Das ELECROW ESP32 5 Zoll Display Advance-Series im Test, für den Home Assistant

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Vor einer Weile hatten wir uns das 7 Zoll CrowPanel ESP32 Display im Test angesehen und offen gesagt war ich hier nicht begeistert.

Dennoch möchte ich nochmal ein anderes 7 Zoll Panel ausprobieren, mit dem „ELECROW ESP32 5 Zoll Display Advance-Series“. Hierbei handelt es sich um ein 5 Zoll ESP32 Display, welches beispielsweise mit dem Home Assistant nutzbar ist.

Und genau darum geht es mir, das ELECROW ESP32 5 Zoll Display als HomeAssistant „mini-Dashboard / UI“ an meinem Nachttisch nutzen zu können.

Wollen wir einmal im Test schauen, ob das Display funktioniert und wie gut es mit ESPHome funktioniert.

 

Das ELECROW ESP32 5 Zoll Display Advance-Series im Test

Beim ELECROW ESP32 5 Zoll Display „Advance-Series“ handelt es sich um ein „nacktes“ Displaymodul mit integriertem ESP32.

Wir haben hier kein Gehäuse oder Ähnliches. Du musst dir dies selbst basteln, am einfachsten vermutlich mit einem 3D Drucker (so werde ich es auch machen).

Die Front des ELECROW wird primär vom Display bedeckt, am Rand steht allerdings etwas das hintere PCB hervor, auf welchem das Panel montiert ist.

Auf der Rückseite finden wir den ESP32 mit diversen Headern, für weitere Module.

  • I2C-Out
  • UART0-OUT
  • UART1-OUT
  • UART0-IN
  • Speaker
  • Battery

Zudem finden wir einen Steckplatz für ein weiteres Wireless Modul (zusätzlich zum internen WLAN), wie auch einen microSD Karten Slot.

Seitlich ist der USB C Port angebracht.

 

Hardware unter der Haube: ESP32-S3 mit reichlich Speicher

Herzstück des ELECROW Advance ist das moderne ESP32-S3-WROOM-1 Modul, welches mit bis zu 240 MHz taktet. Erfreulicherweise hat Elecrow hier bei der Speicherausstattung absolut nicht gespart: Das Board verfügt über üppige 8 MB PSRAM und 16 MB Flash-Speicher. Sind diese gut dimensioniert? Ja! Gerade der 8 MB große PSRAM ist hervorragend für ein Display in dieser Größenordnung. Wenn du aufwendigere Benutzeroberflächen oder Dashboards mit vielen Grafiken, Schriften und Animationen (z. B. via LVGL) rendern möchtest, geraten ältere oder günstigere Module ohne ausreichenden PSRAM bei 800×480 Pixeln extrem schnell an ihre Speichergrenzen.

Auch die 16 MB Flash-Speicher sind überaus großzügig bemessen. Sie bieten mehr als genug Platz für umfangreichen Code, hinterlegte Bilddateien und vor allem für absolut problemlose Over-The-Air (OTA) Updates via ESPHome, für die der Speicherraum meist doppelt vorhanden sein muss. Hardwareseitig bist du hier für Smart-Home-Dashboards also hervorragend aufgestellt.

 

Displayqualität

Wir haben hier ein 5 Zoll Display mit einer Auflösung von soliden 800×480 Pixeln. Dabei nutzt ELECROW bei diesem Modell ein IPS Panel!

Das Panel und dessen Qualität war beim 7 Zoll CrowPanel mein größter Kritikpunkt. Erfreulicherweise gibt es hier aber nichts zu bemängeln.

Die Blickwinkel sind gut, Farben klar und allgemein ist das Display sauber. Die Hintergrundbeleuchtung ist gleichmäßig und das Backlightbleed „akzeptabel“.

In dieser Preisklasse ist hier alles soweit völlig in Ordnung.

 

Schlecht dimmbar…

Leider hat die 1.1 Version des „ELECROW ESP32 5 Zoll Display Advance-Series“ einen großen Nachteil, diese ist nur in 5 Stufen (bzw. 6 Stufen mit aus) dimmbar.

Damit ist das Display leider für meinen ursprünglichen Einsatzzweck auf dem Nachttisch nicht geeignet, da es nicht genug dimmbar ist. Selbst auf der niedrigsten Stufe ist es noch vergleichsweise hell.

Mit Version 1.2 scheint dieses Problem vom Hersteller behoben worden zu sein, aber diese ist im Handel schwer zu finden.

 

Surren…

Ein weiteres Problem mit der Hintergrundbeleuchtung ist das Surren. Dimmst du diese, surrt das Display leicht.

In meinem Büro und Wohnzimmer ist das mir 0 aufgefallen. Allerdings im Schlafzimmer konnte ich dieses ganz leicht wahrnehmen.

Bei 100% und 0% Backlight haben wir kein Surren, bei allen Stufen dazwischen minimal. Im Alltag kaum hörbar störend, außer du nutzt es in einem absolut ruhigen Raum, wie dem Schlafzimmer.

 

Problemlos mit ESPHome

Ich habe das ELECROW ESP32 5 Zoll Display mit ESPHome und einer Verknüpfung mit dem Home Assistant genutzt.

Erfreulicherweise konnte ich hier keine Probleme beobachten! Alles funktioniert soweit tadellos, es gibt keine Bugs, die mir aufgefallen sind, und auch der Touchscreen funktioniert gut.

Hier hast du einen „Beispielcode“, der bei mir funktioniert hatte –> ELECROW ESP32 5 Zoll Display Advance-Series

Das ist natürlich nur ein Basic Code, den du noch anpassen musst. Mein Tipp, gehe mit der Modellnummer und eventuell dem Beispielcode zu der KI deiner Wahl und lasse dir das eine schöne UI generieren. Mit ein paar Versuchen + ein bisschen in die richtige Richtung lenken funktioniert das für ESPHome ganz gut.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch des ELECROW ESP32 5 Zoll schwankt je nach Last und Displayhelligkeit.

Hier allerdings ein paar Basis-Werte, an denen du dich orientieren kannst.

  • 100% Helligkeit – ca. 1,9 W
  • 50% Helligkeit – ca. 1,6 W
  • Minimale Helligkeit – 0,99 W
  • Backlight aus – 0,75 W

Fazit: Starke Hardware, aber mit Schlafzimmer-Verbot

Das ELECROW ESP32 5 Zoll Display der „Advance-Series“* hat mich deutlich positiver überrascht als sein 7-Zoll-Geschwisterchen. ELECROW liefert hier ein grundsolides Bastler-Display ab, das vor allem unter der Haube punktet. Die Kombination aus dem performanten ESP32-S3, satten 8 MB PSRAM und 16 MB Flash-Speicher bietet eine hervorragende und zukunftssichere Grundlage für flüssige, aufwendigere ESPHome-Dashboards.

Auch das IPS-Panel ist für diese Preisklasse wirklich gelungen: Die Blickwinkel sind stabil, die Farben ansehnlich und die Auflösung von 800×480 Pixeln auf 5 Zoll völlig ausreichend. Die Integration in Home Assistant via ESPHome funktionierte im Test absolut reibungslos.

Ist es also das perfekte Smart-Home-Display? Leider nein.

Mein ursprünglicher Plan, das Display als Mini-Dashboard im Schlafzimmer zu nutzen, scheitert an der verbauten Hintergrundbeleuchtung der Version 1.1. Die grobe 5-Stufen-Dimmung lässt das Display selbst auf niedrigster Stufe zu hell erstrahlen. Hinzu kommt das leichte, aber in ruhigen Räumen wahrnehmbare Surren beim Dimmen.

Wer das Display jedoch für den Flur, das Büro oder das Wohnzimmer plant und sich ohnehin ein eigenes Gehäuse drucken möchte, bekommt hier für sein Geld eine richtig starke und bastelfreundliche Hardware. Achte beim Kauf aber nach Möglichkeit darauf, die neuere Version 1.2 zu erwischen, bei der die Dimm-Problematik laut Hersteller behoben sein soll.

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Michael Barton
Michael Barton
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