UGREEN MagFlow Pro 3-in-1 im Test: Qi2-Ladestation mit effektiver Peltier-Kühlung und Display

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UGREEN hat mit der MagFlow Pro 3-in-1 eine neue kabellose Ladestation auf den Markt gebracht, welche technisch und optisch wirklich beeindruckend ist.

So haben wir hier zunächst 3x Ladepads, wobei das primäre Ladepad bis zu 25 W Leistung liefern kann, nach dem Qi2-Standard. Damit wir auch eine dauerhaft hohe Leistung bekommen, ist in der Ladestation eine aufwendige Kühllösung mit Lüfter verbaut.

Zudem haben wir ein kleines Display, welches dir Leistung, Lüfterstatus usw. anzeigt.

Klingt doch interessant! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut funktioniert der Lüfter? Wie laut ist dieser? Was ist mit dem Stromverbrauch?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das Zurverfügungstellen der Ladestation für diesen Test.

 

Die UGREEN MagFlow Pro 3-in-1 kabellose Ladestation im Test

Die UGREEN MagFlow Pro Ladestation setzt auf ein recht aufwendiges und „stämmiges“ Design.

So haben wir zunächst eine Basisplatte mit einem Durchmesser von ca. 116 mm. In dieser sind 2x Ladepads eingelassen, eins für Ohrhörer (AirPods, kann aber grundsätzlich universell genutzt werden) und eins für die Apple Watch.

Das Ladepad für das Smartphone ist darüber über einen Arm angebracht. Dieses Ladepad lässt sich vertikal winkeln, falls du die Ladestation am Schreibtisch nutzt.

Aufgrund der aufwendigen Kühlkonstruktion fällt der magnetische Ladekopf recht groß aus.

 

Das Display

Eine große Besonderheit der MagFlow Pro Ladestation ist das Display. Im Arm für den Ladekopf ist ein kleines LCD-Display integriert.

Dieses zeigt dir im Betrieb an, wie viel Watt in dein Smartphone geht, wie auch die aktuelle Temperatur am Ladekopf.

Nett!

Über eine Taste an der Seite lässt sich das Display aber auf Wunsch auch komplett abschalten, z. B. für den Nachttisch, falls dich hier das Leuchten stören würde.

 

Lieferumfang

Neben der Ladestation selbst legt UGREEN ein passendes USB-C-Kabel wie auch ein 45-W-USB-C-Netzteil bei.

Grundsätzlich gut, aber das beiliegende Kabel finde ich etwas „billig“ und kurz. So ist dies ein absolutes Basic-Ladekabel mit 1 Meter Länge. Ein schönes textilummanteltes Kabel mit 1,5 oder 2 Metern hätte ich besser gefunden.

 

Aufwendige Kühlung mit Peltier-Element und Lüfter

Eine Besonderheit der UGREEN MagFlow Pro ist die aufwendige Kühllösung im magnetischen Ladekopf. Hier haben wir nicht einfach nur einen Lüfter, sondern zusätzlich ein sogenanntes Peltier-Element.

Ein Peltier-Element transportiert mithilfe von Strom Wärme von einer Seite auf die andere. Das Prinzip kennen wir z. B. von Mini-Kühlschränken und Kühlboxen. Hierdurch wird die dem Smartphone zugewandte Seite gekühlt, während sich die Rückseite erwärmt. Ein Kühlkörper und der Lüfter geben diese Wärme anschließend an die Umgebungsluft ab. Dabei muss auch die zusätzliche Abwärme abgeführt werden, welche durch den Stromverbrauch des Peltier-Elements entsteht.

Diese Technik kann die Ladefläche sogar unter die Raumtemperatur kühlen! Ein einfacher Lüfter allein könnte das nicht.

Dies zeigt sich auch auf dem Wärmebild. Hierfür habe ich das Smartphone für etwa eine Minute aufgelegt und anschließend schnell entfernt. In der Mitte des Ladepads zeigt die Wärmebildkamera eine Temperatur von gerade einmal 7,7 °C an, deutlich unter Raumtemperatur!

Die Kühlung ist also durchaus kräftig. Natürlich haben wir beim dauerhaften Laden nicht konstant diese Temperatur, aber wir liegen nach meinen Beobachtungen konstant unter Raumtemperatur (meist zwischen 6 und 15 Grad).

Warum das Ganze? Die beim kabellosen Laden entstehende Wärme soll besser abgeführt werden, damit das Smartphone seine Ladeleistung nicht wegen zu hoher Temperaturen frühzeitig reduziert. Allerdings benötigt die aktive Kühlung selbst zusätzliche Energie, dazu gleich mehr. Falls dich das Lüftergeräusch beispielsweise auf dem Nachttisch stört, lässt sich der Lüfter über eine Taste abschalten.

 

Lautstärke

Aufgrund dieses etwas aufwendigeren Kühlprinzips ist der Lüfter in der Ladestation ein Stück lauter, als ich es von anderen kabellosen Ladepads mit Lüfter kenne.

Der Lüfter ist aber auch in keiner Weise extrem! In einem normalen Büro wird dieser entweder nicht stören oder gar nicht wahrnehmbar sein. Am Nachttisch wäre er aber vielleicht etwas „laut“, je nachdem, wie empfindlich du bist.

Wichtig: Du kannst das Ganze auch komplett abschalten, aber nur auf einer „Pro-Ladevorgang“-Basis.

 

Ladeverhalten und Leistungsaufnahme beim iPhone 18 Pro Max

Für den Test habe ich das iPhone 18 Pro Max mit der UGREEN MagFlow Pro geladen und dabei die Leistungsaufnahme der Ladestation am USB-C-Eingang aufgezeichnet. Beim Durchlauf mit aktiver Kühlung startete das Smartphone mit einem Akkustand von 6 %.

Wichtig: Wir messen hier die gesamte Ladestation, also einschließlich Kühlung, Elektronik und Verlusten bei der kabellosen Übertragung. Die gemessene Leistungsaufnahme entspricht daher nicht der Leistung, welche tatsächlich im Akku landet.

Zu Beginn nimmt die Ladestation recht konstant rund 37 W auf. Diese hohe Leistungsaufnahme hält sie mit wenigen Unterbrechungen bis ungefähr Minute 40. Anschließend sinkt die Aufnahme stufenweise ab, passend zur reduzierten Ladeleistung bei höherem Akkustand.

Die 37 W liegen am Energiebedarf der aktiven Kühlung + Verlustleistung. Im Smartphone landen hier weiter nur ±25-27 W.

 

Was bringt die Kühlung in der Praxis?

Aber hilft die aufwendige Kühlung tatsächlich? Hierfür habe ich einen weiteren Ladevorgang mit zunächst abgeschalteter Kühlung aufgezeichnet.

Leider gibt es dabei eine Eigenheit bei der MagFlow Pro. Die Ladestation aktivierte die zuvor abgeschaltete Kühlung im Verlauf selbstständig wieder. Warum genau dies passiert, konnte ich nicht eindeutig klären.

Die Anfangsphase (in welcher die Kühlung nicht aktiv war) ist dennoch interessant! In folgendem Diagramm habe ich versucht, die Leistungsaufnahme der Kühlung herauszurechnen. Das sind ca. 7,2 W, der Wert ergibt sich aus der Differenz beider Messreihen in der stabilen Anfangsphase zwischen Minute 2 und 15.

Nach dieser Korrektur liegen beide Kurven zunächst nahezu übereinander. Ab ungefähr Minute 16 zeigt der Durchlauf mit abgeschalteter Kühlung allerdings starke Einbrüche, in welchen die Leistungsaufnahme deutlich sinkt! Im weiteren Verlauf pendelt sich die Messung bei rund 21 W ein. Der gekühlte Durchlauf bleibt dagegen bis etwa Minute 40 meist bei rund 30 W nach dem geschätzten Abzug.

Dies spricht durchaus für einen positiven Effekt der Kühlung! Das Verhalten passt dazu, dass das Smartphone ohne aktive Kühlung früher seine Leistungsaufnahme wegen der Temperatur drosselt.

Die Kühlung ist also eindeutig effektiv!

 

Hoher Verbrauch bei vollem Smartphone

Die Kühlung hat allerdings auch eine Kehrseite. Obwohl das iPhone bereits vollständig geladen war und das Display der Station nur noch etwa 0-1 W für das Smartphone anzeigte, blieb die gemessene USB-Leistungsaufnahme über Stunden bei rund 9 W.

Erst nach dem Abnehmen des Smartphones sank diese auf etwa 1 W.

Die Kühlung scheint also dauerhaft aktiv zu sein, wenn das Smartphone aufliegt, auch wenn es voll ist!

Dieses Verhalten ist leider etwas unglücklich und benötigt unnötig viel Energie.

 

Fazit

Die UGREEN MagFlow Pro 3-in-1 ist eine technisch spannende kabellose Ladestation. Das verstellbare Smartphone-Ladepad, die zusätzlichen Ladeplätze für Apple Watch und Ohrhörer sowie das informative und abschaltbare Display ergeben ein attraktives Gesamtpaket. Ein passendes 45-W-USB-C-Netzteil liegt ebenfalls bei.

Das Highlight ist aber die aufwendige Kühlung. Das Peltier-Element kann die Ladefläche tatsächlich deutlich unter Raumtemperatur kühlen. Die Messungen zeigen eindeutig, dass dies hilft, die Leistungsaufnahme länger aufrechtzuerhalten.

Die Kühlung hat also einen echten positiven Effekt!

Allerdings erkaufen wir uns diesen mit zusätzlichem Stromverbrauch und einem hörbaren Lüfter. Am Schreibtisch finde ich dessen Geräusch unproblematisch, auf dem Nachttisch kann es definitiv stören.

Angebot
UGREEN MagFlow Pro 25W Qi2 3-in-1 magnetische Ladestation mit Kühlung...

Pro

  • Drei Ladeplätze für Smartphone, Apple Watch und Ohrhörer
  • Bis zu 25 W kabelloses Laden nach Qi2
  • Aufwendige aktive Kühlung mit Peltier-Element und Lüfter, kühlt die Ladefläche sogar unter Raumtemperatur
  • Kühlung hält die Ladeleistung messbar länger hoch
  • Informatives Display mit Leistung und Temperatur, auf Wunsch abschaltbar
  • Smartphone-Ladepad vertikal verstellbar
  • 45-W-USB-C-Netzteil im Lieferumfang

Kontra

  • Lüfter hörbar
  • Kühlung lässt sich nur pro Ladevorgang abschalten und aktivierte sich im Test selbstständig wieder
  • Hoher Stromverbrauch durch die Kühlung, rund 9 W auch bei vollständig geladenem iPhone

Du kannst die Kühlung zwar abschalten, die Einstellung bleibt aber nicht dauerhaft erhalten. In meinem Test aktivierte sie sich im Verlauf sogar selbstständig wieder. Hinzu kommt die mit rund 9 W recht hohe Leistungsaufnahme bei bereits vollständig geladenem iPhone.

Damit ist die MagFlow Pro vor allem dann spannend, wenn du dein iPhone (oder ein anderes magnetisch ladbares Smartphone) am Schreibtisch möglichst zügig kabellos laden möchtest. Die aktive Kühlung kann hier auch den Akku schonen.

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Michael Barton
Michael Barton
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