Es gibt einen neuen Trend bei Bluetooth-Ohrhörern: ein offenes Design. Immer mehr Hersteller bieten offene Bluetooth-Ohrhörer an.
Bei diesen werden deine Ohren nicht versiegelt, was gerade in der Öffentlichkeit, beim Joggen oder Radfahren ein großes Plus an Sicherheit mitbringt. Du bekommst noch alles von der Umgebung mit, kannst aber dennoch etwas Musik genießen.
Auch der Smartphone-Zubehör-Hersteller Baseus bietet nun solche Ohrhörer mit den Bowie MC2 an.
Diese sollen durch einen besonders guten Tragekomfort sowie „AI-powered SuperBass 2.0“ überzeugen.
Wollen wir uns im Test einmal ansehen bzw. anhören, wie gut die Baseus Bowie MC2 sind und wie sie sich z. B. im Vergleich zu den EarFun Clip 2 schlagen.
An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zur-Verfügung-Stellen der Bowie MC2 für diesen Test.
Die Baseus Bowie MC2 im Test
Wie die meisten komplett kabellosen Bluetooth-Ohrhörer werden auch die MC2 in einer Lade-/Transport-Box geliefert und verstaut.
Diese setzt auf ein ovales Design und fühlt sich sehr hochwertig an. Baseus hat hier einen guten Job gemacht! Für die 60-€-Preisklasse ist die Ladebox überdurchschnittlich.
Dabei kann die Ladebox die Ohrhörer ca. 3,x-mal unterwegs laden. Mit jeder Ladung halten die Ohrhörer rund 8 Stunden.
Die MC2 setzen auf ein sehr exotisches Design. Statt eines klassischen In-Ear-Stöpsels oder eines Stiels wie bei den AirPods bekommst du hier einen flachen, C-förmigen Ohrhörer, der locker in deiner Ohrmuschel sitzt.
Der eigentliche Lautsprecher liegt dabei vor deinem Gehörgang, ohne diesen zu verschließen.
Das sieht erst einmal ungewohnt aus. Dieses offene Konzept sorgt dafür, dass deine Ohren frei bleiben und du deine Umgebung vollständig mitbekommst.
Verarbeitungstechnisch macht Baseus auch hier einen guten Job. Die MC2 wirken wertig und nicht billig, was man in dieser Preisklasse leider nicht immer findet.
Tragekomfort
Hier können die MC2 voll punkten. Da nichts in deinem Gehörgang steckt, gibt es auch keinen Druck und kein unangenehmes Gefühl, selbst nach Stunden nicht.
Die Ohrhörer werden „an dein Ohr geklemmt“, sodass der eine Teil in deinem Ohr ist und der andere hinter dem Ohr hängt.
Wer empfindliche Ohren hat oder klassische In-Ears generell nicht mag, wird das offene Konzept lieben.
Auch beim Sport sitzen die MC2 erstaunlich sicher. Beim normalen Joggen wackelt nichts, und durch die offene Bauweise schwitzt du im Ohr deutlich weniger als mit klassischen Stöpseln.
Ich finde das Tragen der MC2 extrem angenehm.
App-Support
Du kannst dir optional die Baseus-App für dein Smartphone installieren.
In der Baseus-App kannst du vor allem den Klang der Ohrhörer etwas nach deinen Wünschen anpassen – wahlweise über diverse Presets oder über einen eigenen EQ.
Ein offener Klang
Beginnen wir zunächst mit einem extrem wichtigen Punkt: Erwarte klanglich keine Wunder von offenen Bluetooth-Ohrhörern! Selbst die besten offenen Bluetooth-Ohrhörer für 200 €+ können klanglich nicht mit soliden normalen In-Ears mithalten!
Normale In-Ears, die deine Ohren versiegeln, haben es bauartbedingt viel einfacher, einen guten und direkten Klang zu erzeugen.
Das soll aber nicht heißen, dass die MC2 schlecht klingen – offene Ohrhörer wie diese haben einfach eine völlig andere Klangsignatur und Charakteristik.
So bekommst du zunächst deine Umgebung wirklich weiter vollständig mit. Es gibt effektiv keine Dämpfung von Umgebungsgeräuschen. Du kannst normal mit Menschen reden, hörst Klingeln, Autos, Vögel zwitschern usw. Natürlich hängt es etwas von der Lautstärke der Musik ab, aber grundsätzlich verschlechtern die MC2 dein Gehör nicht oder höchstens absolut minimal.
Selbst der extrem gute Transparenz-Modus der Apple AirPods Pro kommt da nicht mit!
Klanglich sind somit die Baseus Bowie MC2 eher mit zwei kleinen Lautsprechern vergleichbar, die du auf der Schulter mit dir herumträgst.
Klang der Baseus Bowie MC2
Was bedeutet das aber nun für den Klang? Dieser ist weniger „direkt“ und druckvoll als bei normalen In-Ears.
Grundsätzlich haben die Bowie MC2 einen sehr ähnlichen Klang zu den EarFun Clip 2, mit einem Hauch mehr Bass.
Wenn wir das, was ich zuvor geschrieben habe, im Hinterkopf behalten, würde ich den Klang der MC2 als gut bezeichnen!
So liefern die Bowie MC2 einen klaren und sauberen Klang. Die Höhen sind brillant, leicht und luftig. Auch Stimmen klingen im Allgemeinen sehr natürlich, wozu sicherlich auch der offene Aufbau beiträgt. Gerade für Podcasts und Hörbücher sind die MC2 dadurch eine echte Empfehlung.
Der Bass profitiert von der „AI-powered SuperBass 2.0“ und ist in den Standard-Einstellungen gut. Dieser ist knackig und „rund“ und bringt sogar einen Hauch mehr Druck mit als die EarFun Clip 2. Dennoch hörst du hier am stärksten den Unterschied zu regulären In-Ear-Ohrhörern. So ist der Bass weniger direkt und druckvoll.
Auch die Openrun Pro 2 brachten minimal mehr „Punch“ im Bass. Dennoch würde ich den Bass der MC2 als gut – für offene Ohrhörer – bezeichnen.
Klanglich entsprechen die MC2 eher zwei kleinen Lautsprechern, die du auf den Schultern mit dir herumträgst.
Du hast eine sehr leichte und offene Soundstage und nicht diesen direkten, harten Klang von normalen In-Ears. Es fühlt sich halt so an, als würdest du Musik über Notebook- oder Smartphone-Lautsprecher hören und nicht über Ohrhörer.
Fazit
Das Fazit zu den Baseus Bowie MC2 fällt überwiegend positiv aus – vorausgesetzt, du weißt, worauf du dich einlässt.
Baseus liefert hier ein durchdachtes Gesamtpaket. Die Verarbeitung ist für die 60-€-Preisklasse überdurchschnittlich, die ovale Ladebox fühlt sich wertig an und auch die Ohrhörer selbst wirken alles andere als billig. Wo die MC2 aber wirklich glänzen, ist der Tragekomfort. Da nichts in deinem Gehörgang steckt, gibt es keinen Druck und kein unangenehmes Gefühl, selbst nach Stunden nicht. Wer empfindliche Ohren hat oder klassische In-Ears generell nicht mag, wird das offene Konzept lieben. Auch beim Sport sitzen sie erstaunlich sicher, und du schwitzt deutlich weniger im Ohr als mit klassischen Stöpseln.
Und genau hier müssen wir aber ehrlich sein: Das offene Design ist Segen und Fluch zugleich. Erwarte klanglich keine Wunder! Bauartbedingt können selbst die besten offenen Ohrhörer nicht mit soliden normalen In-Ears mithalten. Der Klang ist weniger direkt und druckvoll, und gerade im Bass hörst du den Unterschied am stärksten. Es fühlt sich eher so an, als würdest du zwei kleine Lautsprecher auf den Schultern mit dir herumtragen, als dass du Musik klassisch „im Ohr“ hast. Hinzu kommt: Eine Dämpfung von Umgebungsgeräuschen gibt es effektiv nicht, was aber auch ein großer Vorteil dieses Designs sein kann, gerade wenn du noch etwas von deiner Umgebung mitbekommen möchtest.
Behält man das im Hinterkopf, machen die MC2 ihre Sache aber richtig gut. Der Klang ist klar und sauber, die Höhen brillant und luftig, und Stimmen klingen sehr natürlich. Gerade für Podcasts und Hörbücher sind die Bowie MC2 dadurch eine echte Empfehlung. Der Bass profitiert spürbar von der „AI-powered SuperBass 2.0“ und bringt sogar einen Hauch mehr Druck mit als bei den EarFun Clip 2.
Pro
- Sehr hoher, druckfreier Tragekomfort – auch über Stunden angenehm
- Überdurchschnittliche Verarbeitung und wertige, ovale Ladebox für die 60-€-Klasse
- Ohren bleiben frei – du bekommst deine Umgebung vollständig mit
- Sicherer Sitz beim Sport
- Klarer, sauberer Klang mit brillanten, luftigen Höhen und natürlichen Stimmen
- Ideal für Podcasts und Hörbücher
- Solider Bass
- Rund 8 Stunden Laufzeit, ca. 3,x-mal Nachladen über das Case
Kontra
- Bauartbedingt kein so direkter und druckvoller Klang wie bei normalen In-Ears
- Bass weniger direkt
Unterm Strich musst du also für dich entscheiden: Suchst du den maximal druckvollen, satten Klang und Abschottung von der Außenwelt, dann greif zu normalen In-Ears. Willst du hingegen deine Umgebung jederzeit mitbekommen, einen langen, druckfreien Tragekomfort genießen und dabei trotzdem soliden Klang bekommen, dann sind die Baseus Bowie MC2 für 60 € eine klare Empfehlung in ihrer Kategorie.









