Alienware 15 vorgestellt: Premium-Gaming-Laptop für ein breiteres Publikum

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Dell hat heute mit dem Alienware 15 einen neuen Gaming-Laptop vorgestellt, der das Alienware-Lineup nach unten erweitert und damit eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen soll. Nach dem ebenfalls preislich attraktiven QD-OLED-Monitor AW2726DM, den Alienware bereits im April auf den Markt gebracht hat, ist das die nächste Maßnahme, mit der die Marke ihr Versprechen vom CES 2026 einlöst: Alienware-Qualität für mehr Gamer zugänglich zu machen.

Der Preis startet bei 1.299 US-Dollar für die AMD-Version und 1.349 US-Dollar für die Intel-Variante. Damit positioniert sich der Alienware 15 deutlich unter den Aurora- und Area-51-Modellen, die das Lineup nach oben abrunden.

Alienware 15 – Die wichtigsten Eckdaten

Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Specs auf einen Blick:

  • CPU: AMD Ryzen 5 220 / Ryzen 7 260 oder Intel Core 5 (Series 2) 210H / Core 7 (Series 2) 240H
  • GPU: NVIDIA GeForce RTX 3050, RTX 4050, RTX 5050 oder RTX 5060 (Laptop)
  • Display: 15,3 Zoll, WUXGA (1920×1200), 16:10, 165 Hz, 300 Nits, sRGB 62,5 %
  • RAM: Bis zu 32 GB DDR5-5600 (2x SO-DIMM, vom Nutzer austauschbar)
  • Speicher: Bis zu 1 TB PCIe Gen 4 NVMe SSD (M.2, vom Nutzer austauschbar)
  • Akku: 54 Wh (4-Zellen) oder 70 Wh (3-Zellen)
  • Anschlüsse: RJ-45, HDMI 2.1, 2x USB-A 3.2 Gen 1, 1x USB-C 3.2 Gen 2 (DP 1.4a, PD bis 100 W), 1x USB-C 3.2 Gen 1, 3,5-mm-Klinke
  • WLAN: Wi-Fi 6 + Bluetooth 5.2 (MediaTek MT7920)
  • Gewicht: 2,25 kg
  • Maße: 349,5 x 250,3 x 22,95 mm
  • Preis: Ab 1.299 USD (AMD) / 1.349 USD (Intel)

Performance – AMD Ryzen 200 oder Intel Core Series 2

Beim Alienware 15 hast du die Wahl zwischen zwei Plattformen. Auf der AMD-Seite kommen entweder der Ryzen 5 220 (6 Kerne, bis 4,9 GHz) oder der Ryzen 7 260 (8 Kerne, bis 5,1 GHz) zum Einsatz. Auf der Intel-Seite gibt es den Core 5 210H (8 Kerne, bis 4,8 GHz P-Core) oder den Core 7 240H (10 Kerne, bis 5,2 GHz P-Core). Die CPU-TDP liegt bei beiden Plattformen bei bis zu 30 W.

Bei den Grafikkarten setzt Alienware auf eine breite Palette an NVIDIA-GeForce-RTX-Optionen. Vom Einstieg mit der RTX 3050 (6 GB GDDR6) über die RTX 4050 (6 GB GDDR6) bis hin zu den neuen 50er-Modellen RTX 5050 und RTX 5060 (jeweils 8 GB GDDR7) ist alles dabei. Die TGP liegt bei den 30er- und 40er-Modellen bei 70 W, die 50er-Modelle dürfen sich bis 85 W gönnen.

In Kombination mit NVIDIA Dynamic Boost erreichen die Top-Konfigurationen mit RTX 5050 oder RTX 5060 eine Total Performance Power von bis zu 110 W. Das ist für die Klasse durchaus ordentlich.

Ein wirklich erfreulicher Punkt: Sowohl der Arbeitsspeicher als auch die SSD sind vom Nutzer austauschbar. So kannst du den Laptop relativ entspannt mit der Zeit aufrüsten, statt zum Kauf direkt die teure Top-Konfiguration nehmen zu müssen.

 

Display – 15,3 Zoll im 16:10-Format

Statt des klassischen 16:9-Formats setzt Alienware beim Display auf ein 16:10-Seitenverhältnis mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Damit hast du etwas mehr vertikalen Platz, was beim Arbeiten, Browsen und auch in vielen Spielen angenehm ist.

Die 165 Hz Bildwiederholfrequenz sollte für die meisten Titel mehr als ausreichen, gerade in Kombination mit den verbauten GPUs. Die Helligkeit von 300 Nits ist solide, der Farbraum von sRGB 62,5 % ist allerdings eher ein Hinweis darauf, dass wir hier bei einem Einstiegs-Gaming-Laptop sind – für ernsthafte Bildbearbeitung ist das eher nicht die richtige Wahl.

Auf der AMD-Variante (DA15265) gibt es zusätzlich AMD FreeSync zur Tearing-Reduzierung.

 

Kühlung – Cryo-Tech und Cryo-Chamber

Bei der Kühlung greift Alienware auf die hauseigene Cryo-Tech-Technologie zurück. Konkret heißt das: 2 Lüfter mit insgesamt 146 Lüfterblättern, 3 Kupfer-Heatpipes und ein dedizierter Auslass auf der Rückseite, der die warme Luft aus dem Gehäuse befördert.

Spannend ist die Cryo-Chamber-Struktur, die allerdings den Konfigurationen mit RTX 5050 oder RTX 5060 vorbehalten ist. Diese sorgt für eine verbesserte Luftzufuhr von unten und damit für eine fokussiertere Kühlung der Komponenten. Die Einstiegsvarianten mit RTX 3050 oder RTX 4050 müssen ohne diese auskommen.

Ob das in der Praxis dann wirklich spürbar ist und wie laut die Lüfter unter Volllast werden, müssen erste Tests zeigen.

 

Gehäuse und Verarbeitung – Nova Black trifft auf 180°-Scharnier

Das Gehäuse setzt auf einen Polycarbonat-Kunststoff in einem neuen Farbton namens Nova Black, der laut Alienware einen metallischen Schimmer mitbringen soll. Optisch lehnt sich der Laptop an die AW30-Designsprache an, die wir auch von den größeren Alienware-Modellen kennen.

Mit 2,25 kg Gewicht und einer Höhe von 22,95 mm ist der Laptop für die Klasse durchaus akzeptabel portabel. Besonders erwähnenswert ist das 180°-Scharnier, das dir erlaubt, das Display flach auf den Tisch zu legen. Ob du das nun brauchst oder nicht, sei dahingestellt – aber es zeigt, dass Alienware hier auf eine robuste Mechanik setzt.

Apropos robust: Alienware verspricht hier die gleichen internen Tests wie bei den Flaggschiffmodellen. Konkret:

  • 20.000 Öffnungs- und Schließzyklen für das Scharnier
  • 40.000 Tastenanschläge pro Taste
  • Spritzwasserschutz bis zu 60 ml verschüttete Flüssigkeit
  • Falltest aus bis zu 45 cm auf allen sechs Seiten und vier Ecken

Das ist keine MIL-STD-810-Zertifizierung im klassischen Sinn, aber für einen Gaming-Laptop in dieser Preisklasse trotzdem ein guter Hinweis darauf, dass nicht an der Stabilität gespart wurde.

Anschlüsse – Erfreulich vollständig

Bei den Anschlüssen sieht es richtig gut aus. Alienware hat hier nicht den Fehler gemacht, an den Ports zu sparen. So haben wir:

Links:

  • 1x Power/DC-In
  • 1x RJ-45 Ethernet
  • 1x HDMI 2.1 (direkt an die dGPU angebunden)
  • 2x USB-A 3.2 Gen 1
  • 1x USB-C 3.2 Gen 2 mit DisplayPort 1.4a und USB-C Charging bis 100 W

Rechts:

  • 1x 3,5-mm-Headset-Klinke
  • 1x USB-C 3.2 Gen 1

Gerade der RJ-45-Port ist für Gaming-Laptops nicht mehr selbstverständlich und ein klares Plus, wenn dir geringer Ping wichtig ist. Auch HDMI 2.1 ist die richtige Wahl, wenn du den Laptop an einen externen Monitor mit 4K@120 Hz oder ähnlich anschließen willst.

Die Tatsache, dass der USB-C-Port links Power Delivery bis 100 W unterstützt, ist ebenfalls sehr praktisch. So kannst du den Laptop unterwegs auch mit einem USB-C-Ladegerät betreiben, sofern du nicht die volle Performance brauchst. Volle Leistung gibt es dann über das 180-W-Netzteil (bei RTX 5050/5060) bzw. das 130-W-Netzteil (bei RTX 3050/4050).

 

Tastatur, Touchpad und Stealth-Mode

Die Tastatur ist weiß hintergrundbeleuchtet und hat einen Tastenhub von 1,3 mm. Erfreulich: Es gibt einen vollwertigen Nummernblock, der bei 15-Zoll-Laptops keine Selbstverständlichkeit ist.

Das Touchpad misst 4,53 x 3,15 Zoll (115 x 80 mm), unterstützt Multi-Touch-Gesten und hat laut Alienware eine fingerabdruckresistente Oberfläche.

Eine nette Funktion ist der Stealth-Mode, den du über die F7-Taste aktivieren kannst. Damit schaltet der Laptop in einen Quiet-Mode, in dem die Lüfter zurückgefahren werden – ideal, wenn du den Laptop für Office-Aufgaben oder im Stream nutzt und nicht das Lüfter-Geräusch im Mikrofon hören möchtest. Logischerweise sinkt damit auch die Performance, aber das sollte für nicht-Gaming-Aufgaben kein Problem sein.

Die Webcam löst mit 720p HD bei 30 FPS auf, was 2026 inzwischen wirklich nicht mehr der Standard sein sollte. Ein 1080p-Sensor wäre hier definitiv die bessere Wahl gewesen. Die Dual-Array-Mikrofone sind dafür mit an Bord.

 

Preis und Verfügbarkeit

Der Alienware 15 ist ab sofort auf Alienware.com erhältlich. Die Preise:

  • Alienware 15 (AMD): ab 1.299 US-Dollar
  • Alienware 15 (Intel): ab 1.349 US-Dollar

Wichtig: Die RTX-3050-Konfiguration kommt laut Alienware erst etwas später und nur in ausgewählten Regionen.

In Deutschland startet das Notebook ab 998,99€ im Dell Store – https://www.dell.com/de-de/shop/gaming-and-games/alienware-15-gaminglaptop/spd/alienware-da15265-gaming-laptop/da15265_cto1

 

Einordnung

Mit dem Alienware 15 wagt sich die Marke in eine Preisklasse, in der bisher vor allem Modelle der Dell-G-Serie oder die Konkurrenz von Lenovo (Legion), ASUS (TUF/ROG) und MSI vertreten waren. Auf dem Papier sieht der Laptop spannend aus: Solide CPU-Optionen, eine breite GPU-Palette, ein anständiges Display, viele Ports und das volle Alienware-Designpaket.

Ob das Gesamtpaket dann auch in der Praxis überzeugt, müssen erste echte Tests zeigen.

Alienware kündigt zudem an, auf der Computex 2026 weitere Produkte zu zeigen, und stellt für den 1. Juni eine weitere Ankündigung in Aussicht. Es bleibt also spannend.

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Michael Barton
Michael Barton
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