140W USB-C Lade-Stopp Adapter im Test: Ladestopp mit physischer Trennung

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Ich bin bei Amazon in letzter Zeit immer wieder über solche „Ladestopp“-Adapter gestolpert. Diese werden von X Händlern angeboten, mit den gleichen Werbeaussagen.

So ist es bekanntlich nicht gut, Geräte dauerhaft bei 100 % Ladung am Netz zu halten. Dies kann dem Akku schaden und auch den Standby-Stromverbrauch unnötig in die Höhe treiben.

Ich denke zwar, dass dies bei modernen Geräten alles halb so wild ist, aber dennoch war ich an solch einem Adapter interessiert. Wie funktioniert dieser? Wann löst er aus?

Daher habe ich den „140W USB-C Lade-Stopp Adapter mit Physischer Trennung“ von „Marke: Kitbox“ für rund 14 € bestellt.

Wollen wir uns das Ganze einmal im Test ansehen.

 

Der Ladestopp-Adapter im Test

Bei dem Ladestopp-Adapter handelt es sich um eine 42 x 34 x 19 mm große Box. Diese ist aus einem einfachen silbernen Kunststoff gefertigt.

Qualitativ ist diese wirklich sehr simpel, und beispielsweise die beiden Hälften, aus welchen das Gehäuse besteht, sind etwas „rau“ verklebt.

Im Großen und Ganzen wird das Gehäuse aber seinen Job machen.

Dabei besitzt der Ladestopp-Adapter einen USB-C-Eingang und einen integrierten USB-C-Stecker.

Zudem haben wir eine kleine Taste mit integrierter LED.

 

Physische Trennung wörtlich genommen

Ich war bei diesen Adaptern davon ausgegangen, dass hier im Inneren einfach ein Relais ist, welches die Stromverbindung unterbricht.

Allerdings lag ich hier falsch!

Diese Adapter funktionieren ganz anders. So befinden sich neben dem USB-C-Stecker zwei kleine Pins, welche ausgefahren werden.

Diese Pins drücken den Adapter physisch vom angeschlossenen Gerät ab und unterbrechen so die Stromverbindung.

Wild!

Wir haben hier also im Inneren einen Motor, der wirklich einen USB-C-Port trennt.

 

2 Modi

Der Adapter besitzt zwei Modi, welche du über die Taste steuerst.

  • Modus 1 – für Smartphones und kleinere Geräte
  • Modus 2 – für Powerbanks und größere Geräte

Anscheinend steuern diese Modi primär die „Kraft“, mit welcher der Adapter sich auswirft.

 

Funktioniert

Ich habe den Adapter mit verschiedenen Smartphones und Powerbanks getestet, und dieser funktioniert.

So scheint dieser „auszulösen“, wenn der Ladestrom unter ± 0,3 A fällt. Das ist ein guter Auslöse-Zeitpunkt.

Schnellladen durch den Adapter mit bis zu 140 W nach USB PD funktioniert ebenfalls problemlos.

 

Nutzen zweifelhaft

Ja, es ist nicht gesund für einen Akku, wenn dieser konstant auf 100 % geladen bleibt. Allerdings, ob es nun in der Praxis ein Drama ist, wenn du z. B. dein Smartphone oder deine Powerbank über Nacht lädst und dieses ein paar Stunden auf 100 % bleibt, lasse ich aber mal dahingestellt.

Zumal auch viele Smartphones mittlerweile über einstellbare Ladelimits verfügen, was vermutlich in der Praxis mehr bringt.

 

Fazit

Das Fazit zum „140W USB-C Lade-Stopp Adapter mit Physischer Trennung“ fällt bei mir zwiegespalten aus.

Fangen wir mit dem Positiven an. Die Umsetzung ist wirklich herrlich schräg! Ich war fest davon ausgegangen, dass hier im Inneren einfach ein Relais den Strom kappt, stattdessen wirft dir der Adapter tatsächlich einen kleinen Motor entgegen, der über zwei Pins den USB-C-Stecker physisch vom Gerät abdrückt. Das ist wunderbar over-engineered und hat mich beim Testen ehrlich zum Schmunzeln gebracht. Und ja, funktionieren tut das Ganze auch. Der Adapter löst zuverlässig bei rund 0,3 A aus, was ein guter Zeitpunkt ist, und das Schnellladen mit bis zu 140 W nach USB PD läuft ohne Probleme durch.

Die Verarbeitung ist mit dem simplen, etwas rau verklebten Kunststoffgehäuse zwar nichts Besonderes, für rund 14 € und den eigentlichen Zweck geht das aber in Ordnung.

Allerdings, der Nutzen bleibt für mich etwas fraglich. Klar, dauerhaft auf 100 % ist nicht ideal für einen Akku, aber ob es in der Praxis wirklich ein Drama ist, wenn dein Smartphone oder deine Powerbank über Nacht mal ein paar Stunden voll am Netz hängt, wage ich zu bezweifeln. Zumal viele moderne Geräte längst über einstellbare Ladelimits verfügen, die dir in der Praxis vermutlich mehr bringen als so ein Adapter.

Unterm Strich, ein charmantes Stück Technik-Kuriosität mit einer wunderbar wilden Umsetzung.

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Michael Barton
Michael Barton
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