Dell UltraSharp 32 4K QD-OLED Monitor U3226Q im Test: 4K QD-OLED mit integriertem Kolorimeter

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Der U3226Q ist Dells Flaggschiff-Monitor für Fotografen, Videografen und generell „Content Creator“.

So setzt der UltraSharp 32 U3226Q auf ein 31,5 Zoll QD-OLED Panel, 3840 x 2160 Pixel, 120 Hz Bildwiederholungsrate und einen integrierten Kolorimeter!

Gerade letzteres ist ein High End Feature, welches du bei normalen Monitoren nicht findest, aber für High End Nutzer, die konstant farbakkurat arbeiten wollen/müssen, einen großen Wert hat.

Allerdings muss der UltraSharp 32 U3226Q dir auch einiges Wert sein, denn Dell möchte für diesen +- 2700 € haben.

Wollen wir uns den Dell UltraSharp 32 U3226Q in einem Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des U3226Q für diesen Test.

 

Der Dell UltraSharp 32 U3226Q im Test

Dells Monitore aus der „UltraSharp“ Serie richten sich an professionelle Nutzer. Entsprechend ist auch das Design des Monitors schlicht und hochwertig.

So besitzt der U3226Q eine minimalistische Front mit recht kompakten Rahmen. Lediglich der untere Rahmen ist wie üblich etwas größer.

In dem unteren Rahmen ist allerdings auch der Kolorimeter versteckt, dazu gleich mehr.

Der Standfuß und die generelle Verarbeitungsqualität sind hoch, auch wenn äußerlich der Monitor komplett aus Kunststoff besteht. An der Standsicherheit gibt es nichts zu bemängeln und der U3226Q bietet Ergonomie-Optionen.

So ist der Monitor in der Höhe verstellbar und erlaubt auch ein Schwenken, Drehen (Rotation) und Neigen.

Mit im Lieferumfang des U3226Q sind zudem seitliche Blenden, welche du zur Reduktion von Spiegelungen / Lichtquellen anbringen kannst.

 

Anschlüsse des U3226Q

Der U3226Q besitzt eine sehr umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen.

Monitor-Anschlüsse

  • 2x HDMI 2.1 (4K/120Hz)
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x USB C mit Thunderbolt 4 / USB 4

„HUB“

  • 1x USB C 10 Gbit Uplink
  • 2x USB C 10 Gbit Ports
  • 3x USB A 10 Gbit Ports
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x USB C mit Thunderbolt 4 / USB 4 40 Gbit (Ausgang)

Das ist eine beeindruckende Ausstattung! Neben 2x HDMI, 1x DP und 1x USB C Monitor-Eingängen haben wir auch einen sehr umfangreichen USB Hub integriert.

So bietet der USB C Hub insgesamt 5x 10 Gbit USB Ausgänge! Hinzu kommt ein 2,5 Gbit LAN Port.

Für eine bessere Erreichbarkeit sind 3x USB Ports ausklappbar! So kannst du diese von der Front aus erreichen, wenn du sie brauchst. Sehr clever und gut gemacht!

 

140 W für dein Notebook

Der U3226Q kann dein Notebook über den USB C / Thunderbolt / USB 4 Port mit bis zu 140 W versorgen!

Dies ist für einen Monitor eine sehr hohe Leistung. Ideal, wenn du eine „ein Kabel Lösung“ für dein Notebook suchst.

 

Technische Daten

Technische Daten Dell UltraSharp 32 U3226Q
Panel-Typ QD-OLED (4. Gen, Samsung Display, EL 3.0)
Subpixel-Layout Dreieckig (Triangular RGB)
Bildschirmdiagonale 31,5 Zoll (80 cm), flach, matt (AGLR)
Auflösung 3.840 x 2.160 Pixel (4K UHD)
Pixeldichte ca. 140 ppi
Bildwiederholrate 120 Hz
Reaktionszeit 0,03 ms (GtG)
Helligkeit 300 cd/m² (SDR), bis 1.000 cd/m² (HDR-Peak)
Kontrast 1.500.000:1
Farbtiefe 10-bit
Farbraum 100 % sRGB, 99 % DCI-P3, 94 % Adobe RGB
HDR DisplayHDR True Black 500, Dolby Vision, HDR10, HLG
Besonderheit Integrierter Kolorimeter, Hardware-Kalibrierung
Anschlüsse 2x HDMI 2.1, 1x DP 1.4, 1x USB-C (TB4/USB4), USB-Hub, 2,5-Gbit-LAN
USB-C Power Delivery bis 140 W
Ergonomie Höhe, Schwenken, Drehen, Neigen
Preis (UVP) ca. 2.700 €

 

QD-OLED 4. Gen

Werfen wir einen Blick auf das Herzstück des U3226Q, das Panel. Hier setzt Dell auf ein QD-OLED Panel von Samsung Display der aktuellen 4. Generation, welches auf das neue EL 3.0 Leuchtmaterial setzt. Vereinfacht gesagt sorgt dieses effizientere Material für etwas mehr Helligkeit und eine bessere Langlebigkeit, was gerade bei einem Monitor für den professionellen Dauereinsatz nicht ganz unwichtig ist.

Spannend wird es allerdings, wenn wir einmal ganz nah an das Panel heran gehen. Ich habe hierfür ein Makro-Foto der Subpixel gemacht.

Was du hier siehst, ist das klassische „dreieckige“ Subpixel Layout, welches typisch für QD-OLED Panels ist. Rot und Blau liegen paarweise nebeneinander, das Grün sitzt darüber leicht versetzt. Reine RGB Subpixel, keine Spur von einem weißen Subpixel wie bei WOLED Panels von LG.

Das ist auch der Grund, warum du bei OLED Monitoren immer wieder von „Fringing“ liest, also leichten Farbsäumen an den Kanten von kleiner Schrift. Diese dreieckige Anordnung passt nämlich nicht perfekt zum Text-Rendering von Windows. Samsung hat hierfür mittlerweile ein neues „V-Stripe“ Layout entwickelt, welches die Subpixel wie bei einem LCD in geraden vertikalen Streifen anordnet und das Ausfransen damit deutlich reduziert. Dieses steckt aktuell allerdings vorerst nur in einem 34 Zoll Ultrawide Panel und (noch) nicht in dem hier verbauten 32 Zoll Panel.

Allerdings aufgrund der hohen 4K Auflösung und des 4. Gen Panels ist dies beim U3226Q kein wirkliches Problem. Im direkten Vergleich mag Text auf einem vergleichbaren 4K IPS Monitor einen Hauch knackiger wirken, aber selbst für Coding und Textarbeit halte ich den Monitor für gut geeignet.

„Fringing“ war bei den ersten beiden OLED Generationen von Samsung ein großes Problem, wie auch bei Modellen mit niedrigerer Auflösung. Allerdings bei 3. Gen oder 4. Gen 4K OLEDs ist dies nichts, was meine persönliche Kaufentscheidung negativ beeinflussen würde.

 

Ein mattes Panel

Bei dem UltraSharp 32 U3226Q handelt es sich um einen matten Monitor. Es ist sicherlich streitbar, was nun besser ist, hochglanz oder matt. In einer komplett dunklen Umgebung können Hochglanz Monitore noch ein Stück klarer und brillanter aussehen.

Allerdings in einem normalen Büro-Alltag können die reduzierten Spiegelungen eines matten Panels von Vorteil sein.

Wie auch immer, ich muss Dell hier für die Entspiegelung bzw. die matte Beschichtung loben. Diese ist überdurchschnittlich gut und „klar“.

 

Farbraum-Abdeckung

Dell gibt die Farbraumabdeckung des U3226Q mit 100% sRGB, 99% DCI-P3 und 94% AdobeRGB an.

Werte, die für einen High End QD-OLED durchaus plausibel erscheinen. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Das ist eine ziemliche Punktlandung, ich kann die Herstellerangabe voll bestätigen.

  • 100% sRGB
  • 99% DCI-P3
  • 94% AdobeRGB

Das sind sehr gute Werte, aber zugegeben jetzt auch nicht völlig außergewöhnlich für einen OLED Monitor. OLED Monitore sind einfach generell sehr gut, was die Farbwiedergabe angeht.

 

Umfangreiche Kalibrierungsoptionen

Eine Besonderheit des U3226Q ist der integrierte Kolorimeter. Bei diesem handelt es sich um einen Sensor, der in der unteren Leiste des Monitors versteckt ist und bei Bedarf ausklappen kann.

Dieser Sensor überprüft die Kalibrierung des Monitors und justiert diese bei Bedarf nach.

Zwar ist der U3226Q natürlich vom Werk aus bereits kalibriert, aber im Laufe der Zeit können sich die Farben eines Monitors leicht verändern, was ein Nachkalibrieren unter Umständen sinnvoll macht. Gerade wenn es um sehr farbkritische Arbeiten geht.

Der Kolorimeter erlaubt dabei auch das gezielte Kalibrieren auf spezielle Einstellungen oder Farbprofile.

Gesteuert wird das Ganze direkt über die Benutzeroberfläche des Monitors. Eine gesonderte Software ist nicht zwingend nötig, daher ist die Kalibrierung auch unabhängig vom Betriebssystem.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei extrem umfangreich! Hier ist es ganz klar ersichtlich, dass dies ein professioneller Monitor ist.

Alternativ bietet auch Dell eine Software an, über welche du den Monitor und auch die Kalibrierung komplett steuern und starten kannst.

Dies und das Farbraum-Management ist ganz klar das herausstechende Merkmal des U3226Q.

 

Wie gut ist die Kalibrierung?

Wie gut die Kalibrierung des Dells ist, hängt ganz massiv von den Einstellungen ab!

Beispielsweise konnte ich laut meinem Messgerät ein Delta E von 0,72 im Schnitt erreichen. Das ist Top! Hier erfüllt der Monitor die professionellen Ansprüche.

WICHTIG! Es ist auch gut möglich, dass der Kolorimeter besser ist als mein Datacolor Spyder X und die Kalibrierung sogar noch besser ist, als ich es nachprüfen kann.

 

Helligkeit

Die Helligkeit bei SDR Inhalten ist die große Schwäche aktueller OLED Monitore. 99% aller OLED Monitore erreichen hier maximal 250 cd/m².

Dell wirbt beim UltraSharp 32 U3226Q allerdings mit 300 cd/m². Ein kleines Plus an Helligkeit, zumindest auf dem Papier.

Und ja, der U3226Q macht hier eine Punktlandung! Der Monitor erreichte bei mir im Test genau 300 cd/m².

Das ist zwar jetzt weiterhin nicht extrem hell, aber für einen OLED im SDR Betrieb überdurchschnittlich. Spannenderweise wird beim UltraSharp die Helligkeit nicht auf einer 0 bis 100 Skala eingestellt, sondern du kannst hier direkt den cd/m²-Wert in der UI einstellen.

 

HDR Fähigkeiten

Kommen wir zum Thema HDR. Und hier spielt der U3226Q ganz klar seine OLED-Stärken aus. Der Monitor ist mit DisplayHDR True Black 500 zertifiziert und unterstützt zusätzlich Dolby Vision, HDR10 und HLG. Damit deckt der U3226Q so ziemlich alle relevanten HDR-Formate ab, was gerade für die Video-Zielgruppe interessant ist.

Bei SDR Inhalten liegt die maximale Helligkeit bei 300 cd/m². Allerdings im HDR Modus kann der Monitor deutlich heller werden! Laut Dell sind hier bis zu 1000 cd/m² möglich.

Dies aber nur, wenn der Weißanteil im Bild in einem niedrigen einstelligen % Bereich liegt. Je höher der Weißanteil im Bild ist, umso niedriger ist auch im HDR Modus die Helligkeit.

Dennoch ist der U3226Q sehr stark in seinem HDR Support, vor allem aufgrund von Dolby Vision und dem Support vieler weiterer HDR Standards.

 

Perfekter Kontrast

Der U3226Q ist ein OLED Monitor, entsprechend hat dieser einen perfekten Kontrast. Jeder einzelne Pixel des Monitors kann individuell seine Helligkeit steuern, entsprechend auch komplett schwarz werden.

Hierdurch wirkt das Bild des U3226Q deutlich tiefer und „lebendiger/echter“.

 

Auch für Gamer tauglich

Der UltraSharp 32 U3226Q richtet sich ganz klar an professionelle Nutzer! Allerdings ist der U3226Q durchaus auch für leichtes Gaming gut geeignet.

OLED Panels haben eine top Reaktionszeit, so auch hier, und der Monitor verfügt über 120 Hz.

Hierdurch sind Bewegungen auf dem Monitor sehr schön „weich“ und „flüssig“, nicht nur in Spielen. Auch im normalen Alltag fällt die höhere Bildwiederholungsrate auf.

Natürlich würde ich den UltraSharp 32 U3226Q nicht für pure Gamer empfehlen, aber willst du neben der Arbeit etwas spielen, ist dies auch gut möglich.

 

Fazit

Der Dell UltraSharp 32 U3226Q ist ein fantastischer Monitor, daran gibt es für mich nichts zu rütteln. Das QD-OLED Panel der 4. Generation liefert eine hervorragende Bildqualität, der perfekte OLED-Kontrast, die starke Farbraumabdeckung und die für einen OLED überdurchschnittlichen 300 cd/m² im SDR-Betrieb machen richtig Freude. Hinzu kommt ein umfangreiches HDR-Paket inklusive Dolby Vision und ein wirklich beeindruckender USB-Hub mit gleich fünf 10-Gbit-Ports, 2,5-Gbit-LAN und bis zu 140 W für dein Notebook.

Das absolute Highlight ist und bleibt aber der integrierte Kolorimeter. Ein Sensor, der die Kalibrierung direkt im Monitor überprüft und nachjustiert, betriebssystemunabhängig und mit extrem umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten. Mit einem Delta E von 0,72 im Schnitt erfüllt der U3226Q hier klar professionelle Ansprüche.

Und genau da liegt der Punkt: Ich würde den U3226Q wirklich nur Profis empfehlen. Wer konstant farbkritisch arbeiten muss und für den die integrierte Hardware-Kalibrierung einen echten Mehrwert darstellt, der bekommt hier ein herausragendes Werkzeug. Aber diese Features musst du dir eben auch etwas kosten lassen, rund 2.700 € sind eine echte Ansage, und die zahlst du zu einem großen Teil für genau diese Profi-Funktionen.

Für einen normalen Allround-Nutzer ist das schlicht zu viel des Guten. Wenn du kein Profi Content Creator bist, sondern einfach einen richtig guten OLED-Monitor für Alltag, Arbeit und etwas Gaming suchst, dann rate ich dir stattdessen zu einem Blick auf den Dell 32 Plus S3225QC. Der hat deutlich weniger Funktionen, ihm fehlt die integrierte Kalibrierung und auch einige weitere Profi-Features. Er ist zudem etwas weniger hell und setzt „nur“ auf ein QD-OLED Panel der 3. Generation. Aber, und das ist der entscheidende Punkt, die grundsätzliche Bildqualität ist kaum schlechter, und das für lediglich rund 600 €.

Kurzum: Der UltraSharp 32 U3226Q ist ein fantastischer Profi-Monitor, der seine Zielgruppe perfekt bedient.

Dell UltraSharp 32 4K QD-OLED Monitor U3226Q
Positiv
Fantastisches QD-OLED Panel der 4. Generation
Integrierter Kolorimeter für Hardware-Kalibrierung
Extrem umfangreiche Kalibrierungs- und Farbraum-Optionen
Für einen OLED überdurchschnittliche 300 cd/m² im SDR-Betrieb
100 % sRGB, 99 % DCI-P3, 94 % AdobeRGB
Umfangreiches HDR-Paket inkl. Dolby Vision, HDR10 & HLG (DisplayHDR True Black 500)
Beeindruckender USB-Hub: 5x 10-Gbit-Ports, 2,5-Gbit-LAN, 3x ausklappbare Ports
Bis zu 140 W für dein Notebook
Überdurchschnittlich gute, klare matte Beschichtung
Negativ
Sehr hoher Preis von rund 2.700 €
95
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Michael Barton
Michael Barton
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