Aura Aspen im Test – Premium-Bilderrahmen mit unbegrenzter Cloud als alternative zu Frameo und co.

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Es gibt bei digitalen Bilderrahmen einen nervigen Trend. So wollen immer mehr Hersteller dir ein Abo unterschieben, damit du die digitalen Bilderrahmen nutzen kannst oder alle Funktionen hast.

Daher freut es mich, wenn ein Hersteller mit Folgendem wirbt:

„Nein, es gibt keine Abonnements oder Gebühren für Ihren Aura-Bilderrahmen. Sie erhalten kostenlosen, unbegrenzten Speicherplatz für Fotos und Videos sowie regelmäßige Funktionsupdates – ohne zusätzliche Kosten.“

Wie du dem entnehmen konntest, geht es um den Hersteller Aura, welcher ein großes Line-up an digitalen Bilderrahmen anbietet.

Hierzu zählt auch der Aura Aspen, ein Modell mit 12-Zoll-Display. Allerdings ist dieser mit 250 € auch schon etwas teurer.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob der Aura Aspen überzeugen kann und wie dieser sich im Vergleich zu den Modellen von Arzopa schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Aura, welche mir den Aspen für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Aura Aspen im Test

Rein haptisch und optisch gehört der Aura Aspen zu den hochwertigeren digitalen Bilderrahmen, die ich bisher in den Fingern hatte.

So setzt dieser zunächst auf das typische „Bilderrahmen“-Design. So haben wir zunächst einen schmalen äußeren Rahmen in Schwarz oder „Clay“-Farbe. Neben diesem gibt es aber einen inneren in „Papier“-Optik, ehe dann erst das eigentliche Display-Panel kommt.

Grundsätzlich finde ich dieses Design schick und wohnzimmerfreundlich. Allerdings ist der innere Rahmen beim Aura Aspen vielleicht etwas groß geraten. Hierdurch ist der Bilderrahmen recht „gewaltig“ für ein Modell mit 12-Zoll-Panel. So misst der Aspen 32,3 × 25,7 × 2,8 cm.

Qualitativ gibt es aber nichts zu bemängeln, ganz im Gegenteil. Auch der Standfuß ist aus massivem Metall und erlaubt ein vertikales oder horizontales Aufstellen des Rahmens.

Leider ist allerdings ein Aufhängen des Bilderrahmens nicht möglich, schade!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir lediglich den Anschluss für das Netzteil, keine USB- oder Speicherkarten-Ports.

 

Kostenfreier Cloud-Speicher?

Interessanterweise gibt Aura beim Aspen nicht an, wie groß der interne Speicher ist, da dies theoretisch nicht relevant ist.

So bietet der Aura Aspen kostenfreien, unbegrenzten Cloud-Speicher.

Unsere Bilderrahmen nutzen den sicheren Cloud-Speicher von Aura und ermöglichen es Ihnen, eine unbegrenzte Anzahl an Fotos und Videos über die App, E-Mail, das Internet, den In-App-Scanner oder direkt von Ihrer Kamerarolle aus hinzuzufügen.

Natürlich ist die Cloud immer so eine Sache, siehe Datenschutz usw., aber erst einmal ist dies ein sehr gutes und erfreuliches Angebot.

Da kannst du Bilder und Videos auf den Bilderrahmen übertragen, ohne dir Sorgen wegen des Speichers machen zu müssen. Allerdings ist dies praktisch bei den meisten anderen Modellen auch nicht das große Problem. Die Bilderrahmen skalieren die Bilder auf eine effiziente Auflösung herunter. Dann benötigen diese nur sehr wenig Speicher. Selbst mit 16 GB Speicher lassen sich effektiv Tausende Bilder speichern.

Theoretisch geht hier beim Aspen aber noch mehr. Wir müssen nur hoffen, dass dieses Angebot auch dauerhaft bestehen bleibt und nicht doch im Nachhinein ein Abo eingeführt wird.

 

App und Funktionsumfang

Am Bilderrahmen selbst kannst du praktisch nichts einstellen. Du kannst zwischen Bildern hin- und herwechseln, wie auch „Gefällt mir“ markieren, aber alle anderen Einstellungen müssen über die Aura-App getätigt werden.

In der Aura-App musst du dich zunächst registrieren. Anschließend verbindest du den Rahmen mit der App/dem Account wie auch mit deinem WLAN-Netz.

Das Ganze hat bei mir absolut problemlos funktioniert und ist auch für weniger technikaffine Nutzer gut machbar.

Anschließend kannst du beliebig viele Bilder und Videos auswählen, die dann auf den Bilderrahmen bzw. auf die Cloud und von dort aus auf den Rahmen übertragen werden. Dies ging bei mir erfreulich schnell, hängt aber sicherlich auch von deiner Internetverbindung ab.

Bilder und Videos werden dabei in ein großes Album geladen. Es gibt keine einzelnen benutzerdefinierten Alben oder „Playlisten“. Alle übertragenen Bilder werden immer in einer gewissen Rotation wiedergegeben.

Wahlweise chronologisch oder in einer zufälligen Reihenfolge. Jedes Bild kann dabei zwischen 15 Sekunden und 24 Stunden angezeigt werden.

Über die App kannst du auch Bilder löschen oder vom Rahmen ausblenden. Du kannst auch ein Bild auswählen, das „jetzt“ angezeigt werden soll.

Verschiedene Übergänge oder erweiterte Funktionen wie Alben gibt es leider nicht. Die App ist recht einfach gehalten, aber funktional ist hier nichts zu bemängeln.

 

Rahmen freigeben

Natürlich ist es möglich, den Bilderrahmen für mehrere Benutzer freizugeben bzw. du kannst sogar per Mail Bilder an den Bilderrahmen senden.

Dies funktioniert über das Internet von „der ganzen Welt aus“.

 

Das Display

Das Herzstück des Aura Aspen ist das 12-Zoll-Display. Dieses löst mit 1600 × 1200 Pixeln auf und setzt auf eine matte Oberfläche. Abseits dieser Information gibt es keine weiteren technischen Daten.

Anhand der Bildqualität würde ich aber von einem IPS-Panel ausgehen.

Grundsätzlich würde ich das Display und dessen Qualität als gut einstufen! Die Auflösung von 1600 × 1200 Pixeln ist zwar nicht übermäßig großzügig, aber auf 12 Zoll ausreichend. Aus normaler Blickdistanz macht dieses einen scharfen und klaren Eindruck.

Auch die Farben sind gelungen. Viele digitale Bilderrahmen tendieren zu einem etwas kalten Bild, nicht so der Aura Aspen. Dieser hat eine sehr neutrale bis vielleicht minimal wärmere Abstimmung. Dies begrüße ich, da so das Bild weniger „künstlich“ wirkt.

Von der generellen Farbdarstellung ist dies eines der besten Modelle, das ich bisher gesehen habe.

Bei der Helligkeit bietet der Aspen ein gutes Standardmaß. Aufgrund des matten Panels sind Spiegelungen kein großes Problem, und sofern du nicht prallen Sonnenschein auf dem Display hast, ist dieses ausreichend hell.

Kurzum: Das Display des Aura Aspen ist jetzt kein OLED-Panel oder etwas absolut Außergewöhnliches, aber für einen digitalen Bilderrahmen in der bis-250-€-Preisklasse gibt es hier nichts zu meckern.

 

Nachtmodus / Automatisches An/Aus

In der App kannst du eine Von-bis-Uhrzeit festlegen, in welcher der Bilderrahmen automatisch abgeschaltet wird. Effektiv handelt es sich um einen Nachtmodus.

Alternativ hat der Bilderrahmen auch eine Automatik. So kann sich der Rahmen automatisch abschalten, wenn das Umgebungslicht zu dunkel wird. Erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut! Ist in einem Raum noch eine Lampe an, bleibt auch der Bilderrahmen aktiv. Dunkelst du den Raum komplett ab, geht der Rahmen aus.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Stromverbrauch zu sprechen.

Im normalen Betrieb benötigt der Bilderrahmen um die 4–8 W, je nach Helligkeit.

Im „Nachtmodus“ mit ausgeschaltetem Display liegt der Verbrauch bei ca. 3 W.

Gegen die 4–8 W im aktiven Betrieb habe ich nichts, das ist soweit im typischen Rahmen für ein Modell in dieser Größenklasse. Im Nachtmodus ist der Verbrauch allerdings etwas hoch. Hier brauchen andere Modelle meist eher 1–2 W.

 

Fazit

Der Aura Aspen gehört gemeinsam mit den Arzopa-Modellen zu den besten digitalen Bilderrahmen, die ich bisher im Test hatte!

So kombiniert dieser hochwertige Verarbeitung, ein sehr wohnzimmertaugliches Design, ein starkes Display mit einer sehr einfachen und unkomplizierten Nutzung.

Besonders positiv fällt auch das konsequent abo-freie Konzept auf. Unbegrenzter Cloud-Speicher ohne laufende Kosten ist in dieser Produktkategorie mittlerweile alles andere als selbstverständlich und ein echtes Kaufargument. Die App ist bewusst einfach gehalten, funktioniert zuverlässig und ist auch für wenig technikaffine Nutzer problemlos zu bedienen. Funktionen wie der gut arbeitende automatische Nachtmodus oder die einfache Freigabe für Familie und Freunde runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.

Ganz ohne Kritik kommt der Aspen aber nicht davon. Der innere Rahmen fällt recht groß aus, was den Bilderrahmen für ein 12-Zoll-Panel wuchtiger wirken lässt. Zudem fehlen erweiterte App-Funktionen wie Alben oder Übergänge, und auch eine Wandmontage wäre bei diesem Preis wünschenswert gewesen. Der leicht erhöhte Stromverbrauch im Nachtmodus ist ebenfalls ein kleiner Minuspunkt.

Unterm Strich ist der Aura Aspen aber ein sehr hochwertiger, angenehm unkomplizierter digitaler Bilderrahmen, der sich vor allem durch sein Display, die Verarbeitung und das faire Cloud-Modell von vielen günstigeren Alternativen abhebt.

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Michael Barton
Michael Barton
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