Terramaster D1 Test – IP67, 1,2 Tonnen Druck und bis zu 1.050 MB/s

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Terramaster hat mit dem D1 ein neues NVMe-SSD-Gehäuse auf den Markt gebracht, welches sich als günstigere Alternative zum D1 Plus platzieren möchte. Wo das D1 Plus noch ein USB 4 / Thunderbolt NVMe-SSD-Gehäuse ist, setzt das normale D1 auf eine klassische 10-Gbit-USB-Verbindung. Dies limitiert natürlich die maximale Datenrate auf ± 1.000 MB/s.

Aber das ist nicht das Besondere am D1. Das D1 ist ein extrem robustes und wassergeschütztes NVMe-SSD-Gehäuse! So wirbt Terramaster damit, dass das D1 1,2 Tonnen Druck standhalten soll, was ich auch glauben kann. Wollen wir uns das Terramaster D1 einmal in einem kleinen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Terramaster für das Zur-Verfügung-Stellen des D1 für diesen Test.

 

Das Terramaster D1 im Test

Das Auffälligste am D1 ist ohne Frage das massive Gehäuse. So misst dieses 114 × 45 × 22 mm und bringt schlanke 150 g auf die Waage. Suchst du ein besonders handliches NVMe-SSD-Gehäuse, dann bist du hier falsch.

Allerdings bringt das massive Aluminiumgehäuse einige Vorteile mit:

  • Verbesserte Wärmeabfuhr (ein großer Kühlkörper)
  • IP67 – wasserdicht
  • Staubdicht
  • Bis zu 1,2 Tonnen druckbeständig

Gerade die Wasserdichtigkeit des Gehäuses ist außergewöhnlich! Dieses wird mithilfe einer Schraube geöffnet / geschlossen. Zwischen den beiden Hälften, in welche du die SSD einlegst, findet sich in der Tat eine Gummidichtung.

Auch die Druckbeständigkeit kann ich durchaus glauben. Das Gehäuse wirkt schon sehr robust. Mit im Lieferumfang ist neben einem passenden USB-C-Kabel und einer kleinen Tasche auch ein „Stopfen“ für den USB-C-Port, welcher weniger für den Wasserschutz und mehr für den Staubschutz gedacht ist.

 

Wirklich wasserdicht

Einer der wichtigen Punkte beim D1 ist die Wasserdichtigkeit. Und diese habe ich auch überprüft – und ja, das Gehäuse scheint dicht zu sein.

So habe ich es im Waschbecken und im Gartenteich getestet, und zumindest beim kurzen Untertauchen ist kein Wasser eingedrungen.

 

RTL9210

Im Terramaster D1 kommt der RTL9210 von Realtek als Chipsatz zum Einsatz. Das ist erfreulich, denn das ist nach meiner Erfahrung derzeit der beste und stabilste NVMe-zu-USB-Chipsatz auf dem Markt.

 

Nur PCIe-2280-SSDs

Das D1 fasst nur PCIe-basierte M.2-SSDs im 2280er-Format. SATA-M.2-SSDs werden nicht unterstützt. Diese sind mittlerweile auch sehr selten geworden. Etwas schade ist der Verzicht auf Montagepunkte für kleinere 2230er-NVMe-SSDs. Diese lassen sich natürlich auch einstecken, im Inneren aber nicht verschrauben.

Ich muss gestehen, überrascht gewesen zu sein, dass keine SATA-SSDs unterstützt werden, denn der RTL9210 kann normalerweise auch mit diesen umgehen. Allerdings habe ich zwei SATA-SSDs getestet und beide wurden nicht erkannt.

 

SMART

SMART-Daten deiner SSD lassen sich durch das Terramaster D1 hindurch auslesen, mit Tools wie z. B. CrystalDiskInfo.

 

Perfekte Kühlung

Ein weiterer Pluspunkt des großen Gehäuses ist die Kühlung der verbauten SSD. So wird die komplette obere Hälfte des Gehäuses über ein Wärmeleitpad mit der SSD verbunden. Dies hilft auch heißere SSDs ausreichend zu kühlen.

 

USB-C 3.2 Gen 2 – 10 Gbit

Beim D1 handelt es sich um ein NVMe-SSD-Gehäuse mit USB-C-3.2-Gen-2-Port (10 Gbit). Dieser ist allerdings sowohl aufwärts- als auch abwärtskompatibel, z. B. zu USB 3.0 – dann aber mit reduzierter Geschwindigkeit. Willst du die volle Geschwindigkeit, brauchst du einen USB-C-Port mit 10 Gbit, 20 Gbit oder USB 4 / Thunderbolt.

 

Die Geschwindigkeit

Wo wir schon bei der Geschwindigkeit sind: Diese habe ich mit der Kingston FURY Renegade G5 SSD und dem Dell XPS 14 getestet.

Im Test erreichte das Gehäuse maximal 1.050 MB/s lesend und 1.039 MB/s schreibend. Das ist ein perfektes Ergebnis für solch ein USB-Gehäuse!

Am MacBook Pro 13 M1 wurden solide 901 MB/s lesend und 825 MB/s schreibend erreicht.

 

Fazit

Das Terramaster D1 ist ein NVMe-SSD-Gehäuse mit einem klaren Fokus: maximaler physischer Schutz. Wassergeschützte und robuste NVMe-SSD-Gehäuse gibt es zwar, aber sie sind auf dem Markt nach wie vor eine echte Seltenheit. Und das D1 hält, was es verspricht – sowohl im Wasserschutztest als auch im täglichen Betrieb lief es stabil und zuverlässig, ohne jegliche Aussetzer. Der verbaute RTL9210-Chipsatz ist dabei eine sehr gute Wahl und liefert mit bis zu 1.050 MB/s die maximale Leistung, die USB 3.2 Gen 2 hergibt.

Mehr geht hier schlicht nicht – erst mit USB 4 / Thunderbolt SSDs. Suchst du aber einfach nur ein günstiges, schnörkelloses NVMe-SSD-Gehäuse, bist du hier falsch. Das D1 lohnt sich primär dann, wenn du einen besonderen physischen Schutz für deine Daten brauchst – ob auf der Baustelle, beim Outdoor-Einsatz oder überall dort, wo ein normales Gehäuse schnell das Zeitliche segnen würde.

TERRAMASTER D1 SSD M.2 NVMe SSD-Gehäuse – Aluminiumgehäuse...

Pro 

  • Massives, robustes Aluminiumgehäuse
  • IP67 – wasser- und staubdicht
  • Bis zu 1,2 Tonnen druckbeständig
  • Perfekte Kühlleistung dank großflächigem Wärmeleitpad
  • RTL9210 – bester und stabilster NVMe-zu-USB-Chipsatz am Markt
  • Sehr gute Geschwindigkeit (bis zu 1.050 MB/s lesen / 1.039 MB/s schreiben)
  • SMART-Daten auslesbar

Kontra

  • Kein Support für SATA-M.2-SSDs (trotz RTL9210)
  • Keine Montage für 2230er-SSDs möglich
  • Groß und schwer

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Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

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1 Kommentar

  1. Hej,
    Ich persönlich finde es doch recht „klobig“ im Gegensatz zum ASUS TUF Gaming A1. Vom letzteren besitze ich zwei und diese sind, mit jeweils 8 Tb bestückt, sehr zuverlässig. Desweiteren ist das Gehäuse auch nicht so wählerisch was die SSD längen angeht. Auch preislich nehmen sie sich nichts.
    Ergo… Keine Alternative für mich.
    Danke für den test und ich wünsche noch einen entspannten Tag.
    Grüße
    Lars

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