Olight hat mit der Ostation 2 ein außergewöhnliches Batterie-Ladegerät auf den Markt gebracht. So handelt es sich hier um eine Ladestation, welche über mehrere „Tanks“ verfügt, aus denen Batterien automatisch herausgeholt und geladen werden. Die geladenen Batterien werden dann in der Ladestation gelagert. So kann diese bis zu 12 AA und 12 AAA Akkus laden/aufnehmen.
Kaputte Akkus werden dabei automatisch aussortiert und ausgeworfen. Dabei unterstützt die Olight Ostation 2 klassische NI-MH Akkus wie auch Lithium-basierte AA/AAA Akkus.
Damit ist die Ladestation ideal, wenn du einen größeren Vorrat an AA und AAA Akkus besitzt. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Olight Ostation 2 und wie gut funktioniert das Konzept? Finden wir es heraus!
Die Olight Ostation 2 im Test
Bei der Olight Ostation 2 handelt es sich um eine ca. 217 x 90 x 161 mm große Box.
Diese besteht komplett aus Kunststoff, teils schwarz, teils semi-durchsichtig. Die Ostation 2 gibt es in zwei Versionen: einerseits die normale Version, die ich hier auch im Test habe, andererseits eine Pro-Version.
Letztere verfügt über einen Touchscreen auf der Front. Die normale Version hat lediglich vier Status-LEDs auf der Front und eine weitere auf der Rückseite.
Auf der Rückseite befinden sich auch eine Taste für die Kopplung mit der App sowie der USB-C-Port. Dieser wird für die Energieversorgung genutzt – sehr gut!
Eingang, Ausgang und Abfall
Die Olight Ostation 2 besitzt mehrere Fächer. So hast du auf der Oberseite jeweils ein Fach für AA- und ein Fach für AAA-Akkus.
Im unteren Bereich hast du nochmals jeweils ein Fach für die geladenen Akkus sowie ein gesondertes Fach für „kaputte“ Akkus bzw. Akkus, welche die Ladestation nicht laden kann.
Für NI-MH und Lithium-Akkus*
Grundsätzlich unterstützt die Olight Ostation 2 NI-MH- und Lithium-AA/AAA-Akkus. Allerdings gibt es hier eine wichtige Einschränkung! Während die Ostation 2 grundsätzlich alle NI-MH-Akkus unterstützt, werden Lithium-AA/AAA-Akkus nur von Olight selbst unterstützt.
Dies kann ich leider bestätigen: Lithium-AA- und AAA-Akkus von EBL, Zepath, PUJIMAX und Linogy wurden in den „Defekt“-Auswurf befördert. Schade! Allerdings auch in einem gewissen Rahmen verständlich, das Laden von Lithium-AA/AAA-Akkus scheint nicht genormt zu sein, auch wenn viele Hersteller ein ähnliches Prinzip nutzen.
Auch NI-MH-Akkus werden relativ schnell aussortiert, wenn diese zu tief entladen sind. Ich kenne da eine Handvoll Ladegeräte, die noch versuchen würden, diese wiederzubeleben.
Ob das sinnvoll ist, lasse ich mal dahingestellt, suchst du aber ein Ladegerät, das gnadenlos jeden tiefentladenen Akku versucht zu laden, dann bist du hier falsch. Ansonsten hat die Ostation 2 meine „guten“ NI-MH-Akkus ohne Probleme geladen.
4 Akkus auf einmal
Du kannst zwar bis zu 13 AA und 14 AAA Akkus in die Ostation 2 einlegen, aber es werden immer nur 2x AA und 2x AAA Akkus auf einmal geladen. Sind diese geladen, holt sich die Ladestation automatisch die nächsten Akkus und arbeitet diese so nacheinander ab.
Polarität egal
Erfreulicherweise ist bei der Ostation 2 die Polarität der Akkus egal! Egal wie herum du die Akkus einlegst – diese werden geladen.
Olight App-Support
Die Ostation 2 unterstützt auch die Olight App. Die Olight App ist etwas verschachtelt und offen gesagt nicht ganz so nützlich, wie ich gehofft habe. So kannst du in der App einfach nur sehen, wie der Ladestand der aktuell ladenden Akkus ist.
Zudem kannst du ein paar grundlegende Einstellungen festlegen – das war es. Ich hätte mir hier gewünscht, dass vielleicht auch noch mitgeloggt wird, wie viel Energie in einen Akku geladen wird oder Ähnliches, aber das gibt es leider nicht.
Ladegeschwindigkeit
Bei mir im Test dauerte das Laden von 2x AA und 2x AAA Akkus rund 2:10 h.
Für das Laden von NI-MH-Akkus ist das recht schnell!
Fazit
Die Olight Ostation 2 ist ein wirklich cleveres Produkt, das ein Problem löst, über das wohl jeder Nutzer von AA- und AAA-Akkus irgendwann gestolpert ist. Der Überblick über den Ladestand eines größeren Akku-Vorrats geht schnell verloren. Das vollautomatische Konzept – Akkus einwerfen, laden lassen, fertig geladene Akkus entnehmen – funktioniert in der Praxis überraschend gut und macht schlicht Spaß. Besonders das automatische Aussortieren defekter Akkus und die polaritätsunabhängige Einlegung sind Komfortfeatures, die man nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte. Auch die Ladegeschwindigkeit von rund 2 Stunden für vier Akkus gleichzeitig kann sich sehen lassen.
Dennoch gibt es zwei Punkte, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Der Lithium-Support ist in der aktuellen Form leider nur eine halbe Sache: Wer nicht ausschließlich Akkus von Olight selbst verwendet, wird seine Lithium-AA/AAA-Akkus im Defekt-Fach wiederfinden, egal ob von EBL, Zepath oder anderen bekannten Herstellern. Da ein einheitlicher Ladestandard für Lithium-Rundzellen schlicht fehlt, ist das technisch nachvollziehbar, für den Alltag aber dennoch ein spürbarer Wermutstropfen. Wer ein buntes Sortiment an Lithium-Akkus verschiedener Marken betreibt, sollte das vor dem Kauf im Hinterkopf behalten.
Auch die App-Integration bleibt hinter ihrem Potenzial zurück. Die Olight App erfüllt ihren Zweck, zeigt den aktuellen Ladestand der Akkus im Betrieb und bietet grundlegende Einstellungen – mehr aber auch nicht. Verbrauchsstatistiken, Ladezyklen-Tracking oder eine Übersicht über den Zustand einzelner Akkus wären bei einem smarten Gerät dieser Kategorie wünschenswert gewesen.
Unterm Strich ist die Ostation 2 aber ein Produkt, das sein Kernversprechen einlöst und das Konzept des automatisierten Akku-Managements wirklich durchdacht umsetzt. Wer hauptsächlich NI-MH-Akkus lädt und einen Vorrat von 20+ Zellen verwaltet, bekommt hier eine komfortable Lösung, die ich so auf dem Markt kaum ein zweites Mal sehe. Daumen hoch für das Konzept!








