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Der be quiet! Dark Rock 4 im Test

Wenn Ihr auf der Suche nach einem Leistungsstarken aber leisen CPU Kühler seid, dann werdet Ihr früher oder später über be quiet! stolpern.

Gerade der Dark Rock 4 ist hier ein besonders interessantes Modell der Oberklasse. Warum? Mit 50-60€ ist dieser für viele noch in einer recht attraktiven Preisklasse, wenn man ein High End Modell sucht. Zusätzlich ist die Optik schick und der Ruf von be quiet! sehr gut.

Be Quiet! Dark Rock 4 Im Test 3Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen wie gut der be quiet! Dark Rock 4 wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an be quiet! für das Zurverfügungstellen des Dark Rock 4.

 

Der be quiet! Dark Rock 4 im Test

be quiet! setzt bei seinem Dark Rock 4 auf das Motto mehr ist mehr. Der Dark Rock 4 ist deutlich größer als viele andere Kühler in dieser Preisklasse. So bringt dieser mit Lüfter fast 1KG (920g) auf die Waage und misst eine beachtliche Höhe von 159mm. Dabei setzt be quiet! auf ein Single Tower Design.

Be Quiet! Dark Rock 4 Im Test 1Wie der Name vielleicht schon vermuten lässt ist der Dark Rock 4 komplett in Schwarz gehalten. Dies gilt dabei sowohl für den Kühler, wie auch für den Lüfter und die Montagematerialien.

be quiet! hat sogar die Oberseite des Kühlers mit einer schicken Aluminiumplatte abgedeckt. Zwar ist der Formfaktor recht klassisch, aber ich denke wir können mit gutem gewissen Sagen einen sehr schicken Kühler hier vor uns zu haben.

Be Quiet! Dark Rock 4 Im Test 2Beim Lüfter setzt be quiet! auf einen Silent Wings PWM. Dieser ist zwar ein 120mm Lüfter, ist aber etwas „bauchiger“ geformt. Hierdurch haben die Lüfterblätter eher die Größe eines 140mm Lüfters. Passend dazu ist der Dark Rock 4 gebaut.

 

Montage und Passform

Kommen wir zum größten Schwachpunkt des be quiet! Dark Rock 4. Die Montage ist grässlich! Ich will hier nicht ausschließen, dass ich irgendwas falsch gemacht habe, aber der Dark Rock 4 sitzt auf der AM4 Plattform sehr locker.

Wie üblich müsst Ihr die Standard Halterung entfernen und zwei be quiet! Bügel aufsetzen, kein Problem! Allerdings wird der Kühler auch über einen Bügel montiert, der nicht fest mit dem Kühler verbunden ist.

Be Quiet! Dark Rock 4 Im Test 7Hierdurch kann Dark Rock 4 seitlich verrutschen, was dieser auch bei der Montage machen wird. Zudem ist der Anpressdruck niedrig. Bei AM4 nicht so schlimm, aber auch nicht optimal.

Beim ersten Aufsetzen schien der Kühler nicht richtig zu sitzen und ich konnte ca. 8 Grad zu hohe Temperaturen messen. Nach zweimaligem neu aufsetzen, verschrauben usw. passten plötzlich die Werte.

Hier müsste be quiet! Vielleicht etwas nacharbeiten.

 

Der Testaufbau

Starten wir mit der Ausgangssituation. Als PC kommt für alle Tests folgendes zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 8GB GSkill DDR4 RAM
  • Nvidia GT1030
  • Corsair Professional Series HX850i

Das System wird auf einer offenen Testbench genutzt. Temperaturen in einem Gehäuse könnten also etwas höher liegen. Die CPU Spannung habe ich auf recht hohe 1,41V fixiert (um für mehr Abwärme zu sorgen) und den Takt, wie auch andere Spannungen so gut wie möglich festgestellt um für gleichbleibende Ergebnisse zu sorgen.

Be Quiet! Dark Rock 4 Im Test 8Aus diesem Grund habe ich auch auf Wärmeleitpaste verzichtet! Anstelle dessen nutze ich ein Thermal Grizzly Carbonaut Wärmeleitpad. Dieses ist vergleichbar zu Wärmeleitpaste, vielleicht einen Hauch schlechter, aber verhindert Unterschiede aufgrund der Auftragung oder Menge.

Es werden mit allen Kühlern drei Tests einmal bei 12V Lüfter-Spannung und einmal bei 7V Spannung durchgeführt.

  1. Prime 95 Smallest FFTs „High“ Preset 15 Minuten
  2. Cinebench R20 Run
  3. Handbrake 4K Video Encoding 20 Minuten

Test Nr. 1 ist der Worst Case, Test Nr. 2 etwas praxisnäher aber ein recht kurzer Run und Test Nr.3 die so ziemlich schlimmste Last die im regulären Alltag vorkommt.

Alle drei Tests werden mit 12V Lüfterspannung und einmal mit 7V wiederholt.

Zum Vergleich nehme ich folgende CPU Kühler mit in die Tabellen auf:

  • Corsair A500
  • ARCTIC Freezer 33 eSports ONE
  • Noctua NH-U12S chromax.black
  • Scythe Mugen 5

 

Der Test

Starten wir mit dem Prime 95 smallest FFTs Test. Dieser ist der absolute Worst Case für jeden AMD Ryzen, was Ihr auch in den Testresultaten sehen werdet.

Prime 7vPrime 12vDer be quiet! Dark Rock 4 schlägt sich aber recht gut! Dieser wird lediglich von Corsair A500 geschlagen, welcher seine Performance aber etwas durch die Lautstärke erkauft, mehr dazu später.

Auffällig ist, dass tendenziell etwas schwächere Ergebnis bei 7V Lüfterspannung. Der verbaute Silent Wings PWM dreht von Haus aus bereits sehr niedrig. Drosseln wir diesen weiter ist der Luftstrom sehr gering.

Cb 7vCb 12vBei kürzen Tests wie Cinebench R20 fällt dies allerdings kaum auf. Hier hat der Dark Rock 4 einfach genug Masse um die Hitze „aufzusaugen“.

Beim deutlich längeren Handbrake Video Encoding Test sieht dies wieder anders aus.

T Handbrake 7vHandbrake 12v

Bei 12V zeigt sich der Dark Rock 4 sehr stark! Dieser liegt nur knapp hinter dem doppelt so teuren und lauteren Corsair A500.

Bei 7V fällt der Dark Rock etwas weiter zurück, bleibt aber auf einem starken 2. Platz.

 

Die Lautstärke

Ein schlechter Kühlkörper kann sich eine gute Kühlleistung auch zu gewissen Teilen über eine hohe Lautstärke bzw. Luftstrom erkaufen. Wie steht es hier um den be quiet! Dark Rock 4?

LautstärkeSehr gut! Der verbaute Silent Wings PWM ist erfreulich und fast schon erstaunlich leise! Selbst bei voller Drehzahl wäre dieser in einem Gehäuse nur minimal zu hören. Vergleichen wir dies mit dem Corsair A500 oder dem ARCTIC Freezer 33 fällt das Ganze besonders auf.

Für seine sehr gute Kühlleistung ist der be quiet! Dark Rock 4 einfach als sehr leise zu bezeichnen!

 

Gleicher Lüfter?

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Leistung an, wenn alle Kühler über einen gleichen Lüfter verfügen. Hier habe ich auf allen Modellen den Chromax NF-F12 PWM Lüfter (1500 RPM 93,4 m³/h) verbaut.

LüfterDie Kühlleistung des be quiet! Dark Rock 4 bleibt sehr stark! Dies zeigt uns, dass der Kühler selbst bereits sehr gut ist. Allerdings rückt der Noctua NH-U12S chromax.black auf.

Der etwas größere Silent Wings PWM hilft dem Dark Rock 4 also durchaus ein gutes Stück. Ich würde ein Wechseln des Lüfters NICHT empfehlen.

 

Fazit

Wenn Ihr eine starke Mischung aus Leistung und Lautstärke sucht, denn ist der be quiet! Dark Rock 4 absolut empfehlenswert!

Der Dark Rock 4 ist sehr leise, dabei aber erfreulich leistungsstark. In meinem Test konnte dieser den ARCTIC Freezer 33 eSports ONE, Noctua NH-U12S chromax.black und Scythe Mugen 5 in allen Situationen problemlos schlagen.

Lediglich der Corsair A500 bot eine bessere Kühlleistung. Dieser erkauft diese sich aber auch etwas durch einen deutlich höheren Geräuschpegel.

Be Quiet! Dark Rock 4 Im Test 9Was die Leistung und Lautstärke angeht bin ich also sehr zufrieden! Gegen den be quiet! Dark Rock 4 spricht lediglich etwas das Montagesystem, welches wackliger und schlechter ist als bei der Konkurrenz. Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht, aber für meinen Geschmack saß der Dark Rock 4 recht locker auf dem AMD Ryzen. Kein Weltuntergang, die AM4 Chips brauchen ja keinen hohen Anpressdruck, suboptimal ist das Ganze aber schon.

Dennoch kann ich den be quiet! Dark Rock 4 absolut empfehlen! Dieser bietet eine hervorragende Kühlleistung bei sehr niedriger Lautstärke.

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1 Kommentar

  1. Herr Hugo 28. März 2020

    Ich widme mich „gaanich“ diesem speziellen Kühler, sonder etwas allgemeinen: beim letzten PC habe ich eine WaKü verbauen lassen – und werde bei einem selbst konfigurierten Rechner nie mehr „auf Luft“ setzen.

    Ist etwas teurer, aber: so, wie die Luftkühler normal auf dem Mainboard sitzen, das hat mir als (ehemaligem) Machinenbauer noch nie gefallen:

    – ein im Verhältnis geradezu riesiges und schweres Teil ragt von der kleinen CPU in den leeren Raum – da graust es mich schon fast…

    So´n relativ kleiner „Puck“ mit Schläuchen zum (z.B. oben) solide befestigten Radiator kommt mir da durchaus vernünftiger vor.

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