Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test

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Kamera Drohnen oder Quadrocopter haben eine gewisse Beliebtheit in den letzten Monaten/Jahren erreicht.

Bis vor einiger Zeit war aber dieses Hobby lediglich denen vorbehalten, welche bereit sind/waren eine Menge Geld in die Hand zu nehmen.

Auch aktuell kosten die richtig Großen und auch vermutlich ziemlich guten Quadrocopter immer noch 500€+. Aber gibt es für den Einstieg bzw. für das erste Probieren nicht günstigere Geräte? Ja die gibt es natürlich.

Eine dieser etwas günstigeren Geräte ist die X8C von s-idee bzw. Syma, welche aktuell ca. 110€ kostet inklusive 720P Kamera Modul.

In diesem kleinen Bericht möchte ich mein Erfahrungen mit diesem Modell mit Euch teilen. Wichtig ich bin ein absoluter Drohnen Anfänger! Vor diesem Modell haben ich lediglich so ein paar 20€ mini Spielzeugdinger geflogen. Das ist absolut nicht vergleichbar mit der X8C.

Schon beim Auspacken merkt man, dass die X8C ein etwas „ernsthafterer“ Quadrocopter ist, wenn auch die Verpackung mehr an ferngesteuerte Autos usw. erinnert als an ein Hightech Gerät.

Geliefert wird der Quadrocopter schon weitestgehend fertig zusammen gebaut, lediglich die Füße und der Stoßfänger fehlen, welche mit kleinen Schrauben montiert werden.

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Solltet Ihr beim Auspacken denken, dass diese fehlen würden, nein sie sind nur auf der Unterseite des Styropor Innenlebens geklebt (wo ich sie im ersten Moment auch nicht fand).

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Grundsätzlich liegt alles bei was Ihr für den Start benötigt, inklusive Speicherkarte (4GB) und Speicherkartenlesegerät für die Kamera.

Lediglich vier AA Batterien für die Fernsteuerung sind nicht beigelegt.

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Als Reserve, sollte es mal einen „kleinen“ Unfall geben, liegen vier weitere Rotoren mit in der Box als Reserve.

Aber das halte ich fast für eine „Fehlentscheidung“. Ich habe nun einige Flüge mit dem X8C absolviert und ich weiß nicht so recht wie man diese Rotoren kaputt bekommen soll? Die Füße oder Stoßfänger sind da eher gefährdet, aber die Rotoren haben keinen Kratzer.

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Nachdem Ihr den Quadrocopter zusammen gebaut habt, ladet den Akku mit dem beigelegten Ladegerät auf, das dauert eine Weile, in der Zeit rate ich Euch lest die Bedienungsanleitung!

Und wenn ich Euch sowas rate, ist das wirklich wichtig um herauszufinden wie man den Kameraden trimmt usw. (Trimmen = Ausgleichen sollte der Quadrocopter einen Drall haben).

Rein theoretisch ist das Fliegen sehr einfach, Ihr legt den Akku ein, schaltet den X8C und die Fernbedienung ein, schiebt beide „Joysticks“ einmal nach oben zum Koppeln und los geht’s.

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Der linke Controller ist für den Schub/Höhe bzw. zum drehen und der rechte für die Richtung.

Erneut wichtig, ich bin ein totaler Anfänger wie vielleicht viele von Euch und dementsprechend beschreibe ich meine Erfahrungen auch als solcher.

Grundsätzlich war ich sehr überrascht wie viel Power die Kiste entwickeln kann. Gerade mit vollem Akku kann der X8C richtig Gas geben. Aber das ist auch der Hauptunterschied zu diesen Mini Quadrocoptern, welche ich bereits besaß, der X8C kann nicht nur schnell und unkontrolliert durch die Gegend düsen, sondern wenn man die Sache etwas ruhiger angeht, kann man sehr genau fliegen.

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Auch wenn der X8C nicht der Kleinste ist und natürlich für außen gedacht ist, wäre es sogar möglich ihn durch ein größeres Wohnzimmer schweben zu lassen, vorsichtig versteht sich.

Nach dem ersten leeren Akku hatte ich bereits das Gefühl den X8C halbwegs unter Kontrolle zu haben. Also man lernt das Fliegen echt schnell!

Man darf aber auch nicht übermütig werden, gerade wenn man etwas zuviel Gas in eine Richtung gibt, kann es echt schwer werden den Quadrocopter wieder einzufangen.

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Grundsätzlich kann man den X8C bei korrekter Trimmung und Windstille nahezu komplett ruhig in der Luftstehen lassen, allerdings muss man immer etwas Gegenlenken. Also Gas geben, Fernbedienung ablegen und der Quadrocopter bleibt in der Luft stehen, ist nur bedingt möglich (wobei ich dies bei perfekter Trimmung nicht mal ausschließen würde).

Der größte Feind des X8C ist Wind, klar eine kleine Briese auf 5-8 Metern ist kein Problem zu händeln, auch für einen Anfänger wie mich.

Allerdings auf höheren Höhen sieht die Welt anders aus. Wind war auch für meinen bisher einzigen „harten“ Absturz verantwortlich. Wie man so als Anfänger ist, überschätzt man sich schnell und ich habe den X8C für gute Bilder auf ca. 20-30m Höhen fliegen lassen, also ziemlich hoch wie ich fand, in welcher der X8C von einer Windböe erwischt wurde.

Gegen wirklich starken Wind hat man auf dieser Höhen kaum Chancen, zu mindestens ich nicht. Kurzum der X8C wurde abgetrieben und ehe er komplett aus meiner Sicht verschwand, habe ich ihn hinterm Nachbarhaus auf die Wiese „fallen“ lassen.  Wohlgemerkt aus bestimmt 20 Metern Höhe.

Was denkt man sich als Amateur? Oh scheiße, jetzt ist das Ding hinüber, aber nein, dem X8C ist trotz so einem harten Absturz NICHTS! passiert.

Was lernt man daraus, überschätzt Euch beim Fliegen nicht, aber sollte dennoch mal was passieren, der X8C verzeiht auch mal eine harte Landung.

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Wie viel Platz benötigt man eigentlich für so einen Quadrocopter zum Fliegen?

Wie gesagt, es ist mit viel Ruhe und Geduld möglich den X8C indoor zu fliegen, was ich aber eher als starten/landen üben sehe, als wie wirkliches fliegen.

Im Optimalfall habt Ihr eine große Wiese ohne Bäume oder Derartiges, dann kann man den X8C problemlos auch richtig hoch und auch etwas schneller fliegen lassen. Im heimischen Garten mit limitiertem Platzangebot ist das Fliegen natürlich auch möglich, sofern Ihr nicht zu hoch geht.

Probleme mit der Reichweite oder Verbindungsqualität der Fernbedienung hatte ich während meiner Flugstunden bisher noch keine.

Kommen wir einmal zur integrierten Kamera. S-Idee bewirbt diese mit „HD Qualität überträgt das aufgenommene Videosignal direkt auf die Micro SD Karte“. Videos werden mit 1280 x 720 Pixel bei 30 Bildern die Sekunde aufgenommen und Standbilder mit 2560 x 1440.

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Grundsätzlich funktioniert die Kamera, einfach die Micro SD Karte einschieben (4GB werden mitgeliefert) und die Schieber an der Fernbedienung nach oben für Bilder und nach unten für Videos schieben.

Etwas ungünstig ist, dass man nur schwer erkennt ob die Kamera gerade aufnimmt oder nicht. Es gibt Zwar ein Licht welches grün oder rot leuchtet, aber dieses ist von unten nur schwer zu erkennen.

Die Bildqualität der Kamera ist na ja. Der komplette Quadrocopter kostet 110€ dem entsprechend ist die Bildqualität wirklich mäßig, Videos gehen halbwegs, Bilder sind nicht gut.

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Wobei hier eher das Problem die Belichtung ist. Die Kamera neigt zum über- oder unterbelichten, je nachdem ob sie gerade mehr in den Himmel schaut oder auf den Boden.

Langfristig das Interessanteste ist eine „Action Kamera“ wie zum Beispiel eine Go Pro an an dem X8C zu befestigen, was auch möglich ist! Die mitgelieferte Kamera lässt sich dafür entfernen.

Aber für ein paar erste Aufnahmen reicht natürlich die beigelegte Kamera auch aus. Ebenso reicht die mitgelieferte 4GB Speicherkarte für eine Weile Video aus. Eine Minute Video benötigt ca. 135MB Speicher.

Noch etwas zur Tonaufzeichnung. Wirklich viel Ton hört man nicht, sondern meist nur lautes Surren der Rotoren, dennoch trägt der Ton zur „Stimmung“ bei.

Kommen wir zum Abschluss noch zum Akku. Dieser besitzt eine Kapazität von 2000mAh bei 7,2V und soll laut S-Idee ca. 8-10 min halten.

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Das kommt auch so hin, ich persönlich würde auf 5-10 Minuten tippen, je nachdem ob man filmt oder wie schnell man fliegt usw..

Aber wer dieses Hobby etwas intensiver betreiben will, sollte über einen Zweitakku nachdenken. Dieser Kostet faire 17€.

Der X8C verliert im Übrigen bei niedrigem Akkustand etwas an „Power“, man hat bis zum Ende natürlich keine Probleme den X8C steigen zu lassen oder sonst wie zu kontrollieren, aber man merkt das er etwas träger wird.

Bei niedrigem Akkustand beginnen die Lichter an der Drohne zu blinken, dann solltet Ihr langsam zum Ende kommen. Aber auch bei leerem Akku fällt der Quadrocopter nicht einfach vom Himmel, sondern sinkt langsam zu Boden.

 

Fazit

Starten wir mit dem Preis, ist der X8C von s-idee bzw. Syma 110€ Wert? Ja definitiv! Mit ein wenig Übung kann man den Quadrocopter sehr gut und präzise steuern. Der X8C hat auch bei mir seine Robustheit unter Beweis gestellt, ein paar etwas härtere Landungen auf Wiesen stellen zumindest kein Problem dar und selbst wenn, man kann fast alles dieses Quadrocopters einzeln nachkaufen.

Quadrocopter X8C von s-idee bzw. Syma im Test Review Kamera Drohne

Nach nun einigen Flugstunden hatte ich bisher noch keine Probleme mit dem X8C und bin generell sehr zufrieden. Wer allerdings glaubt den Quadrocopter auszupacken und sofort in vollem Tempo los legen zu können, irrt(sofern Ihr Anfänger seid). Trotz vieler Stabilisatoren usw. benötigt das Fliegen doch etwas an Übung, die Lernkurve ist allerdings ziemlich steil und schon nach einigen Minuten bekommt man langsam den Dreh raus.

Daher ein tolles „Spielzeug“ für relativ kleines Geld, lediglich würde ich empfehlen noch einen zweiten Akku anzuschaffen, für einen etwas ausdauernden Flugspaß.

Quadrocopter X8C Forscher Syma X8C

Michael Barton
Michael Barton
Hi, ich bin der Gründer und Betreiber von Techtest.org. Ursprünglich war Techtest nur ein Hobby Projekt, mittlerweile ist die Leidenschaft für Technik aber mein Beruf geworden. Vielen Dank fürs Lesen und den Besuch!

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