Das VOYO VBook V3 mit Windows 10 im Test, ein Convertible Ultrabook für knapp über 200€ ?

Ein Convertible Ultrabook für knapp über 200€ klingt im ersten Moment sicherlich zu gut um wahr zu sein.

Jedoch genau dies verspricht der chinesische Hersteller VOYO mit seinem VBook V3. Dieses Ultrabook ist auf diversen asiatischen Plattformen für ca. 230€ zu haben und sieht auf den ersten Blick verdammt gut aus!

Vielleicht sieht es aber etwas zu gut aus, wie es oft bei chinesischen Produkten der Fall ist.

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Ich konnte hier nicht widerstehen und habe mir das VBook V3 für einen kleinen Test bestellt.

Kann das günstige Ultrabook von VOYO im Test überzeugen?

 

Versionen, Bestellung und Lieferumfang

Das VOYO VBook gibt es in vielen verschiedenen Versionen. Angefangen bei 64GB Speicher + Intel Cherry Trail Z8300 für ca. 220€ bis hin zu einer Intel Core M3-6Y30 Version mit 128GB Speicher für rund 570€.

Ich habe mir für diesen Test die kleinste Version zugelegt. Also den Intel Cherry Trail Z8300 mit 4GB RAM und 64GB Speicher.

Bestellt habe ich dieses mal wieder bei Gerbest. Diese bieten den Germany Express Versand an, welcher zollfrei ist! Ansonsten wäre es recht kompliziert und teuer ein so hochpreisiges Produkt aus Asien zu bestellen.

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Also ich kann nur empfehlen bei Gearbest zu bestellen und an der Kasse den Germany express zu wählen so fallen keine zusätzlichen Zollkosten und Arbeit an.

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Ebenso empfehle ich einen US auf EU Strom Adapter mitzubestellen.  Leider wird das Notebook nur mit einem US Strom Adapter geliefert, den man aber mit Adpater problemlos bei uns betreiben kann.

Ebenso befindet sich ein kleiner Touchscreen Stift mit im Lieferumfang.

 

Das VOYO VBook V3

Auf den ersten Blick überrascht das VBook V3 gehörig. Zum einen fällt die auffällige Färbung sofort ins Auge, zum anderen ist die Haptik erstaunlich gut.

Das Notebook fühlt sich weder klapprig noch billig an.

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Auch die Dicke fällt erfreulich gering aus und ist durchaus mit einem MacBook Pro vergleichbar.

Dabei hat VOYO auch nicht Anschlüssen gespart. Am Gerät finden sich zwei vollwertige USB Ports, davon einer USB 3.0, ein Kopfhörer/Mikrofon Port, ein mini HDMI Ausgang und ein Steckplatz für eine microSD Speicherkarte.

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Natürlich gibt es auch einen Anschluss für das beigelegte Netzteil, welches leider ein sehr kurzes Kabel besitzt.

Etwas ungewöhnlich für Notebooks ist der seitlich angebrachte Einschalter und die seitliche Lautstärkewippe.

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Jedoch handelt es sich beim VOYO VBook V3 um ein convertible. Heißt man kann das Display nach hinten umklappen und das Ultrabook als Tablet nutzen.

In diesem Fall wird auch automatisch die Tastatur und das Trackpad deaktiviert.

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Das Scharnier des VBook V3 macht dabei einen ausgesprochen guten Eindruck. Es scheint recht robust zu sein und besitzt wenig Spiel.

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Vielleicht ist es sogar etwas zu robust, denn an einhändiges Öffnen des VOYO VBook ist nicht zu denken.

 

Software

VOYO setzt beim VBook V3 auf Windows 10 64Bit.

Dieses ist Software mäßig völlig sauber, es ist nichts vorinstalliert was nicht bei einer neuen Installation von Windows 10 auch da wäre.

Ungewöhnlicher Weise ist von Haus aus bereits ein Benutzerkonto auf dem VBook hinterlegt und damit natürlich auch der Einrichtungsprozess übersprungen.

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Ich nehme an, es handelt sich beim verwendeten Windows 10 um die „China Version“. Hierbei handelt es sich um das normale Windows 10, welches sich allerdings nur in China Aktiviren lässt und dafür günstiger für die Hersteller ist.

Dies ist zur Bekämpfung von illegalen Windows Versionen in China. Damit wir in Europa das Notebook nutzen können, hat vermutlich Gearbest oder VOYO das Gerät einmal eingeschaltet und aktiviert, so dass es auf der kompletten Welt nutzbar ist.

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Wenn Ihr der Geschichte nicht vertraut, einfach das VBook unter Einstellungen -> Update und Sicherheit -> Wiederherstellen komplett zurücksetzen.

Nach einer Weile landet Ihr dann auf der normalen Windows 10 Begrüßungsseite, von wo aus Ihr das Notebook frisch einrichten könnt.

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Ja die Aktivierung bleibt bestehen.

 

Display

Im VOYO VBook V3 ist ein 13,3 Zoll Full HD Display mit Touchscreen verbaut. Bei diesem scheint es sich sogar um ein IPS Panel zu handeln was die Blickwinkel angeht.

Dieses ist leider relativ stark spiegelnd und auch nicht das aller hellste jedoch für den Inneneinsatz vollkommen ausreichend.

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Bei den Farben und Kontrasten hängt dieses sogar mein Acer Aspire V15 ab (welches zugegeben ein schlechtes Display hat).

Kurzum das Display ist für ein 200€ Gerät echt nicht schlecht, es gibt natürlich noch Luft nach oben, gerade für den Outdoor Einsatz aber es hätte in dieser Preisklasse auch viel schlimmer kommen können.

 

Sound

Die Lautsprecher im VOYO gehören eher zu den schlechteren. Zum einen sind diese auf der Unterseite des Notebooks angebracht, zum anderen klingen sie ausgesprochen dünn.

Der Klang geht für hier und da mal ein Youtube Video, aber viel mehr ist auch nicht drin.

Die meisten Smartphones verfügen sogar über bessere Lautsprecher.

 

Eingabe

Wichtig das VOYO VBook V3 besitzt eine QWERTY Tastatur!!!

Man kann diese zwar per Software umstellen, also wenn man y drückt, kommt das z wie auf einer deutschen Tastatur, jedoch benötigt dies etwas Kenntnis der deutschen Tastatur.

Wenn man also weitestgehend blind tippen kann, ist das überhaupt kein Problem. Ansonsten kann dies etwas ungewohnt sein.

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Ansonsten ist die Tastatur Okay. Der Druckpunkt der Tasten ist brauchbar, wenn auch teilweise etwas feste und flach aber dennoch deutlich besser als es bei den meisten „Typecovern“ der Fall ist.

Ähnliches gilt auch für das Trackpad. Dieses funktioniert soweit brauchbar aber ist auch kein Genuss zu benutzen.

Für das Übliche taugt es, jedoch Drag and Drop über den gesamten Bildschirm kann eine Geduldsprobe sein.

 

Leistung

Meine Version ist des VOYO VBook V3 ist mit dem Intel Atom Z8300 ausgestattet. Dementsprechend ist das Notebook keine Rennmaschine.

Dies spürt man auch im Alltag, in welchem man des Öfteren kleine Wartezeiten hinnehmen muss. Gerade anfangs rechnet mit einem etwas stockendem Erlebnis. Windows lädt erst einmal diverse Software Updates im Hintergrund was 30-50% CPU Last verursacht.

Ich habe dies im ersten Moment auf den etwas langsamen Speicher geschoben. Und ja ich halte es auch weiterhin für wahrscheinlich, dass dieser das VOYO etwas ausbremst. In Benchmarks liefert das VBook zwar auf den ersten Blick akzeptable Ergebnisse, jedoch sind die IOPS extrem niedrig.

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Ich nehme an VOYO hat hier einfach eine etwas bessere Speicherkarte/USB Stick im Inneren verbaut.

Jedoch im Generellen ist das Gerät für Office und das übliche im Internet Surfen ausreichend.

Wenn nur eine Anwendung gerade arbeitet, schlägt sich das Notebook ganz gut. Erst wenn neben der aktiven Anwendung etwas im Hintergrund stark arbeitet, merkt man wie das VBook V3 Probleme bekommt und langsamer wird.

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Gaming ist natürlich nicht oder nur bedingt auf dem VBook V3 möglich. Weniger anfordernde Spiele aller League of Legends oder CS Go laufen auf einer 720p Auflösung und mittleren – niedrigen Details mit um die 30FPS, für mal zwischendurch ausreichend aber für competitive gaming würde ich das VBook V3 besser nicht einsetzen.

 

Akkulaufzeit

Im VOYO VBook V3 Ultrabook steckt laut Hersteller ein 10000mAh Akku, was sicherlich im ersten Moment sehr imposant klingt.

In meinem Praxis Test, auf 100% Aufladen und mit Google Chrome im Internet surfen bis der Akku leer ist, hielt das VOYO ziemlich genau 6 Stunden bei halber Display Helligkeit durch, was nicht schlecht ist.

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Mit einem anderen Webbrowser oder nur bei Video sind sicherlich nochmals 2 Stunden mehr möglich.

Ein großer Nachteil ist allerdings das Aufladen des Notebooks. Beigelegt ist ein 12V 3A Ladegerät mit US Stecker.

Das ist an sich kein größeres Problem, zumal Gearbest bei mir auch einen Adapter beigelegt hat.

Jedoch ist das Kabel mit ca. 120cm recht kurz und der Stecker neigt durch den Adapter aus der Steckdose zu fallen.

Dies könnte für Schüler oder Studenten sehr nervig sein beim mobilen Einsatz.  Allerdings handelt es sich hierbei um einen normalen Hohlstecker( ich vermute es handelt sich um einen 4,0 mm / 1,7 mm, bin mir da aber nicht zu 100% sicher), es sollte also möglich sein bei Amazon passenden Ersatz zu finden.

 

Fazit

Das VOYO VBook V3 ist ein erstaunlich brauchbares Convertible Ultrabook. Zum Preis von 230€ erhält man einen Intel Atom Z8300, 4GB RAM und 64GB Speicher.

Dazu kommt ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Gehäuse, ein brauchbares Display und Eingabegeräte.

Von daher für knapp über 200€ ist das VOYO VBook V3 ein gutes Angebot, allerdings auch nicht ohne Schwächen.

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Zum einen ist der Intel Atom, wenn auch brauchbar, kein allzu schneller Chip, zum anderen ist das beigelegte Netzteil eher suboptimal aufgrund der Kabellänge und des US Steckers, der  immer einen Adapter benötigt.

Auch ist das QWERTY Layout der Tastatur gewöhnungsbedürftig, allerdings hat mich dies weniger gestört als zunächst vermutet.

Im Gegenzug hat mich gerade das Gehäuse sehr positiv überrascht, mit der passenden Hardware könnte man so was auch für deutlich mehr verkaufen.

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Kurzum wenn Ihr ein wenig experimentierfreudig seid und vielleicht auf der Suche nach einem 2. Notebook, welches sehr schön portabel ist, dann könnte das VOYO VBook V3 genau das Richtige für Euch sein.

EDIT: Kleine Info leider ist das VOYO nicht mehr in der hier gestesten Version verfügbar.  Jedoch gibt es zwei Modelle mit stärken CPUs welche ich in folgendem verlinke:

 

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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2 Comments
N.C.

Ich hätte einige Fragen zu dem Netbook.

1. Sie schreiben, dass Ihnen beim Surfen ca. 6 Stunden Laufzeit gelungen sind. Haben Sie das auch mal im permanenten Office-Betrieb getestet ? Ich würde gerne darauf tippen (keine Bücher, keine Sorge, nur Notizen), dafür fände ich 6 Stunden schon etwas dürftig.

2. Sind Sie damit nach 2 Monaten nach wie vor zufrieden ?

3. Welche Außenmaße haben die Tasten ? Ich würde mir nämlich gerne Aufkleber dafür kaufen, bin mir aber nicht sicher, ob diese wegen den nur 13,3″ nicht zu groß wären. Ich habe u.A. folgende im Auge:
https://www.amazon.de/Tastatur-Aufkleber-Tastaturaufkleber-Deutsch-Notebook/dp/B00BK4GD8I/ref=sr_1_2/254-6840101-7195232?ie=UTF8&qid=1482777263&sr=8-2&keywords=Tastaturaufkleber+QWERTZ
https://www.amazon.de/Selbstkleben-Deutsche-Tastatur-Aufkleber-TastaturAufkleber/dp/B0050O4K5C/ref=sr_1_11/254-6840101-7195232?ie=UTF8&qid=1482777263&sr=8-11&keywords=Tastaturaufkleber+QWERTZ

4. Haben Sie bereits eine Alternative für das Ladegerät (Hohlstecker auf USB A Stecker) gefunden, die passt und funktioniert ?

5. Die von Ihnen getestete Ausstattungsvariante gibt es bei Gearbest leider nicht mehr, nur noch eine mir relativ merkwürdig vorkommenden Version mit „32 GB eMMC + 128 GB SSD“, dafür dann allerdings auch für knappe 150 € mehr und in Grau:
http://www.gearbest.com/laptops/pp_589983.html?wid=21 Würden Sie das angesichts Ihrer Erfahrung preislich immer noch für lohnenswert halten ?

Danke für Ihre Auskünfte.

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Michael Barton

Hi, machen wir es kurz nein für 400€ würde ich es vermutlich nicht mehr kaufen.

Ich bin zwar weiterhin zufrieden aber für 400€ bekommt man auch schon so langsam Notebooks von den klassischen Herstellern welche etwas taugen.

6 Stunden Akku laufzeit gelten fürs Internet Surfen ja, bei Notzizen/Word können vielleicht noch eine Stunde hinzukommen aber viel luft nach oben ist auch nicht.

Ladegerät verwende ich noch das Original.

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