Ikea ALPSTUGA im Test – Smarte Luftqualitätsmessung für 29 Euro

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Wir hatten uns in der letzten Zeit einige der neuen Smart-Home-Produkte von Ikea angesehen, wie den TIMMERFLOTTE oder den MYGGBETT.

Mit dem ALPSTUGA bietet Ikea nun einen weiteren neuen Smart-Home-Sensor, speziell für das Messen der Luftqualität.

So kann dieser Kohlendioxid, Feinstaub und die Temperatur messen und via Matter an andere Smart-Home-Systeme weiterleiten.

Mit 29 € ist der Ikea ALPSTUGA zwar etwas teurer als der TIMMERFLOTTE oder der MYGGBETT, aber für den Funktionsumfang sind 29 € ein absolutes Schnäppchen!
Wollen wir uns den Ikea ALPSTUGA doch einmal in einem kleinen Test ansehen!

 

Matter over Thread

Auch der ALPSTUGA setzt auf den Matter-Standard, was Ikea auch so offen kommuniziert. Allerdings kommt hier genau genommen der „Matter over Thread“-Standard zum Einsatz.
Matter ist ein universeller Smart-Home-Standard. Thread wiederum ist ein offener Funkstandard, welcher eine Alternative zu Zigbee darstellt.

Um den Ikea ALPSTUGA zu nutzen, benötigst du eine Basisstation, welche sowohl Matter als auch Thread unterstützt bzw. einen sogenannten Thread Border Router.
Dies könnte beispielsweise eines der folgenden Systeme sein:

  • IKEA Dirigera Hub
  • Apple HomePod mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Gen)
  • SmartThings Aeotec Smart Home Hub
  • Amazon Echo (4. Gen)
  • usw.

In diese Systeme, wie auch viele weitere, lässt sich der Ikea ALPSTUGA theoretisch einbinden.

 

Der Ikea ALPSTUGA im Test

Bei dem ALPSTUGA handelt es sich um eine ca. 90 × 40 × 40 mm große Box. Diese ist Ikea-typisch komplett in Weiß gehalten und grundsätzlich sehr schlicht gestaltet. So erinnert mich der ALPSTUGA etwas an einen Radiowecker.

Dabei finden wir auf der Front ein LED-Display, welches dir die Messwerte anzeigt bzw. genau genommen nur einen der Messwerte.

Über eine Taste auf der Oberseite schaltest du durch die Messwerte hindurch.
Grundsätzlich ist das LED-Display zwar schön, aber ich finde es schade, dass immer nur ein Messwert angezeigt wird.

 

Ohne Netzteil oder Netzkabel!

Wichtig: Im Lieferumfang des Ikea ALPSTUGA liegt kein Netzteil oder Netzkabel bei!
Du benötigst hierfür ein USB-C-Netzteil/Ladegerät sowie ein entsprechendes USB-C-auf-C-Kabel.

Das Ikea SJÖSS mit 20 W für 4 € würde sich hier anbieten.
Der Sensor selbst benötigt zwischen 0,4 und 0,6 W, also rechne effektiv mit einem Verbrauch aus dem Netzteil von ca. ±1 W, was angenehm wenig ist.

 

Welche Werte kann der ALPSTUGA messen/anzeigen?

Bei dem Ikea ALPSTUGA handelt es sich um ein Messgerät für die Luftqualität. Dieser kann folgende Werte messen:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Kohlendioxid (CO₂)
  • Feinstaub (PM2.5)

Für einen Sensor in dieser Preisklasse ist das nicht übel!
Auf dem Display lässt sich zudem auf Wunsch auch die Uhrzeit anzeigen.

 

ALPSTUGA + SmartThings und Home Assistant

Ich habe den ALPSTUGA in Kombination mit dem SmartThings- und Home-Assistant-Ökosystem getestet.

Dabei habe ich den Aeotec Smart Home Hub als Thread Border Router genutzt und dann die Daten via Matter an den Home Assistant weitergeleitet. Und ja, das ist absolut problemlos möglich.

Warum mache ich dies so?

Ich hatte mit direkten Thread-Verbindungen zum Home Assistant leider immer Probleme, daher mache ich den Umweg über den Aeotec Smart Home Hub.

So ließ sich der ALPSTUGA problemlos mit dem Aeotec Smart Home Hub verbinden.
Leider scheint es hier aber beim Anzeigen der Messwerte Kompatibilitätsprobleme zu geben.

ALPSTUGA + Smart Things, Daten werden nicht geladen

So werden vom ALPSTUGA in SmartThings einfach keine Messwerte angezeigt.
Gebe ich die Messwerte allerdings via Matter an den Home Assistant weiter, werden diese im Home Assistant ohne Probleme angezeigt.

ALPSTUGA + Home Assistant

 

Messgenauigkeit

Aber wie genau misst der ALPSTUGA Luftqualitätssensor? Starten wir mit der Temperaturmessung.
Diese ist aus meiner Sicht etwas verfälscht!

So misst der ALPSTUGA Luftqualitätssensor tendenziell etwas zu hoch. Dies war jetzt hier nur eine kleine Stichprobe, welche sich aber mit meinen bisherigen Praxisbeobachtungen deckt.
So scheint der ALPSTUGA ca. 0,5 Grad zu hoch zu liegen. Keine gewaltige Abweichung. Ich vermute, dies liegt am Gehäuse. So erwärmt sich der Sensor ganz leicht, und vermutlich kommt daher der höhere Messwert zustande.

Aber wie steht es um die Feinstaub- und Kohlendioxidmessung?
Bei Kohlendioxid nutze ich den Air-Q Basic, ein professionelles 400 €+ Messgerät, als Referenz, wie auch den SwitchBot Meter Pro.

Tendenziell passen die Kohlendioxidmessungen. So kann ich bei allen drei Systemen die gleichen Ausschläge usw. beobachten. Der Ikea ALPSTUGA und der SwitchBot Meter Pro sind dabei ± auf einem Level, gut möglich, dass hier im Inneren der gleiche Sensor zum Einsatz kommt.
Der Air-Q Basic misst etwas höhere Werte und reagiert etwas feinfühliger auf Änderungen, aber die Tendenz ist die gleiche.

Selbiges gilt für den Feinstaub-PM2.5-Wert, welcher bei mir mehr oder weniger konstant bei 0 liegt, Luftreiniger sei Dank. Aber dies wird auch von allen Messgeräten so bestätigt.

Unterm Strich passen also die Messwerte. Die Temperaturmessung ist vielleicht 0,5 Grad zu hoch, aber das ist noch im Rahmen.
Das Update-Intervall scheint im Übrigen via Matter bei 10 Sekunden zu liegen, ist also sehr hoch.

 

Fazit

Mit dem Ikea ALPSTUGA zeigt Ikea einmal mehr, wie viel Smart Home man für vergleichsweise wenig Geld bekommen kann. Für rund 29 Euro erhältst du einen Matter-over-Thread-fähigen Luftqualitätssensor, der CO₂, Feinstaub (PM2.5), Luftfeuchtigkeit und Temperatur misst – und das in einem angenehm schlichten, Ikea-typischen Design. Gerade die breite Smart-Home-Integration über Matter ist ein echtes Plus und macht den ALPSTUGA langfristig interessant.

Im Alltag überzeugt der Sensor vor allem durch seine zuverlässigen CO₂- und Feinstaubmessungen sowie das sehr kurze Update-Intervall. Die Temperaturmessung liegt zwar leicht über dem tatsächlichen Wert, bewegt sich aber noch im akzeptablen Rahmen. Das integrierte Display ist praktisch, könnte jedoch mehr Informationen gleichzeitig anzeigen. Auch das fehlende Netzteil im Lieferumfang ist typisch Ikea, sollte dir vor dem Kauf aber bewusst sein.

Kleine Schwächen zeigt der ALPSTUGA aktuell noch bei der Software-Kompatibilität, etwa in Verbindung mit SmartThings, wo die Messwerte nicht direkt angezeigt werden. In Home Assistant hingegen läuft alles problemlos. Hier zeigt sich, dass Matter in der Theorie „universell“, in der Praxis aber noch nicht überall perfekt umgesetzt ist.

Unterm Strich bekommst du mit dem Ikea ALPSTUGA einen überraschend leistungsfähigen und fair bepreisten Luftqualitätssensor, der sich ideal für Matter-basierte Smart-Home-Setups eignet. Wenn du mit den genannten Einschränkungen leben kannst, ist der ALPSTUGA ein echtes Preis-Leistungs-Highlight und eine klare Empfehlung für alle, die ihre Raumluft smarter überwachen möchten.

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Michael Barton
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2 Kommentare

  1. Ich habe mir einen zweiten ALPSTUGA geholt. Beim Einrichten (beide standen übereinander) habe ich beim CO2 unterschiede von 456 Punkten (1031 vs 575). Die Themometer weichen um 0,5 Grad ab, und der PM2.5 weicht um 1 ab.
    Ist das normal? Hardware und Firmware Version sind identisch. Ich hab mit das jetzt über 6 Stunden angeschaut und die Geräte auch mal neu gestartet, aber

    • Ja das ist normal. Der Sensor kalibriert sich nachdem er 2 Tage lang gelaufen ist und dabei mindestens einmal frischer Luft von draußen ausgesetzt war. Auch in der Folge soll mindestens 1x pro Woche Frischluft zugeführt werden

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