Einhell Akku-Energiestation TE-ES 18/150/1 Li-C im Test: 230 V mit reiner Sinuswelle & 65 W USB C

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Einhell bietet mit der „TE-ES 18/150/1 Li-C-Solo“ ein wirklich interessantes Produkt an. Was verbirgt sich hinter der Modellnummer „TE-ES 18/150/1 Li-C-Solo“?

Einhell nennt es Akku-Energiestation. Im Kern handelt es sich hier um einen Adapter, welcher einen Einhell-18-V-Akku nutzt und diesen auf eine 230-V-Steckdose, 12-V-KFZ-Steckdose, einen 60-W-USB-C-Port usw. „umwandelt“.

Du kannst also einen Einhell-Akku in eine kleine Powerstation umwandeln. Klingt doch echt interessant für alle Nutzer, die im Einhell-Akku-Ökosystem unterwegs sind!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut funktioniert die Einhell Akku-Energiestation? Finden wir es im Test heraus.

An dieser Stelle vielen Dank an Einhell für das Zurverfügungstellen des TE-ES 18/150/1 Li-C-Solo für diesen Test.

 

Die Einhell Akku-Energiestation TE-ES 18/150/1 Li-C-Solo im Test

Bei dem TE-ES 18/150/1 Li-C handelt es sich um ein ca. handgroßes Modul, welches mich von seiner Form etwas an einen Exzenterschleifer erinnert.

Dabei besitzt dieses Modul auf der Oberseite seine Anschlüsse, welche alle unter Abdeckungen versteckt sind, und auf der Rückseite den Anschluss für den Akku.

Die Energiestation akzeptiert dabei grundsätzlich alle Einhell-PXC-18-V-Akkus. Es empfiehlt sich allerdings klar, größere Akkus zu nutzen, für eine längere Laufzeit.

Mit im Lieferumfang ist neben der Energiestation selbst nur ein kleiner Adapter auf den 12-V-Zigarettenanzünder-Anschluss.

 

Anschlüsse der Energiestation

Erfreulicherweise bietet die Energiestation eine umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen.

  • 230-V-Steckdose, maximal 150 W
  • 12-V-DC-Ausgang, mit Adapter auf KFZ-Zigarettenanzünder, maximal 10 A / 120 W
  • USB-C-Ausgang – 65 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-C-Eingang – 60 W USB PD
  • USB A – 10 W, 5V/2A

 

USB-C-Anschlüsse

Die Einhell Energiestation besitzt zwei USB-C-Ports, einen Eingang und einen Ausgang. Über den USB-C-Eingang kannst du den angeschlossenen Akku auf Wunsch mit bis zu 60 W laden!

Damit ist die Energiestation auch im Auto praktisch, denn du kannst hier deine Einhell-Akkus unterwegs entsprechend über einen USB-C-Port laden. 60 W in der Spitze sind auch nicht wenig Leistung.

Neben dem 60-W-Eingang haben wir natürlich auch einen USB-C-Ausgang. Dieser wird von Einhell mit 60 W beziffert, aber laut dem hinterlegten USB-PD-Profil kann er bis zu 65 W liefern.

  • 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A

Zudem unterstützt der USB-C-Ausgang auch den PPS-Standard mit 5-21 V bei bis zu 3,25 A. Ideal für Samsung-Smartphones, Google Pixel und andere Android-Smartphones. Sehr sauber von Einhell, auch PPS zu unterstützen!

 

Pure Sine Wave!

Hier gab es eine massive Überraschung bei der Einhell Akku-Energiestation. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass die Einhell Akku-Energiestation aufgrund des Preises und des Formfaktors eine reine Sinuswelle liefert.

In dieser Klasse von Geräten ist eine modifizierte Sinuswelle eigentlich Standard.

Allerdings habe ich mich geirrt! Die Energiestation liefert tatsächlich eine reine 230-V-Sinuswelle! WOW!

Damit ist die Kompatibilität der Steckdose zu praktisch allen Geräten gegeben. Die beworbene Leistung von 150 W kann ich auch bestätigen!

 

Nutzbare Kapazität

Natürlich hängt die effektiv nutzbare Kapazität von der Größe des von dir verwendeten Akkus ab.

Im Folgenden ein paar Messungen mit einem 4-Ah-Akku. Wichtig: Für die DC-Messung und die AC-Messungen kamen unterschiedliche Messgeräte zum Einsatz. Das AC-Messgerät ist nicht ganz so genau, gibt aber eine grobe Tendenz.

Ein 18-V-Akku mit 4 Ah besitzt rechnerisch eine Kapazität von 72 Wh. Wie viel davon kommt an den Anschlüssen an?

Anschluss / Belastung Gemessene nutzbare Kapazität %
USB C bei 60 W 54,26 Wh 75,4 %
230 V bei 50 W 54 Wh ca. 75 %
230 V bei 150 W 53 Wh ca. 73,6 %
12-V-Ausgang 50,00 Wh 69,4 %

 

Damit konnte ich aus dem 4-Ah-Akku je nach Anschluss rund 50 bis 54 Wh entnehmen.

Dies ist eine brauchbare Ausbeute, allerdings auch kein überragendes Ergebnis. Gegenüber der rechnerischen Nennkapazität bleiben rund 25 bis 31 % ungenutzt. Hier spielen sowohl die Wandlungsverluste der Energiestation als auch die tatsächlich verfügbare Kapazität des Akkus und die Abschaltgrenzen eine Rolle. Die Differenz lässt sich entsprechend nicht allein der Elektronik zuschreiben.

Interessant finde ich, wie dicht die Messwerte am USB-C-Ausgang und an der Steckdose beieinanderliegen. Selbst bei vollen 150 W Last konnte ich noch rund 53 Wh über die Steckdose entnehmen. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Messgeräte würde ich die kleinen Unterschiede allerdings nicht überbewerten.

Was bedeutet dies für die Praxis? Bei konstanten 50 W Leistungsaufnahme kommst du mit dem getesteten 4-Ah-Akku auf etwas über eine Stunde Laufzeit. Bei 150 W sind es hingegen nur noch rund 21 Minuten.

Für längere Laufzeiten lohnt sich also klar ein größerer Akku. Die Energiestation macht aus einem Werkzeugakku eine flexible Stromversorgung, aber natürlich keinen riesigen Energiespeicher.

 

Spannung auf dem KFZ-Ausgang

Wie sieht es mit dem 12-V-Ausgang aus? Inwieweit ist dieser geregelt?

Bei meiner Messung mit 2 A Last lag die Spannung über praktisch den gesamten Entladeverlauf bei rund 12,25 bis 12,35 V. Dabei sank diese zum Ende hin nicht ab, sondern stieg im Verlauf sogar leicht an.

Erst als der Akku leer war, schaltete der Ausgang ab.

 

Laden eines Akkus via USB C

Eine der aus meiner Sicht praktischsten Funktionen ist die Möglichkeit, den angeschlossenen Einhell-Akku direkt über USB C zu laden.

So brauchst du unterwegs nicht zwingend das klassische Einhell-Ladegerät. Stattdessen kannst du ein passendes USB-C-PD-Netzteil oder beispielsweise ein entsprechend leistungsfähiges USB-C-KFZ-Ladegerät nutzen.

Aber wie flott funktioniert das?

Mit dem hier verwendeten 4-Ah-Akku dauerte eine vollständige Ladung in meiner Messung rund 1 Stunde und 21 Minuten.

Dabei startete die Ladeleistung nach dem kurzen Hochfahren bei ungefähr 53 W und stieg im Verlauf des Ladevorgangs langsam weiter an. Nach rund einer Stunde erreichte diese etwa 65 W. Die beworbenen 60 W werden auf der Eingangsseite also durchaus erreicht und zeitweise sogar etwas überschritten.

Nach etwa 65 Minuten begann die Leistung deutlich zu fallen. Anschließend wurde der Akku mit zunehmend niedrigerer Leistung fertiggeladen, ehe der Akku nach rund 81 Minuten voll war.

Bis zu diesem Punkt wurden am USB-C-Eingang rund 71,5 Wh aufgenommen. Dies ist die Energie, die in die Energiestation geflossen ist. Aufgrund der Ladeverluste entspricht sie nicht direkt der im Akku gespeicherten Energie.

Für einen Werkzeugakku finde ich eine Ladezeit von rund 81 Minuten über USB C absolut ordentlich! Gerade auf Reisen, beim Camping oder im Auto ist dies ein echter Mehrwert.

 

Fazit

Die Einhell Akku-Energiestation TE-ES 18/150/1 Li-C-Solo ist aus meiner Sicht eine wirklich praktische Ergänzung für alle, die bereits Einhell-Power-X-Change-Akkus besitzen.

Meine größte Überraschung ist dabei die Steckdose. Wir bekommen hier tatsächlich eine reine Sinuswelle und bis zu 150 W Leistung! Damit lassen sich viele kleinere Geräte betreiben, sofern ihre Leistungsaufnahme und mögliche Anlaufspitzen innerhalb der Grenzen bleiben.

Aber auch abseits der Steckdose ist die Ausstattung gelungen. Der USB-C-Ausgang bietet bis zu 65 W und unterstützt erfreulicherweise PPS. Hinzu kommen der stabil geregelte 12-V-Ausgang und die Möglichkeit, den Werkzeugakku direkt über USB C zu laden. Letzteres funktionierte mit dem getesteten 4-Ah-Akku in rund 81 Minuten.

Angebot
Einhell Akku-Energiestation TE-ES 18/150/1 Li-C-Solo | PXC | 18 V...

Pro

  • Reine Sinuswelle an der 230-V-Steckdose
  • Beworbene 150 W Ausgangsleistung im Test erreicht
  • USB C mit leistungsfähigem PD-Profil und PPS
  • Werkzeugakkus direkt über USB C aufladbar
  • Stabil geregelter 12-V-Ausgang bei 2 A Last
  • Austauschbare Akkus aus dem Einhell-PXC-System

Contra

  • Kurze Laufzeit mit kleinen Akkus bei hoher Belastung

Hast du bereits mehrere größere Einhell-Akkus, dann ist die Energiestation eine spannende Möglichkeit, diese auch abseits deiner Werkzeuge zu nutzen. Für Notebook, Smartphone und kleinere 230-V-Verbraucher können die 150 W bereits ausreichen.

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Michael Barton
Michael Barton
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1 Kommentar

  1. Ich habe das Teil seit einigen Monaten. Meine Erfahrungen beim Camping und sonstwo unterwegs sind sehr positiv, daher freut es mich, dass das Gerät auch messtechnisch eine gute Figur macht. Klar, die Effizienz haut einen jetzt nicht vom Hocker, aber die meisten Leute, die sich sowas kaufen, werden mehrere PXC-Akkus besitzen, so dass man die Verluste verschmerzen kann.

    Die (in mehreren Stufen einstellbare) Lampe hast du gar nicht erwähnt. Die ist nämlich durchaus sehr brauchbar.

    Sehr praktisch auch, wie erwähnt, ist die Möglichkeit, die PXC-Akkus aufzuladen. Da kann man das 220V-Standard-Ladegerät zu Hause lassen und ist sogar deutlich flexibler, was die Stromquelle angeht.

    Ich bin froh, das Gerät angeschafft zu haben, auch wenn es nicht ganz billig ist (aber wir sehen ja, dass die Qualität den Preis durchaus rechtfertigt).

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