Teufel hat mit dem IKONIO einen außergewöhnlichen Lautsprecher auf den Markt gebracht! Ich denke, direkt auf den ersten Blick wird dir klar sein, warum ich den IKONIO außergewöhnlich nenne.
So haben wir hier einen 17 kg schweren Lautsprecher in der Größe eines kleinen Fasses mit einem 5-seitigen Design, wovon 3 mit Lautsprechern bedeckt sind, wie auch zwei Subwoofern.
Dabei hat dieser eine süße Maximalleistung von 2500 W!
Damit ist der IKONIO auf dem Papier ein kleines Monster! Aber die Ausstattung wird noch besser, denn dies ist nicht einfach nur ein Lautsprecher, sondern dieser hat volle Netzwerkfähigkeiten integriert, WLAN, Spotify Connect usw.
Wollen wir uns den Teufel IKONIO in einem kleinen Test etwas näher ansehen!
An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Ausleihen des Lautsprechers.
Der Teufel IKONIO im Test
Bei dem IKONIO handelt es sich um einen absoluten Koloss! Dieser wiegt 17,4 kg!
Dieses hohe Gewicht liegt vor allem an der Grundkonstruktion, welche hier aus Metall ist! Ja, diese Stützstreben, die du erkennen kannst, sind aus Metall gefertigt, was dem Lautsprecher eine sehr massive Grundkonstruktion gibt.
Dies spiegelt auch die allgemeine Design-Philosophie wunderbar wieder. So wirkt der IKONIO fast schon etwas martialisch.
Wir haben viele Kanten, die Stützträger aus Metall und viele Lautsprecher-Treiber.
So besitzt der Lautsprecher 5 Seiten. Davon sind 3 Seiten mit jeweils zwei Lautsprecher-Treibern bedeckt. Hinzu kommen zwei Tieftöner / Subwoofer im Deckel und im Boden.
Durch dieses Design hat der Lautsprecher zwar nicht ganz ein 360-Grad-Design, aber dieser ist schon in der Lage, einen Raum in alle Richtungen mit Klang zu füllen.
Anschlüsse
2 der 5 Seiten des Lautsprechers sind nicht mit Lautsprecher-Treibern bedeckt. Anstelle dessen finden wir hier zwei passive Kühlkörper, wie auch die Anschlüsse.
- Cinch
- Toslink
- LAN
- USB-C
Damit hat der IKONIO eine solide Anschlussausstattung und das Verbinden eines Schallplattenspielers (mit integriertem Vorverstärker), PC, CD-Player, TV usw. ist kein Problem.
Steuerung des IKONIO
Der IKONIO besitzt auf der Oberseite versteckte Touchtasten. Diese leuchten im Betrieb auf und du kannst über diese den Lautsprecher steuern.
Eine herkömmliche Fernbedienung gibt es nicht. Anstelle dessen ist es gedacht, dass du die Teufel Home App nutzt.
Unterstützte Streaming-Dienste
Der IKONIO ist primär als Streaming-Lautsprecher gedacht. Hierfür lässt sich dieser wahlweise in dein WLAN einbinden (2,4 GHz oder 5 GHz) oder via LAN anschließen.
Welche Streaming-Dienste unterstützt der IKONIO?
- AirPlay 2
- Google Cast
- Spotify Connect
- TIDAL Connect
- TuneIn Webradio
- Bluetooth
Eine kurze Liste, aber im Kern ist hier alles dabei, was du brauchst. So wird vom IKONIO Apple AirPlay unterstützt wie auch Google Cast.
Hinzu kommt Webradio via TuneIn und Musik via Spotify Connect und TIDAL Connect.
Teufel Home
Der IKONIO gehört in das Teufel Home Ökosystem. Entsprechend nutzt dieser die Teufel Home App. Diese hatte bei mir auch tadellos funktioniert.
Grundsätzlich ist die App sehr simpel aufgebaut.
So findest du auf der Startseite zunächst eine Übersicht über alle Dienste, wie auch die Möglichkeit, einzelne Funktionen auf die Schnellwahl zu legen.
Dies ist primär für das integrierte Webradio gedacht.
Abseits davon haben wir einige Klanganpassungen. So kannst du hier deinen Aufbau festlegen, steht der Lautsprecher an einer Wand, auf einem Tisch usw. Und auch den Klang etwas mit einem EQ anpassen.
Allerdings sind die EQ-Einstellungen eher überschaubar. Du kannst hier lediglich die Bässe, Mitten und Höhen separat verstellen.
Dennoch machte die Teufel App bei mir einen guten Job und sie erfordert keine Zwangsregistrierung.
Klang des Teufel IKONIO
Der Teufel IKONIO setzt grundsätzlich auf ein 3-Wege-System und eine sehr breite Klangabstrahlung. Die frontal sichtbaren Treiber sind die Hochtöner und Mitteltöner.
Die beiden Subwoofer sind im Deckel und auf der Unterseite „versteckt“.
Teufel wirbt dabei mit sehr beeindruckenden Werten!
- 650 Watt Leistung RMS
- 2500 Watt Maximalleistung
- 19 Hz untere Gangfrequenz
19 Hz untere Gangfrequenz und bis zu 2300 W sind für einen dann am Ende doch recht kompakten Lautsprecher ziemlich extrem!
Wie klingt aber nun der IKONIO in der Praxis?
Zunächst, ja, der Lautsprecher klingt beeindruckend und kann auch größere Räume gut beschallen! Der Klang strahlt sehr gleichmäßig in alle Richtungen ab, daher fühlt sich der IKONIO auch in offenen Räumen recht wohl.
Ich würde lediglich empfehlen, diese recht hoch zu positionieren, gefühlt profitiert er recht stark davon, auf Ohr-Höhe zu stehen.
Von Haus aus ist der IKONIO erfreulich gut balanciert, mit einem leichten Schuss Tiefbass.
Starten wir bei den Höhen. Diese sind ziemlich neutral. Sie sind klar und sauber, aber nicht übermäßig scharf. Persönlich bevorzuge ich einen leichten Boost der Höhen über die Teufel App, damit diese etwas mehr hervorstechen. Mit einem ganz leichten Höhen-Boost sind diese für mich ziemlich perfekt.
Dank der gesonderten Mitteltöner bietet der IKONIO sehr saubere und gut balancierte Mitten, gerade die mittleren und oberen Mitten werden sehr schön dargestellt. Der IKONIO ist also kein „Party“-Lautsprecher, der nur Höhen und Bass kann, ganz im Gegenteil! Dieser kann auch gut etwas gediegener spielen, wenn du es verlangst. Stimmen werden gut und natürlich dargestellt und im Allgemeinen färbt der IKONIO den Klang nicht.
Beim Bass wird es interessant, denn diesen muss ich etwas differenzierter betrachten. Ja, der IKONIO hat, wie von Teufel beworben, einen sehr beeindruckenden Tiefgang! Das ist auch klanglich das absolute Highlight an diesem Lautsprecher, wie tief dieser herunterkommt. Hierdurch kann er durchaus auch etwas Subwoofer-Feeling erzeugen, sofern es die Musik zulässt. Von Haus aus ist die Bass-Menge aber relativ neutral. Der IKONIO „übertreibt“ nicht, lediglich im Tiefbass meine ich einen leichten Boost wahrzunehmen. Vermutlich um den Tiefgang etwas mehr zu betonen.
Allerdings bei einem Preis von 1200 € müssen wir auch etwas kritisch werden. Der Bass geht zwar wirklich sehr schön tief, aber beim generellen Bass-„Volumen“ merken wir doch, dass dies kein echter Subwoofer / großer Standlautsprecher ist. So bieten meine Teufel Ultima 40 MK2 Standlautsprecher nicht zwingend einen tieferen Bass, aber dieser wirkt etwas vollmundiger.
Das ist aber schon Meckern auf einem sehr hohen Level! Der Teufel IKONIO ist ganz klar der beste „All-In-One“-Lautsprecher, den ich bislang gehört habe. Dieser ist auch einer der wenigen, der es schafft, ein großes Wohnzimmer gut zu beschallen. Dabei ist auch die Pegelfestigkeit beeindruckend.
Dreh in der App den Bass noch etwas hoch und der IKONIO kann auch eine größere Party gut rocken!
Diese „Power“ aus einem einzelnen Lautsprecher habe ich so bislang (abseits von Lautsprechern, die wirklich für die „Beschallung“ gedacht sind) noch nie gehört. Dabei muss der IKONIO nicht laut und wuchtig sein, er kann auch feiner und edler spielen.
Fazit
Der Teufel IKONIO ist der beste All-In-One-Streaming-Lautsprecher, den ich bislang gehört habe und das sage ich nicht leichtfertig. Was Teufel hier aus einem einzelnen Gehäuse herausholt, ist beeindruckend. Der IKONIO strahlt sehr gleichmäßig in alle Richtungen ab, ist erfreulich pegelfest und schafft es tatsächlich, auch ein großes Wohnzimmer sauber zu beschallen. Diese „Power“ aus einem einzelnen Lautsprecher habe ich so bislang noch nicht gehört.
Dabei ist der IKONIO kein reiner „Party“-Lautsprecher, der nur Höhen und Bass kann. Ganz im Gegenteil. Von Haus aus ist er sehr gut balanciert, mit einem leichten Schuss Tiefbass, sauberen Mitten und neutralen Höhen. Stimmen werden natürlich dargestellt, der Klang wird nicht künstlich gefärbt. Und wenn du es doch mal krachen lassen willst, drehst du den Bass in der Teufel Home App etwas hoch und schon rockt der IKONIO auch eine größere Party. Das klangliche Highlight bleibt für mich aber der Tiefgang. Wie tief dieser kompakte Koloss herunterkommt, ist wirklich stark und erzeugt teils schon echtes Subwoofer-Feeling.
Bei 1200 € darf man aber auch kritisch sein. Der Bass geht zwar tief, beim generellen Bass-„Volumen“ merkst du jedoch, dass hier kein echter Subwoofer und kein großer Standlautsprecher am Werk ist, der Klang wirkt eine Spur weniger vollmundig als bei einem klassischen Setup. Und genau da liegt der Knackpunkt. Wenn der Platz da ist, wird ein Setup aus z. B. zwei Teufel Ultima 40 + einem WiiM Amp Ultra den IKONIO klanglich schlagen können, bei ähnlichem Preis und mit demselben Streaming-Komfort.
Der IKONIO spielt seine Stärke also da aus, wo dieser Platz eben nicht ist oder du einfach keine zwei Standlautsprecher + Verstärker willst, als ein einziges, wertiges, vollwertig netzwerkfähiges Gerät, das einen ganzen Raum füllt, ohne Kabelsalat und ohne Boxenpaar. Suchst du genau das, die beste All-In-One-Lösung für einen großen Raum, bist du beim Teufel IKONIO goldrichtig. Wer hingegen den Platz und die Muße für ein klassisches Stereo-Setup hat, holt für sein Geld noch etwas mehr Klang raus.
