine Sache. Dies sollte funktionieren, aber eine Garantie gibt es hier nie. Das Schöne an USB-C ist, dass es einen einheitlichen Standard gibt.

 

Laden der X20

Die Bluetti X20 wird über den USB-C-Port mit, laut Hersteller, bis zu 100 W geladen.

Wir können ein interessantes Ladeverhalten bei der X20 beobachten. So beginnt die Powerbank das Laden zunächst mit 60 W, ehe diese auf 100 W hochgeht. Mit 100 W lädt sie dann eine Zeit lang, ehe sie sich auf 60 W drosselt und mit 60 W auch bis zum Ende lädt. So dauert ein Ladevorgang ziemlich genau 2 Stunden, was sehr schnell ist.

 

Fazit

Die Bluetti X20 ist eine sehr spezielle Powerbank. Das Besondere an dieser ist neben der gehobenen Kapazität vor allem der 160 W 20 V DC-Ausgang. Einen DC-Ausgang findest du an praktisch keiner normalen Powerbank. Hat dieser also für dich einen Wert, ist das schon ein großer Pluspunkt für die X20.

Auch die Kapazität ist eine Stärke der X20. So haben wir hier im Schnitt 140 Wh echte Kapazität, was sehr ordentlich ist und über 99 % aller normalen Powerbanks liegt. Dabei nutzt die Powerbank die haltbaren und besseren LiFePO4-Akkuzellen. So kannst du hier mit 2500+ Zyklen rechnen! Der USB-C-Port bietet 100 W Ausgangs- und Eingangsleistung. So ist die Powerbank in ca. 2 Stunden komplett gefüllt. Schön wäre aus meiner Sicht noch ein regulärer DC- oder XT60-Eingang, beispielsweise für die Nutzung als USV oder Solar-Puffer. Aber abgesehen davon habe ich wenig zu kritisieren.

Klar, du bekommst deutlich kompaktere Powerbanks mit vergleichbarer Kapazität und 100 W USB-C-Port. Aber gerade wenn der DC-Ausgang für dich einen gewissen Wert hat, dann macht die Bluetti X20 ihren Job gut! Alle Funktionen, die die Powerbank hat, sind sauber umgesetzt.

 

Bluetti X20
Positiv
Sehr Hohe Kapazität (Im Test schwankte die Kapazität zwischen 133,49 Wh und 145,2 Wh)
Langlebige LiFePO4-Akkuzellen
100 W USB C Ausgang und Eingang
160 W DC Ausgang
Mit Display
Schnelles laden
Negativ
Recht groß und schwer
PPS nur bis 3 A
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Ist es möglich, CFexpress Typ A Karten in einer Kamera mit Typ B Slot zu nutzen? (Ja)

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Moderne Kameras wenden sich zunehmend von den klassischen SD-Karten ab und hin zu den CFexpress-Speicherkarten. CFexpress-Speicherkarten sind deutlich schneller und zuverlässiger. Es gibt zwei Bauformen: Typ A und Typ B. Typ A wird derzeit exklusiv von Sony genutzt, während Typ B bei Canon, Nikon, Fujifilm und weiteren Herstellern verwendet wird.

Ist es aber auch möglich, eine Typ A Karte in einer Typ B Kamera zu nutzen?

Ja, Typ A-Speicherkarten lassen sich in Typ B-Kameras nutzen. Es ist grundsätzlich möglich, Typ A-Speicherkarten in Kameras zu verwenden, die Typ B-Speicherkarten benötigen. Technisch sind beide Standards prinzipiell kompatibel. Allerdings ist aufgrund des Formfaktors ein Adapter erforderlich. Delock bietet mit seinem „CFexpress Adapter Typ A to Type B“ solch einen Adapter an.

Delock CFexpress Adapter Typ A zu Typ B
  • Delock CFexpress Adapter Typ A zu Typ B

 

Test in der Praxis

Ich habe den Delock CFexpress Adapter Typ A to Type B auch in der Praxis in Kombination mit der Fujifilm X-H2S sowie diversen CFexpress Typ A-Speicherkarten ausprobiert:

  • Lexar 160 GB Gold – funktioniert
  • Nextorage A1 Pro 160 GB – funktioniert
  • Nextorage A1 SE – funktioniert
  • Sony TOUGH 160 GB – funktioniert

Ich habe 4 CFexpress Typ A-Speicherkarten ausprobiert, und alle funktionierten.

 

Was macht CFexpress-Speicherkarten so gut?

SD- und CFexpress-Speicherkarten sind im Kern recht unterschiedliche Technologien. SD-Karten sind vergleichbar mit USB-Sticks, während CFexpress-Speicherkarten auf die PCIe-Schnittstelle und NVMe-SSD-Technik setzen. Entsprechend ist eine CFexpress-Speicherkarte prinzipiell mit einer SSD vergleichbar. Mit entsprechenden Adaptern ist sogar eine interne Nutzung in einem PC möglich.

Typ A CFexpress-Speicherkarten nutzen dabei PCIe 3.0 x1, während Typ B-Speicherkarten PCIe 3.0 x2 als interne Anbindung verwenden.

 

Warum nutzt Sony CFexpress Typ A?

Alle Kamerahersteller nutzen den Typ B-Formfaktor, nur Sony nutzt Typ A. Aber warum? CFexpress Typ B-Speicherkarten sind deutlich schneller (doppelt so schnell) und dabei günstiger. Zum einen sind CFexpress Typ A-Karten um einiges kleiner.

Zum anderen, was der primäre Grund sein dürfte, gibt es die Möglichkeit, „Kombo-Steckplätze“ für CFexpress Typ A und SD-Speicherkarten zu bauen. So akzeptieren die großen Sony-Kameras 2x SD oder 2x CFexpress Typ A-Speicherkarten. Dies ist mit dem Typ B-Standard ohne einen großen zusätzlichen Platzaufwand nicht möglich. Beispielsweise akzeptiert die Canon R1 nur CFexpress Typ B.