Belkin bietet mit der UltraCharge Pro eine absolute High-End-Powerbank an. So bietet diese eine Kapazität von 27.000 mAh und eine Ausgangsleistung von 140 W.
Damit hat diese auf dem Papier mehr als ausreichend Leistung für Smartphones, Tablets und auch große Geräte wie Notebooks.
Dabei setzt die UltraCharge Pro auf das schicke Design, das wir von Belkin gewohnt sind.
Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob die Powerbank überzeugen kann und wie diese sich verglichen mit anderen High-End-Powerbanks schlägt!
An dieser Stelle vielen Dank an Belkin für das Zurverfügungstellen der UltraCharge Pro für diesen Test.
Die Belkin UltraCharge Pro im Test
Belkin-Produkte sind in der Regel recht schick und hochwertig gestaltet. Dies gilt auch für die UltraCharge Pro.
So haben wir hier ein graues Kunststoffgehäuse, welches aber schön verarbeitet ist und eine angenehme Textur mitbringt. Ja, die Powerbank ist haptisch Modellen von INIU und Co. durchaus ein Stück überlegen.
Dabei haben wir ein kleines Farbdisplay auf der Oberseite und ein integriertes, hochwertig ummanteltes Kabel an der Seite.
Dabei misst die Powerbank 175 x 89,5 x 26,5 mm und bringt 600 g auf die Waage.
Verglichen mit anderen 140-W-Powerbanks und speziell mit Modellen, die auch 27.000 mAh Kapazität mitbringen, ist die Belkin UltraCharge Pro sogar relativ kompakt und „leicht“.
Klar, dies ist mit 600 g keine Hosentaschen-Powerbank, aber wirklich deutlich kompakter und leichter geht’s nur in der 25.000-mAh-Klasse.
Integriertes Ladekabel
Wie bereits angesprochen, besitzt die Belkin UltraCharge Pro ein integriertes USB-C-Ladekabel an der Seite. Dieses ist ca. 33 cm lang und hochwertig ummantelt.
Mit 33 cm ist dieses vergleichsweise lang für ein integriertes Kabel. Dafür gibt es ganz klar Pluspunkte!
Das Display
Weitere Pluspunkte gibt es für das kleine LCD-Farbdisplay. Dieses ist zwar vergleichsweise klein, aber schick! Wir haben hier sogar Animationen.
Dabei zeigt dir das Display folgende Infos an:
- Akkustand in %
- Ausgangsleistung pro Port in Watt
Damit ist zwar das Display nicht extrem umfangreich, aber die wichtigsten Infos sind da.
Anschlüsse der Belkin UltraCharge Pro
Neben dem integrierten USB-C-Kabel besitzt die Belkin UltraCharge Pro auch noch einen weiteren USB-C-Port und USB-A-Port.
- USB-C – 140 W USB-C Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
- USB-A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A
Grundsätzlich bieten beide USB-C-Anschlüsse der UltraCharge Pro eine Leistung von bis zu 140 W. Genug Leistung für Smartphones, aber auch Notebooks.
Dabei ist es theoretisch auch möglich, beide Ports gleichzeitig mit bis zu 140 W zu belasten.
PPS-Range
Natürlich unterstützt eine High-End-Powerbank wie die Belkin UltraCharge Pro auch den PPS-Standard.
- PPS – 3,3 – 21 V / 4,75 A
Das ist eine interessante PPS-Stufe. Grundsätzlich haben wir hier mit 3,3 – 21 V eine perfekte Spannungsabdeckung, ideal für Samsung- und Google-Pixel-Smartphones.
Interessanterweise ist allerdings die Leistung auf 4,75 A limitiert und nicht 5 A?! Allerdings spielt der Unterschied von 4,75 zu 5 A in der Praxis kaum eine Rolle.
Grundsätzlich ist die PPS-Unterstützung der UltraCharge Pro dicht an der Perfektion. Ideal für Samsung, Google Pixel und diverse chinesische Smartphones.
Auch mit USB PD 3.2 und AVS!
Erfreulicherweise bringt die Powerbank auf beiden USB-C-Anschlüssen auch Unterstützung für den USB-PD-3.2-Standard und AVS in der SPR mit!
- AVS – 9 – 20 V / 3 und 5 A
Derzeit wird AVS noch von keinem Endgerät genutzt, aber es deutet sich an, dass dieser Standard in der Zukunft vielleicht von Apple genutzt wird.
Konstant 140 W?
Leider können die meisten 140-W-Powerbanks NICHT konstant 140 W liefern, sondern drosseln sich früher oder später herunter. Dies entweder, um die Akkuzellen zu entlasten, oder aufgrund von Temperaturproblemen.
Wie steht es hier um die Belkin UltraCharge Pro?
Leider schafft auch diese Powerbank nicht konstant 140 W. Genau genommen schaffte es diese bei mir nur bis zu einer Restladung von 69 %. Das ist eher ein schwächeres Ergebnis.
Dann drosselte sich die Powerbank auf 100 W herunter. 100 W kann diese konstant liefern.
Also haben wir hier schon eine recht frühe Drosselung, aber diese ist nicht übermäßig hart. In der Praxis ist diese meist vermutlich kein Problem.
Wie hoch ist die Kapazität?
Belkin gibt die Kapazität der UltraCharge Pro mit 27.000 mAh an. Dies ist aber natürlich wie immer die Kapazität der Akkuzellen im Inneren und nicht die nutzbare Kapazität.
Die nutzbare Kapazität fällt wie bei allen Powerbanks niedriger aus.
| Wh | mAh | mAh @ 3,7 V | % | |
| 5V/2A | 70,24 | 14159 | 18983 | 70 % |
| 9V/1A | 81,36 | 8972 | 21989 | 81 % |
| 9V/3A | 88,21 | 9847 | 23841 | 88 % |
| 20V/3A | 89,76 | 4486 | 24260 | 90 % |
| 20V/5A | 84,24 | 42294 | 22768 | 84 % |
| Im Schnitt | 82,76 | 22368 | 83 % |
Im Schnitt liegt die Kapazität der Belkin UltraCharge Pro bei 22.368 mAh bzw. 82,76 Wh. Dies entspricht guten 83 % der Herstellerangabe.
80 bis 90 % echte Kapazität ist ein gutes Abschneiden für eine aktuelle Powerbank!
Auffällig: Bei sehr niedrigen Lasten wird die UltraCharge Pro deutlich weniger effizient, während sie bei mittleren bis höheren Lasten deutlich an Effizienz gewinnt.
In einem gewissen Rahmen ist das völlig normal, hier aber etwas stärker ausgeprägt. Dennoch, unterm Strich passt die Kapazität völlig.
Ladedauer Belkin UltraCharge Pro
Leider kann die Belkin UltraCharge Pro nicht mit bis zu 140 W laden, sondern mit maximal 100 W bzw. genau genommen 89 W.
Dies ist aber auch nicht ungewöhnlich, viele 140-W-Powerbanks laden mit maximal 100 W, schade ist es dennoch.
Belkin scheint hier beim Laden recht konservativ zu sein, denn die Powerbank drosselt sich relativ stark. Vermutlich, um die Zellen zu entlasten.
Allerdings resultiert dies auch in einer etwas längeren Ladedauer. So braucht die Powerbank +- 2:05 h.
Damit ist diese eher etwas auf der langsameren Seite, auch wenn +- 2 Stunden jetzt alles andere als furchtbar sind.
Fazit
Es gibt an der Belkin UltraCharge Pro vieles zu mögen, aber es gibt auch einige Kritikpunkte. Starten wir beim Positiven:
- Verarbeitungsqualität und Haptik
- Integriertes Ladekabel
- Große PPS-Range
- AVS- und USB-PD-3.2-Support
- Integriertes Display
Zunächst bietet die Belkin UltraCharge Pro eine sehr gute Haptik und Optik. So fühlt sich die Powerbank klar überdurchschnittlich in der Hand an. Hier liegt diese eine Stufe über Modellen von z. B. INIU.
Hinzu kommt das recht lange integrierte Ladekabel und das schicke Display.
Technisch gibt es vor allem für die 140-W-Ports Pluspunkte, wie auch den guten PPS und AVS, wie auch USB-PD-3.2-Support. Damit ist die Powerbank sehr zukunftssicher.
Aber es gibt auch Kritikpunkte.
- 140 W nicht konstant
- Ladedauer unterdurchschnittlich
So kann die Belkin UltraCharge Pro leider nicht konstant 140 W liefern, sondern drosselte sich bei mir im Test bei +- 69 % Restladung auf 100 W herunter. Auch das Laden der Powerbank geht mit +- 2 Stunden nicht ultraschnell für eine Powerbank dieser Klasse.
Pro
- Sehr gute Verarbeitung und Haptik
- Integriertes USB-C-Kabel mit ca. 33 cm, ungewöhnlich lang für ein festes Kabel
- Kleines LCD-Farbdisplay mit Animationen (Akkustand in %, Leistung pro Port)
- 2x USB-C mit jeweils bis zu 140 W
- Sehr große PPS-Range mit 3,3 – 21 V, ideal für Samsung und Google Pixel
- USB PD 3.2 und AVS auf beiden USB-C-Ports, damit sehr zukunftssicher
- Für 27.000 mAh und 140 W vergleichsweise kompakt und leicht
Kontra
- Keine konstanten 140 W, Drosselung auf 100 W bereits bei +– 69 % Restladung
- Ladedauer von +– 2:05 h ist für diese Klasse eher unterdurchschnittlich
Kurzum: Ja, die Belkin UltraCharge Pro ist eine gute, aber auch nicht perfekte Powerbank. Diese ist schick und technisch modern. Allerdings, wenn es dir um die maximale Ladegeschwindigkeit geht, gibt es bessere Modelle im Handel.
















