Apple MacBook Air 13″ M5 im Test: Die bessere Alternative zum MacBook Neo?

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Apple hat den Notebook-Markt mit dem MacBook Neo aufgemischt. Nicht, weil das Neo das beste Notebook aller Zeiten ist, sondern weil es für rund 700 € sehr vernünftige Hardware liefert. Preis/Leistung ist normalerweise ein Punkt, den wir bei Apple eher weniger erwarten.

Allerdings gibt es im Schatten des Neo ein MacBook, das für viele Nutzer vielleicht sogar noch interessanter sein könnte: das MacBook Air M5.

Das Air M5 ist zwar leider durch diverse Preissteigerungen etwas teurer geworden, ist aber weiter mit 1200 – 1300 € für Apple-Verhältnisse recht bezahlbar. Dabei bietet dieses den doppelten Arbeitsspeicher, die doppelte Speicherkapazität und ist halt nicht das „Spar“-Notebook.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen, ob das Air M5 ein guter und vielleicht sogar besserer Deal ist als das Neo!

 

Das Apple MacBook Air 13″ M5 im Test

Eines der traditionell starken Features des MacBook Air sind die Abmessungen. So misst das Notebook in der Dicke gerade einmal 11,3 mm. Damit ist dieses extrem dünn!

Das Gewicht liegt bei 1,23 kg, was soweit OK ist. Allerdings ist damit das Air trotz des Namens kein absolutes Leichtgewicht. Wie leicht es wirklich geht, zeigt zum Beispiel das LG Gram 14.

Zum Vergleich:

max Dicke mm Gewicht in Kg
Apple MacBook Air M5 11,3 1,23
Geekom GeekBook X14 Pro 12,0 1,00
Apple MacBook Neo 12,7 1,23
Dell XPS 13 2026 12,7 1,00
ASUS ZenBook S14 12,9 1,20
Dell XPS 14 2026 14,6 1,36
ASUS ZenBook 14 14,9 1,28
Apple MacBook Pro 14.2″ M5 15,5 1,55
Lenovo ThinkBook 14x ILL 15,6 0,99
Honor MagicBook Pro 14 (2025) 16,9 1,39

 

Wenn du etwas suchst, wirst du Notebooks finden, die leichter sind als das Air, dünnere Notebooks hingegen sind sehr selten!

Das vergleichsweise hohe Gewicht liegt natürlich an der Materialwahl und der Verarbeitungsqualität. Das Air ist Apple-typisch komplett aus Metall gefertigt und wirkt trotz der geringen Dicke erfreulich stabil und „robust“.

Spaltmaße und Details der Verarbeitung sind dabei tadellos. Das Air ist hier mit das Beste, was du am Markt bekommen kannst!

Ist die Verarbeitungsqualität deutlich besser als beim Neo? Das Air fühlt sich einen Hauch hochwertiger an, aber die Unterschiede sind am Ende doch als gering zu bezeichnen, was auch für das MacBook Neo spricht.

 

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen des Air M5 wird es etwas dünn.

  • 2x USB 4 / Thunderbolt 4
  • 1x 3,5 mm Headset-Anschluss
  • 1x Apple MagSafe 3

Die Anschluss-Ausstattung des Air M5 ist zwar nicht großzügig, aber „akzeptabel“. So haben wir zwar nur 2x USB C, aber beide USB C Ports sind Thunderbolt 4 bzw. USB 4 Ports, sind also zu 40 Gbit, Monitor Out usw. in der Lage. Ein Thunderbolt Dock gleicht die knappe Port-Auswahl am Schreibtisch aber gut aus.

Du kannst zwar die USB C Ports auch zum Laden des Notebooks nutzen, musst es aber nicht, denn wir haben auch noch den magnetischen Apple MagSafe 3 Anschluss.

Mit im Lieferumfang des MacBook Air liegt zwar kein Netzteil, aber immerhin ein 3 Meter langes MagSafe 3 Kabel in passender Farbe. Welches Ladegerät sinnvoll ist, habe ich in einem eigenen Artikel zum Laden des MacBook Air geklärt – Empfehlungen findest du auch in meiner Bestenliste der besten USB Ladegeräte.

 

Das Display

Zwar nennt Apple das MacBook Air M5 „13“, aber mit 13,6 Zoll ist das Display dichter an 14 Zoll. Dies in Kombination mit Apples etwas wildem 20:13 Format lässt das Display merklich größer erscheinen, als du es von einem typischen 13 Zoll Vertreter vielleicht erwarten würdest.

  • 13,6 Zoll
  • 2560 x 1664 Pixel
  • 225 ppi
  • 60 Hz
  • IPS
  • 500 cd/m²

Dabei ist die Auflösung mit 2560 x 1664 großzügig, genau wie die von Apple beworbene maximale Helligkeit von 500 cd/m². 60 Hz sind soweit OK, aber „Standard“.

In der Praxis sieht das Display sehr gut aus! Es ist scharf, hell und Farben wirken wunderbar klar und brillant. Schauen wir aber auf die Messwerte:

  • 100 % sRGB
  • 85 % AdobeRGB
  • 96 % DCI-P3
  • 541 cd/m²
  • 1320:1

Dies sind tadellose Werte, welche das Display auch für Fotografen absolut geeignet machen. Damit ist das Display auch ein gutes Stück besser als das des MacBook Neo.

Dank der sehr hohen Helligkeit von 541 cd/m² ist das Notebook trotz des spiegelnden Displays auch Outdoor nutzbar.

 

Tastatur und Trackpad

Das Trackpad des Air M5 ist perfekt! Es ist groß, fühlt sich sehr gut am Finger an. Wir haben hier zwar kein Solid State Design, aber das hat mich 0 gestört. Viel besser geht es einfach nicht!

Auch die Tastatur ist absolut gelungen. Das Tippgefühl ist dicht an perfekt! Also auch für Vielschreiber ist das ein hervorragendes Notebook, auch wenn ich bei der Tastatur noch minimal Luft nach oben sehe. Hier habe ich schon Modelle von Dell und Lenovo gehabt, die minimal besser sind.

Aber das ist Meckern auf einem sehr hohen Level. Erfreulicherweise hat die Tastatur auch eine Beleuchtung, im Gegensatz zum Neo.

 

Die Lautsprecher

Apple kann absolut herausragende Lautsprecher bauen! Es ist oftmals einfach beeindruckend, was Apple aus den Lautsprechern in einem Notebook herausholt.

Allerdings hat Apple beim Air Platz-Probleme. So sind die Lautsprecher im Display-Scharnier versteckt. Diese spielen gegen den Monitor, welcher dann den Klang reflektiert. Daher bleibt der Klang gleich, egal wie der Untergrund aussieht.

Klanglich ist das Air 13 M5 gut, aber auch nicht überragend. Dieses wird ausreichend laut und die Lautsprecher sind wunderbar klar und brillant. Allerdings haben wir relativ wenig „Klang-Volumen“.

Ein MacBook Pro klingt signifikant kräftiger und voller. Auch das Neo hat einen Tick mehr „Klang-Volumen“, klingt aber nicht ganz so brillant.

Unterm Strich sind die Lautsprecher des Air ganz klar überdurchschnittlich, aber auch nicht überragend.

 

Der Apple M5 im Air

Apple setzt im Air M5, wie schon im Namen erwähnt, auf seinen eigenen „M5“ Prozessor, welchen wir z. B. aus dem großen MacBook Pro kennen.

  • 10 Core CPU
  • 4x Everest Gen4 „Super“ (4,61 GHz)
  • 6x Sawtooth Gen4 „Efficiency“ (3,05 GHz)
  • TSMC N3P

Zwar handelt es sich hier grundsätzlich um den gleichen „M5“ Chip wie im MacBook Pro, allerdings gibt es einen großen Unterschied.

Das MacBook Air M5 ist passiv gekühlt! Ja, das Notebook hat keinen Lüfter. Das führt aber auch dazu, dass der Prozessor vergleichsweise heiß läuft, gerade unter konstanter Last, was wiederum dazu führt, dass sich das Notebook verglichen mit dem MacBook Pro drosselt.

MacBook Air und MacBook Pro haben also grundsätzlich den gleichen Prozessor, aber durch die Kühlung ist das Pro bei konstanter Last ein Stück schneller.

Verglichen mit dem MacBook Neo ist der M5 natürlich ein gutes Stück flotter als der Smartphone-Prozessor, der im Neo genutzt wird. Das dicke Ding ist aber eher der Arbeitsspeicher!

  • Mindestens 16 GB RAM
  • Mindestens 512 GB SSD

Das MacBook Air hat in allen Versionen mit mindestens 16 GB den doppelten Arbeitsspeicher des Neo. Auch die SSD ist mit 512 GB etwas großzügiger als beim Base Neo.

Die 16 GB RAM sind verglichen mit den 8 GB des Neo auch durchaus spürbar im Alltag. Nicht, wenn du nur 1-2 Fenster offen hast, aber wenn du z. B. X Tabs im Browser + Office + Spotify usw. öffnest oder bei Foto-/Video-Bearbeitung sind die 16 GB klar im Vorteil.

Bei sehr intensiver Nutzung von z. B. Photoshop oder anderen professionellen Tools empfiehlt sich sogar ein Upgrade des Arbeitsspeichers auf 24 oder 32 GB. Dies musst du allerdings bereits bei der Bestellung erledigen, spätere Upgrades sind Apple-typisch nicht möglich.

Aber wie steht es um die Leistung?

Erfreulicherweise sehr gut! Der M5 bietet eine herausragende Single Core Leistung (die so ziemlich beste am Markt), weshalb Alltagsanwendungen auch sehr reaktionsschnell und flüssig laufen.

Ja, bei hohen Multi-Core-Lasten lässt das Air etwas Federn, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau. Gerade wenn wir die passive Kühlung bedenken, ist das beeindruckend!

Sofern dir also nicht der RAM oder Speicher ausgeht, ist das Air 13 M5 auch für Foto- und Video-Bearbeitung absolut geeignet.

 

Kein Lüfter = kein Lärm

Das MacBook Air M5 besitzt KEINEN Lüfter. Entsprechend ist das Notebook selbst bei intensiver Nutzung komplett leise.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des MacBook Air M5 ist ein Highlight! Die Kombination aus sehr energieeffizientem M5 Prozessor und dem 54 Wh großen Akku sorgte in meinem Test für Laufzeiten im Bereich 10 – 16 Stunden!

16 Stunden erreichen wir bei etwas gedimmtem Display und reduzierten Hintergrund-Anwendungen, ist aber im Alltag realistisch zu erreichen.

Im Bereich 10 Stunden landen wir bei hoher Display-Helligkeit und einer etwas „aggressiveren“ Nutzung.

Praktisch kannst du davon ausgehen, dass das Air ca. 2-4 Stunden mehr Laufzeit bietet als das MacBook Neo.

 

Fazit

Das Fazit zum Apple MacBook Air 13″ M5 fällt mir leicht! Apple hat hier ein hervorragendes Notebook auf den Markt gebracht, welches nahezu die perfekte Wahl für Office, Web, Reisen und auch Foto- und Video-Bearbeitung ist.

So haben wir hier ein extrem dünnes Notebook mit einem herausragenden Metall-Gehäuse und Apple-typisch tadelloser Verarbeitung. Das Display ist mit 100 % sRGB, 96 % DCI-P3 und über 540 cd/m² auch für Fotografen absolut geeignet und dank der hohen Helligkeit sogar Outdoor gut nutzbar.

Auch die Kombination aus dem hervorragenden M5 Prozessor, 16 GB RAM und 512 GB SSD als Basis-Konfiguration ist ein großer Pluspunkt gegenüber dem MacBook Neo. Gerade wenn du mehrere Anwendungen parallel nutzt, viel im Browser arbeitest oder Foto- und Video-Bearbeitung betreibst, wirst du die 16 GB RAM sehr zu schätzen wissen. Hinzu kommt eine wirklich beeindruckende Akkulaufzeit von 10 – 16 Stunden und eine komplett lautlose Nutzung dank passiver Kühlung.

Ganz ohne Kritik geht es aber auch beim Air M5 nicht. So sind wir zwar mit rund 1200 – 1300 € für Apple-Verhältnisse noch im „bezahlbaren“ Bereich, günstig ist das Air aber trotzdem nicht mehr. Erfreulicherweise hat Apple die Preise verglichen mit vielen Windows-Herstellern aber moderater angehoben, sodass das Air M5 im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Premium-Notebooks von Dell, HP und Co. sogar oft der günstigere Deal ist, danke „Speicherkrise“ … Wer die absolut höchste Dauer-Leistung braucht, sollte allerdings eher zum MacBook Pro greifen, da sich das Air unter konstanter Last durch die passive Kühlung etwas drosselt. Zudem musst du dich beim RAM- und Speicher-Upgrade bereits bei der Bestellung festlegen, da spätere Upgrades Apple-typisch nicht möglich sind.

Unterm Strich ist das Apple MacBook Air 13″ M5 für mich die spannendere Wahl gegenüber dem MacBook Neo, sofern dir der Aufpreis nicht wehtut. Du bekommst das bessere Display, den doppelten Arbeitsspeicher, die doppelte SSD, die längere Akkulaufzeit und die bessere Tastatur mit Beleuchtung. Für die meisten Nutzer ist das Air M5 damit das „rundere“ Gesamtpaket, welches auch langlebiger sein wird.

Apple MacBook Air 13" M5
Positiv
Extrem dünnes und hochwertiges Metall-Gehäuse (11,3 mm)
Tadellose Verarbeitungsqualität und Spaltmaße
Hervorragendes Display (100 % sRGB, 96 % DCI-P3, 541 cd/m²)
Auch Outdoor gut nutzbar
Perfektes Trackpad
Sehr gute, beleuchtete Tastatur
2x Thunderbolt 4 / USB 4 + zusätzlicher MagSafe 3
Herausragende Single-Core-Leistung des M5
16 GB RAM und 512 GB SSD als Basis
Sehr lange Akkulaufzeit (10 - 16 Stunden)
Negativ
Für ein „Air“ mit 1,23 kg kein absolutes Leichtgewicht
Nur 2x USB-C-Ports
Kein Netzteil im Lieferumfang
Lautsprecher gut, aber ohne großes Klang-Volumen
RAM und SSD nicht nachträglich aufrüstbar
90
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Michael Barton
Michael Barton
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