K&F CONCEPT Lithium AA und AAA Akkus im Test: Beste 3600-mWh-Akkus mit riesiger 12er Ladebox

-

Der Fotografie-Zubehör-Hersteller K&F CONCEPT bietet seit Neuestem auch lithiumbasierte AA- und AAA-Akkus inklusive einer Ladebox an.

Dabei sollen die AA-Akkus 3600 mWh bieten und die AAA-Akkus 1300 mWh. Gerade gute Lithium-AAA-Akkus sind selten!

Außergewöhnlich dabei auch: K&F CONCEPT bietet von beiden Akkutypen 12er-Sets an, mit einer entsprechenden Ladebox, welche auch 12 Akkus fasst.

Wollen wir uns einmal die Lithium AA und AAA Akkus von K&F CONCEPT im Test ansehen und schauen, wie diese sich verglichen mit der Konkurrenz schlagen.

 

Die K&F CONCEPT AA und AAA Lithium Akkus im Test

Bei den K&F CONCEPT handelt es sich zunächst um ganz klassische AA- und AAA-Akkus. Der Formfaktor ist hier vom Standard vorgegeben.

Die AA-Akkus wiegen 17,5 g und die AAA-Akkus 7,4 g.

Das wirklich Spannende sind aber die Ladeboxen. So haben wir bei beiden Sets eine Ladebox mit 12 Schächten mit im Lieferumfang.

Diese setzt auf das typische „Klappdeckel“-Design. Allerdings haben wir hier satte 12 Ladeslots! Du kannst also 12 Akkus auf einmal laden.

Die Stromversorgung läuft wie üblich über einen USB-C-Port an der Seite. Dabei haben wir für jeden Akku auf der Oberseite eine Status-LED. Beim Laden blinkt diese grün, wenn voll leuchten diese konstant grün, und wenn es ein Problem mit einem Akku gibt, leuchtet die LED rot.

 

AAA nur mit Adapter

Bei beiden Sets liegt die gleiche Ladebox mit im Lieferumfang. Diese hört auf die Modellnummer „VH010AA“.

Diese Ladebox akzeptiert 12 AA-Akkus. Mit im Lieferumfang der AAA-Version liegen daher Adapter. Diese werden um die Akkus bzw. in die Akkubox gelegt und adaptieren diese auf die AA-Größe.

Erfreulicherweise klappt das in der Praxis sehr gut.

 

Nur für Lithium Akkus!

Wichtig: Die Ladebox der K&F CONCEPT Akkus (VH010AA) kann NUR Lithium-1,5-V-Akkus laden. Schade, es gibt auch einige dieser Lithium-Akku-Boxen, die auch herkömmliche Akkus laden können.

 

mWh statt mAh

Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, warum K&F CONCEPT hier mit mWh wirbt und nicht mit den „üblichen“ mAh. Das hat einen guten Grund! Bei klassischen NiMH-Akkus wird die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Lithium-Akkus hingegen arbeiten mit einer höheren Spannung, nämlich 1,5 V statt 1,2 V.

Ein Akku mit 2000 mAh liefert bei 1,2 V spürbar weniger Energie als einer mit 2000 mAh bei 1,5 V. Rund 25 % mehr Energie stecken da drin!

Da dieser Zusammenhang vielen nicht bewusst ist, geben Hersteller die Kapazität bei Lithium-Akkus lieber direkt in mWh an. Diese Einheit berücksichtigt die Spannung bereits. Zum Vergleich: Ein NiMH-AA-Akku mit rund 2900 mAh entspricht etwa 3500 mWh. Die 3600 mWh der K&F CONCEPT AA-Akkus sind also ein ordentlicher Wert!

 

Schutz vor der Tiefentladung

Ein weiterer großer Vorteil der Lithium-Akkus: In diesen steckt eine kleine Schutzelektronik. Diese schützt die Zellen vor Überladung, Kurzschlüssen und vor allem vor der Tiefentladung.

Warum ist das so wichtig? Klassische NiMH-Akkus nehmen es dir übel, wenn sie unter 1 Volt entladen werden. Und genau das passiert leider schnell in Geräten, die eigentlich für normale Batterien gedacht sind. Die Lithium-Akkus von K&F CONCEPT schalten sich hingegen selbstständig ab, sobald der minimale sichere Ladestand erreicht ist.

Das verhindert zuverlässig Schäden an der Zelle. In der Praxis ist die effektive Haltbarkeit der Lithium-Akkus damit oft spürbar höher als bei klassischen NiMH-Akkus. Gerade bei Geräten, die man nicht immer im Blick hat, ein echtes Plus.

 

Kapazitätsmessung AA Akkus

Kommen wir zum spannendsten Punkt: der Kapazität. Wie viel steckt wirklich in den K&F CONCEPT AA-Akkus? Getestet habe ich wie üblich mit meinem SkyRC MC3000. Um dir auch die typische Serienstreuung zeigen zu können, habe ich 4 Akkus aus dem Set bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen.

AA Akkus – mWh 0,1 A 0,4 A 1 A Im Schnitt
Akku 1 3119 3264 3151 3178
Akku 2 3320 3488 3345 3384
Akku 3 3210 3356 3245 3270
Akku 4 3224 3356 3255 3278
Im Schnitt 3218 3366 3249 3278

 

AA Akkus – mAh 0,1 A 0,4 A 1 A Im Schnitt
Akku 1 2120 2234 2166 2173
Akku 2 2250 2363 2285 2299
Akku 3 2203 2285 2211 2233
Akku 4 2201 2285 2235 2240
Im Schnitt 2194 2292 2224 2237

 

Im Schnitt erreichten die K&F CONCEPT bei 0,1 A Last rund 2194 mAh bzw. 3218 mWh. Bei 0,4 A waren es 2292 mAh bzw. 3366 mWh und bei 1 A immerhin noch 2224 mAh bzw. 3249 mWh. Über alle Messungen hinweg landen wir bei durchschnittlich etwa 2236 mAh bzw. 3278 mWh.

Anders als bei so manchem Mitbewerber bricht die Kapazität bei der niedrigen 0,1-A-Last nicht ein, sondern liegt nur knapp unter den Werten bei 0,4 A. Das spricht für einen gut gemachten Spannungswandler.

Damit liegen wir zwar etwas unter der beworbenen Angabe von 3600 mWh, das ist bei dieser Art von Akkus aber ganz normal und der Wert kann sich absolut sehen lassen. Die Serienstreuung fiel dabei angenehm gering aus.

Der schwächste Akku kam auf rund 3178 mWh, der stärkste auf 3384 mWh – ein Unterschied, der in der Praxis kaum ins Gewicht fällt.

 

Kapazitätsvergleich mit anderen Lithium AA Akkus

Wie schlagen sich die K&F CONCEPT im Vergleich zu den anderen Lithium-AA-Akkus, die ich bisher im Test hatte?

Und hier kommt die eigentliche Überraschung. Mit rund 3278 mWh im Schnitt setzen sich die K&F CONCEPT ganz vorne fest und lassen nahezu das komplette Feld hinter sich. Nur die Hixon AA in Blau (3339 mWh) und die deutlich teureren XTAR (3420 mWh) liegen noch ein kleines Stück davor.

Von allen Akkus, die mit 3600 mWh werben, sind die K&F CONCEPT damit tatsächlich die besten in meinem Test. Modelle wie die Linogy, Dracutum oder EBL mit derselben 3600-mWh-Angabe landen allesamt merklich dahinter. Die verbreiteten Modelle mit integriertem USB-C-Ladeport lässt die K&F ohnehin klar hinter sich.

Auch wenn also die vollen 3600 mWh nicht ganz erreicht werden, gehören die K&F CONCEPT AA zu den kapazitätsstärksten Lithium-AA-Akkus, die bisher bei mir auf dem MC3000 lagen.

 

Kapazitätsmessung AAA Akkus

Kommen wir zu den AAA-Akkus. Leider sind gute AAA-Lithium-Akkus nicht leicht zu finden. Getestet habe ich auch die AAA wieder mit dem MC3000 und 4 Akkus aus dem Set. Da AAA-Akkus deutlich weniger Kapazität besitzen, habe ich hier mit 0,1 A, 0,2 A und 0,4 A entladen.

AAA Akkus – mWh 0,1 A 0,2 A 0,4 A Im Schnitt
Akku 1 921 918 910 916
Akku 2 930 941 914 928
Akku 3 889 920 896 902
Akku 4 945 953 949 949
Im Schnitt 921 933 917 924

 

AAA Akkus – mAh 0,1 A 0,2 A 0,4 A Im Schnitt
Akku 1 635 639 662 645
Akku 2 647 662 666 658
Akku 3 616 640 638 631
Akku 4 656 660 658 658
Im Schnitt 639 650 656 648

 

Im Schnitt kamen die K&F CONCEPT AAA auf rund 639 mAh bzw. 921 mWh bei 0,1 A, auf 650 mAh bzw. 933 mWh bei 0,2 A und auf 656 mAh bzw. 917 mWh bei 0,4 A. Über alle Messungen gemittelt landen wir bei etwa 648 mAh bzw. 924 mWh.

Von den beworbenen 1300 mWh sind die K&F CONCEPT ein gutes Stück entfernt. Real kommt gut ein Viertel weniger heraus. Die Serienstreuung war dagegen erneut gering, zwischen dem schwächsten (902 mWh) und dem stärksten Akku (949 mWh) lagen nur wenige Prozent.

 

Kapazitätsvergleich mit anderen Lithium AAA Akkus

Gute Lithium-AAA-Akkus sind, wie eingangs erwähnt, wirklich selten. Entsprechend überschaubar ist das Vergleichsfeld, das ich bisher testen konnte.

Mit rund 924 mWh landen die K&F CONCEPT AAA im soliden Mittelfeld. Die imuto, die ebenfalls mit 1300 mWh werben, lassen sie mit deren mageren ~750 mWh klar hinter sich – auch das ein schönes Beispiel dafür, wie weit Herstellerangabe und Realität bei AAA auseinanderliegen können.

Vorbeiziehen lassen müssen sich die K&F allerdings von den PUJIMAX (rund 980 mWh) und vor allem von den Linogy AAA, die mit etwa 1107 mWh das Feld souverän anführen und aktuell meine Empfehlung für alle sind, die maximale AAA-Kapazität suchen.

Unterm Strich sind die K&F CONCEPT AAA damit kein schlechter Akku, aber auch nicht außergewöhnlich.

 

Spannungsverlauf AA und AAA

Der eigentliche Grund, warum du eventuell zu Lithium-1,5-V-Akkus greifen solltest, ist nicht in erster Linie die Kapazität, sondern die Spannung. Und genau hier spielen die K&F CONCEPT ihre Stärke aus.

Über nahezu die komplette Entladung hinweg liefern sie eine felsenfeste Spannung von rund 1,51 V. Egal ob der Akku voll oder fast leer ist – dein Gerät bekommt konstant seine volle Spannung. Erst ganz am Ende, bei rund 5 % Restkapazität, fällt die Spannung gezielt auf etwa 1,1 V ab.

Aber warum dieser plötzliche Abfall? Viele Geräte erkennen den Ladezustand nämlich anhand der Spannung. Bliebe diese bis zum Schluss bei 1,51 V, gäbe es keinerlei Vorwarnung, und das Gerät würde von jetzt auf gleich ausgehen. Die gezielte Absenkung signalisiert dem Gerät stattdessen „Achtung, gleich ist Schluss!“. So kann rechtzeitig eine Low-Battery-Warnung erscheinen.

Bei den AAA sieht das Bild praktisch identisch aus, nur auf einem minimal niedrigeren Niveau. Hier hält sich die Spannung konstant bei etwa 1,49 V, bevor sie am Ende ebenfalls sauber auf rund 1,08 V abfällt.

Diese konstante Spannungskurve ist der große Vorteil gegenüber klassischen NiMH-Akkus. Wo ein NiMH-Akku über die Entladung langsam von 1,4 V in Richtung 1,0 V absackt und dein Gerät gefühlt immer „schlapper“ wird, liefern die K&F CONCEPT bis zum Schluss die volle Leistung.

 

Fazit

Lithium-basierte AA- und AAA-Akkus findest du inzwischen zuhauf bei Amazon und Co., und vieles davon stammt sichtbar vom gleichen Fertiger. Umso schöner, wenn ein Set wirklich positiv heraussticht und genau das tun die AA-Akkus von K&F CONCEPT.

Mit im Schnitt rund 2236 mAh bzw. 3278 mWh gehören die K&F CONCEPT AA zu den kapazitätsstärksten Lithium-AA-Akkus in meinem Test und sind das mit Abstand beste Modell der 3600-mWh-Klasse. Dazu kommen die für diese Bauart typische, absolut konstante Spannung und der Schutz vor Tiefentladung. In Summe ein richtig gutes AA-Paket.

Die AAA-Akkus können mit diesem Niveau nicht ganz mithalten. Mit rund 924 mWh liegen sie deutlich unter der Angabe von 1300 mWh und im Vergleichsfeld nur im Mittelfeld. Schlecht sind sie deshalb nicht, aber wer gezielt starke AAA sucht, ist mit den Linogy aktuell besser beraten.

Das eigentliche Highlight des Sets bleibt aber die riesige Ladebox mit ihren 12 Schächten. Wenn du ohnehin viele Akkus parallel laden möchtest, ist das ein echter Vorteil.

Unterm Strich kann ich das K&F CONCEPT Set empfehlen. Vor allem die AA-Akkus überzeugen mit einer Top-Kapazität und der praktischen 12er-Ladebox.

K&F CONCEPT AA Akku AA Batterien AA Wiederaufladbare Lithium Akkus...
  • Wiederaufladbare 1,5V AA Lithium-Batterien, kostensparend...
  • 12-Fach Ladebox mit Lade- und Aufbewahrungsfunktion: Type-C 5V/3A...
  • Konstante 1,5V Ausgangsspannung für stabilen Gerätebetrieb: Im...
  • Intelligentes LED-Display pro Fach: Sie sehen den Ladezustand...
  • Mehrfacher Schutz für sichere Nutzung in allen Bereichen...
Tipp

Dir gefällt Techtest?

Lass dir unsere neuesten Artikel in der Google-Suche ganz oben anzeigen.

Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Aktueller denn je, Fake Powerbanks! Ekrist, Trswyop, VOOE, kilponen und Co. im Test. Taugen die günstigen 26800mAh Powerbanks etwas? (nein)

Wenn Ihr aktuell bei Amazon nach Powerbanks sucht, dann werdet Ihr über diverse Hersteller mit sehr kryptischen Namen stolpern. Hierzu gehört Ekrist oder auch Trswyop....

Das leichteste USB-C-Ladegerät jeder Leistungsklasse (2026) Welches hat die höchste Energiedichte?

Es gibt zwei Sorten von USB-Ladegeräten. Die einen stecken zu Hause hinter dem Nachttisch oder unter dem Schreibtisch. Dort kann es dir eigentlich egal...

Stromsparender und Leistungsstarker Desktop für Office, Foto und Video-Bearbeitung (Ryzen 8000)

Aufgrund der aktuellen Strompreise und Umweltbedenken ist der Stromverbrauch von Computern ein zunehmend wichtiger Faktor. Gerade dann, wenn der PC über viele Stunden im Leerlauf...

Neuste Beiträge

Apple iPhone 18 Pro Max im Test: Teurer Aufguss des 17 Pro Max?

Es ist September und wir wissen alle, was das bedeutet: die neuen iPhones sind da! Dieses Jahr gibt es das iPhone 18 Pro und...

SwitchBot Smart Video Doorbell im Test: Video-Türklingel mit Innen-Display und Smart-Lock-Kopplung

Wenn es um Smart Locks geht, gibt es derzeit zwei Hersteller, welche ich primär empfehlen würde, und das wäre NUKI und SwitchBot. Das Smart Lock...

Medion Life P502 im Test: Split-Klimaanlage für Wohnwagen und kleine Räume

Medion bietet mit der Life P502 eine interessante Split-Klimaanlage für kleine Räume oder Wohnwagen an. Das Entscheidende habe ich hier schon geschrieben: Es handelt sich...

Wissenswert

iPhone 18 Pro + AVS ?! Erste Infos!

Kleine Info zum iPhone 18 Pro und Pro Max voraus. Es sieht so aus, als hätte Apple das Laden dieser Smartphones massiv aufgebohrt. So scheinen...

Das leichteste USB-C-Ladegerät jeder Leistungsklasse (2026) Welches hat die höchste Energiedichte?

Es gibt zwei Sorten von USB-Ladegeräten. Die einen stecken zu Hause hinter dem Nachttisch oder unter dem Schreibtisch. Dort kann es dir eigentlich egal...

Technik Made in Germany – welche Hersteller gibt es 2026 noch?

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass 99 % aller Elektronikprodukte aus China oder allgemein aus Asien kommen. Es gibt so gut wie keine...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.