BenQ MOBIUZ EX271UZ im Test – 4K OLED für Gamer & Content Creator

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Die OLED-Technologie setzt sich auch im Bereich der PC-Monitore immer weiter durch. So gibt es hier mittlerweile viele wirklich fantastische Modelle!

Einer dieser auf den ersten Blick fantastischen Monitore ist auch der BenQ MOBIUZ EX271UZ.

  • BenQ MOBIUZ EX271UZ
  • 26,5 Zoll
  • 4K-Auflösung
  • OLED-Panel
  • 240 Hz

Wir haben hier also einen Monitor mit sehr hoher Auflösung, guter Bildrate und natürlich dem OLED-Panel.

Dieses soll laut BenQ eine Abdeckung von 99 % des DCI-P3-Farbraums erreichen. Damit ist der MOBIUZ EX271UZ in der Theorie nicht nur für Gamer interessant, sondern auch für Content Creator!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der MOBIUZ EX271UZ wirklich so überzeugend? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an BenQ für das Ausleihen des Monitors für diesen Test.

 

Der MOBIUZ EX271UZ von BenQ im Test

Bei dem MOBIUZ EX271UZ handelt es sich um einen Gaming-Monitor. Entsprechend ist dieser etwas auffälliger, aber weiterhin geschmackvoll gestaltet.

So setzt BenQ bei diesem auf einen schicken Schwarz-Weiß-Look. Pluspunkte gibt es hier für den Standfuß. Dieser erlaubt nicht nur eine Höhenverstellung, sondern nimmt auch recht wenig Platz auf dem Schreibtisch ein. Die Basis des Monitors ist recht klein.

Die generelle Verarbeitung ist sehr gut und die Rahmen sind angenehm schmal, was dem MOBIUZ EX271UZ einen modernen Look verleiht.

 

Anschlüsse

Bei dem EX271UZ handelt es sich durchaus um einen Premium-Monitor, was wir bei den Anschlüssen sehen.

  • 2x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x USB-C 3.0 mit DisplayPort 1.4
  • 1x USB-C 3.0 (nur Daten, Versorgung USB-Hub)
  • 1x USB-C 3.0 (Ausgang, USB-Hub)
  • 2x USB-A 3.0 (Ausgang, USB-Hub)
  • 1x 3,5-mm-Ausgang

Neben 2x HDMI und 1x DisplayPort verfügt der BenQ MOBIUZ EX271UZ über mehrere USB-Anschlüsse.

Wir haben einen USB-C-Port, welcher ein „universeller“ Port ist. Dieser erlaubt das Einspeisen des Display-Signals, das Laden deines Notebooks und auch die Versorgung des integrierten USB-Hubs.

Nutzt du HDMI oder DisplayPort, willst aber dennoch den integrierten USB-Hub nutzen, dann haben wir noch einen zweiten USB-C-Port, der lediglich als Versorgung für den Hub gedacht ist.

 

Technische Daten

  • BenQ MOBIUZ EX271UZ
  • 26,5 Zoll
  • 3840×2160 Pixel
  • OLED
  • 10-Bit-Farbtiefe
  • 250 cd/m² SDR
  • 1000 cd/m² HDR
  • 240 Hz

Das Wichtigste am BenQ MOBIUZ EX271UZ ist das OLED-Panel. Es handelt sich hierbei um ein Samsung QD-OLED-Panel der 4. Generation, also ein sehr aktuelles Panel.

 

Textschärfe

Ein Problem der Samsung-OLED-Panels ist traditionell die Textschärfe. Dies liegt daran, dass die Subpixel-Anordnung hier anders ist als bei herkömmlichen Monitoren.

Gerade bei der 1. Generation der Samsung-OLED-Panels war das ein großes Problem. Bei den neueren Monitoren ist das deutlich besser geworden.

Allerdings ist auch beim BenQ MOBIUZ EX271UZ, der ein OLED-Panel der 4. Generation nutzt, die Textklarheit nicht ganz perfekt.

So ist hier ein leichtes farbliches Ausfransen von feinem Text sichtbar. Nicht dramatisch, aber sichtbar, wie derzeit bei jedem OLED-Monitor, der ein Samsung-Panel nutzt.

Wichtig: In Spielen oder bei Bildern oder Filmen tritt dieser Effekt nicht auf, nur bei Text.

 

Farbumfang

OLED-Panels sind beim Farbumfang immer sehr stark! So wirbt BenQ mit einem Farbumfang von 99 % P3. Wichtig: P3 und nicht sRGB! Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hier erreichte der BenQ MOBIUZ EX271UZ bei mir 100 % sRGB, 92 % AdobeRGB und 98 % P3 (DCI-P3).

98 % und nicht 99 %, aber das kann auch einfach eine normale Messschwankung sein.

Unterm Strich ist dies ein sehr gutes Abschneiden, auf dem Niveau eines professionellen Monitors.

sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165  100% 96% 94%
ASUS ProArt PA32UCDM 100% 94% 98%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
BenQ MOBIUZ EX271UZ 100% 92% 98%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
ASUS ProArt PA27UCGE 100% 86% 92%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2  100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
LC-Power LC-M34-Q-C-PRO 100% 82% 87%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

 

Spätestens mit OLED-Monitoren ist die Zeit vorbei, in welcher Gaming-Monitore schlechter aussahen als Monitore für professionelle Nutzer. So ist der EX271UZ vom Farbumfang problemlos fürs Gaming wie auch für Content Creation sehr gut nutzbar.

 

Kalibrierung

Der EX271UZ bringt sehr viele Bildmodi mit und erlaubt dir ein sehr freies Anpassen der Farben nach deinen Wünschen.

Von Haus aus hat dieser einen ganz leichten Lila-Stich. Grundsätzlich solltest du nach meinen Tests am besten in den DCI-P3-Modus wechseln für die beste Farbgenauigkeit.

Im Standard Modus
Im P3 Modus, sehr akkurat

Hier ist dieser mit einem Delta E von 1,23 im Schnitt sehr akkurat kalibriert!

Also ja, der Monitor ist im richtigen Modus problemlos für professionelle Arbeiten nutzbar.

 

Helligkeit – die Schwäche von OLEDs

Die Helligkeit im SDR-Modus, also im Normalbetrieb, ist leider ein großer Schwachpunkt von OLED-Monitoren.

So wirbt BenQ beim EX271UZ auch nur mit 250 cd/m². 250 cd/m² ist in einem normalen Raum gerade so ausreichend. Für hellere Räume sind die meisten OLED-Monitore nicht geeignet, da wir auch hier ein glänzendes bzw. spiegelndes Panel haben.

Aber haben wir wirklich 250 cd/m²?

Ja, im Test erreichte der Monitor 254 cd/m², also ziemlich genau die Herstellerangabe.

In einem Gaming-Zimmer oder am Abend völlig ausreichend, aber in einem hellen Büro ist ein normaler IPS-Monitor oder etwas mit Mini-LED-Backlight die bessere Wahl.

Allerdings im HDR-Modus sieht die Welt anders aus. Hier kann der EX271UZ bis zu 1000 cd/m² erreichen. Allerdings ist diese maximale Helligkeit abhängig vom „Weißanteil“ auf dem Display. Hast du ein schwarzes Bild mit 1 % weißer Fläche, dann kann diese weiße Fläche mit bis zu 1000 cd/m² strahlen.

Hast du HDR-Content, ist der EX271UZ ein absoluter Traum! OLEDs machen hier einfach richtig Spaß und Freude.

 

Kontrast – perfekt!

Beim Kontrast kann ich dir keine Messwerte geben. Warum? Der EX271UZ ist ein OLED-Monitor mit Hochglanz-Panel. Sofern kein direktes Sonnenlicht auf dem Monitor steht, hat er einen perfekten Kontrast.

Schwarz ist hier schwarz und nicht ein dunkles Grau, wie bei IPS- oder VA-Panels.

Das ist der Punkt, der OLED-Monitore so toll macht.

 

Sehr gutes OSD!

Ein Punkt, den BenQ immer sehr gut macht, ist das OSD bzw. die Steuerung des Monitors. Spielst du gerne mit den Einstellungen deines Monitors herum, wirst du viel Freude am EX271UZ haben!

So hat dieser unzählige Modi und Einstellungsmöglichkeiten, Bildverbesserer usw.

Alles natürlich Geschmackssache, aber gerade beim Gaming kann ein besonders kontrastreichen und farbkräftiges Bild wie in den diversen Gaming-Modi des EX271UZ Freude machen.

Zur Steuerung hast du einen Joystick auf der Unterseite des Monitors, wie auch eine Fernbedienung.

 

HDMI ARC

Eine weitere Besonderheit des EX271UZ ist der HDMI-ARC-Ausgang, welcher für den Anschluss z. B. einer Soundbar genutzt werden kann.

Dies in Kombination mit der Fernbedienung macht ihn auch für Konsolen-Gamer interessant, die keinen großen Fernseher benötigen.

 

240 Hz – top fürs Gaming und alles andere

Der EX271UZ richtet sich primär an Gamer. OLEDs sind hier dank ihrer perfekten Reaktionszeit und extrem hohen Bewegungsschärfe die beste Wahl. So bleibt das Bild auch bei schnellen Bewegungen sehr klar, was gerade in schnellen Shootern ein großer Vorteil ist.

Hinzu kommen beim EX271UZ die 240 Hz, welche allgemein auch abseits von schnellen Spielen für flüssige Bewegungen sorgen.

Aufgrund der sehr hohen Bewegungsklarheit würde ich den EX271UZ auch IPS-Monitoren mit z. B. 360 Hz vorziehen!

Allerdings sei auch dazu gesagt, dass ich kein Pro-Gamer bin. Ich bin der klassische Casual-Gamer. Ich freue mich in der Praxis also mehr über die hohe Bildqualität und OLEDs sind hier einfach auf einem anderen Level, gerade wenn dein Spiel eine gute HDR-Unterstützung hat.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch von OLED-Monitoren ist nicht fix an die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung gekoppelt, wie bei IPS-Monitoren. So schwankt der Verbrauch je nach Bildinhalt.

Mehr Weiß = mehr Verbrauch

Hier allerdings ein paar Referenzwerte bei einem 50 % Weiß, 50 % Schwarz-Testbild.

 

Fazit: BenQ MOBIUZ EX271UZ

Der BenQ MOBIUZ EX271UZ ist ohne Frage ein hervorragender Monitor. Die Bildqualität ist schlicht auf einem anderen Level: Das QD-OLED-Panel der 4. Generation liefert perfektes Schwarz, eine nahezu makellose Farbabdeckung von 98 % DCI-P3 und im HDR-Betrieb ein Bilderlebnis, das schlicht Spaß macht. Dazu kommen 240 Hz, blitzschnelle Reaktionszeiten und eine sehr gute Kalibrierung ab Werk, zumindest im richtigen Bildmodus. Wer einen Monitor sucht, der gleichermaßen für Gaming wie für Content Creation taugt, findet hier ein echtes Allround-Talent.

Dennoch gibt es Grund zur Zurückhaltung. Der EX271UZ ist ein teures Gerät, und genau das ist sein größtes Problem. Denn OLED ist mittlerweile keine absolute Premium-Nische mehr. Günstigere OLED-Monitore sehen ebenfalls fantastisch aus und bieten in vielen Bereichen kaum schlechtere Bildqualität. Wer also nicht zwingend auf die spezifischen Extras des BenQ, wie den HDMI-ARC-Ausgang, die Fernbedienung oder das umfangreiche OSD, angewiesen ist, sollte den Preisunterschied abwägen.

Unterm Strich: Wer das Budget hat und das Rundum-Paket möchte, macht mit dem MOBIUZ EX271UZ nichts falsch. Gerade die Bonusfunktionen und die Top-Kalibrierung ab Werk heben den EX271UZ schon etwas von der Konkurrenz ab.

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Michael Barton
Michael Barton
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