Anker Nano Charger A2658 mit 35W und InstaCord-Kabel im Test

-

Neben UGREEN hat auch Anker angefangen, erste Ladegeräte mit einem integrierten USB-C Kabel auf den Markt zu bringen. Anker vermarktet dies unter dem Namen InstaCord.

Das erste Ladegerät mit InstaCord ist der Anker Nano Charger A2658 mit 35W.

Ein interessantes Ladegerät mit einer interessanten Leistung. 35 W ist eine Leistungsstufe, die wir ansonsten kaum bei Ladegeräten sehen.

Wollen wir im Test mal schauen, wie gut oder wie schlecht der Anker Nano Charger A2658 mit 35W und InstaCord-Kabel im Test abschneidet.

 

InstaCord

Sprechen wir zunächst über den Elefanten im Raum, das ausziehbare Kabel. Das ausziehbare Kabel ist der Punkt, welcher das A2658 primär auszeichnet.

So findet sich im „Normalzustand“ auf der Front des Ladegerätes ein USB-C Stecker, welchen du auf eine Länge von bis zu 70 cm ausziehen kannst.

Das Kabel wird im Inneren des Ladegerätes aufgerollt und mit einem Mechanismus ähnlich von Schlauchtrommeln eingezogen, wenn du dies möchtest.

Dieser Mechanismus fühlt sich beim Anker Ladegerät auch sehr gut und hochwertig an. Hochwertiger als bei vielen „Billig-Modellen“ und ähnlich wie bei UGREEN.

 

Das Anker A2658

Aufgrund des integrierten Ladekabels ist das Ladegerät natürlich für die Leistung von 35 W relativ groß.

So misst dieses 61 x 48 x 30 mm und bringt 117 g auf die Waage. Damit ist es natürlich alles andere als riesig, aber wenn du auf das integrierte Kabel verzichten kannst, gibt es in dieser Klasse deutlich Kleineres und Leichteres.

Qualitativ ist das Ladegerät ordentlich, aber vergleichsweise schlicht. Dieses ist an sich recht einfach gearbeitet, aus einem schwarzen Kunststoff. Lediglich die Frontabdeckung ist etwas interessanter gestaltet.

 

Anschlüsse

Neben dem ausziehbaren USB-C Ladekabel verfügt der Anker Nano Charger A2658 noch über einen weiteren USB-C Port.

Port und Kabel haben dabei zunächst die gleiche Leistung.

  • USB-C – 35 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2,33A, 20V/1,75A

Wir haben hier eine recht ungewöhnliche 35 W USB Power Delivery Stufe. Warum Anker genau 35 W gewählt hat, erschließt sich mir nicht so ganz, aber grundsätzlich ist dies eine Leistung, welche ausreicht, um alle aktuellen iPhones mit dem vollen Tempo zu laden und auch viele Samsung Smartphones schnell zu laden.

Dabei verzichtet Anker wie so oft üblich auf eine 12 V Spannungsstufe. Für die meisten Geräte nicht tragisch, 12 V wird kaum genutzt, dennoch ist es etwas erstaunlich, dass Anker diese weglässt.

 

Drosselung bei der Nutzung beider Ports

Nutzt du beide USB-C Ports gleichzeitig, werden diese gedrosselt.

  • 2x 5V/3A, 9V/1,94A, 15V/1,16A, 20V/0,87A

So erhalten hier beide Ports dann maximal 17,4 W Leistung, was eine extrem merkwürdige und „unrunde“ Leistungsstufe ist.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt der Anker Nano Charger A2658 auch den PPS-Standard.

  • 5 – 11 V bei bis zu 3 A

Dies ist eine gute PPS-Range für ein Ladegerät dieser Leistungsklasse und sollte helfen, die Ladegeschwindigkeit gerade mit Samsung Smartphones zu optimieren, welche recht viel Wert auf PPS legen.

 

Belastungstest bestanden

Wie üblich habe ich beim Anker Nano Charger A2658 auch einen Belastungstest durchgeführt. Im Zuge dessen belaste ich das Ladegerät, das ich gerade im Test habe, für einige Stunden mit 100% der beworbenen Leistung. Hier dann halt mit 35 W.

Erfreulicherweise hatte das Ladegerät keine Probleme damit, konstant über mehrere Stunden hinweg die vollen 35 W zu liefern.

Dabei erwärmte sich das Ladegerät auch nicht besonders stark. Keine große Überraschung, denn aufgrund der Abmessungen hat das Ladegerät schon genug Fläche, um die Abwärme zu verteilen.

 

Leerlauf

Im Leerlauf benötigt das Ladegerät ca. 0,16 W, was angenehm wenig ist.

 

Effizienz des Ladegerätes

Aber was ist mit der Effizienz des Ladegerätes?

Diese schwankte im Test zwischen 81,1% bei sehr niedriger Last und 89,5% bei Volllast.

Das ist eine gute Effizienz, aber auch nichts Besonderes.

 

Fazit

Das Fazit zum Anker Nano Charger A2658 ist etwas schwierig. Warum? An sich haben wir hier ein ordentliches Ladegerät und auch das Konzept mit dem Auszugskabel gefällt mir.

Allerdings ist der Preis, den Anker hier verlangt, jenseits von gut und böse. Zum Zeitpunkt dieses Artikels werden für das Ladegerät 39,99€ fällig.

39,99€ für ein 35 W Ladegerät ist etwas viel, selbst wenn wir das Kabel bedenken.

Zwar reichen 35 W, um beispielsweise die aktuellen iPhones mit dem vollen Tempo zu laden und auch die meisten Samsung Galaxy Modelle, aber gerade für größere Geräte wie die iPads könnte es doch etwas mehr sein, genau wie für die Samsung Ultra Modelle.

Blöd gesagt, 35 W ist so ein komisches Mittelding zwischen 20 W und 45 W. 45 W ist derzeit der „Sweetspot“ für Apple und Samsung.

Da sind mir 39,99€ auch mit dem Kabel einfach zu viel für eine Empfehlung. Schau dir alternativ die UGREEN Modelle an. Dort bekommst du z.B. das 65 W Modell mit Auszugs-Kabel für 45€ und das 45 W Modell für 29,99€.

Powerbank" data-aawp-local-click-tracking="1"> Angebot

Preislich müsste Anker mindestens 10€ runter gehen, damit das Ladegerät Sinn macht.

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Welche Stromkosten verursachen Smartphones? Wie viel teurer ist kabelloses Laden?

In der aktuellen Situation wird viel über das Stromsparen diskutiert. Eins der von uns am meisten verwendeten Geräten ist sicherlich das Smartphone. Aber wie viel...

Powerstations, über 10 Modelle im Test, was gilt es zu beachten?

Powerstations haben in den letzten Monaten deutlich an Beliebtheit gewonnen. Egal ob nun als “Notfall-Generator” bei einem Blackout oder einfach als portable Energiequelle. Entsprechend...

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Neuste Beiträge

sharge HyperTower 170 im Test: 25.000 mAh, 170 W und 120 W Xiaomi Hypercharge

Sharge bietet mit seinem HyperTower 170 eine Alternative zur beliebten Anker A1695 25.000 mAh Powerbank mit 165 W und der UGREEN PB728 Nexode Pro...

Das UGREEN NASync DH2300 im Test – 2-Bay-NAS mit RK3576 und KI-Foto-Erkennung für 200 €

Wenn du nach einem möglichst günstigen, aber umfangreichen NAS-System suchst, wirst du vermutlich über UGREEN stolpern. Dieses bietet mittlerweile ein recht umfangreiches NAS-Lineup an....

Die KJ-1110 DIY Powerbank im Test – aus 21700er Zelle und ~6€ Gehäuse

Ich bin bei AliExpress über eine interessante kleine „Powerbank“ gestolpert. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um eine vollständige Powerbank, sondern um ein...

Wissenswert

Grantie bei Crucial 2026: Wie läuft das nach dem Aus der Marke?

Der Speichermarkt ist absolut verrückt im Jahr 2026. Allerdings, eine der verrücktesten Entscheidungen hat bereits 2025 stattgefunden. So hat Micron verkündet, seine Endkundenmarke Crucial...

Warum haben Powerbanks weniger Kapazität als draufsteht?

Wenn du eine Powerbank mit 10.000 mAh kaufst, erwartest du sicherlich auch, dass diese 10.000 mAh in der Praxis liefern kann, oder? Leider ist dies...

Technik Made in Germany – welche Hersteller gibt es 2026 noch?

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass 99 % aller Elektronikprodukte aus China oder allgemein aus Asien kommen. Es gibt so gut wie keine...

1 Kommentar

  1. Alles andere als riesig?
    Das Teil ist 2.4x so groß wie das Anker Nano II 30W.

    Mit gefällt der Trend gar nicht. Die Teile sind unnötig groß und die Kabel sind immer das Erste was kaputt geht. Entweder leiert der Stecker nach ein paar Jahren aus oder das Kabel selber wird brüchig.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein