Das Wiko Fever 4G im Test, Wikos neue obere Mittelklasse

„Für alle die kein Statussymbol brauchen“ so könnte man Wiko zusammenfassen. Wiko Smartphones sind technisch oftmals wenig besonders oder außergewöhnlich, die Stärke liegt hier eher im Gesamtkonzept und natürlich im Preis.

Die „Großen“ lassen sich Ihre Einstiegsgeräte oftmals sehr gut bezahlen und ich werde auch teilweise das Gefühl nicht los, dass dies bei ihnen nach dem Motto läuft „Hey wir brauchen noch ein Einsteiger Smartphone, ah was neues entwickeln wäre zu teuer, macht einfach unser Flaggschiff nochmal in schlecht und günstig“.

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Wiko hingegen hat sich auf die 100-250€ Preisklasse spezialisiert und liefert dort grundsolide Hardware für alle die kein Smartphone zum Angeben suchen sondern zum einfachen Nutzen.

Nach meinen beiden sehr positiven Erlebnissen mit dem Wiko Rainbow Jam und dem Pulp versuche ich nun einmal das Wiko Fever frei nach dem Motto aller gute Dinge sind drei.

Technische Daten

 

Lieferumfang und Verpackung

Geliefert wird das Fever, wie bei Wiko üblich, in einer schönen farbenfrohen Box. In dieser finden wir natürlich das Smartphone selbst, ein Ladegerät, ein microUSB Kabel, ein Qualitativ fragwürdiges in-Ear Headset, eine Anleitung und SIM Karten Adapter.

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Letzteres finde ich einerseits eine sehr gute Beigabe andererseits auch etwas merkwürdig. Das Wiko Fever besitzt zwei SIM Kartenschächte im Micro SIM Format, also das Mittelgroße, hier finde ich es gut, dass Wiko einen Nano SIM auf Micro SIM Adapter beilegt aber warum legt man zusätzlich gleich zwei Micro SIM auf Mini SIM, also die „normale alte“ Größe, bei !?!

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Vermutlich wird bei jedem Wiko Smartphone das selbe Set Adapter beigelegt, aber dennoch merkwürdig.

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Wo wir gerade bei Apdaptern sind, der Strom Adapter ist leider mal wieder ein 08/15 1A 5V Ding. Wann ist es endlich soweit, dass auch Einsteiger Smartphones, wobei das Fever mit 230€ ja schon eher Mittelklasse ist, schnell laden können…

 

Verarbeitung und Optik

Starten wir einfach einmal bei der Rückseite des Fevers.

Wiko setzt beim Fever wie auch schon beim Pulp auf eine Art Fake Leder Rückseite. Diese Rückseite besitzt eine lederartige Texturierung und ist leicht gummiert. Ich bin zwar nicht der größte Fan davon, aber die Rückseite fasst sich ganz OK an.

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Der Rahmen des Fever ist hingegen aus Aluminium was dem Gerät eine etwas hochwertigere Haptik verleiht. Man spürt allerdings weiterhin, dass es sich um ein günstigeres Gerät handelt welches keine 500€ gekostet hat, dennoch ist das Fever vermutlich hochwertiger als alle Samsung Smartphones vor dem S6.

Die Front des Smartphones ist durch Gorilla Glas 3 geschützt, was definitiv eine Besonderheit in dieser Preisklasse ist. Wer nicht weiß was dieses Glas ist, kann dies HIER nachlesen, Kurzfassung Gorilla Glas gilt als besonders bruchsicher und Kratzer resistent. Es wird aber bei 90% der High End Smartphones eingesetzt.

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Das Display Glas ist an den Rändern leicht abgerundet, wodurch Wischgesten sehr angenehm auszuführen sind.

Rein optisch würde ich das Wiko Fever als hübsch, aber beim besten Willen nicht außergewöhnlich bezeichnen. Zwar hat Wiko etwas Neues beim Fever versucht nämlich eine phosphoreszierende Umrandung.

Heißt, um den Display Rahmen ist eine „Farbe“ aufgetragen, welche im Dunklen leuchten soll. Diese phosphoreszierende Farbe/Umrandung benötigt keine Energie aus dem Akku des Smartphones sondern sie lädt sich durch Sonneneinstrahlung auf.

Dementsprechend ist diese „Beleuchtung“ auch nicht abschaltbar.

Was aber auch nicht schlimm ist, bei meinem schwarzen Wiko Fever ist das Leuchten kaum zu erkennen. Das hat nichts mit dem zu tun was man auf Wikos Bildern sehen kann, es ist eher ein glimmen und selbst das ist lediglich kaum zu erkennen.

Hierbei muss man zum einen dazu sagen, dass ich das Fever nicht gezielt in die Sonne gelegt habe, aber im Normalfall trägt man sein Smartphone in der Hosen- bzw. Handtasche herum, wo dieses eh kaum Licht abbekommt.

Zum anderen meine ich gelesen zu haben das der Leuchteffekt bei den weißen Modellen stärker ist als beim Schwarzen.

Wo wir gerade bei den Farben sind, das Fever ist in drei Farbkombinationen verfügbar schwarz/champagner, schwarz/grau und weiß/champagner.

Ich habe ganz klassisch das schwarz/graue.

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Auf Seiten der Anschlüsse finden wir das Wiko Übliche. Zum Laden einen Micro USB Port auf der Unterseite und für Kopfhörer einen 3,5mm Port auf der Oberseite. Kamera und der Lautsprecher sind auf der Rückseite des Smartphones.

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Eine kleine Besonderheit ist die Front Kamera welche zusätzlich mit einem Blitz ausgestattet ist.

Die Lautstärkewippe und der Einschalter sind auf der rechten Seite des Gerätes. Vielleicht sind diese beiden etwas dicht beieinander aber ich hatte keine Probleme mit Verwechselungen.

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Die Rückseite des Fever ist wie bei Wiko üblich abnehmbar. Was etwas wiko untypisches ist, ist allerdings der fest verbaute Akku. Dies ist etwas was ich nicht verstehen kann, man macht die Rückseite abnehmbar aber verschraubt/verklebt den Akku, warum?!

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Was aber wieder Wiko typisch ist, ist der Dual SIM Steckplatz und die Möglichkeit den 16GB internen Speicher mit einer microSD Karte zu erweitern.

 

Einrichtung, Installation und OS

Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android 5.1 Full HD Die Einrichtung des Wiko Fever läuft, wie bei so gut wie jedem anderen Android Smartphone auch. Ihr wählt Eure Sprache aus, verbindet Euch mit dem WLAN und meldet Euch mit Eurem Google Konto an.

Hier hat Wiko am Standard Prozess nichts verändert oder hinzugefügt.

Wo Wiko allerdings etwas hinzugefügt hat, ist beim Android Launcher. Der Launcher, sollte dieser Begriff Euch nicht geläufig sein, es ist die Ansicht, welche Ihr seht wenn man die Home Taste drückt.

Wiko hat hier auf die App Übersicht verzichtet und viele App Symbole gegen eigene ausgetauscht. Ich kann mir vorstellen, dass diese Veränderung für einen Smartphone Neuling positiv ist, ich persönlich mag dies aber überhaupt nicht. Aber das ist das gute an Android man kann sich ja einen anderen Launcher herunterladen und diesen verwenden, was ich auch gemacht habe.

Das restliche Android ist allerdings ziemlich nah am Standard oder die Änderungen sind positiv. Hier wären zum Beispiel das Integrieren von Tap to Wake und anderen Gesten zu erwähnen.

Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android (1) Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android (6) Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android (8) Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android 5.1 Full HD Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android (14)

Auch bei Bloatware hat sich Wiko sehr zurück gehalten, lediglich Clean Master konnte ich als unnötige App entdecken und sogar dieses lässt sich ohne Probleme deinstallieren.

Von den 16GB Speicher sind out of the Box im Übrigen noch 9,6XGB verfügbar, was ich etwas wenig finde, aber OK, dafür hat man die microSD Erweiterung.

 

Das Display des Wiko Fever

Das Wiko Fever besitzt ein 5,2“ Full HD Display. Dieses ist mit Gorilla Glas 3 vor Kratzern geschützt und zu den Rändern hin etwas abgerundet.

Das Display macht einen guten wenn auch nicht überragenden Eindruck. Es ist scharf und leuchtstark zwar könnten die Farben vielleicht en wenig mehr „strahlen“, aber alles in allem passt das für ein 200-250€ Gerät und so gewaltig ist der Unterschied auch nicht zu den High End Flaggschiffen.

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Die Ablesbarkeit bei Tageslicht war im übrigen gut bis sehr gut was vor allem auf die Hohe Display Helligkeit zurück zu führen ist.

 

Sound und Akustik

Keinerlei Überraschungen hier. Starten wir mit dem eingebauten Lautsprecher. Dieser ist ein Mono Lautsprecher auf der Rückseite des Gerätes also ist er eher mäßig aber immerhin ausstreichend laut.

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Der Kopfhörerausgang ist Standard. Ich habe schon besseres, aber auch schon schlechteres gehört, von daher so ziemlich das was man von einem 200€ Smartphone erwartet.

Beim Telefonieren sieht die Sache etwas anders aus. Das Mikrofon nimmt einen recht laut auf, soweit das Positive, aber man kommt recht schrill und vielleicht ein wenig blechern auf der anderen Seite rüber.

Die Ohrmuschel des Wiko Fever hingegen ist OK, ich finde sie vielleicht ein wenig dumpf aber das war im Rahmen.

Hier muss man ehrlich sein, ein iPhone 6/6s ist doch sowohl von der Mikrofon als auch von der Ohrhörer Qualität nochmal nen gutes Stück besser.

 

Kamera des Wiko Fever

Das Fever besitzt eine 13 Megapixel Rückkamera, das ist heutzutage wahrlich nichts mehr allzu Besonderes sondern in der 120-250€ Preisklasse üblich. Klar es gibt auch Smartphones welche ein 13MP Modul besitzen, welche wirklich hervorragende Bilder machen, von daher lassen wir uns doch mal überraschen was das Fever zustande bringt.

Erst einmal etwas zur Kamera App. Hier hat Wiko, wie ich finde, einen guten Job gemacht. Die App ist übersichtlich und besitzt sofern man es wünscht sogar einen manuellen Modus. Ich würde sagen die App ist auf dem Level der meisten großen Hersteller, lediglich LG hat bei seinen Smartphones eine deutlich bessere App zustande gebracht.

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Kommen wir aber zur Kamera. Wie üblich sind die 13MP nur im 4:3 Format, im für Bilder besseren 19:6 bleiben nur noch 9,X MP aber das ist ja leider auch normal. Videos werden im normalen FullHD aufgezeichnet, 4K ist also noch nicht in die 200€ Preisklasse vorgedrungen.

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Alle Bilder wurde im Winter in Deutschland im Auto Modus gemacht. Dementsprechend kann man unter Umständen im Hochsommer bei besserem Licht und vielleicht im manuellen Modus nochmals etwas mehr aus dem Smartphone herausholen.

Ehe ich meinen Senf dazu abgebe, schaut Euch die Bilder einmal selbst an.

Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (1) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (2) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (7) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (8) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (3) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (6) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (9) Wiko Fever 4G Kamera Testbilder Fotos (10) IMG_20151226_145928

(für die volle Ansicht rechte Maustaste auf das Bild und in einem neuen Tab öffnen)

Es ist kein iPhone 6s oder Sony Xperia Z5 und das sieht man. Zwar würde ich sagen, dass die Bilder OK sind für die Preisklasse, aber da ist definitiv noch Luft nach oben.

Aber es ist auch nicht so als wäre die Kamera gar nicht zu gebrauchen. Allerdings muss ich zugeben mehr erwartet zu haben. Zwar ist das 13MP Modul nochmal ein Stück besser als das des 160€ Wiko Pulp aber dennoch, gerade im Low light ist das Fever sehr mäßig.

Im Übrigen ähnliches gilt für den Video Modus und die Front Kamera.

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HDR

Der HDR Modus ist eher mäßig. Hier und da kann man mit diesem gute Bilder machen, aber er ist langsam …..

Es läuft während der Aufnahme ein kleiner Balken durch, welcher einem sagt wie lange man das Smartphone ruhig halten soll.

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Positiv ist aber die Speichergeschwindigkeit der nicht HDR Bilder. Zwar ist dies noch nicht ganz so flott wie beispielsweise beim iPhone 6 oder Google Nexus 6, wo man im Grunde so schnell Bilder machen kann wie man die Taste hämmert, aber dennoch ich würde fast sagen, das Wiko Fever ist schneller als mein Sony Xperia z5 in diesem Punkt.

 

Unterm Strich ist die Kamera aber auch nichts Außergewöhnliches, eher der für diese Preisklasse zu erwartende Standard auch wenn ich meine, dass das LG G4s (auch um die 230€) bessere Bilder gemacht hat, als das Wiko.

 

Theoretische Performance des Wiko Fever

Auf dem Papier klingt das Wiko Fever sehr gut mit seinem „Octa-Core“ Prozessor und ganzen 3GB RAM. Aber hinter einem Octa-Core Prozessor kann sich so einiges verbergen.

Im Falle des Wiko Fevers ist dies ein Mediatek MT6753. Dies wird vermutlich kaum jemanden was sagen, aber ich persönlich hatte sogar schon einmal in einem Smartphone mit dieser CPU zu tun, dem Elephone P8000, von daher konnte ich schon im Vorhinein erahnen, was auf mich zu kommt.

Aber wie üblich schauen wir uns erst einmal ein paar Benchmarks an und was diese zum Fever sagen.

Geekbench

Geekbench Benchmark des Wiko Fever (1) Geekbench Benchmark des Wiko Fever (2)

Antutu v6

Antutu Benchmark des Wiko Fever (2) Antutu Benchmark des Wiko Fever (1)

3DMark

3DMark benchmark des Wiko Fever (1) 3DMark benchmark des Wiko Fever (2)

Epic Citadel

Epic Citadel benchmark des Wiko Fever

 

Auf den ersten Blick sieht das ganz ordentlich aus was das Wiko Fever da abliefert. Aber leider nur auf den ersten Blick. Leider hat das Wiko Fever das gleiche Problem wie so viele Smartphones mit dem Mediatek MT6753, die Grafikleistung.

Während Geekbench noch sehr gut aus sieht, sind die Ergebnisse bei Epic Citadel schlecht.

Erstmal vorweg es handelt sich nicht um Messfehler oder sowas, auch das Elephone P8000 mit der gleichen CPU lieferte ähnliche Ergebnisse.

Zum Vergleich das Wiko Rainbow Jam, welches 100-120€ kostet, kommt auf 47,2 FPS (mehr = Besser), das Wiko Pulp, ein 160€ Smartphone, kommt auf 53,5 FPS und das Wiko Fever nur auf 27,8.

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Wieso liefert das teuerste Smartphone der drei die mit Abstand schlechtesten Werte?

Ich kann mir das nur wie folgt zusammenreimen. Geekbench, Antutu usw. wo die Ergebnisse nicht so schlecht sind, testen teilweise nur die CPU oder eine Mischung von CPU und GPU(Grafikkarte).

Aber der Schwachpunkt des Fever ist nicht die CPU, welche sogar recht stark zu sein scheint, sondern die Grafikkarte. Und auch diese ist nicht schlecht, vermutlich sogar nen gutes Stück besser als bei den oben erwähnten Wikos, aber diese Smartphones haben nur ein 720P Display während das Fever ein Full HD Display besitzt.

Dementsprechend muss die Grafikkarte beim Fever deutlich mehr arbeiten als bei den beiden kleineren Modellen. In wie weit dies eine Einschränkung im Alltag ist dazu im nächsten Teil mehr.

PS. mehr Benchmarks und einen vergleich zu anderen Smartphones findet Ihr hier

Praktische Leistung

Starten wir mit dem Positiven. Die „2D Leistung“ ist klasse. Ob beim Websurfen, Messenger Benutzen oder ähnliches, das geht mit dem Fever absolut problemlos und sieht dank des Full HD Displays alles auch sehr gut aus.

Ähnliches gilt auch für leichte Spiele aller Cut the Rope, Angry Birds usw.

Bei etwas aufwendigeren Spielen kippt das Ganze etwas. Erfreulicherweise laufen viele auch aufwendige Spiele deutlich besser als ich es erwartet habe, aber es gibt einige wo dies nicht der Fall ist.

Ein paar Beispiele:

Real Racing 3, auch wenn ich glaube, dass das Spiel seine Details reduziert hat, Dungeon Hunter 5 oder auch Wild Blood liefen flüssig.

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Modern Combat 5 und Springfield tapped out waren spielbar aber etwas schwammig.

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Nicht spielbar waren Sniper Fury und Asphalt 8. Ersteres lief mit geschätzt 5-10 FPS und letzteres hing sich nach dem Start auf.

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Alles in allem nicht perfekt aber akzeptabel, sofern Ihr keine „Hardcore Mobile Gamer“ seid und Euch einfachere Spiele oder Spiele auf Smartphones eh völlig egal sind, kann man mit der Leistung des Fever problemlos klar kommen.

Dennoch bin ich persönlich etwas enttäuscht, das Wiko Pulp hat bei Spielen eine bessere Figur gemacht, gut dafür hat dieses nur ein 720p Display.

 

 

Akkulaufzeit

Die Akku Laufzeit welche das Fever aus dem 2900mAh nicht austauschbaren Akku ziehen kann, kann man durchaus als gut bezeichnen.

Wiko Fever 4G Test Review Benutzeroberfläche Android (62)Am Ende hängt dies aber natürlich sehr von Eurer Nutzung ab, wenn Ihr den ganzen Tag auf dem Smartphone am Spielen seid, hält der Akku natürlich wesentlich weniger lange als wenn Ihr nur 1-2 mal täglich eine SMS schreibt, deshalb fällt mir ein Urteil sehr schwer.

Daher überlasse ich es dem Geekbenchmark dies zu tun. Hier erreichte das Fever gute 7:30h mit aktivem WLAN und 3G und ohne gedimmten Bildschirm.

Vergleichswerte findet Ihr bei meinen anderen Smartphone Tests und HIER.

Die 7 Stunden Display on Zeit können in der Praxis hinkommen. Ich erreichte bei, für mich normaler Nutzung ca. 1-1,5 Tage Akku Laufzeit. Allerdings habe ich das Gefühl, dass bei Spielen die Akku Laufzeit stärker einbricht als bei anderen Smartphones.

Hier aber nochmal ein dicker Kritikpunkt, das Laden des Fever.

Um ehrlich zu sein beachte ich die mitgelieferten Ladegeräte bei Smartphones nicht sonderlich. Ich habe durch gefühlte 1000 Test bergeweise sehr gute USB Ladegeräte. Viele davon sind sogar Multiport Ladegeräte. Dementsprechend nutze ich das mitgelieferte nie, ich schaue es mir meist einmal an und das wars.

Beim Wiko Fever war ein auf dem ersten Blick 08/15 1A 5V Ladegerät mit im Lieferumfang. 1A ist Standard aber das heißt ja nicht, dass das Fever auch nur mit maximal 1A laden kann, das iPhone 6+ hat beispielsweise auch nur ein 1A Ladegerät mit im Lieferumfang und lädt mit einem besseren dennoch mit maximal 1,8A.

Ehe die Frage kommt, nein, es ist kein Problem ein stärkeres Ladegerät zu verwenden sofern dieses auch 5V hat.

Beim Wiko Fever ist mir nun aufgefallen, dass dieses extrem langsam lädt. Dies habe ich auch nachgemessen und tatsächlich es lädt nur mit 0,5A an meinem guten Anker Ladegerät. 0,5A ist sehr sehr wenig daher habe ich andere Ladegerät und auch Powerbanks getestet und bei diesen das gleiche Ergebnis, wieder 0,5A.

Aus „Verzweiflung“ habe ich das originale Netzteil getestet und auch hier 0,5A…

Kurzfassung das WIko Fever braucht für eine vollständige Ladung an die 6 Stunden! WOW das ist lange, bei gleichzeitiger Benutzung lädt es fast gar nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass dies ein Softwarefehler ist, denn rein von der Hardware müsste das Fever mindestens doppelt so schnell laden können.

Sonstiges

Hier noch einige Dinge die mir während des Tests des Wiko Fevers aufgefallen sind.

  • Das Wiko Fever unterstützt KEIN 5GHz WLAN, dafür ist das 2,4GHz Band relativ schnell
  • Tap to wake und andere Gesten sind vorhanden

 

 

Fazit zum Wiko Fever 4G

Fangen wir mit dem Positiven an. Dies wären die Optik, Haptik, Display, Alltags Leistung und Akku Laufzeit. Hier macht das Wiko Fever einen echt guten Job gerade das Gefühl in der Hand mag zwar nicht das Allerhochwertigste zu sein, aber dennoch fühlt es sich mit seinen runden Kanten sehr gut und „bequem“ an.

Die Kamera würde ich nur als Mittelmaß einstufen. Sie ist nicht schlecht und auch besser als die des 160€ Wiko Pulps, aber ich glaube, dass man Smartphones in dieser Preisklasse mit besseren Kameras finden kann.

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Aber ich habe im Gegensatz zum Wiko Pulp und Rainbow Jam einen Kritik Punkt, die 3D Spiele Leistung. Klar 90% aller Spiele, auch die aufwendigeren, laufen aber Sie Laufen schlechter als z.B. beim Pulp.

Hier hat Wiko die 3D Leistung vermutlich etwas gegen das hochauflösende Display getauscht. Viele Leute spielen natürlich nicht oder wenig mit Ihren Smartphones und wenn auch nur 2D Spiele wie Candy Crush oder ähnlichem was natürlich kein Problem ist. Aber dennoch für wirkliche „Gamer“ würde ich das Fever nicht empfehlen! Hier würde ich entweder eher zum Wiko Pulp greifen (dieses kostet weniger, hat dafür aber auch nur ein 720p Display) oder vielleicht eher ein Smartphone mit Snapdragon 615 suchen, wie das LG G4s welche man auch für knapp über 200€ bekommt.

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Wer aber nicht mit seinem Smartphone spielt oder nur einfachere Spiele, wird keine Leistungsprobleme mit dem Smartphone haben. Im Web surfen oder ähnliches geht mit dem Fever butterweich.

Unterm Strich ist das Wiko Fever ein solides Smartphone, nicht mehr und auch nicht weniger. Ich muss allerdings zugeben vielleicht noch etwas mehr vom Fever erwartet zu haben nach meinen Tests zum Pulp und Rainbow Jam.

Aber dennoch auch das Fever ist kein schlechtes Smartphone ganz im Gegenteil. Der Preis von ca. 230€ geht in Ordnung, aber ich vermute es wird sich langfristig eher bei glatt 200€ ein pendeln.

Positiv

  • Hochauflösendes Display
  • Helles Display
  • Gute Verarbeitung
  • Metall Rahmen
  • Gute 2D Leistung
  • Brauchbare Akku Laufzeit
  • Interessante Idee mit der phosphoreszierende Umrandung…..

 

Neutral

  • …… welche aber praktisch sehr unauffällig ist (habe ich mir um ehrlich zu sein cooler vorgestellt)
  • Kamera eher Mittelmaß
  • Leistung bei aufwendigen Spielen ebenfalls eher mittelmäßig

Negativ

  • Sehr langsames Aufladen

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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Michael Barton

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17 Comments
Bruce Wayne

Das weiß ich leider nicht. Aber wenn du dir ein Wiko kaufen willst, warte lieber noch bis Mai. Da kommen neu Geräte wie das Wiko Fever Special Edition, oder das Wiko Ufeel mit Fingerabdrucksensor.

Reply
michael

Bin mir hierbei nicht zu 100% sicher aber das Wiko Fever Special Edition ist 1 zu 1 das Fever nur in anderer Farbe und Android 6.0 (ich hoffe mal das dies auch für das Normale Fever kommt)

Reply
Julian

Wie sieht es mit der Dual Sim Verwendung aus? Kann ich mit einer telefonieren und auf der anderen dennoch Nachrichten bzw. Anrufe erhalten. Sprich: Arbeitet das Gerät mit 2 Empfangseinheiten?

Reply
michael

Hi,

ja das Fever unterstützt Dual Sim dem entsprechend kannst du auch über beide Nummern Nachrichten und SMS erhalten.Lediglich LTE funktioniert nur mit SIM Karte 1 sofern ich mich gerade nicht irre.

Oder meintest du die gleichzeitige Nutzung? Also wenn du über Nummer 1 angerufen wirst immernoch mit Nummer 2 SMS empfangen kannst? Das sollte funktionieren habe ich allerdings gleichzeitig noch nicht versucht.

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Luna

Hallo Bruce, wo gibt es dieses Update für das Wiko Fever wegen des langen Ladens???Ansonsten finde ich das Handy fast perfekt, aber das lange Laden nervt echt! :-(

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Bruce Wayne

Das ist einfach ein ganz normales Androidupdate. Schau mal in den Einstellungen ob bei dir noch ein Update verfügbar ist.

Reply
michael

Wie Bruce Wayne schon sagte ist ein Normales Update. Ich habe dieses auch gerade mal eingespielt und es hat nichts an der Ladegeschwindigkeit geändert. Jedoch ist mein Fever auch zu 85% voll vielleicht liegt es daran (volle Akkus laden langsamer). Ich versuche das Ding nun schnell leer zu bekommen und melde mich dann nochmal ob das Update wirklich nichts verändert hat.

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Luna

Danke, das ist zwar nett, hilft mir aber nicht weiter, da es bei mir bisher kein “normales” Update gibt! Habe das Fever seit ca. 1 Woche. Wie heißt das Update?

Reply
michael

Schau mal unter Einstellungen -> Über das Telefon -> Systemaktualiesierungen

Falls er dort nicht findet wäre es möglich das das Fever was du hast schon mit dem Update ausgeliefert wurde?!

Schau mal bei Über das Telefon was du für eine Build-Nummer hast. Ich habe ALPS.L1.MP3.V2.21 und bei Erstellungsversion Version 8.

PS. Ich komme nun auf 0,75A Ladestrom, das ist zwar ein stück besser als die ursprünglichen 0,5A aber dennoch ziemlich langsam.

Reply
Luna

Danke, hab die gleiche Version ;-), ist also wohl schon drauf das Update…Schade, wie gesagt lädt schon sehr langsam.

Stefan

Beim aufladen wenn man anderes nicht originales ladegerät benutzt ist es bei 0.5 mAh, wenn man dann aber das originale verwendet muss man eine zeit lang warten bis es wieder 1 mAh aufnimt. Habs getestet? jetzt läd es wieder schneller

Reply
Yells

Das wiko legt den adapter bei, dass du falls du ein altes handy besitzt deine micro sim auch in diesem verwenden kannst. Dh es ist eine echt nette beigabe ohne eigennutz, sondern nur fuer den eigenen gebrauch falls man eben noch n altes handy mit mini sim hat. ich zb konnte das schon gut gebrauchen bei zb festivals wo ich mir mein altes handy mitnahm und die sim karte trotzdem weiterverwenden konnte.
Steht uebrigens so auch mit dabei wenn dus dir durchlesen wuerdest ;)

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