DJI ROMO P2 im Test 2026: 36.000 Pa und die beste Teppichreinigung?

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Im Jahr 2025 hat DJI seinen ersten Saugroboter auf den Markt gebracht. Es gab zwar ein paar Startschwierigkeiten, unterm Strich war aber der ROMO ein sehr guter und empfehlenswerter Saugroboter!

2026 legt nun DJI mit seiner ROMO 2 Serie nach. Diese bringt einige Verbesserungen und Optimierungen mit. Dazu gehören:

  • 36.000 Pa Saugkraft (ROMO 1 30.000 Pa)
  • Verbesserte Saugleistung auf Teppichen (Boost Plate)
  • Schwenkarm für Putzpad
  • Verbesserte AI Erkennungen
  • Front-LiDAR

Allerdings gibt es auch eine etwas überraschende Entscheidung, denn DJI setzt weiter auf ein rotierendes Putzpad für die Feuchtreinigung und nicht auf eine rotierende Walze.

Wollen wir uns im Test einmal anschauen, ob der DJI ROMO P2 mit anderen High End Saugrobotern mithalten kann.

An dieser Stelle vielen Dank an DJI für das Zurverfügungstellen des ROMO P2 für diesen Test.

 

Der DJI ROMO P2 im Test

DJI setzt auch beim ROMO 2 auf ein außergewöhnliches transparentes Design. Sowohl der Saugroboter wie auch seine Ladestation sind mit einem durchsichtigen Kunststoff bedeckt.

Dabei ist auch das Innere „gestylt“ und schick mit weißen und silbernen Abdeckungen versehen.

Natürlich können wir über das Design streiten, aber ich finde es sehr interessant und es hebt sich doch sehr von den Konkurrenten ab.

Allerdings ist der Aufbau des Roboters selbst vergleichsweise klassisch. Wir haben mit dem ROMO P2 einen runden Saugroboter mit einer Höhe von 10,5 – 11 cm.

Dieser verzichtet auf den typischen LiDAR-Turm und nutzt für die Navigation primär die Kameras auf der Front, wie auch einen festen Front-LiDAR-Sensor. Zudem ist selbstverständlich die bewegliche Stoßstange vorhanden.

Der Schmutzauffangbehälter ist dabei über eine Kartusche auf der Rückseite entnehmbar. Dieser ist ausreichend groß und lässt sich grundsätzlich gut entleeren.

Allerdings kann die Basis-Station des ROMO P2 ihn nicht nur laden, sondern auch Schmutz absaugen, wie auch die Putzpads auf der Unterseite automatisch auswaschen.

Für das Absaugen besitzt die Basisstation wie leider üblich einen Beutel, welcher ersetzt werden muss, wenn er gefüllt ist. Für das Auswaschen haben wir zwei Behälter, einen für Frischwasser und einen für Schmutzwasser. Zudem haben wir zwei Kartuschen für Putzmittel.

 

Die DJI Home App

Der ROMO 2 setzt auch wieder auf die DJI Home App. Grundsätzlich ist der Aufbau der App weitestgehend identisch zu Modellen von Dreame und ECOVACS.

Wählst du deinen Sauger aus, landest du auf der Startseite, wo die Karte deiner Wohnung angezeigt wird. Diese Karte wird automatisch in verschiedene Räume unterteilt. Diese Unterteilung kannst du auf Wunsch auch noch anpassen, also Räume teilen oder zusammenführen.

Ansonsten lassen sich in der App natürlich auch No-Go-Zonen festlegen, die Saug- und Putzleistung einstellen, wie auch einige Anpassungen bei der Ladestation vornehmen.

Der generelle Funktionsumfang der DJI Home App ist gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Ich konnte jetzt keine Optionen entdecken, die „neuartig“ wären. Wir haben einen soliden Standard-Funktionsumfang, wie er bei einem Oberklasse-Saugroboter zu erwarten wäre.

Allerdings ist das Design durchaus etwas hochwertiger als bei vielen Konkurrenten.

Was für Funktionen „fehlen“? Ich konnte keine Option für die Reihenfolge entdecken, in welcher der Roboter Räume abarbeitet. Das wäre so das Größte, was mir aufgefallen war.

 

Nicht im Play Store

Verrückterweise ist die DJI Home App leider nicht über den Google Play Store verfügbar … Du musst diese über die Herstellerwebseite laden.

Im Apple App Store ist sie verfügbar.

 

Auch als fahrbare Überwachungskamera

Der DJI ROMO P2 lässt sich auch als fahrbare Überwachungskamera nutzen. So kannst du diesen auf Wunsch wie ein „ferngesteuertes“ Auto über die App fahren.

Dabei ist diese Funktion mit einem gesonderten Passwort geschützt, das du bei der Einrichtung anlegen musst.

 

Die Navigation und Hindernisvermeidung

Die Navigation und Hindernisvermeidung ist ein großer Punkt auch wieder beim ROMO 2.

So nutzt der ROMO 2 eine Mischung aus zwei Kameras auf der Front und einem Solid-State-LiDAR-Sensor. Letzteres bedeutet, dass der Roboter keinen rotierenden LiDAR-Sensor auf der Oberseite hat, der 360 Grad abdeckt, sondern nur einen Sensor auf der Front. Dieser muss sich darauf verlassen, dass der Sauger sich dreht, um deine Wohnung abzudecken.

Dennoch ist die Navigation einer der klar starken Aspekte des ROMO 2! So navigiert dieser sehr sicher und zuverlässig durch meine Wohnung. Auch der ROMO 1 hatte hier keine Probleme, daher ist das auch keine Überraschung.

Der Sauger weiß immer zuverlässig, wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss. Räume werden nacheinander abgearbeitet.

Das Fahrverhalten ist vorhersehbar und logisch. Sofern möglich, bewegt sich der ROMO P2 in geraden Bahnen durch eine Wohnung.

Mir sind dabei keine Fehler oder „Bugs“ aufgefallen. Die Navigation ist nicht schlechter als bei Dreame, ECOVACS, Narwal und Co. Ganz im Gegenteil! Aus meiner Langzeiterfahrung mit dem ROMO 1 kann ich sogar sagen, dass dieser sogar besser im Langzeitbetrieb war als Dreame oder ECOVACS.

Lediglich die in der App angezeigte Karte ist etwas weniger detailliert als bei Narwal oder Dreame. Ich vermute, dies liegt am fehlenden 360-Grad-LiDAR-Sensor. Aber in der Praxis spielt die Auflösung der Karte in der App kaum eine Rolle. Es ist klar der Grundriss zu erkennen und dieser ist auch genau.

Die Hindernisvermeidung / KI-Erkennung funktioniert dabei auch sehr gut, teils fast etwas zu vorsichtig.

So hatte ich 0 Probleme mit dem Festfahren des Roboters und auch das „Fressen von Kabeln“ war kein Problem. Hier und da wirkt er aber etwas zu sensibel. Z. B. braune Blätter von Innenpflanzen werden oft großräumig umfahren. Vermutlich denkt der Roboter, dies wären Tierhinterlassenschaften.

Der ROMO P2 ist hier ganz klar auf der vorsichtigen Seite! Sieht er etwas nicht Definierbares in „Daumengröße“ oder größer, wird es lieber umfahren.

Erkennt er allerdings kleinere Schmutzpartikel, Krümel usw., dann fährt er diese gezielt an. Das scheint eine neue Funktion des ROMO P2 zu sein.

 

Die Saugleistung, 36.000 Pa

DJI hat die Saugleistung des ROMO 2 im Maximum auf satte 36.000 Pa gesteigert! Damit ist dies auf dem Papier einer der mächtigsten Saugroboter, was die reine Motorleistung angeht.

Kombiniert wird diese Leistung mit einer zweigeteilten Gummi-Walze, welche das Verheddern von Haaren verhindern soll, und einem Gehäuse, das sich stärker auf Teppichen festsaugt, um ein besseres Vakuum zu erzeugen.

Und ja, die Saugleistung auf Teppichen ist in der Praxis herausragend! Flache Teppichböden und auch mittelhohe Teppiche werden sehr gut gereinigt, auch was Tierhaare betrifft.

Erkennt der ROMO 2 einen Teppich, erhöht dieser automatisch die Saugleistung und fährt diesen 2x ab, was in der Praxis für eine tadellose Reinigung sorgt. Lediglich an Kanten zu Möbeln oder Wänden können Haare zurückbleiben.

Ist hier der ROMO 2 merklich stärker als der ROMO 1? Nicht wirklich, das liegt aber auch daran, dass der ROMO 1 hier schon sehr stark unterwegs war.

Tendenziell tun sich aber die meisten Saugroboter in der 30.000+ Pa Klasse hier nicht viel.

Wir können aber festhalten, dass der ROMO P2 auf Teppichen und glatten Böden bei Staub und Haaren ganz weit vorne ist. Dieser bietet die so ziemlich beste Saugleistung auf Teppichen, die ich bislang gesehen habe!

Wichtig, die Walze des ROMO 2 kommt allerdings mit groben festen Gegenständen nicht gut klar! Z. B. ein größerer Hundekeks oder ein Legostein sorgt hier zuverlässig für eine Fehlermeldung und eine blockierte Rolle. Solche Objekte werden daher in der Regel zuverlässig vermieden, entdeckt der Roboter sie aber nicht oder sind sie versteckt an einer Teppichkante usw., dann sorgen sie hier oftmals für einen temporären Stopp. Kein Saugroboter mag solche Objekte, aber der ROMO 2 und auch schon der ROMO 1 sind hier besonders sensibel.

 

Putzfunktion, klassisch gut

Bei der Putzfunktion gibt es eine große Überraschung. Die meisten High End Saugroboter wechseln mittlerweile von den klassischen rotierenden Putzpads auf eine Putzwalze oder ein anderes erweitertes System.

Der ROMO P2 nutzt weiter zwei rotierende Putzpads. Diese werden regelmäßig in der Ladestation ausgewaschen und neu angefeuchtet.

Neu, der P2 kann das linke Putzpad über einen Arm ausfahren, um besser an Kanten reinigen zu können oder um gezielt Flüssigkeiten aufzunehmen.

Grundsätzlich funktioniert dieses Putzsystem weiter sehr gut. Die Putzleistung ist hoch, nicht schlechter als bei anderen High End Modellen.

Lediglich wenn du einen Boden hast, der sehr empfindlich gegenüber Streifen ist, kann es sein, dass du hier eher eine Streifenbildung siehst als bei Modellen mit Putz-Walze.

Ich finde es zwar schade, dass hier DJI noch nicht auf das Walzen-System setzt, welches ich grundsätzlich für überlegen halte, aber es ist auch kein No-Go. Der ROMO 2 putzt sehr gut und zuverlässig.

 

Heißwasser-Wäsche

Der ROMO P2 wäscht seine Putzpads mit ca. 80 Grad heißem Wasser aus. Das Wasser wird automatisch erwärmt und dies soll helfen, Schmutz aus den Pads zu lösen.

Gerade wenn es um fettigen Schmutz geht, ist dies auch eine sinnvolle Sache.

 

Recht leise

Erfreulicherweise ist der DJI ROMO P2 ein recht leiser Saugroboter, gerade in Anbetracht der Leistung. Dieser ist jetzt nicht „ultra leise“ oder komplett lautlos, aber verglichen mit anderen High End Modellen gehört er zu den leiseren.

 

Schwellen und Stufen

Dank der „Roboterbeine“ kann der DJI ROMO 2 einstufige Hindernisse bis zu einer Höhe von 4 cm und zweistufige Hindernisse bis zu einer Höhe von 8,5 cm überwinden. Hast du also kleinere oder auch mittelhohe Türschwellen, sind diese kein Problem.

 

Fazit

Der DJI ROMO P2 ist ohne Übertreibung einer der besten Saugroboter, die ich bislang im Test hatte!

Schon der ROMO 1 war ein sehr starker Einstand für DJI, aber der P2 legt nach. Vor allem die Saugleistung ist herausragend. Mit 36.000 Pa, der zweigeteilten Gummiwalze und der Boost Plate, die den Roboter auf Teppichen regelrecht ansaugt, liefert der ROMO P2 die aus meiner Sicht beste Teppichreinigung, die ich bisher gesehen habe. Flache wie mittelhohe Teppiche werden zuverlässig sauber, auch bei Tierhaaren, und dass der Roboter erkannte Teppiche automatisch zweimal abfährt, macht in der Praxis einen echten Unterschied.

Genauso überzeugend ist die Navigation. Der ROMO P2 weiß immer, wo er ist, wo er war und wo er noch hin muss. Das Fahrverhalten ist logisch und vorhersehbar, Räume werden sauber nacheinander abgearbeitet, und Fehler oder Bugs sind mir im Test schlicht nicht aufgefallen. Aus meiner Langzeiterfahrung mit dem ROMO 1 kann ich sogar sagen, dass DJI hier über Monate hinweg stabiler läuft als so mancher Konkurrent von Dreame oder ECOVACS.

Die Hinderniserkennung ist dabei eher auf der vorsichtigen Seite. Festgefahren hat sich der Roboter bei mir nie, Kabel waren nie ein Problem, dafür umfährt er auch mal ein braunes Blatt großräumig.

Die große Überraschung ist, dass DJI bei der Feuchtreinigung weiter auf zwei rotierende Putzpads statt auf eine Walze setzt. Ich halte das Walzensystem grundsätzlich für überlegen, aber ein Ausschlusskriterium ist es nicht: Der ROMO P2 putzt sehr gut, der ausfahrbare Arm für das linke Pad hilft spürbar an Kanten, und die Heißwasserwäsche mit rund 80 Grad tut gerade bei fettigem Schmutz genau das, was sie soll. Nur wenn du einen Boden hast, der extrem streifenempfindlich ist, wirst du hier eher Schlieren sehen als bei einem Walzenmodell.

Dazu kommen die kleinen Dinge, die den Alltag angenehm machen. Der ROMO P2 gehört gemessen an seiner Leistung zu den leiseren Modellen, überwindet dank der Roboterbeine Schwellen bis 4 cm (zweistufig bis 8,5 cm), und die Kamerafunktion als fahrbare Überwachungskamera inklusive separatem Passwort ist ein netter Bonus. Und ja, über das transparente Design kann man streiten, aber es hebt sich von der weißen Einheitsware ab.

Ganz makellos ist der ROMO P2 aber nicht. Die DJI Home App bietet einen soliden Standard-Funktionsumfang, nichts, was es woanders nicht auch gäbe, und eine Einstellung für die Reihenfolge der Räume fehlt. Ärgerlicher finde ich, dass du die App unter Android nicht über den Play Store bekommst, sondern von der Herstellerseite laden musst. Das ist 2026 einfach unnötig. Und die Walze mag keine groben festen Gegenstände. Ein Legostein oder ein größerer Hundekeks blockiert sie zuverlässig. Der Roboter erkennt und umfährt solche Objekte meist, aber wenn eines an einer Teppichkante versteckt liegt, gibt es eine Fehlermeldung.

Unterm Strich: Wenn du einen High-End-Saugroboter suchst, der beim Saugen ganz oben mitspielt, zuverlässig navigiert und auch nach Monaten noch tut, was er soll, ist der DJI ROMO P2 eine klare Empfehlung. Für mich aktuell einer der besten Saugroboter am Markt.

DJI ROMO P2
Positiv
Herausragende Saugleistung, besonders auf Teppichen (36.000 Pa + Boost Plate)
Sehr sichere und zuverlässige Navigation, auch im Langzeitbetrieb
Exzellente Hinderniserkennung, kein Festfahren, keine gefressenen Kabel
Erkennt und fährt kleinere Schmutzpartikel gezielt an
Gute Putzleistung, ausfahrbarer Arm für Kanten
Heißwasserwäsche der Pads mit ca. 80 Grad
Vergleichsweise leise für die gebotene Leistung
Vollausgestattete Basis mit Absaugung, Waschfunktion und zwei Reinigungsmittel-Kartuschen
Eigenständiges, hochwertiges Design
Negativ
Absaugstation arbeitet mit Beutel
Weiterhin rotierende Putzpads statt Putzwalze
96
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Michael Barton
Michael Barton
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