Der noch recht junge schwedische Hersteller SONOPOWER bietet mit der P100 eine erste „mini-Powerstation“ an. Diese bietet 20.000 mAh, 100 W USB C, aber auch eine 100 W Steckdose! Und letztere hebt die P100 von gängigen Powerbanks ab. Aber ist das eine sinnvolle Kombination? Ist die P100 eine gute Mini-Powerstation? Finden wir dies im Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an SONOPOWER für das Ausleihen der P100 für diesen Test!
Die SONOPOWER Portable Power Station P100 im Test
Die P100 ist eine Mischung aus Powerbank und Powerstation. So haben wir hier eher eine Kapazität, die zu einer Powerbank passt, aber Funktionen bzw. Anschlüsse, die eher an eine Powerstation erinnern.
Passend dazu hat die P100 auch eine „mittlere“ Größe. Mit 177 x 112 x 107 mm und einem Gewicht von 1,345 kg ist diese deutlich größer als eine Powerbank mit 20.000 mAh, aber deutlich kleiner als eine Powerstation.
Dabei setzt die SONOPOWER auf ein recht klassisches Kunststoffgehäuse. Dieses ist soweit OK, aber auch nichts Besonderes.
Pluspunkte gibt es für einen kleinen Tragegriff, der an der Seite integriert ist.
Das Display
Auf der Front findet sich ein kleines LCD Display. Dieses zeigt dir im Betrieb folgende Werte:
- Akkustand in %
- Eingangsleistung in Watt
- Ausgangsleistung in Watt
Damit ist das Display sehr einfach, aber dass die Leistung in Watt angezeigt wird, ist praktisch!
Anschlüsse
Wirklich spannend wird es bei der P100, wenn wir uns die Anschlüsse ansehen!
- 2x USB C 100 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
- 2x USB A 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
- 2x DC 14V/8A
- 1x Steckdose 230V / 100 W
Zunächst haben wir 2x USB C Ports, welche jeweils 100 W nach dem USB PD Standard liefern können. Das ist genug Leistung auch für große Geräte wie Notebooks.
Hinzu kommen 2x Quick Charge USB A Ports und zwei DC Rundstecker.
Das wirklich Besondere ist aber die Steckdose an der Seite. Diese kann bis zu 100 W liefern, ausreichend für z. B. eine Kühlbox oder Ähnliches.
Wichtig, die beiden USB C Ports scheinen sich die Leistung zu teilen bzw. immer nur einer hat 100 W Leistung, nutzt du beide zeitgleich, haben wir „100 + 10 W“.
PPS
Natürlich unterstützt die Powerstation auch den PPS Standard via USB C.
- 5 – 20 V bei bis zu 3 A
Die PPS Stufe deckt einen guten Spannungsbereich ab, mit 5 – 20 V. Allerdings ist die maximale Leistung mit 3 A eher mittelmäßig. Bei einer Powerstation dieser Klasse würde ich eigentlich eine bis 5 A Stufe erwarten.
3 A reicht allerdings aus, um die neueren Samsung Galaxy Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden. Im Zusammenspiel mit den Google Pixel Smartphones gibt es allerdings nicht die volle Geschwindigkeit.
Die Steckdose
Das Highlight an der P100 ist die Steckdose. Diese bietet bis zu 100 W. Das ist nicht extrem viel Leistung, aber ausreichend für eine 230V Kühlbox oder Ähnliches.
Und ja, ich kann bestätigen, diese kann 100 W liefern.
Wichtig, es handelt sich hier nicht um eine reine Sinuswelle, sondern um eine modifizierte Sinuswelle!
Es gibt ein paar „komplexere“ Geräte, die das nicht mögen. Allerdings bei mir im Test funktionierten eigentlich alle Geräte, die ich getestet habe, nur ein paar Schaltnetzteile erzeugten ein Spulenfiepen.
DC Ports
Die DC Ports der Powerstation werden mit einer Spannung von 14 V beworben. Laut meinen Messungen waren es aber eher 13,4 V. Diese 13,4 V sind allerdings komplett stabil über die gesamte Kapazität hinweg.
Keine Temperatur-Probleme
Viele High End Powerbanks, die mit 100 W oder 140 W werben, können nicht konstant diese Leistung bereitstellen. Wie steht es hier um die P100?
Die P100 verfügt über einen integrierten Lüfter. Daher ist es keine Überraschung, dass die Powerstation KEINE Temperatur-Probleme hat! Diese kann konstant 100 W via USB C ausgeben oder auch über die Steckdose, ohne Drosselung.
Der Lüfter kann dabei leicht hörbar sein, ist aber auch nicht extrem.
Wie hoch ist die Kapazität?
Aber was ist mit der Kapazität? Diese wird mit 76,8 Wh bzw. 20.000 mAh beworben.
| Wh | mAh | mAh @3,7V | % | |
| DC 14V/3A | 69,9 | 5190 | 18878 | 91% |
| 9V/1A | 66,3 | 7256 | 17918 | 86% |
| 9V/3A | 69,3 | 7680 | 18719 | 90% |
| 20V/1A | 69,8 | 3466 | 18865 | 91% |
| 20V/3A | 68,9 | 3446 | 18624 | 90% |
| 20V/5A | 67,4 | 3391 | 18214 | 88% |
| AC 50W | 58,0 | 15676 | 76% | |
| AC 100W | 59,0 | 15946 | 77% | |
| Im Schnitt | 66,1 | 17855 | 86% |
Die Kapazität der P100 schwankt natürlich etwas je nach Anschluss. Gerade über die Steckdosen ist die Effizienz natürlich etwas niedriger.
Im Schnitt erreichte die Powerstation 66 Wh, was guten 86 % der Herstellerangabe entspricht.
Das ist ein gutes Abschneiden, auch wenn wir natürlich dazu sagen müssen, dass dies keine gewaltige Kapazität ist. Hast du beispielsweise eine 100 W Last an der Steckdose, kann die Powerstation diese knapp über eine halbe Stunde betreiben.
Laden der SONOPOWER Portable Power Station P100
Die P100 wird via USB C geladen und kann hier bis zu 100 W akzeptieren.
Eine vollständige Ladung der Powerstation dauert ca. 1:41 h. Das ist nicht rekordverdächtig schnell, aber auch nicht langsam.
Fazit
Das Fazit zur SONOPOWER Portable Power Station P100 ist nicht ganz einfach, denn die P100 fällt etwas zwischen die Stühle. Sie ist keine klassische Powerbank, aber auch keine vollwertige Powerstation – sondern ein Mix aus beidem.
Und genau das ist Stärke und Schwäche zugleich! Auf der einen Seite bekommst du hier eine Ausstattung, die du bei einer normalen Powerbank niemals finden würdest: eine 230V-Steckdose mit 100 W, zwei DC-Ports und gleich zwei 100-W-USB-C-Anschlüsse. Gerade die Steckdose ist das echte Highlight und hebt die P100 deutlich von gängigen Powerbanks ab. Wenn du unterwegs mal eben eine kleine Kühlbox oder ein 230V-Gerät bis 100 W betreiben möchtest, ist das super praktisch!
Auf der anderen Seite musst du dir über die Kapazität im Klaren sein. Mit 76,8 Wh bzw. real im Schnitt rund 66 Wh (gute 86 % der Herstellerangabe) ist das eben keine gewaltige Energiemenge. Eine 100-W-Last an der Steckdose hält die P100 nur knapp über eine halbe Stunde durch.
Technisch macht die P100 aber vieles richtig: Dank des integrierten Lüfters gibt es keinerlei Temperatur-Probleme, die 100 W liegen konstant und ohne Drosselung an – egal ob über USB-C oder die Steckdose. Auch die Effizienz und die stabilen 13,4 V an den DC-Ports gefallen mir gut.
Ein paar Kritikpunkte gibt es aber. Die PPS-Stufe ist mit maximal 3 A für ein Gerät dieser Klasse eher mittelmäßig – hier hätte ich eine 5-A-Stufe erwartet. Zudem teilen sich die beiden USB-C-Ports die Leistung, und die Steckdose liefert „nur“ eine modifizierte Sinuswelle, womit ein paar empfindliche Geräte ein Spulenfiepen erzeugen können.
Pro ✓
- 230V-Steckdose mit echten 100 W – das Highlight und das große Unterscheidungsmerkmal zur Powerbank
- 2x USB-C mit 100 W (USB PD), genug auch für Notebooks
- Keine Temperatur-Probleme dank Lüfter, konstante 100 W ohne Drosselung
- Vielseitige Anschlüsse (2x USB-C, 2x USB-A QC, 2x DC, 1x Steckdose)
- Stabile DC-Spannung (13,4 V über die gesamte Kapazität)
- Gute Effizienz (im Schnitt 86 % der Herstellerangabe)
- Praktisches Display mit Watt-Anzeige für Ein- und Ausgang
- Integrierter Tragegriff
Kontra ✗
- PPS nur bis 3 A (für diese Klasse eher schwach, keine volle Pixel-Ladegeschwindigkeit)
- Beide USB-C-Ports teilen sich die Leistung (100 + 10 W bei gleichzeitiger Nutzung)
- Nur modifizierte Sinuswelle an der Steckdose (Spulenfiepen bei manchen Schaltnetzteilen)
Unterm Strich: Suchst du eine möglichst große Powerbank für Smartphone und Notebook, bist du mit einer klassischen 100-W-Powerbank vermutlich besser bedient. Reizt dich aber genau die Kombination aus kompaktem Format und einer vollwertigen 230V-Steckdose für kleinere Verbraucher, dann ist die SONOPOWER P100 eine spannende und sinnvolle kleine Mini-Powerstation!











