Zu gut um wahr zu sein? 27.000 mAh unter 20€? PAIDASHU P38S Powerbank im Test

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Ab und an schaue ich bei Amazon in die Listen der am besten verkauften Produkte. Hier gibt es immer mal wieder Überraschungen, gerade im Bereich der Powerbanks.
So findet sich hier in der Liste unter anderem eine Powerbank von PAIDASHU.

PAIDASHU? Habe ich auch noch nie von gehört. Allerdings bietet diese eine Powerbank mit 27.000 mAh und einer Ausgangsleistung von 22,5 W für rund 17 € zum Zeitpunkt des Tests an.

Das klingt doch richtig gut! Allerdings gibt es leider auch einige Fake-Powerbanks, und der Preis fällt schon etwas in die Kategorie „zu gut, um wahr zu sein“.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob die „PAIDASHU Power Bank 27.000mAh 22,5W Externer Handyakku“ ein gutes Angebot ist oder ob du die Finger von dieser lassen solltest.

 

Die PAIDASHU P38S Powerbank mit 27.000 mAh im Test

Die PAIDASHU P38S Powerbank macht auf den ersten Blick einen sehr „basic“ Eindruck. Zwar setzt der Hersteller auf eine „gebürstete“ Oberfläche und ein schwarzes Hochglanz-Fenster, aber die Powerbank wirkt praktisch doch eher billig.

Mit 143 x 67,5 x 28,5 mm und 350 g ist die Powerbank für die Kapazität von 27.000 mAh (laut Hersteller) erfreulich kompakt. Wobei ich sogar fast sagen würde: verdächtig kompakt.

Alle mir bekannten echten 27.000-mAh-Powerbanks sind ein gutes Stück größer.
Abseits davon besitzt die Powerbank wie üblich einen Einschalter, wie auch eine Akkustandsanzeige in %.

 

Anschlüsse der PAIDASHU P38S Powerbank

Die PAIDASHU P38S Powerbank besitzt zwei USB-A-Ports, einen USB-C-Port und noch zusätzlich einen Micro-USB-Eingang. Dies ist eine solide Ausstattung.

  • USB-C – 20 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB-A – 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge – 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • Micro-USB-Eingang – Quick Charge – 5V/2A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der wichtigste Anschluss ist natürlich der USB-C-Port. Dieser bietet bis zu 20 W nach dem universellen USB-Power-Delivery-Standard.

20 W ist natürlich nicht extrem viel Leistung, aber in der Regel für Smartphones soweit OK.
Die USB-A-Ports bieten sowohl 18 W nach Quick Charge wie auch bis zu 22,5 W nach dem Super-Charge-Standard.

Die Powerbank kann via USB-C oder Micro-USB geladen werden.

 

Mit PPS

Der USB-C-Port der Powerbank unterstützt den PPS-Standard.

  • 3,3 – 11 V bei bis zu 2 A

Dies ist für solch eine Powerbank eine solide PPS-Stufe, welche hilft, die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones zu optimieren.
Allerdings rechne dennoch nicht mit einer „rasanten“ Ladegeschwindigkeit.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Kommen wir zum spannendsten Punkt, nämlich der Frage, ob die PAIDASHU P38S Powerbank wirklich 27.000 mAh bietet.
Dies messe ich mit Hilfe einer elektronischen Last bei verschiedenen Laststufen.

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 56.475 10965 15264 57%
5V/3A 53.871 10442 14560 54%
9V/2A 52.562 5696 14206 53%
Im Schnitt 54 9034 14676 54%

 

Und es ist offensichtlich, dass die PAIDASHU Powerbank nicht 27.000 mAh Kapazität bietet. Diese erreichte im Test lediglich um die 15.000 mAh, was entsprechend ein sehr schwaches Abschneiden ist.

Und aufgrund der sehr kompakten Abmessungen und dem niedrigen Gewicht ist davon auszugehen, dass dies auch kein Fehler oder „Montags-Modell“ ist.

 

Ladedauer

Wie lange dauert das Aufladen der PAIDASHU Powerbank?

 

Fazit, nicht kaufen!

Es mag zwar auf den ersten Blick attraktiv aussehen, eine 27.000-mAh-Powerbank für unter 20 €. Aber wir haben hier einen klassischen Fall von „zu gut, um wahr zu sein“.
Im Test erreichte die PAIDASHU P38S Powerbank eine Kapazität von lediglich ± 15.000 mAh.

Hierzu passen auch die Abmessungen und das Gewicht, welche einfach zu niedrig für eine echte 27.000-mAh-Powerbank wären.

Zwar funktioniert die Powerbank grundsätzlich. Wir haben 20 W Ausgangsleistung und den universellen USB-Power-Delivery-Standard. Auch sind unter 20 € für 15.000 mAh an sich nicht übel, dennoch hinterlässt die massiv überschätzte Kapazität einen sehr bitteren Nachgeschmack und lässt mich etwas an der Qualität zweifeln.

Ich würde daher eher eine Powerbank wie die INIU BI-B5 oder Baseus PPAP20K empfehlen.

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Michael Barton
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2 Kommentare

  1. Nicht nur Kapazität, meist vergessen viele (wenn nicht fast alle) das die 20k nicht zu 100% bereit stehen (falls es die Kapazität tatsächlich hätte).

    Du schreibst es hat nur 15k, die Hauptfrage ist DANN wie viel davon auch tatsächlich genutzt werden kann durch Ladeverluste. Meist sind Powerbanks richtige Energieverschwender denn sie reichen sich meist zwischen 40-60% Energieverschwendung, dass NUR ALLEIN beim Aufladen eines z.B. Handys. Von den Ladeverlusten beim laden der Powerbank selbst mal abgesehen.
    Derartige Energieverschwendung kennt man quasi nur von kabellosem Laden, da sind 50% Energieverlußte keine seltenheit, ehe der schlechte Standard.
    Deshalb sollte man auch immer direkt per Kabel am Gerät statt Kabellos laden.

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