Hama hat mit dem Power Pack „High Power“ 150 eine neue Flaggschiff-Powerbank auf den Markt gebracht. Diese verfügt über eine maximale Leistung von 150 W, 140-W-USB-C-Ports und eine Kapazität von 24.000 mAh.
Ebenfalls mit an Bord ist ein aufwendiges Display, welches dir Leistungswerte anzeigt.
Entsprechend checkt die High Power wirklich alle Checkboxen, die ich bei einem High-End-Modell im Jahr 2026 erwarten würde.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Hama Power Pack „High Power“ 150 überzeugen? Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Hama für das Zur-Verfügung-Stellen des Power Pack „High Power“ 150 für diesen Test.
Das Power Pack „High Power“ 150 von Hama im Test
Bei der High Power 150 handelt es sich um eine Powerbank der High-End-/Oberklasse. Entsprechend ist diese auch etwas größer.
So misst die Powerbank 158 × 56 × 56 mm und bringt 639 g auf die Waage. Vergleichen wir das mit anderen 140-W-Powerbanks.
Rein vom Gewicht ist die Hama Powerbank ± auf dem Niveau der Anker 737 24.000 mAh 140-W-Powerbank, welche auch durchaus von der Leistung auf den ersten Blick vergleichbar ist.
Allerdings ist die „High Power“ 150 relativ groß.
An der Verarbeitungsqualität oder Haptik gibt es aber nichts zu bemängeln. Die Powerbank ist stabil, allerdings würde ich sie auch nicht in die Super-Premium-Kategorie stecken.
Display
Auf der Front der „High Power“ 150 findet sich ein LC-Display, welches einige Informationen anzeigt.
So zeigt dir die Powerbank für jeden Anschluss die aktuelle Leistung, Spannung und Stromstärke an. Zudem sehen wir die aktuelle Gesamtleistung und den Akkustand.
Zwar ist das Display jetzt nicht das hübscheste, aber es zeigt doch einige Infos an und ist daher funktional nützlich.
Anschlüsse
Das Hama Power Pack „High Power“ 150 verfügt über 2× 140-W-USB-C-Ports und 1× USB-A-Port.
- USB-C – 140 W: 5 V/3 A, 9 V/3 A, 12 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/4,7 A, 28 V/5 A
- USB-A – 18 W (QC 3.0): 5 V/3 A, 9 V/2 A, 12 V/1,5 A
Beide USB-C-Ports besitzen eine Leistung von 140 W nach dem USB-Power-Delivery-3.1-Standard. Damit hat die Powerbank in der Theorie genug Leistung auch für große Notebooks.
Aber wenn wir uns die Leistungsstufen ansehen, gibt es eine Auffälligkeit. So kann die Powerbank auf der 20-V-Stufe maximal 4,7 A liefern, also nur 94 W?! Das kann ich offen gesagt nicht so ganz verstehen.
Notebooks, die also noch nicht den USB-PD-3.1-Standard nutzen bzw. nur die 20-V-Stufe unterstützen, können hier nicht mit 100 W laden, wie es zu erwarten wäre, sondern mit maximal 94 W. Klar, der Unterschied ist nicht weltbewegend, aber schon etwas überraschend, dass wir hier diese Limitierung auf 4,7 A haben.
Der USB-A-Port wiederum bietet bis zu 18 W nach Quick Charge.
Mit PPS
Erfreulicherweise unterstützen beide USB-C-Ports den wichtigen PPS-Standard.
- 5 bis 20 V bei bis zu 4,5 A
Die PPS-Range ist mit 5 bis 20 V bei bis zu 4,5 A gut, aber auch etwas ungewöhnlich. Warum geht die Powerbank hier nicht bis 5 A?! Ähnlich wie bei der 20-V-Stufe etwas kurios, aber in der Praxis auch nicht dramatisch.
So kann die Powerbank diverse Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W laden, was sicherlich der wichtigste Punkt bei der PPS-Stufe ist.
Konstant 140 W?
Viele, genau genommen sogar sehr viele, 140-W-Powerbanks können nicht konstant 140 W bereitstellen. Dies ist oftmals eine Limitierung der Akkuzellen oder der Hitzeentwicklung geschuldet.
Wie steht es hier um unsere Hama Power Pack „High Power“ 150?
Leider kann diese auch nicht konstant 140 W liefern. In meinem Test konnte sie bis zu einer Restladung von 30 % 140 W bereitstellen, danach drosselte sie sich auf 65 W herunter.
Das ist natürlich nicht „optimal“, aber bei 30 % setzt die Drosselung relativ spät ein.
Wie hoch ist die echte Kapazität?
Laut Hama bietet die Powerbank eine Kapazität von 24.000 mAh. In der Praxis fällt die Kapazität von Powerbanks jedoch immer etwas niedriger aus. Warum?
Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Die nutzbare Kapazität ist aufgrund von Wandlungen jedoch immer geringer. Normal sind hier etwa ± 80–90 % „echte“ Kapazität.
Was konnte ich nun bei der Hama Power Pack „High Power“ 150 messen?
| Wh | mAh | mAh @3,7V | % | |
| 5V/1A | 61.799 | 12142 | 16702 | 70% |
| 9V/1A | 64.535 | 7132 | 17442 | 73% |
| 9V/3A | 66.532 | 7414 | 17982 | 75% |
| 20V/1A | 65.021 | 3234 | 17573 | 73% |
| 20V/5A | 70.034 | 3512 | 18928 | 79% |
Leider fiel die Kapazität in der Praxis etwas niedriger aus. So schwankte diese zwischen 16.702 mAh und 18.928 mAh.
Dies entspricht einer Spanne von 70 % bis 79 %. Akzeptabel, aber da geht mehr.
Ladedauer
Das Hama Power Pack „High Power“ 150 kann leider nicht mit 140 W laden, sondern mit maximal 100 W bzw. in der Praxis mit 95,x W.
Allerdings kann die Powerbank recht konstant mit 95,x W laden, was in einer Ladezeit von lediglich 1:01 h resultiert.
Dies ist erfreulich schnell!
| Ladedauer in Minuten | |
| Anker Prime 27650 mAh 250W | 47 |
| Anker Prime Powerbank (26K, 300W) | 48 |
| Anker 737 24.000 mAh | 48 |
| EcoFlow RAPID Pro 27650 mAh und 300 W | 53 |
| Hama Power Pack „High Power“ 150 | 61 |
| Xtorm Titan Ultra 140W | 76 |
| Edge X100 | 78 |
| Aferiy Nano 100 145W 31.000 mAh | 80 |
| INIU Power Bank 27000mAh 140W | 85 |
| INIU P64-E1 25.000 mAh 140W | 91 |
| Baseus EnerGeek 145W 20.000 mAh | 110 |
| VOLTCRAFT VC-C909 140W / 27.000 mAh | 112 |
| AMEGAT Powerbank 140W 27600 mAh | 134 |
| Xiaomi 212W HyperCharge 25000mAh | 140 |
Auch verglichen mit anderen Powerbanks in dieser Klasse sieht das sehr gut aus. Das Hama Power Pack „High Power“ 150 ist eine sehr schnell ladende Powerbank.
Fazit
Mit dem Power Pack „High Power“ 150 liefert Hama ein echtes High-End-Modell ab, das viele deiner Erwartungen an eine moderne Premium-Powerbank im Jahr 2026 erfüllt. Die hohe maximale Leistung von 150 W, zwei vollwertige 140-W-USB-C-Ports nach USB-PD-3.1-Standard, PPS-Support und das informative Display sind große Pluspunkte. Auch die sehr kurze Ladedauer von gut einer Stunde zählt klar zu den großen Stärken dieser Powerbank.
Ganz ohne Kritik kommt das Gesamtpaket aber nicht aus. Die Baugröße ist relativ wuchtig, und einige technische Details wirken unnötig limitiert, etwa die 94 W auf der 20-V-Stufe. Auch die gemessene nutzbare Kapazität von teils nur rund 70 % fällt für diese Klasse eher durchschnittlich aus. Dass die 140 W nicht über den gesamten Ladebereich konstant anliegen, ist zwar kein Einzelfall, bleibt aber dennoch ein kleiner Dämpfer.
Pro
- Sehr hohe maximale Leistung von bis zu 150 W
- Zwei vollwertige 140-W-USB-C-Ports (USB PD 3.1)
- PPS-Unterstützung für schnelles Laden moderner Smartphones (z. B. bis 45 W)
- Informatives Display mit Leistungs-, Spannungs- und Stromanzeige
- Sehr kurze Ladedauer von rund 1 Stunde
- Hochwertige, stabile Verarbeitung
- Geeignet für Notebooks, Tablets und Smartphones
Kontra
- Relativ groß und schwer
- 94 W Limitierung auf der 20-V-Stufe
- 140 W nicht dauerhaft verfügbar (Drosselung ab ca. 30 %)
- Nutzbare Kapazität mit teils nur rund 70 % eher durchschnittlich
Unterm Strich ist das Hama Power Pack „High Power“ 150* eine sehr leistungsstarke, schnell ladende und gut ausgestattete Powerbank, die sich vor allem an Nutzer richtet, die regelmäßig Notebooks, Tablets und Smartphones mit hoher Leistung versorgen möchten. Die schärfste Konkurrenz kommt dabei ganz klar von der Anker 737 Power Bank. Wenn du mit den genannten Schwächen leben kannst, bekommst du mit Hama dennoch eine überzeugende und moderne High-Power-Powerbank von einem deutschen Hersteller.









