WOTOBEUS PD-163 im Test: Winziges 100-W-USB-C-Ladegerät mit PPS und AVS – ein Zwilling des InLine 31509A?

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Ich wurde von einem Leser auf ein sehr interessantes Ladegerät auf der Aliexpress-Plattform hingewiesen, das WOTOBEUS PD-163.

Bei dem WOTOBEUS PD-163 handelt es sich um ein geradezu winziges 100-W-USB-Ladegerät. Dieses weist auf den ersten Blick einige Ähnlichkeiten zum InLine 31509A auf.

Handelt es sich hier um das gleiche Modell vom gleichen Fertiger, nur unter einem anderen Namen?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das WOTOBEUS PD-163 im Test

Das Highlight am WOTOBEUS PD-163 sind die Abmessungen. So misst dieses gerade einmal 35,7 x 35,7 x 35 mm und bringt 82,5 g auf die Waage.

Damit ist das Ladegerät größentechnisch eher auf dem Niveau eines normalen 45-W-Ladegerätes.

Das sehen wir vor allem im Vergleich zu anderen Ladegeräten der 100-W-Klasse.

Lediglich das InLine 31509A kann mit dem WOTOBEUS mithalten. Für 100 W ist es aber einfach unfassbar winzig!

Dabei ist die Verarbeitungsqualität solide, aber nicht außergewöhnlich. So ist das Ladegerät aus einem vergleichsweise einfachen Kunststoff gefertigt.

 

Der USB-C-Port

Wie die meisten superkompakten Ladegeräte hat auch das WOTOBEUS nur einen USB-C-Port.

  • USB-C – 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A

Dieser Port hat aber mit 100 W eine sehr hohe Leistung! Ausreichend für Smartphones, Tablets und sogar viele Notebooks!

Dabei nutzt das Ladegerät natürlich den USB-Power-Delivery-Ladestandard, welcher eine universelle Kompatibilität sicherstellt.

 

PPS mit großem Spannungsbereich

Neben den festen USB-PD-Spannungsstufen unterstützt das WOTOBEUS PD-163 auch PPS. Diese Erweiterung erlaubt es dem Smartphone, die Spannung innerhalb eines bestimmten Bereichs passend anzufordern.

Gerade bei Android-Smartphones ist dies für ein hohes Ladetempo wichtig. Viele Samsung-Galaxy- und Google-Pixel-Modelle erreichen ihre maximale Ladeleistung nur mit einem passenden PPS-Ladegerät.

Das WOTOBEUS bietet dabei einen erfreulich großzügigen Bereich:

  • PPS: 3,3–21 V bei bis zu 5 A

Damit ist das winzige Ladegerät auf dem Papier sehr gut aufgestellt! Es deckt sowohl niedrige Spannungen mit hohen Strömen als auch die höheren Spannungen ab, die beispielsweise einige Pixel-Modelle benötigen.

Entsprechend bringt es gute Voraussetzungen für das schnelle Laden der Samsung-Galaxy-Smartphones und Google-Pixel-Modelle mit. Für Ströme oberhalb von 3 A benötigst du allerdings ein USB-C-Kabel mit 5-A-Freigabe.

 

Auch AVS ist mit an Bord

Beim Ladestandard bleibt es nicht bei USB Power Delivery und PPS. Das WOTOBEUS PD-163 unterstützt zusätzlich AVS und bietet dabei folgenden Spannungsbereich:

  • AVS: 9–20 V bei bis zu 5 A

Das ist für ein derart kleines Ladegerät eine spannende Ausstattung! Allerdings bedeutet das Vorhandensein eines passenden AVS-Profils nicht automatisch, dass jedes Smartphone dieses auch nutzt.

Genau dies hatte sich beim sehr ähnlichen InLine 31509A gezeigt. Dort ignorierte mein iPhone 18 Pro Max das angebotene AVS-Profil und nutzte stattdessen die feste USB-PD-Stufe mit 15 V und maximal 3 A. Weitere Hintergründe dazu findest du in meiner iPhone-18-Pro-Max-Ladeanalyse.

Ob sich das WOTOBEUS genauso verhält, muss ein eigener Ladetest zeigen. Die nahezu identischen Abmessungen und Ladeprofile sind zwar auffällig, belegen aber noch keine identische Elektronik oder Firmware.

 

Belastungstest

Ich habe mit dem WOTOBEUS PD-163 natürlich auch einen Belastungstest durchgeführt. Dabei habe ich das Ladegerät konstant mit 100 W belastet.

Leider kann das WOTOBEUS PD-163 nicht konstant 100 W bereitstellen. Nach ca. 20 Minuten drosselt sich dieses auf 70 W herunter. Diese 70 W können dann dauerhaft gehalten werden.

Nicht perfekt, aber auch nicht überraschend bei solch einem kompakten Modell. 70 W konstant ist auch eine solide Leistung und für die meisten Geräte ausreichend.

 

Spannung unter Last

Wie steht es um die Spannungsstabilität?

Auf allen drei untersuchten Spannungsstufen zeigt sich ein sehr gleichmäßiges Verhalten.

Bei 5 V steigt die Spannung von 5,201 V ohne Last auf 5,291 V bei 3 A an. Auf der 9-V-Stufe sehen wir einen Anstieg von 9,188 auf 9,283 V. Bei 20 V liegen zwischen 20,106 V ohne Last und 20,247 V bei 5 A an.

Die Spannung wird unter zunehmender Last also leicht angehoben. Dieses Verhalten kann dabei helfen, Spannungsverluste auf dem Kabel etwas auszugleichen.

 

Effizienz

Gerade bei einem so kompakten Ladegerät ist eine gute Effizienz wichtig. Denn je weniger Energie bei der Umwandlung verloren geht, desto weniger Abwärme muss das kleine Gehäuse abführen.

Wie schlägt sich das WOTOBEUS hier?

Mit einer Effizienz zwischen 88,0 und 93,9 % liefert das Ladegerät hervorragende Werte!

Den höchsten Wert konnte ich bei 20 V / 3 A mit rund 93,9 % messen. Aber auch am höchsten Lastpunkt mit 20 V / 5 A bleiben noch sehr gute 93,5 % übrig.

Dabei stehen 99,49 W Ausgangsleistung einer Leistungsaufnahme von 106,38 W gegenüber. Es gehen also lediglich rund 6,9 W bei der Umwandlung verloren.

Es ergibt sich eine durchschnittliche Effizienz von 92,04 %. Sehr stark!

 

Effizienz im Vergleich

Wie gut diese Werte sind, sehen wir besonders deutlich im Vergleich mit anderen Ladegeräten.

Mit durchschnittlich 92,04 % liegt das WOTOBEUS an der Spitze der hier gezeigten Vergleichsgeräte. Selbst viele deutlich größere Modelle kommen nicht auf einen so hohen durchschnittlichen Wirkungsgrad.

Besonders interessant ist aber das InLine 31509A. Dieses erreicht im Vergleich durchschnittlich 91,9 % und liegt damit praktisch gleichauf. Die rund 0,14 Prozentpunkte Unterschied würde ich in der Praxis nicht überbewerten, diese sind einfach auf Messschwankungen zurückzuführen.

Die Tendenz ist bei beiden Modellen aber eindeutig!

Zum Vergleich: Der Anker Prime Charger 160W kommt auf 89,39 %, der Voltero C100 auf 89,20 % und der Anker Prime 100W auf rund 89,11 %.

Damit überzeugt das WOTOBEUS nicht nur durch seine geringen Abmessungen, sondern auch durch eine ausgesprochen gute Effizienz. Die Durchschnittswerte beziehen sich dabei auf die jeweiligen gemessenen Lastpunkte und dienen hier als Vergleichswert.

 

Leerlaufstromverbrauch

Bleibt noch die Frage, wie viel Energie das Ladegerät benötigt, wenn kein Gerät angeschlossen ist.

Hier konnte ich beim WOTOBEUS PD-163 rund 0,1 W messen. Ein erfreulich niedriger Wert!

 

Fazit

Das WOTOBEUS PD-163 ist ein beeindruckend kleines 100-W-Ladegerät! Mit gerade einmal 35,7 × 35,7 × 35 mm und 82,5 g ist dieses kaum größer als viele deutlich schwächere Modelle.

Dabei stimmen auch die Messwerte. Die Ausgangsspannung bleibt unter Last stabil, der Leerlaufverbrauch fällt mit rund 0,1 W niedrig aus und die Effizienz ist mit 88,0 bis 93,9 % hervorragend. Auch bei rund 100 W Ausgangsleistung erreicht das Ladegerät noch sehr gute 93,5 %.

Hinzu kommen die großzügige PPS-Range von 3,3–21 V bei bis zu 5 A und der zusätzliche AVS-Support (auch wenn das Schnellladen des iPhone 18 Pro Max leider nicht klappt). Damit bietet das WOTOBEUS trotz seiner winzigen Abmessungen eine erfreulich umfangreiche Ausstattung. Lediglich auf mehrere Anschlüsse und eine besonders hochwertige Materialanmutung musst du verzichten. Auch kann das Ladegerät nicht konstant 100 W liefern, nach +- 20 Minuten konstanter Last drosselt es sich auf 70 W herunter.

Und das InLine 31509A? Dieses ist hinsichtlich Abmessungen, Ausstattung und der hier betrachteten Messwerte praktisch identisch. Die minimalen Unterschiede würde ich als Messungenauigkeiten einordnen.

Tendenziell würde ich persönlich das InLine vorziehen. Dahinter steht ein deutscher Anbieter und das Ladegerät ist hierzulande einfacher zu bekommen. Ist der Preisunterschied klein, wäre es für mich daher die naheliegendere Wahl.

Willst du hingegen möglichst günstig an ein extrem kompaktes 100-W-Ladegerät kommen und findest das WOTOBEUS deutlich günstiger, ist dieses durchaus eine interessante Option!

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Michael Barton
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1 Kommentar

  1. Mich beeindruckt die Grösse dieses Ladegeräts sowie die des inline 100w natürlich extrem.
    Aber: auf die Dauerleistung gesehen ist es garnicht mehr so extrem.
    Ich habe mit der Dauerleistung gerechnet das Nexode 65w air verglichen mit den Gewicht und Grössenangaben von Michael.
    Dabei kommt das Nexode Air auf 0.86W dauerleistung pro gramm zu 0.84W/g vom inline100/wotobeus.
    Bei der Leistungsdiche ist das Nexode Air ebenfalls vorne mit 1.81W/cm^3 zu 1.59W/cm^3 vom inline100.
    Trotz der halbierung von grösse/gewicht zu anderen 100W geräten hat das nexode die nase vorn wenn es um dauerleistung geht.

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