Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test: Das beste Gaming-Headset 2026?

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Wenn es um kabellose Gaming Headsets geht, ist Steelseries ganz klar der Hersteller Nummer 1 bei mir.

Warum? Steelseries Gaming Headsets haben im Allgemeinen einen guten Klang, funktionieren zuverlässig und, das ist ein ganz wichtiger Punkt, sind bequem!

Viele andere kabellose Gaming Headsets sind riesige und oftmals unbequeme „Klopper“.

Mit dem Arctis Nova Pro Omni hat Steelseries nun ein neues Flaggschiff-Modell auf den Markt gebracht, welches auf den ersten Blick diesem Motto treu bleibt!

So setzt das Arctis Nova Pro Omni weiterhin auf ein recht kompaktes Design, bringt aber viele spannende High End Funktionen mit, wie z.B. ANC, Hi-Res Treibern, 96 kHz/24 Bit drahtloses Audio, einem austauschbaren Akku usw.

Allerdings möchte Steelseries für diesen Luxus satte 399€ haben! Das muss man erst sacken lassen.

Für 399€ ist die Erwartungshaltung schon extrem hoch.

Wollen wir uns einmal anschauen, ob das Steelseries Arctis Nova Pro Omni diese erfüllen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an Steelseries für das Zurverfügungstellen des Arctis Nova Pro Omni für diesen Test.

 

Das Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test

Steelseries setzt beim Arctis Nova Pro Omni auf das vertraute Design seiner Gaming Headsets.

So ist auch dieses optisch recht schlicht gehalten. Wir haben keine aufwendige RGB Beleuchtung oder generell ein „aggressives“ Design.

Ganz im Gegenteil, das Arctis Nova Pro Omni wirkt schlicht und professionell, ohne dabei aber langweilig oder „generisch“ auszusehen.

Zu diesem schlichten Design trägt z.B. auch der Mikrofon-Arm bei, welcher komplett einfahrbar ist. Auf Wunsch kannst du das Headset also in reine Kopfhörer verwandeln.

Mit 339 g gehört es auch zu den tendenziell leichteren kabellosen Gaming-Headsets, was mich sehr freut. Viele Konkurrenten sind mir etwas zu klobig und groß, gerade in der Oberklasse.

Das ist beim Arctis Nova Pro Omni absolut nicht der Fall.

Neben dem ausziehbaren Mikrofon finden sich an den Ohrmuscheln die üblichen Tasten zur Steuerung, Ein/Aus, Mikrofon an/aus, Lautstärke Drehrad und eine Bluetooth Taste.

 

Mit Steuerungseinheit

Das Arctis Nova Pro Omni verfügt nicht über einen typischen USB Funk-Empfänger, sondern mit im Lieferumfang ist eine „Steuerungseinheit“.

Diese Steuerungseinheit ist eine kleine schwarze Box mit Drehrad und Display auf der Front.

Diese verbindest du mit deinem System wahlweise über USB C oder über einen 3,5mm Eingang. Du kannst sogar bis zu 3 Geräte via USB C verbinden, um schnell zwischen verschiedenen Systemen hin und her zu wechseln/Audio-Quellen zu mixen.

Auf dem Display werden dir verschiedene Informationen angezeigt und du kannst auch einige Einstellungen direkt an der Einheit anpassen, ohne eine Software nutzen zu müssen.

Neben den 3 USB C Ports, welche auch die Xbox unterstützen, und dem 3,5mm Eingang, besitzt die Steuerungseinheit auch einen 3,5mm Audio-Ausgang, falls du das Signal z.B. zu einer Capture Card durchschleifen möchtest.

 

Austauschbarer Akku

Der USB C Ladeport des Arctis Nova Pro Omni ist etwas versteckt angebracht, unter der Abdeckung der linken Ohrmuschel. Durch diese Position ist praktisch ein gleichzeitiges Laden und Nutzen nicht möglich.

Das Headset besitzt einen austauschbaren Akku, den du einfach an der Seite entnehmen kannst. Dieser Akku wird in der Steuerungseinheit geladen.

Mit im Lieferumfang sind 2x Akkus.

Spannend! Ist dein Headset also leer, kannst du den Akku einfach gegen einen voll geladenen aus der Ladestation tauschen. Sollte zudem der Akku irgendwann kaputtgehen, ist das kein Beinbruch und du kannst einfach einen neuen nachkaufen.

Ein interessantes Konzept, welches so recht einmalig außerhalb von Steelseries Produkten ist.

Ich finde gerade den austauschbaren Akku begrüßenswert, hätte aber einen regulären gut erreichbaren USB C Ladeport auch gut gefunden.

Die Laufzeit mit einer Ladung liegt bei sehr ordentlichen +-30 h (ohne ANC).

 

Universell kompatibel

Grundsätzlich ist das Arctis Nova Pro Omni mit so ziemlich allen Systemen/Spielekonsolen kompatibel.

  • PC
  • XBOX
  • Playstation
  • Nintendo Switch
  • Smartphone

PC/XBOX/Playstation lassen sich wahlweise über USB (und die Steuerungseinheit) oder Bluetooth verbinden. Switch und Smartphone laufen hingegen direkt über das integrierte Bluetooth.

 

Mit ANC

Eine Besonderheit des Arctis Nova Pro Omni ist der ANC Support. Das Headset kann also aktiv Hintergrundgeräusche unterdrücken.

Das ANC lässt sich in 3 Stufen (niedrig, mittel und hoch) steuern. Auf der höchsten Stufe ist das ANC auch überraschend gut! Dieses ist hier durchaus auf dem Niveau besserer Bluetooth Kopfhörer. Allerdings auf der höchsten Stufe hatte ich ein leichtes „Druckgefühl“, das auf der mittleren Stufe verschwand, auf welcher das ANC auch weiter ordentlich ist.

Neben ANC bietet das Headset auch einen Transparenz-Modus, welcher sich auch wieder in mehreren Stufen steuern lässt und gezielt Hintergrundgeräusche verstärkt.

Auch dieser ist erfreulich ordentlich.

 

Umfangreiche Software!

Die Windows Software von Steelseries gehört zu den umfangreichsten am Markt! Du hast hier sehr feine Einstellungsmöglichkeiten, was den Klang und vor allem den EQ betrifft.

So gibt es hunderte EQ Presets für diverse Spiele und du kannst natürlich auch eigene EQ Einstellungen anpassen.

Dies sowohl für die „Kopfhörer“, wie aber auch für das Mikrofon! Ja, du kannst das Mikrofon anpassen, sodass dieses heller, dunkler usw. klingt.

Auch das Anpassen der Rauschunterdrückung, des ANC usw. ist in mehreren Stufen möglich.

 

Sonar

Neben der bereits erwähnten Software bringt Steelseries GG mit „Sonar“ noch ein weiteres Werkzeug mit.

Während die Engine-Einstellungen direkt auf dem Headset gespeichert werden (praktisch, wenn du z.B. an der Konsole spielst), ist Sonar die reine PC-Spielwiese für Audio-Enthusiasten.

Das Herzstück ist ein 10-Band EQ, mit dem du jeden Frequenzbereich gezielt anheben oder absenken kannst. Statt fester Regler arbeitest du hier mit einer flexiblen Klangkurve, was deutlich präziser ist als ein klassischer EQ. Auch hier gibt es wieder unzählige, von Steelseries entwickelte Presets für einzelne Spiele, die du als Startpunkt nehmen und anschließend nach deinem Geschmack feintunen kannst.

Der eigentliche Clou von Sonar ist aber der integrierte Audio-Mixer. Sonar teilt deinen Sound nämlich in einzelne Kanäle auf, Spiel, Chat, Medien und Mikrofon, die du komplett unabhängig voneinander steuerst. So kannst du z.B. einen Teamkollegen leiser drehen, ohne den Spielsound anzutasten, oder den Chat und das Spiel jeweils mit einem eigenen EQ versehen. Apps lassen sich frei einem „Kanal“ zuordnen. Für jeden, der nebenbei Musik hört, im Discord quatscht und zockt, ist das ein großer Pluspunkt.

Abgerundet wird das Ganze durch die ClearCast AI Rauschunterdrückung für dein Mikrofon, welche Lüfter, Tastaturanschläge und Co. zuverlässig herausfiltert.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Nutzt du Sonar, solltest du den EQ in der Engine auf „Flat“ stellen, da sich beide sonst überlagern und du am Ende einen verfälschten Klang bekommst.

 

Wie ist der Klang?

Kommen wir aber zum wichtigsten Punkt, wie ist der Klang des Steelseries Arctis Nova Pro Omni?

Das Arctis Nova Pro Omni liefert einen sauberen, aber sehr flachen und unspektakulären Klang. Wir haben wenig Bass, aber im Gegenzug fast einen leicht analytischen Unterton, mit guter Auflösung.

Das ist eine Klangsignatur, die ich so von einem Gaming-Headset nicht erwarten würde, sondern mehr von Studio-Kopfhörern.

Ich denke, Steelseries geht einfach davon aus, dass du den Klang über die Software nach deinen Wünschen anpasst und liefert das Headset daher mit einem extrem neutralen Soundprofil aus, das auch wirklich neutraler ist als von vielen HiFi Kopfhörern.

Mir ist der Klang von Haus aus zu neutral und „langweilig“, ich bevorzuge ein gutes Stück mehr Bass.

Erfreulicherweise reagiert das Headset wirklich gut auf die Einstellungen über den EQ.

Mit einem ordentlichen Bass Boost klingt das Arctis Nova Pro Omni für meinen Geschmack herausragend! Die Treiber können eine sehr gute Dynamik darstellen und in Musik sowohl einen mächtigen Bass bieten, wie aber auch saubere Höhen.

Dabei klingt das Arctis Nova Pro Omni trotz des EQ Eingriffs nicht gezwungen oder unnatürlich.

Das Headset ist zu deinem donnernden und tiefen Bass in der Lage, wenn du dies wünschst. Ebenso aber auch zu einem neutralen analytischen Klang, welcher oft in Spielen sogar ein Vorteil ist.

Nutzt du Sonar, kannst du das auch „mixen“, einen lebendigeren EQ für z.B. Spotify und etwas Neutraleres für dein Spiel.

Generell bietet das Headset eine gute Auflösung und hohe Präzision. Dieses klingt konstant recht kontrolliert, selbst wenn du den Klang via EQ massiv anpasst. Wenn ich auf einem hohen Niveau meckern darf, dann wäre mein einziger Kritikpunkt vielleicht das Bass-Volumen. Der Bass kann zwar ausgesprochen kräftig sein und geht auch sehr tief runter, aber wirkt immer sehr kontrolliert. Ich kenne Kopfhörer, die sich hier mehr „gehen lassen“.

Kurzum, ohne EQ Profil klingen die Arctis Nova Pro Omni ordentlich, aber langweilig. Das Headset ist aus meiner Sicht gemacht, dass du den Klang nach deinen Wünschen anpasst. Mit Klanganpassungen ist dies das am besten klingende Gaming Headset, das ich bisher auf dem Kopf hatte!

 

Ein Blick auf die Messung

Damit das nicht nur subjektiv bleibt, habe ich den Frequenzgang des Arctis Nova Pro Omni einmal nachgemessen, und die Kurve bestätigt den Höreindruck ziemlich genau.

Schau dir den Bassbereich an: Der Pegel verläuft bis hinunter zu recht, ohne den frühen Abfall, den viele Kopfhörer im Tiefbass zeigen. Das deckt sich exakt mit dem, was ich beim Hören beschrieben habe, der Bass geht sehr tief runter und bleibt dabei kontrolliert. Gleichzeitig liegt die Anhebung gegenüber den Mitten nur bei rund 3 dB. Für ein Gaming-Headset, das ab Werk gerne mal eine dicke Bass-Schippe drauflegt, ist das ausgesprochen zurückhaltend, und genau deshalb wirkt der Werksklang so neutral und „schlank“.

Der Mittenbereich von etwa 120 Hz bis 2 kHz verläuft auffällig glatt und gleichmäßig, mit nur einer ganz sanften Senke. Diese Linearität ist der Grund für den sauberen, leicht analytischen Charakter und die gute Auflösung, die ich beim Hören gelobt habe. Hier verbiegt nichts den Klang, das Signal kommt so durch, wie es reingeht.

Im Hochton siehst du kräftige Anhebungen um 4 bis 9 kHz. Diese Spitzen gehen zu einem großen Teil auf den Messaufbau zurück, denn die Silikon-Ohren eines EARS (meines Messgerätes) erzeugen im Hochton eigene Resonanzen und sind in diesem Bereich generell nicht besonders aussagekräftig. Als Beleg für die tatsächliche Höhenwiedergabe taugt die Kurve hier also nicht. Diesen Bereich beurteile ich daher über das Gehör, und da liefert das Arctis saubere, unaufdringliche Höhen, mit vielleicht einer leichten Anhebung.

Unterm Strich erklärt die Messung gut, warum sich das Arctis Nova Pro Omni so dankbar per EQ formen lässt. Wer im Bass und in den Mitten eine zurückhaltende, lineare Basis hat, kann mit einem Bass-Boost gezielt nachlegen, ohne dass etwas matschig wird oder die Mitten zugedeckt werden. Die Treiber liefern eine neutrale Leinwand, der Rest ist deine Sache.

 

Wie schlägt sich das Mikrofon?

Bei einem Gaming-Headset für satte 399€ darfst du natürlich auch beim Mikrofon etwas erwarten. Das ausziehbare Mikrofon des Arctis Nova Pro Omni macht hier insgesamt einen guten Job.

Kabellose Gaming Headsets haben meist recht schlechte Mikrofone, hier sticht das Arctis Nova Pro Omni klar positiv heraus.

Die Aufnahme ist angenehm sauber. Deine Stimme wird rauscharm eingefangen, im Hintergrund läuft kein störendes Grundrauschen mit, und der Störabstand geht für ein Headset-Mikrofon vollkommen in Ordnung. Auch der Pegel passt, deine Stimme kommt kräftig und voll rüber, ohne dabei zu übersteuern oder zu zerren. Für den eigentlichen Job eines Gaming-Headsets, die Team-Kommunikation, ist das genau das, was du willst: Deine Mitspieler verstehen dich klar und deutlich.

Klanglich tendiert das Mikrofon dabei deutlich in die warme, volle Richtung. Der Grundton deiner Stimme wird schön betont, was sie angenehm sonor und „nah“ klingen lässt. Was dem Mikrofon allerdings etwas fehlt, ist Brillanz und „Knack“ in den Höhen.

Und hier kommt wieder die bereits gelobte Software ins Spiel. Wie schon erwähnt, kannst du das Mikrofon über den EQ frei anpassen und beispielsweise heller abstimmen. Wer den von Haus aus etwas dumpfen Charakter aufhellen möchte, kitzelt so problemlos mehr Präsenz und Verständlichkeit heraus.

Kurzum: Das Mikrofon des Arctis Nova Pro Omni ist sauber, voll und für die Kommunikation absolut tauglich.

 

Fazit

Das Fazit zum Steelseries Arctis Nova Pro Omni ist eigentlich ganz einfach, wäre da nicht der Preis. Denn rein vom Gebotenen her ist das Arctis Nova Pro Omni das beste Gaming-Headset, das ich bisher auf dem Kopf hatte!

Steelseries bleibt seinem Motto treu und liefert ein angenehm kompaktes und leichtes Headset, das schlicht und professionell wirkt, ohne langweilig auszusehen. Dazu gesellen sich Funktionen, die du sonst kaum in dieser Kombination findest: ein wirklich gutes ANC, ein überraschend brauchbarer Transparenz-Modus, die universelle Kompatibilität zu praktisch allen Systemen und natürlich das spannende Konzept mit dem austauschbaren Akku, den du einfach in der Steuerungseinheit nachlädst. Leer gespielt? Akku tauschen und weiter geht’s. Das ist gut gelöst.

Klanglich musst du dich allerdings auf die Philosophie von Steelseries einlassen. Ab Werk klingt das Arctis Nova Pro Omni sauber, aber sehr neutral und ehrlich gesagt etwas langweilig. Das Headset ist gemacht, dass du es dir über die Software formst, und genau hier spielt es seine Stärke aus. Mit einem ordentlichen Bass-Boost klingt es für meinen Geschmack herausragend, dabei aber immer kontrolliert und sauber aufgelöst. Die umfangreiche Steelseries-Software und vor allem Sonar mit seinem 10-Band-EQ und dem Audio-Mixer gehören zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Auch das Mikrofon hebt sich klar von der Masse der kabellosen Headsets ab und ist voll, sauber und für die Kommunikation absolut tauglich.

Bleibt der Preis. Satte 399€ sind eine echte Ansage. Das ist ein Premium Preis, der aus Sicht der Preis/Leistung schwer zu rechtfertigen ist. Suchst du aber ein Headset, das ALLES kann, dann bist du hier richtig. Alle, die eher auf Preis/Leistung Wert legen, sollten sich Modelle wie das ebenfalls hervorragende Arctis Nova 5 Wireless ansehen.

Steelseries Arctis Nova Pro Omni
Positiv
Hervorragender Klang nach EQ-Anpassung
Sehr neutrale, „dankbare“ Werksabstimmung als Basis
Austauschbarer Akku mit 2. Akku im Lieferumfang + Laden in der Steuerungseinheit
Gutes ANC
Sehr gutes Mikrofon für ein kabelloses Headset
Umfangreiche Software + Sonar (10-Band-EQ, Audio-Mixer, ClearCast AI)
Universell kompatibel (PC, Xbox, PlayStation, Switch, Smartphone)
Praktische Steuerungseinheit mit Display und bis zu 3 USB-C-Quellen
Lange Akkulaufzeit (+- 30 h ohne ANC)
Negativ
Hoher Preis (399€)
Werksklang ohne EQ recht neutral und „langweilig“
USB-C-Ladeport versteckt unter der Ohrmuschel
Leichtes „Druckgefühl“ beim ANC auf höchster Stufe
94

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Michael Barton
Michael Barton
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