tka AA-Akkus mit USB-C-Port im Test – halten sie ihre Versprechen?

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Der Händler Pearl bietet mit den tka ZX-3652-675 Lithium-basierte AA-Akkus an. Diese bieten laut Hersteller nicht nur eine Kapazität von 3000 mWh, sondern lassen sich auch über einen integrierten USB-C-Port laden.

Das ist spannend! Denn gerade wenn du nicht so viele Akkus benötigst, ist das Laden über einen USB-C-Port ohne zusätzliches Spezialladegerät doch sehr komfortabel.

Es gibt im Handel mehrere solcher AA-Akkus mit integriertem USB-C-Port. Allerdings ließen die Modelle, die ich bisher in den Fingern hatte, doch etwas zu wünschen übrig, gerade bei der Kapazität.

Wie steht es hier um die tka AA Lithium-Akkus mit 3000 mWh? Bieten diese wirklich 3000 mWh? Finden wir das im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Pearl für das Zur-Verfügung-Stellen der Akkus für diesen Test.

 

tka AA Lithium-Akkus mit 3000 mWh und USB-C im Test

Grundsätzlich setzen die tka Akkus natürlich auf das AA-Batterien-Format. Entsprechend ist der Formfaktor 201evorgegeben201c und an diesen halten sich die Batterien auch.

Entsprechend kannst du sie in jedem Gerät einsetzen, das AA-Batterien akzeptiert.

Das Design der Akkus könnte allerdings noch etwas verbessert werden. An sich ist dieses natürlich 201eegal201c, aber die Akkus wirken weniger hochwertig als viele Konkurrenten, alleine durch den Aufdruck. Das ist aber eine persönliche Meinung.

Auf Seiten des Gewichts bringt ein Akku 19 g auf die Waage.

 

Besonderheit: Der USB-C-Port

Die große Besonderheit an den ZX-3652-675 ist der integrierte USB-C-Port an der Seite jedes Akkus.

Dieser erlaubt ein Aufladen der Akkus einfach an einem normalen USB-Port bzw. Handy-Ladegerät.

Damit du nicht jeden Akku einzeln laden musst, liegt ein USB-A-auf-4x-USB-C-Adapterkabel bei. Hiermit kannst du 4 Akkus auf einen Schlag laden. Praktisch!

Allerdings hat der USB-C-Port einen Nachteil: Er nimmt Platz im Akku ein. Platz, der sonst für die eigentlichen Akkuzellen verfügbar wäre. Daher sind diese Akkus mit integriertem Ladeport auch meist etwas schwächer bei der Kapazität als Modelle, die ein spezielles Ladegerät benötigen.

 

Ladedauer via USB-C

Aber wie lange dauert das Laden via USB-C?

Das Laden eines Akkus bzw. aller Akkus mithilfe des Splitterkabels dauert rund 3:20 h. Dabei nimmt jeder Akku maximal ca. 1,5 W auf.

Eine Ladung kostet dabei rund 4,5 Wh Energie. Bei 0,4 € pro kWh kostet eine Ladung also rund 0,0018 €, also praktisch nichts.

 

Vor- und Nachteile von Lithium-AA-Akkus

Bevor wir in den eigentlichen Test einsteigen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Technologie dahinter, denn Lithium-AA-Akkus sind nicht einfach nur 201ebessere NiMH-Akkus201c. Sie spielen meist (nicht alle) ihre Stärken vor allem dort aus, wo es auf konstante Leistung ankommt. Anders als NiMH-Akkus liefern Lithium-Akkus nämlich meistens eine stabile Spannung von 1,5 V und das nahezu bis zum Ende der Entladung.

Das merkst du ganz konkret: Deine Taschenlampe leuchtet bis kurz vor Schluss mit voller Helligkeit, statt langsam immer dunkler zu werden. Dazu kommt der integrierte Schutz vor Tiefentladung, der die Lebensdauer der Akkus deutlich verlängert – ein Problem, das NiMH-Akkus in Geräten mit niedrigem Stromverbrauch immer wieder betrifft.

Auf der Haben-Seite stehen also: konstante Spannung und Leistung, kein Tiefentladungsproblem und eine in der Regel längere Lebensdauer. Auf der anderen Seite musst du aber auch ein paar Punkte im Hinterkopf behalten. Lithium-AA-Akkus sind durch den integrierten Spannungswandler bei sehr niedrigen Lasten – also z. B. in Fernbedienungen oder Wanduhren – teils weniger effizient als NiMH-Modelle. Außerdem ist die reine Kapazität oft etwas geringer als bei guten NiMH-Akkus. Du kaufst also nicht primär Kapazität, sondern Konstanz und Langlebigkeit.

 

Kapazitätsangaben verstehen: mWh vs. mAh

Beim Stöbern nach AA-Akkus stolperst du unweigerlich über zwei Angaben: mAh und mWh. Aber was ist eigentlich der Unterschied?

mAh (Milliamperestunden) sagt dir, wie viel Ladung ein Akku speichert und wie lange er bei einer bestimmten Stromstärke durchhält. Die Spannung des Akkus spielt dabei keine Rolle.

mWh (Milliwattstunden) hingegen beschreibt die tatsächlich nutzbare Energie, also das, was dein Gerät am Ende wirklich bekommt. Die Formel dahinter ist simpel: mAh × Spannung = mWh.

Und genau hier wird’s interessant, wenn du Lithium- mit NiMH-Akkus vergleichst. Ein NiMH-Akku arbeitet mit einer Nennspannung von 1,2 V, ein Lithium-AA-Akku mit 1,5 V. Das bedeutet: Ein NiMH-Akku mit 2.500 mAh liefert dir rund 3.000 mWh. Ein Lithium-Akku mit denselben 2.500 mAh kommt dagegen auf etwa 3.750 mWh.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut tka bietet der Akku eine Kapazität von 3000 mWh bzw. 2000 mAh. Aber was konnte ich in der Praxis messen?

 

mWh 0,1 A 0,4 A 1 A
Akku 1 2938 mWh 2855 mWh 2594 mWh
Akku 2 2986 mWh 2852 mWh 2663 mWh
Akku 3 2993 mWh 2908 mWh 2642 mWh
Akku 4 3069 mWh 2998 mWh 2650 mWh
Im Schnitt 2997 mWh 2903 mWh 2637 mWh

 

mAh 0,1 A 0,4 A 1 A
Akku 1 1983 mAh 1959 mAh 1903 mAh
Akku 2 2006 mAh 1992 mAh 1934 mAh
Akku 3 2008 mAh 1987 mAh 1918 mAh
Akku 4 2045 mAh 2012 mAh 1942 mAh
Im Schnitt 2011 mAh 1988 mAh 1924 mAh

 

Ok, hier war ich etwas überrascht! Warum? Die Akkus haben die Herstellerangabe fast perfekt getroffen!

So erreichten diese bei 0,1 A Last im Schnitt 2997 mWh bzw. 2011 mAh. Bei 0,4 A Last waren es 2903 mWh bzw. 1988 mAh.

Normalerweise liegen die meisten Akkus immer ein gutes Stück unter der Herstellerangabe. So bieten diese Akkus eine praktisch größere Kapazität als einige Modelle, die mit 3600 mWh werben, und das trotz des USB-C-Ports.

Für Akkus mit einem integrierten USB-C-Ladeport ist das ein extrem starkes Abschneiden! Selbst wenn diese keinen USB-C-Port integriert hätten, wäre das eine sehr gute Vorstellung.

 

Spannung, konstant 1,5 V

Es gibt zwei Typen von Lithium-AA-Akkus. Einerseits haben wir die Modelle, welche eine konstante Spannung von ca. 1,5 V bieten, zum anderen haben wir Modelle, die eher den Spannungsverlauf einer normalen Batterie imitieren.

Wie wir sehen können, gehören die tka Batterien ZX-3652-675 zu den Modellen mit konstant 1,5 V Spannung.

Wobei diese nicht ganz konstant 1,5 V liefern. Für die letzten 5–10 % der Kapazität senken die Akkus ihre Spannung auf 1,1 V ab.

Dies soll eine Batterie-Warnmeldung auslösen bzw. dich informieren, dass der Akku bald leer ist.

 

Fazit

Mit den tka ZX-3652-675 hat Pearl ein Produkt im Sortiment, das mich ehrlich gesagt positiv überrascht hat. Warum? Weil diese Akkus das geschafft haben, was nur die wenigsten Modelle schaffen: Sie treffen ihre Herstellerangabe von 3.000 mWh in der Praxis fast auf den Punkt genau. Das ist für sich allein schon bemerkenswert; dass ihnen das trotz des integrierten USB-C-Ports gelingt, macht es noch beeindruckender.

Denn der USB-C-Port ist gleichzeitig das größte Komfort-Feature und der klassische Schwachpunkt solcher Akkus. Er frisst Platz, der sonst für Akkuzellen genutzt werden könnte. Genau deshalb schwächeln die meisten Modelle mit integriertem Ladeport bei der Kapazität. Bei den tka Akkus ist davon in der Praxis wenig zu spüren – sie liefern sogar mehr als einige Modelle, die mit 3.600 mWh werben.

Das Laden über USB-C ist komfortabel, dauert rund 3:20 Stunden für alle vier Akkus gleichzeitig und kostet dank des beiliegenden 4-fach-Splitterkabels praktisch nichts. Dazu konstante 1,5 V bis kurz vor Schluss und ein zuverlässiger Tiefentladungsschutz – die wichtigsten Stärken eines Lithium-Akkus sind also an Bord.

Unterm Strich sind die tka ZX-3652-675 aktuell einer der stärksten Lithium-AA-Akkus mit integriertem USB-C-Port, die ich bisher im Test hatte. Wer den Komfort des kabellosen Ladens ohne Kapazitätskompromiss sucht, ist hier klar

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Michael Barton
Michael Barton
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